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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik suche Funkmodul >200kbaud


Autor: Julien (Gast)
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Hallo zusammen,

Für eine drahtlose verbindung 2 oder mehr AVR's benötige ich ein
geeignetes Funkmodul(Transceiver).
Entweder als Point-2-Point Verbindung oder Point-2-Multipoint
Verbindung.

Vorgaben:
HF-Übertragungsrate: ca. 200-500kbaud
Reichweite: ca. 100m indoor

Frequenzbereich ist egal!
UART-Unterstüzung wäre vorteilhaft aber nicht notwendig.
Wenn nicht unbedingt erforderlich, eigenes Protokoll!!

Kennt jemand von euch passende Module bzw. welche der vorhandenen
Funktechnologien würdet Ihre bevorzugen? (WLAN, Bluetooth, 434Mhz,
...)

Gruß Julien

Autor: JarJar (Gast)
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100m Indoor? Und dann noch bei der Übertragungsrate? Mit normalen
Mitteln nicht möglich. Das einzige ist WLAN oder Bluetooth. Schau mal
hier http://shop.embedit.de/browse_008001_89__.php

Autor: Julien (Gast)
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Danke für die schnelle Antwort.

Nun in diesem Fall werde ich mich wohl für Bluetooth entscheiden.
Allerdings benötige ich dann auf grund der Reichweite Class 1 Module.

Welche Hersteller außer Stollmann bieten denn diese noch an?
Class 2 Module findet man ja überall :)

Autor: André K. (andre-)
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WML-C20 mit SPP , koennte ich evtl besorgen.

MfG,
André

Autor: André K. (andre-)
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Achja, man sollte vielleicht erwaehnen, dass es selbst mit Class1
Modulen enorm schwer ist, wirklich 100m zu erreichen, da fast alles vom
Layout/Design abhaengt.

MfG

Autor: Julien (Gast)
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@André
Zu welchem Preis könntest du denn dieses Modul besorgen??

Nun ich habe mich jetzt deswegen für BT entschieden, da protokollseitig
 die einbindung in eigene Projekte um einiges problemloser ist als bei
WLAN.
Außerdem haben die meisten module eine UART :)

Wie gesagt, je nach benötigter Entfernung kann ich dann zwischen Class1
und Class2 Modulen wählen, wenn pin-kompatibel.

Gibt es eigentlich schon irgendwelche Erfahrungsberichte zu den auf dem
Markt angebotenen Modulen, die direkt mit einem µC, PC, ... verbunden
werden können?

mfg

Autor: André K. (andre-)
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"Wie gesagt, je nach benötigter Entfernung kann ich dann zwischen
Class1
und Class2 Modulen wählen, wenn pin-kompatibel."

Kannst bei den Mistumis auch. WML-C19 ist Class2, C20 Class1. Beide
gibt es entweder mit oder ohne interner Antenne. Ein Class1 wuerde so
50-60Eu kosten (dafuer ist selbst Class2 in D kaum zu bekommen...)

Ich selbst arbeite gerade an einem Projekt, in dem ein C20
akkubetrieben zum Einsatz kommt. Die 3,3V erzeugt ein Max1676 und der
Anschluss erfogt direkt an einen mit 5V betriebenen Atmega88. Lediglich
in der Leitung TX µC <> Rx BT befindet sich ein 10k Widerstand.
Die class1 haben gegenueber der class2 Module natuerlich den kleinen
Nachteil, dass sie beim Senden bis zu 250mA ziehen, je nach
eingestellter Sendeleistung.

Auch muss sehr auf das Design geachtet werden, um eine Reichweite >
20-30m ueberhaupt zu erreichen.

MfG,
André

Autor: Julien (Gast)
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Was haltet Ihr von den BT-Modulen von Stollmann?
z.B. das "BlueMod+C11"

Woher kann man diese Module denn beziehen und was kosten die? auf der
Homepage von Stollmann lässt sich da nichts in erfahrung bringen.

mfg

Autor: JarJar (Gast)
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Das PAN1560 ist ein Class1 Modul. Und vor allem ist schon ne Antenne
drauf. Da kann man sich also nicht vertun und sich mir ner schlechten
Antenne die Reichweite versauen

Autor: Carsten St. (carsten)
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TDK hat auch BT-Module, können als UART-Kabel-Ersatz konfiguriert
werden. Bis 400kBaud, Reichweite bis 100m.
Hab ich mal im Einsatz gehabt.

http://www.blu2i.com/index.asp

Autor: André K. (andre-)
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"Das PAN1560 ist ein Class1 Modul. Und vor allem ist schon ne Antenne
drauf. Da kann man sich also nicht vertun und sich mir ner schlechten
Antenne die Reichweite versauen"

Das stimmt so leider auch nicht ganz. Es haengt z.b. stark davon ab was
fuer eine Antenne verbaut wurde (es kann durchaus auch eine sein, die
zum Erreichen der 100m nicht optimal ist. Mit einem 4*10mm
SMD-Broeckchen kann man das getrost vergessen). Weiterhin haengt alles
stark davon ab, WO sich die Antenne befindet. Hat man darunter
beispielsweise eine Masseflaeche und die Antenne gehoert zu denen, die
das nicht vertragen, wars auch hier nix mit 100m.

Als letzter wichtiger Faktor zaehlt natuerlich die Versorgungsspannung.
Sie darf maximal um 0,1V schwanken und man sollte alles tun, damit die
RF Energie moglichst nicht in diese einstreut.

MfG

Autor: Julien (Gast)
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@Carsten
Diese Modul wird bei mir wohl weniger zum einsatz kommen da nur
"< 200kbaud" laut datenblatt.
Wenn schon BT dann auch die vollen ca 750kbaud.

@JarJar
Das PAN1560 ist ja eigentlich ein Modul von Stollmann wenn ich das
richtig sehe. Gibt es dazu auch irgendwo Preise??

@all
Ist es richtig, dass bei einer externen Antenne eine zusätzliche BT
Qualifikation des Endproduktes notwendig ist???
Wie ich feststellen muss bleiben Ganzen nur noch module von
Stollmann(Preise unbekannt) und Mitsumi für Class 1 übrig.

Nun gibt es schon Erfahrungswerte über Nutzung dieser Module mit einem
AVR?

mfg

Autor: André K. (andre-)
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"Ist es richtig, dass bei einer externen Antenne eine zusätzliche BT
Qualifikation des Endproduktes notwendig ist???"

Ja.

Wenn du das ganze am Ende wirklich ernsthaft vertreiben moechtest,
wirst du kaum umhinkommen, das ganze am Ende qualifizieren zu lassen.
Selbst dann nicht, wenn du diese ominoesen "vorqualifizierten" Module
benutzt.

"Nun gibt es schon Erfahrungswerte über Nutzung dieser Module mit
einem AVR?"
Das, was ich oben geschrieben habe. Es funktioniert, viel mehr erfahren
kann man da nicht :D

MfG

Autor: Julien (Gast)
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Nun, wahrscheinlich werde ich jetzt das PAN1560 bzw. BlueMod+C11 von
Stollmann nehmen. Ist dieses Modul eigentlich nur bei
http://shop.embedit.de/
zu bekommen oder gibts des auch für unter 80Euro?

Wie verhält sich das dann eigentlich mit einer BT Qualifikation?
Was kostet so etwas und wie läuft das so ab??

mfg

Autor: André K. (andre-)
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Wie das ablaeuft, steht u.a. auf der CSR Seite. Du kannst mit Kosten
zwischen 15 und 25k EU rechnen.

MfG

Autor: Julien (Gast)
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Vielen Dank,

Noch etwas zum PAN1560:
Dem Datenblatt ist zu entnehmen, dass die serielle Schnittstelle (UART)
in V.24 Art funktioniert. Muß jetzt für einen AVR erst wieder ein
wandler (max232) her oder hab ich da was missverstanden und ich kann
direkt µC und Modul zusammenschließen. Mir ist auch noch nicht ganz
klar, ob die TX, RX, CTS, RTS Pins des Moduls TTL Pegel vertragen
(+5V).

Über eine sehr einfache Beschreibung; Verbinden dieses Moduls mit einem
µC ; wäre ich sehr dankbar. Software mäßig klappt des dann schon.

Noch etwas: In dem etwas seltsamen Datenblatt von Stoll man ist meist
nur aufgezeigt, dieses Modul als Point-2-Point Verbindung zu nutzen.
Kann ich mit dieser Art von Modulen auch ein Piconet aufbauen??

mfg

Autor: Carsten St. (carsten)
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@Julien und André
Der Vorteil der TDK-BT-Module ist, das man das nicht mehr Zertifizieren
muss, da am BT selbst nichts verändert wird.

Laut dem Datenblatt das ich vorliegen habe funktionieren sie bis 921600
Baud, also >200kBaud

Autor: André K. (andre-)
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"@Julien und André
Der Vorteil der TDK-BT-Module ist, das man das nicht mehr
Zertifizieren
muss, da am BT selbst nichts verändert wird."

Hm, die Fa. mit der ich z.Z. zusammenarbeite, sieht das irgendwie
anders. Ich selbst hab mich damit nicht weiter beschaeftigt, ich muss
es ja auch nicht bezahlen. Es besteht auch ein unterschied zwischen
"vorzertifiziert" und der richtigen Qualifikation.

MfG

Autor: Carsten St. (carsten)
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Ich habe die Info direkt von TDK bekommen, dass man diese Module nicht
mehr zertifizieren muss, da das Modul als fertige Applikation zählt,
und die wird ja nicht verändert.

Genaueres kann ich auch nicht sagen.

Will aber mal ein Vergleich bringen:
Wenn du an deinem Auto die Reifen wechselst, musst du es nicht neu vom
TÜV abnehmen lassen, da die Funktionalität des Autos nicht verändert
wird. (Ich weiß, ist nicht gerade sehr gut)

Autor: Julien (Gast)
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@Carsten:
Ich habe mir das Datenblatt nochmal genau angeschaut. Also BT geht mit
>600kbaud nur der UART macht nicht mehr als 200kbaud.

leider sind die UART Pins nicht TTL fähig, hier ist dann ebenfalls pro
Pin ein Pegelwandler notwendig.

Was kosten dieses Modul und wo bekommt man das TDK Modul?

Autor: André K. (andre-)
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Ja, wenn ich ein Modul gegen das gleiche auswechsle, muss ich es nicht
zertifizieren lassen (das sagt dein Vergleich da oben aus)

Baue ich aber ein Auto und schraub da (logischerweise) auch Raeder
dran, werd ich das sicher irgendwo pruefen lassen muessen.

Naja, ich hab mir das jedenfalls so vor laengerer Zeit von der CSR HP
gelesen. Und von denen kommt ja so ziemlich alles was mit BT zu tun
hat.

Irgendwie wirds schon passen.

"ob die TX, RX, CTS, RTS Pins des Moduls TTL Pegel vertragen
(+5V)."

Bei meinem C20 tun sie das zumindest. Haengst halt zur Sicherheit
ueberall mal 1-10k Widerstaende rein.

MfG

Autor: Carsten St. (carsten)
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www.holz-elektronik.de

Autor: Julien (Gast)
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@Carsten:
Soweit ist das TDK Modul ja recht gut. Leider finde ich bei
www.holz-elektronik.de keinen Preis und auch keine Bestellmöglichkeit.
Wie hast du die bestellt??

mfg

Autor: Carsten St. (carsten)
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Ich hab es nicht bestellt.
Die Firma bei der ich arbeite, hat diese Dinger früher selbst verkauft
- jetzt haben wir sie aber nicht mehr im Programm.
Da ich aber in der Technik arbeite, weiß ich von den Preisen nichts.
sorry.

So wie ich das aber sehe, haben die keine best. Preise, werden wohl in
Abhängigkeit der Stückzahl machen. Unter Produkt-Anfrage kannst du dir
Infos zukommen lassen.

Autor: Tobias R. (wildcard)
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Die Mitsumi Teile haben doch nur die unteren Teile (unter L2CAP) des BT
Stacks implementiert, oder? Kann man damit auch ohne die oberen
Schichten selbst zu implementieren ein BT Piconetz aufbauen? Nur über
die HCI Schnittstelle, oder ist das zu komplex?

Autor: André K. (andre-)
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Nur ueber HCI wirds wirklich haesslich, ich selbst habe es nicht
geschafft (bzw es dann einfach sein gelassen, und alles ueber die VM
laufen lassen). Dazu kommt noch, dass du ja auch erst das eigentliche
Kommunikationsprotokoll (BCSP/H4/H5) implementieren musst. Zum
Konfigurieren sind etwa 35 oder mehr Nachrichten (geschaetzt, kann auch
mal nachzaehlen, wenn es denn wirklich interessiert) noetig. Teilweise
muessen dann natuerlich auch Angaben aus den Antworten die das Modul
liefert, erneut gesendet/verarbeitet werden etc. Ich denke auf einem
Atmega8/16 wirds schon derb eng werden.

In den Modulen befindet sich ein Bluecore2, auf dem Controller laeuft
also neben dem BTstack selbst noch eine VM, die der Benutzer mit einem
eigenen Programm fuettern kann (z.b. eben Profile wie SPP oder ein
Programm, das den Kabelersatz durch BT erlaubt). Das waere
wahrscheinlich einfacher als den µC in deiner Applikation noch mit
Steuerung des BTmoduls zu nerven.

MfG

Autor: Tobias R. (wildcard)
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tja habe hier 2 wml-c09 rumliegen, aber noch nichts damit gemacht - kein
datenblatt gefunden, das mit der vm ist mir neu klingt aber sehr
interessant. Weißt du wo ich darüber mehr Informationen finden kann?

Autor: André K. (andre-)
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Es findet sich recht vieles auf der CSR Seite (www.csr.com) im
Supportbereich. Ein Datenblatt bringt dir leider so gut wie ueberhaupt
nix (abgesehen davon, dass du dann weisst wo Gnd und Vcc liegen). Dort
steht nur der HW-Krempel drin, vom westenlich komplexeren SW-Teil ist
da nichts erwaehnt. Schau dir Datenblaetter vom jeweiligen Bluecore an
(bin gerade nicht sicher ob 1 oder 2), da sollte etwas mehr drinstehen.
Dazu sei noch gesagt, dass du zum Beschreiben den passenden Flasher
brauchst (Casira z.B)

MfG

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