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Forum: Platinen Platinen mit Fotokopien Ätzfest machen


Autor: chip273 (Gast)
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Hallo,
Ich habe schon häufiger versucht Platinen mit Fotokopiertem Papier zu
"bebügeln". Leider ohne grösseren Erfolg, da ich keinen Zugang zu
einem Kopierer mit externer Papieraufnahme (nur Münzautomaten in der
nähe) und auch keinen Zugang zu einem Laserdrucker habe. Mit
Normalpapier sind die Erfolgschancen relativ gering da das 08/15 Papier
eben saugfähiger ist als Kupfer, bleibt ein Grossteil am Papier kleben.

Jetzt habe ich letztens in einer Heimwerkersendung im Fernsehen gesehen
das die da von kopiertem (normal)Papier auf eine Unterlage Bilder
übertragen haben. Und das ohne Wärme, mit irgendeiner Chemikalie die es
in jeder Apotheke geben soll. acryl* ? aceton ? a*? tja an den namen
kann ich mich leider nicht errinnern, deshalb wollte ich euch mal
fragen ob einer von euch weiss um welches zeugs es sich da handeln
könnte ? oder jemand dies unter umständen mal probieren könnte.

Danke für jegliche hilfe,
chip273

Autor: Sepp (Gast)
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Geht mit Aceton, aber ich bezweifle dass man damit irgendwelche feinen
Strukturen übertragen kann. Sowas wir für künstlerische Zwecke
verwendet, um grob die Umrisse zu übertragen, aber feine Leiterbahnen
wird man damit kaum hinkriegen.

Autor: chip273 (Gast)
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dann muss ich wohl weiterhin dumme kommentare im copyshop anhören wenn
ich eine kopie auf ein blatt aus dem reicheltkatalog haben will...

Danke für die info, Sepp.

Autor: Sepp (Gast)
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Probiers mal mit P200 Multitransfer Papier, zu bekommen bei
http://www.artishop.de

Sollte besser gehen als die Reichelt-Methode; bei der kriegt man ja das
Papier kaum mehr ab.

Das wichtigste ist die intensive Reinigung der Platine; versuchs mit
feinem Sandpapier oder einem Poli-Block, und wisch danach
Kupfer+Fettreste gründlich mit viel Aceton ab (achtung: unbedingt
Handschuhe anziehen, das Zeug geht sofort durch die Haut!) Danach die
Oberfläche nicht mehr mit den Fingern berühren.

Viel Erfolg!

Autor: Sirko (Gast)
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Hi,

ich hab das soeben mit Papier aus dem Reichelt-Katalog probiert, aber
irgendwie zieh ich nach dem Bügeln das Papier mitsamt dem Toner wieder
ab. Habs vorher mit Spiritus gereinigt, kann's daran liegen? Den Toner
bekommt man dann mit dem Fingernagel wieder ab.
Hab ich zu wenig gebügelt? Wie heiß stellt ihr das Eisen, wie lange
soll man mit dem Bügeleisen drauf drücken?

Bye
Sirko

Autor: chip273 (Gast)
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Also als ich das letzte mal toner hitze transfer gemacht habe ging der
toner gar nicht mehr ab ich musste den nach dem ätzen mit stahlwolle
abreiben, habe aber auch so um die 10 minuten gebügelt. wäre der toner
abdruck noch regelmäsig gewesen wäre es perfekt.
ich denke vor dem bebügeln sollte wirklich rein gar nichts auf der
kupferfläche sein, weder fingerfett, noch aceton , noch irgendwelcher
spiritus. Das beste hierfür ist poliblock oder eben stahlwolle.

Naja vielleicht lasse ich ab jetzt auch eher meine platienen
fertigen.Soo teuer ist das ja auch nicht..

Autor: Sepp (Gast)
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@Sirko

Spiritus kannst Du vergessen; geeignet sind Aceton, Waschbenzin oder
reiner Alkohol. Spiritus ist ein zu stark verunreinigtes Gemisch. Und
nach dem Abwischen musst Du die Platine natürlich einen Moment trocknen
lassen, oder am besten kurz den Fön draufhalten. Wenns mit Aceton +
Poliblock auch nicht geht, versucht einen anderen Toner (im Copyshop
kopieren gehen).

@chip273

Stimmt das wäre das beste WENN man dann den Kupferstaub noch wegkriegt!
Jemand sollte das mal mit Druckluft probieren; könnte eine ideale Lösung
sein. Vorher würd ich aber mit Aceton das gröbste Fett abwischen, sonst
verreibt man es nur mit dem Poliblock.

Autor: tippfix (Gast)
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@ alle Bügeltrickexperten

kleiner aber heißer Tip:

das wirklich einzige Gute an der DHL-Post sind deren Päckchenaufkleber.
Nehmt mal davon die Trägerfolie und macht damit mal Bügeltest.die
Trägerfolie ist wesentlich stabiler als der R..Katalog und soll sich
sehr gut eignen.
Ich habe das aber selbst noch nicht getestet, weil ich alles in
Siebdruck mache.

die oben angesprochene Ursache des schlechten abkriegens könnte
folgende Ursachen haben:
a) zu heiß und zu lange geplättet
b) Trägermaterial (transferpapier) ungeeignet

@ Sepp
Kupferstaub nach dem Schleifen bekommt man schwe wieder runter, weil
dieser mikroskopisch feine staub sich in die Platinenoberfläche krallt.

Besser wäre ein kurzes Tauchen oder abwischen mit verdünnter Naps
-Ätzsuppe oder verdünnter HCL.
Lösemittel verschmieren das ganze nur.

ansonsten viel Erfolg

Autor: Sepp (Gast)
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Mit dem Anätzen in FeIIICl hab ichs schon probiert, bislang ohne Erfolg.
Die Oberfläche wird dadurch perfekt aufgerauht (theoretisch müsste sie
eine gigantische Oberfläche bekommen da der Ätzprozess lauter winzige
Poren erzeugt), aber in dieser Oberfläche hängen dann die ganzen
Reaktionsprodukte. Selbst nach gründlichem Abspülen mit Wasser färbte
sich ein Putzlappen immer noch rostbraun wenn man über die Platine
wischte. Der Toner hat darauf wie zu erwarten auch nicht gehaftet.

Wasser oder Luft mit sehr hohem Druck wären ideal um die angeätzte
Oberfläche zu reinigen; hab mir vorgenommen mal mit dem
Hochdruckreiniger drauf los zu gehen der bei uns rumsteht - Gott stehe
mir (und der Platine) bei :)

Autor: Maks Murks (Gast)
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Hallo,

eine einfache Methode ist eine Buch/Heft-Einbandfolie zu nehmen. Das
ist diese Folie, die es als Meterware gibt und zu meiner Schulzeit hat
man damit die Schulbücher „resistenter“ gemacht. Habe neulich so ne
Folie bei Schlecker gekauft (1m² ca. 0.99€).

So nun der Trick: Wir verwenden nicht die eigentliche Folie, sondern
das Folienträgerpapier!!!
Diese Papier ist extrem glatt. Zu glatt für die Rollen eines Lasers
oder Kopierers!

Daher schneidern wir uns einen „Bilderrahmen“ aus normalen Papier
zusammen.
Hinten ein Deckplatt, dazwischen das Folienträgerpapier einkleben,
vorne ein Deckplatt, nur außen ein Rahmen (für die Rollen). In der
Mitte ist das Folienträgerpapier mit der glatten Seite sichtbar.

Nun einfach das Layout auf die Folie drucken.

Achtung:
Die eigentliche Folie ist nicht hitzebeständig (Laser, Kopierer). Daher
nie versuchen auf die Folie zu drucken!!!

Vorsicht:
Der Toner lässt sich mit den bloßen Fingern von der Folie trennen!

Layout auf Platine bügeln usw. ...

Gruß

Max Murks

Autor: Maks Murks (Gast)
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Hallo,

habe vergessen zu erwähnen, dass man natürlich erst die Folie abziehen
muss und einfach wegschmeisen kann (oder Bücher einbinden...).

Achtung:
> Nun einfach das Layout auf die Folie drucken.
...
> Der Toner lässt sich mit den bloßen Fingern von der Folie trennen!

Richtig:
Nun einfach das Layout auf das Folienträgerpapier drucken.
...
Der Toner lässt sich mit den bloßen Fingern von dem das
Folienträgerpapier trennen!

Im übrigen finde ich "Deckplatt" ist ein schönes neues Wort - oder?
;-)

Maks (Max) Murks

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