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Forum: Platinen Natriumpersulfat


Autor: Thomas Gessner (Gast)
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Hi.

Kann ich schonmal benutzes Natriumpersulfat nochmal verwenden?
Wenn ja, wie oft kann ich es verwenden und muss ich das Zeug dann vor
gebrauch wieder aufwärmen?

Gruß
Thomas Gessner

Autor: Objektif (Gast)
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Hi, kannst immer wieder verwenden, bis es nicht mehr ätzt.
Aufheizen musst du immer! Optimale ätztemperatur ist 40-50°c

MfG
Objektif

Autor: Thomas Gessner (Gast)
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Danke für deine Antwort:)

Wann genau weis ich denn, wenn es nicht mehr ätzt und könnte ich es mit
einem Erlenmayerkolben und einem Bunsenbrenner erhitzen oder besser mit
was anderes?

Thomas Gessner

Autor: Michael S. (Gast)
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Ein genauer Zeitpunkt ist schwer zu sagen. Das Zeug verfärbt sich nach
und nach Blau. Je dunkler das blau, desto mehr Kupfer ist schon in der
Lösung, desto langsamer ätzt sie.

Mit dem Bunsenbrenner wirst du schlecht eine genaue Temperatur
einhalten können. Die Ätztemparatur sollte auf keinen Fall 50°C
überschreiten. Ansonsten kann das NaPS auskristilieren und die Platine
versauen.

In Ätzküvetten geht das erwärmen gut mit Aquarienheizstäben, bei denen
der Heizbereich erweitert wurde. Dazu gabs hier schon einige Beiträge.
Wenn du keine Küvette hast, besorg dir ne alte Kaffemaschine mit
Glaskanne. Mit der Heizplatte lässt sich das Zeug gut erwärmen und auf
temperatur halten.
Nur nicht in die Maschine kippen ;-) , das überlebt sie garantiert
nicht.

Gruß
Micha

Autor: Freak5 (Gast)
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Das auskristallierte Natriumpersulfat kann man doch wieder lösen. Man
muss nur aufpassen, dass es nicht auf der Platine kristallisiert.
Wenn ich das im Backofen erhitze sehe ich öfter, dass da etwas am Rand
kristallisiert. Etwas schütteln und es ist wieder weg!

Autor: Michael S. (Gast)
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Genau das ist der Punkt. Wenn etwas von dem kristallinem NaPS an der
Platine hängenbleibt ist die Konzentration an der Stelle etwas höher
und das ergebnis wird ungleichmäßig. Das passiert aber hauptsächlich
beim Schalenätzen. Durch das schwenken oder durch das Lufteinblasen in
Küvetten wird das absetzen verhindert. Ist halt nur sinnvoller, wenn
man es nicht soweit kommen lässt, dann braucht man bei diesem Punkt
nicht drauf achten.

Ach ja, das gilt übrigens auch für entwickler, das man drauf achten
sollte das er vollständig gelöst ist. Habe schon öfter beobachtet, das
da größere Körner zurückbleiben, wenn ich nicht beim ansetzen ständig
umrühre.

Autor: neuling (Gast)
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Um nochmal darauf zurückzukommen: Das NaPS lagere ich in einem 
Kunststofflkanister mit halb aufgeschraubtem Dekckel, da sonst 
Berstgefahr durch die entstehenden Gase entsteht. Wenn das Gemisch gast, 
heißt es, es verändert sich chemisch.

Ist es also wirklich unkritisch, gebrauchte gemische länger zu lagern?
Hat Licht auch einen Einfluss?

Autor: pfft.. (Gast)
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Das NaPS habe ich in Loesung in der zum aetzen benutzten Kuevette. Die 
Loesung kann man monatelang dort drinlassen, kein Problem. Ist nicht 
Luftempfindlich. Der Entwickler, das NaOH hingegen ist Luftempfindlich 
und muss geschlossen gelagert werdn.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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neuling schrieb:
> Um nochmal darauf zurückzukommen: Das NaPS lagere ich in einem
> Kunststofflkanister mit halb aufgeschraubtem Dekckel, da sonst
> Berstgefahr durch die entstehenden Gase entsteht.
Richtig.

> Wenn das Gemisch gast,
> heißt es, es verändert sich chemisch.
Jo, es zerfällt teilweise und sollte Sauerstoff freisetzen, wenn ich 
mich recht erinnere.

> Ist es also wirklich unkritisch, gebrauchte gemische länger zu lagern?
Ja. Es zerfällt ja nicht alles auf einmal. Das Schlimmste, was dir halt 
passieren kann, ist, dass es mittem im Ätzprozess nimmer weiter geht. 
Auch gut, holste die Platine raus, spülst die gut ab und setzt ein neues 
Ätzbad an. Weiter gehts.
Geht natürlich nur bei gutem Basismaterial, bei dem der Resist auch 
robust ist.

Natriumhydroxid oder in gelöster Form als Natronlauge ist auch nicht 
luftempfindlich, sonder schlicht und ergreifend hygroskopisch -- es 
zieht die Feuchtigkeit aus der Umgebung an und verdünnt sich selbst.
An sich ist das aber auch kein Problem, denn dabei entsteht in geringem 
Maße aus festem NaOH Natronlauge. Wenn das Wasser wieder verdunstet, 
haste wieder festes NaOH. Eine angesetzte Lauge wird auch nur minimal 
dünner (oder haste schonmal die Entwicklerküvette überlaufen sehen 
aufgrund der angezogenen Umgebungsfeuchtigkeit?!).

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Sven P. schrieb:

> Natriumhydroxid oder in gelöster Form als Natronlauge ist auch nicht
> luftempfindlich, sonder schlicht und ergreifend hygroskopisch -- es
> zieht die Feuchtigkeit aus der Umgebung an und verdünnt sich selbst.
> An sich ist das aber auch kein Problem, denn dabei entsteht in geringem
> Maße aus festem NaOH Natronlauge. Wenn das Wasser wieder verdunstet,
> haste wieder festes NaOH. Eine angesetzte Lauge wird auch nur minimal
> dünner (oder haste schonmal die Entwicklerküvette überlaufen sehen
> aufgrund der angezogenen Umgebungsfeuchtigkeit?!).

Nicht vergessen: Offen herumstehendes Natriumhydroxid (festes NaOH) und 
Natronlauge (wässrige Lösung von NaOH) nehmen mit der Zeit anständige 
Mengen von Kohlendioxid (CO2 Gas) aus der Luft auf und werden dadurch 
unwirksamer.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Stefan B. schrieb:
> Nicht vergessen: Offen herumstehendes Natriumhydroxid (festes NaOH) und
> Natronlauge (wässrige Lösung von NaOH) nehmen mit der Zeit anständige
> Mengen von Kohlendioxid (CO2 Gas) aus der Luft auf und werden dadurch
> unwirksamer.
Stimmt, habe ich verdrängt :->

Autor: neuling (Gast)
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Ganz genau: Bei NaOH passiert folgendes: NaOH(aq) + CO2(g==>aq) → 
NaHCO3(aq/s)

Es entsteht Natriumhydrogencarbonat.

Was allerdings beim Zerfall unter Abspaltung von O2 bei NaPS passiert 
weiß icht nicht....

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