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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Genaue Frequenz


Autor: Delphiman (Gast)
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Hi, Leute!
Ich baue als Hobby nette kleine Schaltungen und wollte nun eine Uhr mit
7-Segment-Anzeigen bauen. Ich habe folgendes Problem:

Eine Uhr soll ja genau sein, deshalb sind ein Flipflop oder zum
Beispiel ein NE555 nicht gut geeignet.

Wäre es günstiger einen Quarzoszillator zu bauen oder die relativ
genaue Netzfrequenz von 50 Hz zu nutzen? Dann kann man ja einen
Frequenzteiler nachzuschalten.

Wenn ja, wie könnte die Schaltung aussehen?
Kennt ihr Seiten, auf denen man sich informieren kann?

Ich danke schon jetzt für eure Hilfe, delphiman

Autor: Benedikt (Gast)
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Die Netzfrequenz ist um ein Vielfaches genauer als der nächstbeste Quarz
ohne Temperaturkompensation.
Nimmt man die Gleichgerichtete Netzspannung, hat man 100Hz. Dahinter
zwei 4017 und fertig sind die 1Hz.

Autor: Delphiman (Gast)
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Danke für die schnelle Antwort!
Hat die gleichgerichtete Netzspannung (imerhin etwa 325V
Spitzenspannung), wenn man einen passenden Widerstand zwischen
gleichrichter und IC schaltet, immer noch das Potenzial den IC zum
Dampfen zu bringen? Wäre ein Spannungsteiler besser?

Autor: Delphiman (Gast)
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Die Uhr soll über Netz laufen (mit Trafo). Kann ich ohne bedenken den
gleichrichter parallel zur primärwicklung des trafos schalten?

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Wieso willst du's unbedingt an die Primärwicklung hängen?

Autor: Mandelblüte (Gast)
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> Die Netzfrequenz ist um ein Vielfaches genauer als der nächstbeste
> Quarz ohne Temperaturkompensation

Naja, der (mein) Energieversorger garantiert eine Netzfrequenz von
nominal 50Hz, mindestens 49.8Hz und maximal 50.2Hz.

Autor: Denis (Gast)
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und was ist mit stromausfall?

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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@Mandelblüte:

Ich will mal sehen, was passiert, wenn das dir nächstgelegene Kraftwerk
auf einmal mit 0,2Hz weniger läuft als die anderen. Die sind nämlich
alle zu einem einzigen großen Netz zusammengeschaltet und müssen
absolut synchron laufen, sonst rauchts, und wie!

@Denis:

> und was ist mit stromausfall?

Was soll damit sein? Bei Stromausfall geht die Uhr aus.

Autor: Delphiman (Gast)
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Mit fällt gerade auf, dass ich den Gleichrichter auch auf der
Sekundärseite anbringen kann. Stromausfall ist natürlich scheiße, aber
ich verbinde entprellte taster mit den Clock-pins der Zähler und dann
kann ich die Uhr stellen.

Aber gibt es ICs, die die Elektronik für entprellte Taster beinhaltet,
weil der Aufbau mit NAND-ICS ist SCH****

Autor: Detlef A (Gast)
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+/- 0.2 Hz für die Netzfrequenz ist spezifiziert, im Mittel stimmen die
50Hz aber sehr genau, d.h. das Netz holt 'Verspätungen' wieder auf.
Millionen Uhren laufen mit genauer Netzfrequenz.

Gruß
Detlef

Autor: Hubert.G (Gast)
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Wie wäre es mit einem DCF77 Modul, da kommt ein genauer Sekundentakt
heraus, und später wenn es dir noch Spass macht kannst du die
Dekodierung noch dazubauen und ersparst dir das manuelle einstellen
nach einem Stromausfall.

Autor: Delphiman (Gast)
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Gibt es denn jetzt ICs, die zum Aufbau eines entprellten Tasters nötigen
RS-Flipflops enthält?

Autor: Delphiman (Gast)
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Was genau ist ein DCF77-Modul? Welche Außenbeschaltung ist nötig und was
kostet so was? Wo finde ich Infos und/oder Datenblätter?

delphiman

Autor: Hubert.G (Gast)
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Das ist ein Empfänger für den DCF77 Sender auf 77,5kHz
http://de.wikipedia.org/wiki/DCF77
Beschaltung +1,2V bis +5V (vorsicht), GND, Taktausgang,
gibt bei Reichelt oder Conrad um etwa €15, billiger aus einem
Funkuhrwecker aus dem Supermarkt.

Autor: Benedikt (Gast)
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Allerdings benötigt man dann einen uC, denn wenn der DCF Takt ausfällt
(was häufig vorkommt, z.B. wenn ein TV in der Nähe läuft), bleibt die
Uhr stehen oder läuft schneller.

Autor: Hubert.G (Gast)
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Für den Anfang nur ein Flip-Flop das vom DCF-Takt getriggert wird. Wenn
der Takt ausfällt läuft es alleine weiter.

Autor: Benedikt (Gast)
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Ein Flip Flop läuft nicht von alleine weiter, denn es hat 2 stabile
Zustände !

Was man aber machen kann, ist einen Oszillator zu bauen, der mit dem
DCF Takt synchronisiert wird.

Autor: Hubert.G (Gast)
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Es gibt auch astabile Flip-Flop

Autor: Mario Richter (mario001) Benutzerseite
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Warum nicht einen Quarz nehmen und den mit Hilfe z.B. eines
Trimmkondensators auf die exakte Frequenz ziehen ?

Hab ich bei meiner Nixie-Funkuhr gemacht. Die synchronisiert mit dem
DCF77 und läuft dann als Quarzuhr weiter. Nach einigen Tests mit den
richtigen Werten hab ich ne gute Genauigkeit hinbekommen.

Grüße, Mario

Autor: Benedikt (Gast)
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>Warum nicht einen Quarz nehmen und den mit Hilfe z.B. eines
Trimmkondensators auf die exakte Frequenz ziehen ?

Weil die Netzfrequenz genauer ist.

Ich habe in meinem Zimmer eine Funkuhr und eine uC gesteuerte Uhr mit
Quarz den ich über Jahre so eingestellt habe, dass er im Sommer etwa
1Minute vorgeht und im Winter eine Minute nachgehet, also hauptsächlich
von der Temperatur beeinflusst wird.

Eine Netzfrequenz getacktete Uhr mit einem uC und Goldcap als Reserve
läuft sein Anfang vom Jahr. Mittlerweile geht diese etwa 15s nach, die
Quarzuhr geht dagegen rund 50s vor.

Autor: Hubert.G (Gast)
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@Delphiman
Ich hoffe du hast jetzt nicht das Handtuch geworfen und findest die für
dich beste Lösung, da man von keiner der hier genannten behaupten kann
das sie grundsätzlich falsch ist.

Hubert

Autor: Mathias (Gast)
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wie wärs mit dem ds32khz von maxim?? ich denk mal so genau bist mit der
netzfrequenz sicher nicht. und der bauteilaufwand ist auch minimal.
einfach den 32khz ausgang auf deinen counter-eingang hängen ...

Autor: Rico (Gast)
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Hat von der Lösung mit dem DCF-synchronisierten Oszillator evtl. jemand 
einen Schaltplan? Wäre echt prima!

Grüße,

Rico

Autor: Physiker (Gast)
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Vielleicht wäre das auch etwas für dich:
Ebay-Artikel Nr. 190168254799
Viel genauer bekommst du es kaum hin. Wir habe von wenigen Jahren auch 
so eine bei eBay ersteigert. Mann muss da nur ab und zu Cäsium 
nachfüllen.

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