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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP Blackfin Development Board von Analog Devices


Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Das sieht doch mal interessant aus:
http://www.analog.com/en/prod/0,2877,BF533%2DSTAMP,00.html

DSP mit 500 MHz, 128 MB SDRAM, Ethernet, GCC-Compiler, Linux-Kernel
2.6, und das alles für €136.50 "suggested sell price". Die Community
scheint auch sehr aktiv zu sein (http://blackfin.uclinux.org). Schade
ist nur dass kein Audio- oder Video-Codec auf dem Board ist, aber das
ließe sich ja extern nachrüsten.

Hat jemand hier praktische Erfahrungen mit den Blackfins?

Autor: Thomas Kropf (thomas_k)
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Wirklich keiner?

Ich überlege mir gerade genau dieses Board. Allerdings hat das
überhaupt keine analogen Ein- und Ausgänge, oder?

Was macht man denn damit ohne diese?

Autor: sebastian (Gast)
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Ich habe dieses Board seit 2 Monaten daheim. Hatte aber leider noch
keine Zeit es auszuprobieren.
Ich werde es aber in den nächsten Tagen tun.

Es gibt eine Reihe von Daugthercards mit Analogen Ein- und Ausgängen
für das Stampboard.
http://blackfin.uclinux.org/projects/stamp

Diese werden über die verschiedenen Schnittstellen des Blackfins
angebunden, z.B. über SPI oder I2S.

Autor: Thomas Kropf (thomas_k)
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Danke, die hab ich schon gesehn. Aber wo gibt es die zu kaufen oder muss
man sich die selber basteln?

Hast Du denn so eine Karte gekauft?
Und was hast du eigentlich mit dem Ganzen vor?

Ich möchte hauptsächlich eigentlich soviel Erfahrung wie möglich mit
verschiedenen Sachen (uC, DSP, FPGA) sammeln.

Beim Blackfin frage ich mich allerdings was ich damit machen soll ohne
analoge I/O. Wenn ich so eine Karte nicht kaufe, bringt mir dann so ein
DSP überhaupt etwas ausser dass er schneller als z.B. die AVRs ist?


Danke,
Thomas

Autor: Alex (Gast)
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@Thomas

Wenn es dir weniger um Audio/Video - Signalverarbeitung geht sind in
meinen Augen die ADSP-2199x nicht schlecht. Für diese gibt es auch
komplette Kits, in welchem Preisrahmen die aktuell liegen weiß ich
nicht.

Leider schneidet Analog die High-End Kategorie ihrer Produkte sehr
stark auf Audio- und Videoanwendungen zu, was mir persönlich eher wenig
hilft.

Aber die eierlegende Wollmilchsau habe ich bis jetzt leider noch nicht
gefunden. Die wäre in meinen Augen ein ADSP-21992 mit etwa 400-500 MHz
und einem USART. 32 Bit Fähigkeiten bringen leider auch nur die Sharcs
mit, doch die sind aus Sicht der Automatisierungstechnik noch weniger
als die Blackfins zu gebrauchen (weniger Peripherie).

Autor: sebastian (Gast)
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Die Daugthercards kann man kaufen:
http://www.blackfin.org/developmentboards.php
Ich habe mir aber noch keine gekauft.
Falls ich ich jetzt endlich mal dazukomme den Blackfin auszuprobieren,
werde ich mir ein kleines Board mit  einen AD- Wandler aufbauen.
Ich habe mir das Board eigentlich auch nur zum "Spielen "gekauft.
Eine konkrete Amwendung habe ich noch nicht.

Mann kann den Blackfin natürlich auch ohne Analoge I/O einsetzen. Die
Daten können ja z.B. auch per serieller Schnittstelle vom Blackfin
empfangen und gesendet werden.

Wenn du erst einmal Erfahreungen sammeln willst dann würde ich dir
dazuraten mit einem kleinen uC wie z.B. dem Avr anzufangen.

Autor: Thomas Kropf (thomas_k)
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@Sebastian:

Danke für den Link. Leider sind da auch schon einige Links tot. :(
Mit AVRs hab ich ja schon Erfahrung und arbeite noch immer damit. Ich
will halt möglichst viel Wissen und Erfahrung sammeln damit man später
im Berufsleben dann mehr kann. Ich werde mich auch ein FPGA Board
kaufen. Allerdings ist das noch nicht verfügbar :(

Im Moment weiß ich leider wirklich nicht was ich mit dem DSP Board
machen soll. Von Audio-/Videoverarbeitung habe ich noch Null Ahnung,
hätte aber gerne die Möglichkeit gehabt (ohne Zusatzkarten).
Automatisierung usw. geht zwar auch mit dem DSP, aber die 3,3V
toleranten Pins werden mir wohl auch das Leben schwer machen und extra
Levelshifter, schon für so einfache Sachen wie ein LCD, verlangen :(

Falls irgendwer gute Ideen hat wie man am meisten aus dem Board
herausholt (also am meisten lernt und das am besten wirklich in der
Berufswelt brauchen kann), ich bin ganz Ohr :)


Danke,
Thomas

Autor: Alex (Gast)
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Für Experimente mit Filtern/FFT & Co sind die meisten Boards eigentlich
gut gerüstet. Die AD- bzw. DA-Wandler sind oft auch schon vorhanden. So
kann man ein Audio-Signal direkt einspeisen, abtasten, manipulieren und
wieder ausgeben.
Um Erfahrungen mit Filtern zu sammeln ist so etwas optimal. Allerdings
kann man, so man auf die Programmierung verzichten möchte, das Ganze
auch mit Tools wie Matlab machen. Dieses kann wave-Dateien direkt
einlesen und dann entsprechend bearbeiten. Es steht halt die Frage, ob
du dein Wissen eher praktisch oder theoretisch erweitern möchtest.
Das Kit für den ADSP-21992 hat sogar einen IGR sowie diverse
PWM-Einheiten. Mit ein wenig externer Beschaltung könnte man also eine
digitale Regelung für einen Motor realisieren. LCDs gibt es auch 3,3V
kompatible, abgesehen davon ist ein kleiner Levelshifter auch kein
Weltuntergang. Ideen habe ich eigentlich immer massig :)

Unterschätze jedoch nicht die Einarbeitungszeit bis zur ersten
Anwendung, ein AVR ist doch ne Nummer kleiner. Selbst wenn man in C
programmiert kommt man bei DSPs nicht umhin, deren Hardware relativ
genau kennen zu müssen.

Autor: Thomas Kropf (thomas_k)
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Danke!
Ich weiß ich mecker nur rum aber ein Devkit kostet stolze $495.00 :(
und den GCC für Blackfins + das uCLinux kann ich wohl auch vergessen.
Mir ist auch klar, dass es LCDs und was weiß ich noch in 3,3V
Ausführungen gibt. Aber ich will mir ja nicht alles neu kaufen. Und
Levelshifter sind halt ärgerlich weil ich dann erst wieder herumbasteln
muss. Und das will ich eigentlich vermeiden mit deinem kompletten
Entwicklungsboard.

Das mit Matlab hat mir schon mal wer erzählt. Braucht man das denn im
Berufsleben auf diese Weise? Da gäbe es nämlich bei uns eine
Vorlesung/Übung :)

Autor: Alex (Gast)
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Als Friseur, Bademeister, ... normalerweise nicht :)

Falls du später mal als Ingenieur mit Signalverarbeitung,
Regelungstechnik und ähnlichem in Kontakt kommst, sind Kenntnisse
bestimmt hilfreich. Auch beim Anwenden des Lehrstoffs ist Matlab ein
gutes Hilfsmittel, weil man viele Sachen einfach per Trial&Error
austesten kann. An einem realen technischen Prozess ist das
normalerweise nicht möglich.

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