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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Erdung und Weidezaun


Autor: Andreas (Gast)
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So...
Ihr erinnert Euch noch an meinen Weidezaun-Thread?
Ich hatte ja gefragt, ob man die Erdung dieser Teile an einen
vorhandenen Potentialausgleich oder gar einen PE anschließen kann.

Nun die Rückmeldung von "horizont" (Hersteller):

Geht, iss' aber nicht erlaubt, muß 10m weg sein von Fundamenterder
o.ä.

Also dachte ich mir, warum?
Ganz einfach:
Die Belastung der Weidezaunerde ist, wie schon mal erklärt, eine
pulsartige, rechteckige Spannung großer Amplitude.
Merkt man schön, wenn mal der Erder mies ist, dann kriegt man an ihm
eine klassische E-Massage!

Nun ja, Rechtecksignal heißt: Oberschwingungen bis zum Abwinken.
Strom fließt nur, wenn der Kreis geschlossen ist, heißt:
Ein Tier, Mensch, Schwiegermutter,... greift an den Zaun.
Natürlich braucht das Gerät die Erde auch, um überhaupt die
Rechteckspannung zu erzeugen.
Die hohen Spannungen verursachen an den Erdern entsprechende
Spannungsfälle, deswegen braucht man bei großen Geräten auch oft zwei,
drei Erdstäbe.
An den Stäben hat man deswegen immer wieder bei jedem Puls
entsprechende Berührungsspannungen, die zwar klein sind, aber an einer
Hauserdung nicht verloren haben!


Um derartige Teile trotzdem an eine Potischiene anschließen zu können,
dachte ich mir:
RLC-Filter dazwischen, Oberschwingungen bleiben auf dem Zaun, am
Fundamenterder kommen dann "saubere" Signale an.

Was würdet Ihr empfehlen als Filter?
Oder überhaupt?

Gruß,
Andreas

Autor: Kurt (Gast)
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Hallo Andreas,

wenn Du ein filter reinsetzt dann kannst Du es gleich bleiben lassen.
Das Filter unterdrückt ja die steilen Anteile.

Bis sich dann der Strom seinen Weg bahnt ist der Impuls vorbei.

Kurt

Autor: Manfrd Glahe (Gast)
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Diese Pulse sind sehr niederohmig und lassen sich daher nciht 100%
rausfiltern.
Aber mal eine andere Frage, warum willst du partu an die Hauserde
dran? Es gibt keinen Grund dafür.

Manfred Glahe

Autor: Andreas (Gast)
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@ Manfred:
Doch!

Situationsbeschreibung:
Außenverteiler (Geyer-Säule mit Sicherungen, Steckdosen etc.) im
TT-Netz.
Direkt im Kasten kommt ein Erder heraus (für TT-Erde).
Daneben befindet sich ein betonierter Kasten, an dessen Außenwand ein
Stahlblechkasten ist (eEx-Verteilerkasten).
In diesem befindet sich das Weidezaungerät (Netzgerät).
Die Erde für das Gerät soll über einen Blitzschutzanschluß an der
Außenhülle des Stahlblechkastens ("serienmäßig") erfolgen, dann kann
man im Inneren einfach ein Kabel vom Erdungsanschluß auf die Außenhülle
legen.
Am Blitzschutzanschluß gehen 8mm verzinkter Rundstahl ab.
Da sich der Geyer-Außenverteiler mit seiner Erdung direkt daneben
befindet, bietet es sich zwangsläufig an, den 8mm Rundstahl hier auf
die Potischiene im unteren Verteiler-Bereich zu ziehen.
Den Rundstahl einfach geradeaus in den Boden (evtl. 1m tief) zu
stecken, schieben, rammen, bringt insofern nichts,
als daß der Erdungswiderstand für das Gerät dann zu hoch ist, und
zweitens der andere Erder der Außensäule zu nahe dran ist.
Das ist das ganze Problem.
Das Weidezaungerät woanders hinzusetzen bringt wenig, weil alle
Zaunzuleitungen im Schutzrohr an diese Stelle laufen.
(Hochspannungskabel)

Eigentlich war das alles auch kein Problem, weil vorgesehen war, den
Staberder nicht unter der Geyer-Säule zu verstecken, sondern daneben,
und zwar nur für das Weidezaungerät.
Weil aber nun von dieser Säule auch Geräte für die Pferde auf der Weide
versorgt werden sollen, muß das Netz in der Säule als TT-Netz ausgeführt
werden.
Ich muß direkt an dieser Stelle erden.
(VDE 0100-705ff.)

Daher nun der Trouble.

Ich habe mittlerweile mal Messungen mit einem Oszi gemacht.
An dem Erdanschluß erkennt man neben einem satten Gleichspannungssignal
von knapp 0V (ich bin an der Potischiene und habe das Gerät über einen
47Ohm 2W Widerstand geerdet), bei jedem Klick einen Peak, der sehr
hochfrequent zu sein scheint.
Allerdings erscheint dieser nicht gleichmäßig, sondern mal rechts, mal
links, mal in der Mitte.
Die Form ist aber immer gleich.
Erinnert sehr an die Blitzstoßspannungs-Prüfimpulse.

Soweit.

Gruß,
Andreas

Autor: Kurt (Gast)
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Hallo Andreas,

ein Gedanke.

Das EVU mag das nicht weil dadurch Störimpulse auf Ihr Netz gelegt
werden.
Es könnte auch ein FI beeinträchtigt werden.

Für Dein Weidezaungerät ist es eigentlich egal wie hoch der
Erdwiderstand ist, solange genügend Strom rausläuft.

Wenn hier 100 V verlorengehen, ist dass sicherlich nicht kritisch
(für die Schwiegermutter reiche es aber noch nicht).

Du brauchst ja nur die 10 Meter einzuhalten.
Also hau einen Erder da rein wo er nicht stört, und häng 10 meter 1.5
qmm isoliert als Massezuleitung zum Weidezauner dran.
Dann wird es sicher funktionieren und niemand hat was dagegen.

Wäre interessant, was der Hersteller für Ströme an(ab)gibt und wie
lange.
Er wird sicherlich mit "Leistungen" rechnen die so klein sind dass
kein dauerhafter Schaden entsteht.

Kurt

Autor: Manfrd Glahe (Gast)
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Hallo Andreas,

ich habe mein Weidezaungerät im Inneren des Gebäudes untergebracht und
die Hochspannungsimpulse (ca. 6KV, iHZ, an 2-3nF) über ein einpoliges
Hochspannungskabel plus Erddraht nach draußen zum Zaun geführt. An der
Außenwand habe ich eine Funkenstrecke gegen Blitzschutz (mehr für die
Psyche als für den Effekt) eingebaut.
Kannst du nicht einfach das Weidezeaungerät von den anderen Geräten
abrücken?

MfG Manfred Glahe

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