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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Unbestückte Oszillatoreingänge beim MSP430?


Autor: nobody0 (Gast)
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Beim MSP430 ist mir aufgefallen, das z. B. beim Flash Emulation Toolkit 
auf dem Board Vers. 1.1 die beiden Quarzoszillatoreingänge unbestückt 
sind. In der Dokumentation steht zwar das man die Eingänge zwar 
freilassen kann, aber ich konnte nicht herausfinden bei welcher Frequenz 
die Oszillatoren dann schwingen. Eine Spezifikation der Frequenzbereiche 
der Oszillatoren konnte ich ebenfalls nicht finden.

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Autor: Bernhard T (Gast)
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Ein Oszillator ohne Schwingkreis schwingt nicht.
Du solltest dich mal in die TI-Doc's einlesen Stichworte: DCO, FLL und 
Basic Clock system.

Autor: nobody0 (Gast)
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Klar, aber die externen Quarze sind nur zum Stabilisieren der 
Oszillatoren; die Quarze sind nur optional und werden häufig aus 
Kostengründen weggelassen.

Die Dokumentation habe ich schon durchgesehen und im User's Guide u. a. 
nichts genaues gefunden.
Ein Link würde mir schon reichen.

Autor: Bernhard T (Gast)
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Naja, der LF-Oszillator (Uhrenquarz) braucht z.B. auch sehr viel weniger 
Strom als der DCO Interner RC-Osz.. Der ist Übringens beim 
MSP430F11X(1) Flash Emulation Tool sehr wohl bestückt ( sieht aus wie 
ein kleines silbernes Röhrchen mit 2 Beinen dran ). Der braucht übrigens 
keine Kondensatoren zum Stabilisieren der Oszillatoren :-)
( C's sind beim LFO Intern vorhanden 12 pF ). Frequenz = 2^15  = 32768 
Hz.

Clock System:
http://www-s.ti.com/sc/psheets/slaa081/slaa081.pdf

Unter http://www-s.ti.com/sc/psheets/slaa074/slaa074.pdf
gibt es noch ein Doc. zum DCO.

Autor: nobody0 (Gast)
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Aha, danke. Bei der ca. 800 Seiten starten Doku zum MSP430F149, die ich 
hier habe, ist sowas nicht dabei.

Also bei dem Flash Emulation Tool was ich hier habe sind keine Quarze; 
die entsprechenden Stellen, auch mit dem Schaltzeichen für einen Quarz 
gekennzeichnet, sind leer! Also dienen die Quarze nur zum Stabilisieren 
der internen Oszillatoren, die vom Werk aus so eingestellt sind, dass 
sie mit ungef. 32,768 kHz bzw. 8 MHz schwingen.Für Anwendungen ohne Real 
Time Clock reicht das ja.

Autor: Bernhard T (Gast)
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Die externen Quarze werden nicht nur zum Trimmen des DCO (da wird aber 
nichts automatisch stabilisiert - das musst du programmieren ) 
verwendet.
Der interne RC-Osz. schwingt mit einer nicht genau definierbaren 
Frequenz (Produktionsbedingt und wegen hoher Temperaturabhängigkeit). 
Bereits bei einer RS232 Aufgabe gibt es da erhebliche Probleme.

Es gibt bis zu drei Oszillatoren (im 430er)

LFO - Externer (Uhren) Quarz, wenn er nicht beschaltet ist muss er 
abgeschaltet werden.

HFO - Externer  Quarz bis 8MHz (nur im 3,6 Volt Betrieb), wenn er nicht 
beschaltet ist muss er abgeschaltet werden

RC-Osz. mit  DCO-bzw.FLL  deckt einen weiten Frequenzbereich ab - muss 
aber eben entsprechend Konfiguriert werden - Siehe: 
http://www-s.ti.com/sc/psheets/slaa074/slaa074.pdf

Es gibt 3 Clockgeneratoren die aus verschiedenen Oszillatoren mit Hilfe 
von Vorteilern
die eigentlichen Takte für den Betrieb erzeugen können:

ACLOCK   für Peripherie
MCLOCK  auch für Peripherie
SMCLOCK versorgt die CPU

Das alles wird dann durch setzen und löschen von verschiedenen Bit's 
verschaltet und eingestellt bzw. auch abgeschaltet werden. Das ist recht 
komplex - Siehe:
http://www-s.ti.com/sc/psheets/slaa081/slaa081.pdf.

Es gibt zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen verschiedenen MSP430F* 
Typen

Wenn ich mich nicht täusche führen die Standarteinstellung (default) 
meist zu einer Taktrate von ca. 800 KHz. (bei den Kickstart Demos stehen 
zum Teil ca. Frequenzen bei den verwendeten Einstellungen). Nagel mich 
aber bitte nicht fest.

Das Problem bei TI - nicht zuwenig sondern zuviel Informationen. Immer 
wenn ich bei denen Infos brauche komme ich mir vor als hätte ich mit 
Google  nach Meier gesucht.

Autor: nobody0 (Gast)
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Aha, die rund 60 Seiten in den beiden Beschreibungen habe ich nun nicht 
komplett durchgelesen, aber am Anfang steht etwas von 100 kHz bis 5 MHz. 
Das gilt wohl für den gesammten Temperaturbereich und den gesammten 
Spannungsbereich.
Bei einer Schaltung, die Töne über einen Beeper ausgibt, war mir schon 
aufgefallen, das die Töne bei niedrigerer Betriebsspannung viel tiefer 
sind, also der DCO stark spannungsabhängig ist.

In den einfachen Beispiel-Programmen wird ja zum LED-Blinken eine 
Warteschleife mit rund 32.000 Zyklen (entspricht 0,5s) genommen, so das 
800 kHz oder etwas weniger grob hinkommen müsste, denn die Warteschleife 
besteht in Assembler aus 9 Zeilen.

Autor: Bernhard T (Gast)
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Ja, die Spannungsabhängigkeit des DCO hab' ich ganz vergessen, dabei ist 
das der eigentliche Punkt.

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