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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DCF77 Modul von Reichelt


Autor: see4far (Gast)
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Hallo!

Habe hier das DCF77 MODUL von Reichelt, allerdings liefert es bei mir
kein Signal (obwohl ich PON wie im Datenblatt beschrieben mit GND
verbunden habe). Der DCF-Ausgang geht bei mir an INT0 eines ATMega8.
Allerdings kann ich kein Interrupt feststellen.

Hat jemand von euch schon mit dem DCF77-Modul von Reichelt gearbeitet
und kann mir evtl. einen kleinen Tipp geben, wo ich am besten mit der
Fehlersuche anfange?

mfg
see4far

Autor: Osterhase (Gast)
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Hast du ein Oszilloskop, das du mal an das DCF-Modul hängen kannst? Hab
mal ein Blick in das Datenblatt geworfen, daß ist ja eigentlich ein
Witz. Das mit PON an GND scheint aber zu stimmen.

Autor: Gunter (Gast)
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evtl. open collector / open drain Ausgang und somit Pullup
erforderlich?

@Osterhase:
100% ACK

Autor: see4far (Gast)
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hab gerad n kleinen Erfolg gehabt:

Ich wollte den Strom messen, den das Teil zieht und siehe da: als ich
das den GND-Anschluss von der Masse getrennt hatte, signalisiert mir
meine eigens angebracht LED eine steigende Flanke an INT0. Und nicht
nur eine, sondern gleich ganz viele. Schnell wechselte ich den
Messbereich und stellte eine Frequenz von 1Hz am INT0 fest. Nach etwas
warten, gab mir der ATMega8 dann auch die Uhrzeit über die serielle
Schnittstelle aus. Jetzt aber mal die Frage an euch: Warum hat das
Modul nicht funktioniert, als die Masse noch angelegt war??? Für mich
ein Rätsel. Würd ich ja schon gern ordnungsgemäß anschließen ... PON
hängt jetzt auch in der Luft ... aber immer noch auf dem Potential von
GND (so in etwa) ...

gruß,
see4far

Autor: see4far (Gast)
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@Gunter:

Da das DCF77-Signal ja bei einer logischen 1 abgesenkt wird und das
Modul das invertierte Signal liefert, habe ich einen 10k Pulldown (also
nach GND) verwendet. Ist das vielleicht nicht in Ordnung? Ohne ging's
aber auch nicht.

see4far

Autor: Osterhase (Gast)
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Oder es ist ein Fehler im Datenblatt und der PON ist in Wirklichkeit
High-Active.

Autor: Gunter (Gast)
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@see4far

bei open collector kann die Ausgangsstufe nur gegen GND schalten.
Unabhängig von der Logik ist dann ein R gegen Vcc erforderlich!

cu
Gunter

Autor: TravelRec. (Gast)
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Der Fehler liegt im Detail, der Enable-Eingang am Modul sollte NICHT
beschaltet werden, da er auf dem Modul selbst angeschlossen ist. Will
man ihn trotzdem verwenden, muß eine kleine Leiterbahn getrennt werden.
Das Modul hat übrigens ´ne Push/Pull Endstufe, die 5mA in beide
Richtungen treiben kann. Es ist somit kein R nach Vcc vonnöten. Habe
das Modul hier gerade am Laufen mit Vcc, GND und Ausgang - geht prima
und hat sehr gute Empfangseigenschaften.

Autor: see4far (Gast)
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Stimmt, das im Datenblatt mit PON an GND ist wohl richtig ;-) .. wollte
gerade mal den Strom für PON an GND und im anderen Fall an VCC testen,
aber das hat dann die Sicherung kaputtet. Eine Widerstandsmessung hat
dann auch ergeben, dass die direkt verbunden sind und ich den Eingang
scheibar so echt nicht benutzen kann (siehe Kommentar von TravelRec.).

Die Uhrzeit konnte ich auch bis jetzt kein 2. mal empfangen. Da hatte
ich wohl vorhin auch mehr oder weniger Glück. Jetzt in der
Konfiguration wie auch TravelRec. sie beschreibt, krieg ich aber wieder
keine Flanke ab :-( ... Die hab ich wenigstens immer noch, wenn ich GND
nicht anschließe.
Wodran kann das liegen???

Autor: TravelRec. (Gast)
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Häng doch mal Vcc und GND an das Modul und an den Ausgang eine LED mit
Vorwiderstand nach Masse - guck doch mal, ob sie blinkt. Ansonsten die
Antenne etwas drehen oder an´s Fenster gehen (bei dichter Bebauung...).
Übrigens schaltet das Modul die Impulse invertiert, also eine
Austastlücke im AM-Signal wird als elektrische 1 ausgegeben, vielleicht
wartest Du ja auf die falsche Flanke...

Autor: see4far (Gast)
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@TravelRec.:

Ne, warte auf die richtige Flanke.

Aber hab trotzdem mal mit besserer Spannungsversorgung das ganze ohne
µC angeschlossen eben mit LED, aber da is nix am Blinken. Hätte mich
gewundert, weil das am µC sonst auch hätte der Fall sein müssen. Habs
auch mal mit unterschiedlichen Spannungen ausprobiert, soll ja laut
Datenblatt von 1,2 .. 5 V funktionieren.

Mir ist gerade auch noch aufgefallen, dass die Kapazität C2 nicht
bestückt ist. Ist sie das bei dir? Und wenn ja, was sitzt da für eine?
Kann es daran liegen?

Gruß,
see4far

Autor: TravelRec. (Gast)
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Nee, nee. Bei mir ging das auf Anhieb. Sieh mal, daß Du die
Betriebsspannung abblockst, direkt am Modul mit 10µ Elko und 100n
Keramik. Das Modul hat eine Einschwingzeit von etwa 10 Sekunden, wo gar
nichts passiert, erst dann kommen Signale. Ich betreibe das Teil mit 5V
am ICP pin ohne irgendwelchen Schickschnack, einfach die 3 Kontakte,
sonst nix. Die Antenne ist etwa 6cm vom Controller weg. Nur nicht
aufgeben. Zwischendurch mal die Schaltung ganz ausschalten und wieder
einschalten - vielleicht hängt das Modul...

Autor: see4far (Gast)
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bringt irgendwie nix scheinbar. und empfang scheint hier auch zu sein,
mein funkwecker direkt daneben funktioniert jedenfalls ohne probleme!!

müsste das signal nicht, wenn ich einen pullup nehme trotzdem auf low
gezogen werden? weil das ist nicht der fall!

Autor: see4far (Gast)
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sehr seltsam, hab gerad mal an dem quarz nachgemessen, da geht mal rein
gar nichts! was kann da los sein? schaltung kaputt???

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Am Quarz ist nichts zu messen, der dient hier nur als Filter.
Diese einfachen DCF77-Empfänger sind Geradeausempfänger, so wie die
alten Röhrenradios aus den 20er, 30er Jahren.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: see4far (Gast)
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Hab gerad nochmal eine Versuchsreihe abseits meines Arbeitsplatzes hier
gemacht (wegen Verdachts auf zu viel Elektrosmog). Folgendes kam dabei
heraus:

1. Nur DCF-Modul + LED: ganz schwaches Blinken!
2. zusätzlich ATMega8 + Quarz-Oszi + MAX232-Platine + Laptop (weit
weg): nix
3. nur mit ATMega8 + Quarz-Oszi: kein Blinken, kein Signal (Auswertung
bei späterem Anschluss des Laptops)
4. wie vor jedoch OHNE LED: kein Blinken g, dafür aber SIGNAL (später
korrekte Uhrzeit über die serielle Schnittstelle ausgelesen)
5. jetzt wieder hier bei etwas mehr Elektrosmog: wie 4.

Helfen da jetzt die Abblockkondensatoren? Oder was kann ich da machen?

Gruß,
see4far

Autor: see4far (Gast)
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Hab die Kondensatoren jetzt mal direkt an der Platine angelötet. Bringt
aber rein gar nichts!

Was kann ich noch unternehmen???

Autor: see4far (Gast)
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Danke für eure Hilfe!

Ich hab jetzt noch einen zweiten Satz von Abblockkondensatoren (nochmal
10µ Elko und 100n Keramik) an anderer Stelle in meinen Aufbau integriert
 und jetzt funktioniert der DCF77-Empfang tadellos. Reproduzierbar
empfange ich etwa 10sec nach dem Einschalten das erste Signal ...
danach im Sekundentakt. Ich denke, es sollte jetzt ohne Probleme
funktioniern!

Gruß,
see4far

Autor: TravelRec. (Gast)
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Na bitte! Es hat mich doch schon etwas gewundert - sicher hat noch
irgendetwas an Deiner Schaltung gestrahlt; manchmal reicht ein
"unsauberes" IC oder ein nicht genügend abgeblockter
Festspannungsregler. Da ich darauf schon immer viel Wert lege, trat das
Problem bei mir nicht auf. Alles Gute weiterhin mit dem Modul!

Autor: see4far (Gast)
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Mein Festspannungsregler ist auch mit der gleichen Abblockkombination
versehen. Hab die Schaltung von
http://www.mikrocontroller.net/tutorial/equipment übernommen. Kannst du
mir evtl eine andere empfehlen, wo mehr auf die "Sauberkeit"
wertgelegt wird?

mfg
see4far

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Die Schhaltung ist ansich ok, nur wenn ein gemultiplextes
7-Segment-Display oder eine andere gepulste Last mit dran hängt, reicht
die Siebung nicht mehr.
Ich habe meinem Protoboard an der Buchse für den DCF auf die
Spannungsversorgung 470uF extra draufgeklatscht - danach war Ruhe.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: see4far (Gast)
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Nach dem Anschluss eines LCDs musste ich jetzt auch nochmal 100uF
draufklatschen, sonst dauerte der korrekte Empfang meist mehrere
Minuten, so hab ich das Signal aber wieder spätestens nach 2:10 min!

Gruß
see4far

Autor: TravelRec. (Gast)
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Ich habe auf meiner Testschaltung je einen 10µ Tantal rechts und links
vom Spannungsregler, dazu an der 5V-Seite einen 100n Keramik, dann an
jedem IC einen 100n Keramik, am LCD einen 100n Keramik und an der
Anschlußbuchse zum DCF77-Modul einen 10µ Tantal und einen 100n Keramik
- keine Probleme. Signalerkennung nach einem kompletten
Protokolldurchlauf. Signalstart 5 Sek. nach Spannung anlegen.

Autor: Andreas Häusler (Gast)
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Hi

Eine gebräuchliche Lösung ist auch die Speisung des DCF77 Moduls über
eine HF-Drossel oder einen Wiederstand in Serie zu entkoppeln.

Da die Stromaufnahme des Moduls (ohne LED am Ausgang) sehr gering ist,
ist mit keinem wesendlichen Spannungsabfall über dem Widerstand zu
rechnen.

Die Stützkondensatoren müssen danach natürlich so nahe wie möglich am
Modul plaziert werden.

Gruss Andy

Autor: Johannes R. (jor)
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Vl. ganz interessant... bei mir hat die (Energiespar-) Schreibtischlampe 
den Empfang gestört :)

Ich hab mir auch ein solches modul gekauft und nichts hat funktioniert. 
ich habe das signal dann an meinen lineIn-Eingang am Computer 
angeschlossen umzu testen ob sich vl irgendwann mal etwas tut aber über 
stunden ist nichts passiert. Dann will ich weg vom Computer mach die 
Schreibtischlampe aus und als ich dann bei der Türe bin

klack, klack, klack

Ich konnte es kaum glauben und ging zurück machte das Licht an und 
nichts ging mehr... Es hat sich dann schnell herrausgestellt dass meine 
Schreibtischlampe die als Leuchtmittel eine Energiesparlampe hat zu 
stark gestört hat

Autor: Lupin (Gast)
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Bei mir hat die Verwendung eines Schaltnetzteils zur Versorgung meiner 
Schaltung bisher immer zu Problemen geführt, trotz mehrerer RC 
Schaltungen hintereinander (die Spannung fällt über die Widerstände 
ordentlich runter, ist aber "arschglatt" :)). Hab glaube ich schon 
mehrere Module entsorgt/geschrottet weil ich dachte die wären kaputt :-)

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