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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATMEGA8515 Dev Board im Eigenbau


Autor: Ploedfisch (Gast)
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Hallo,

ich möchte mich erstmal mit wenigen Worten vorstellen.

Ich bin 19 Jahre Alt, mache momentan eine Ausbildung zum Elektroniker
für Geräte und Systeme (kurz EGS) bei der Marine. Des Weiteren
interessiere mich nebenbei sehr für Elektronik. Doch langsam nehmen
meine Projekte an Umfang zu, so das ich nun doch – langsam aber
sicher – auf Mikrokontroller umsteigen muss ;)

Ich habe mir für meine ersten Schritte bei eBay für wenig Geld einen
Atmel Programmer geholt und gleich mal mit einem ATMEGA8515 bestückt um
erste Read/Write Erfahrungen zu Sammeln. Als nächstes fing ich an mich
durch das 150 Seiten starke AVR Instruction Set zu wühlen und die
Befehle kennen zu lernen. Und ich musste feststellen, dass doch starke
Ähnlichkeit besteht mit dem in unserer Ausbildung verwendetem MFA und
dessen Befehlssatz. Doch leider kann ich meine geschriebenen Programme
nicht testen (also erste Input/Output Tests), so dass ich mich nun doch
dazu entschlossen habe ein kleines Testboard zu bauen welches
ausschließlich für den ATMEGA8515 konzipiert sein soll.

Es soll (in seiner ersten Variante) schlicht und einfach in der Lage
sein durch Taster/Schalter/ext. Quellen Signale auf die Ports zu geben
bzw. sollen LEDs den Output-Status anzeigen. Da ich (soweit ich
informiert bin) die Ports frei als Input- bzw. Output-Ports benutzen
kann bin ich auf eine Umschaltung angewiesen, so dass ich per Schalter
auswählen kann ob ich den Port nun als I oder als O Port nutzen möchte.
Weiter soll über Jumper einstellbar sein ob ich einen Taster, Schalter
oder doch eine externe Quelle zur Signaleinspeisung benutze. Über einen
weiteren Jumper möchte ich entscheiden ob an dem Taster/Schalter nun ein
HIGH oder ein LOW geschaltet wird. Und als letztes möchte ich einen
Pull-Down Widerstand per Jumper zuschalten können (Intern sind ja, wenn
ich es richtig aus dem Datenblatt entnommen habe bereits Pull-Up
Widerstände enthalten).

Nun möchte ich von euch Wissen ob ich den im Anhang befindlichen
Schaltplan als Beschaltung für alle der 32 I/O Ports nutzen kann.

Ich weiß, dass es solche Boards bereits (recht) günstig gibt, erhoffe
mir aber doch etwas Erfahrung durch das selbst entwickeln.

Autor: TravelRec. (Gast)
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Ich würde mal vielleicht ein Board für modernere ATMEGAs (16  32  162)
bauen, oder halt 2 Sockel vorsehen, da es ja 2 grundverschiedene
Anschlußbelegungen gibt (+ und Masse in der Mitte oder oben rechts und
unten links, wie bei TTL-ICs). Es gibt so tolle Nullkraftsockel, die
für diese Zwecke bestens geeignet sind und oftes Umstecken der
Prozessoren ohne Schaden überstehen. Das ganze kanst Du (frei
verdrahtet) auf eine Lochrasterplatine löten oder Du holst Dir ein
Steckbrett (Breadboard) dafür (wobei gelötet immer besser ist, als
gesteckt. Natürlich kannst Du Dir auch ein Board ätzen, keine Frage.
Den Schaltplan kannst Du prinzipiell für alle Pins benutzen, aber Du
solltest beim Programmieren der Ports immer aufpassen, daß Du keinen
Ausgang auf irgendein festes Potential ohne Last dazwischen schaltest,
sonst kommt Rauch aus dem Prozessor und dann war er mal.

Autor: Jojo S. (Gast)
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die Ports über Schalter zwischen I/O umschalten ist teuer und aufwändig.
Da finde ich die Lösung vom STK500 ganz gut: alle Ports sind über
gleiche Stecker (10pol. Pfostenstecker) nach aussen geführt. Über ein
Flachbandkabel kann man dann die Ports mit Tastern oder LED's
verbinden. Hat allerdings den Nachteil dass dann immer 8 Bit In oder 8
Bit Out sein müssen. Ich habe mir daher ein Adapterkabel gemacht mit
dem ich von den 10pin Pfosten auf einen 10pol. Leiterplattenverbinder
gehe und den dann in ein Steckbrettt einstecke, da kann dann beliebiege
Peripherie draufgebaut werden.

Autor: Christoph Schöne (Ploedfisch) (Gast)
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Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich wollte das Board
schon Ätzen lassen, da wir hier über ein voll ausgestattetes Ätz-Labor
verfügen.

Einen Nullkraftsockel wollte ich sowieso benutzen.

Nun noch mal zurück zu den I/O Ports. Wie meinst Du das mit der Last?
Würde der Transistor am Ausgang als Last reichen?
Das mit dem Umschalten mag ja kompliziert sein aber fürs erste reicht
mir das so, die Ports kann ich ja trotzdem noch extern beschalten durch
die Lötstifte. Dazu muss ich halt nur die Jumper entsprechend stecken
und ich kann beliebige Signale oder Erweiterungsplatinen etc.
anschließen. Fürs erste reicht mir diese Lösung vollkommen.

Wenn ihr das so Absegnet mach ich heute oder morgen den gesamten
Schaltplan fertig und das Layout, stell das dann noch mal hier rein und
gebs Montag oder Dienstag zum Ätzen ;)

Autor: Thomas O. (Gast)
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die Umschaltung ob in oder out ist kein Problem du musst dafür aber
einen Pin opfern der dann je nachdem ob high oder low dem µC mitteilt
was die Ports sein sollen. Genauso ist es damit ob er auf high oder low
reagieren soll hier geht ein weiterer Pin drauf. Also 2 Pins um einen
Port konfigurieren zu können. Oder aber du installierst einen kleinen
Dipschalter um das dem µC digital mitzuteilen zu 3 Schalter für 8
verschiedene Varienten dann sparst du schonmal 3 Pins ein. Hättest also
3 volle Ports und 5 weitere Pins.

Autor: TravelRec. (Gast)
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Mit der Last meinte ich, daß wenn Du einen Pin als Ausgang definierst
(gewollt oder ungewollt), darfst Du diesen nicht direkt mit Masse oder
Vcc verbinden, weil der Pintreiber dann der Geist aufgibt. Es muß in
dem Fall ´ne Last (Widerstand oder anderer Stromverbraucher) dazwischen
und es dürfen nicht mehr als 20 mA fließen! Es müssen also
Schutzmaßnahmen getroffen werden oder aber der Pin bleibt bewußt offen.

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