EMV und Gehäuse..

Gast #234103
Hallo,

da emv und ce/e1 ja hier in den letzten tagen ein großes thema war, mal
eine frage. ein metallgehäuse ist ja in vielen fällen der weg, um
wenigstens die störungen, die nicht über die leitungen übertragen
werden teilweise wegzubekommen.
Was passiert wenn man ne masse hat, die mitschwingt? dann wird doch das
gehäuse zum strahlenkörper, oder?
sollte man da lieber noch ne induktivität zwischen gehäuse und masse
schalten?
Gast #234104
die Masse schwingt in Bezug auf was ?
nein, damit wären wir ja wieder bei Leitungsgebunden
bei mir hat sich als Sinvoll ein Ko zwischen Masse und Gehäuse
erwiesen  (induktivität wäre kontraproduktiv)

Peter
Gast #234105
mmhhh,

werd das mal versuchen.  sonst noch tipps? habe gelesen, das bei
mikrocontrollerschaltungen oft störungen nach aussen gelangen, weil das
layout shit ist...
Gast #234106
ich machs immer so

versuche alle Bauteile am Toplayer zu routen, unten hab ich eine
möglichst homogene GND Fläche
alle Bauteile mit kurzen (max 1mm) Leiterbahnen und Vias an GND
anschliessen
zur Kontrolle der GND Fläche nur den Bottom Layer einblenden und
GND anzeigen lassen, jetzt denkst du dir die Elektronen als
1000 Ameisen, die alle zum gemeinsamen Massepunkt (meist - Pol des
Ladeelkos) wandern - haben alle genug Platz und müssen auch keine
Umwege machen ;-)

Peter
Gast #234107
okay.  das scheint logisch. danke für den tip. wie sieht es da mit
quarzen etc aus? macht man sich da nicht ne antennt, weil das wuarz
schwingt ja in bezug zur masse, und wenn die so ne große fläche hat,
strahlt die ned?
Gast #234108
Nicht die Masse strahlt, die soll ja auf gleichem Potenzial sein, wie
die Umgebung, was sie auch ist, wenn sie groß ausgelegt ist, weil dann
die kapazitive Kopplung zur Umgebung auch groß ist. Du hälst mit einer
großen Masse also einen Pol deiner Strahlungsquelle auf einem Potenzial
gleich der Umgebung, womit dann dass, was abstrahlt, der andere Pol ist,
also die Leitung, die von deinem Quarzoszillator gegenüber Masse
schwingt. Wenn die aber eingepackt ist in einem Gehäuse, welches dicht
ist und mit Masse verbunden ist, dann gelangt diese Abstrahlung nicht
nach außen.

Ebenso sollte man aufpassen, dass man Leiterlängen nicht so wählt, dass
sie zu idealen Antennen für die entsprechende Frequenz werden.

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