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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ohmsches Gesetz


Autor: Niki Hammler (Gast)
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Wie rechnet man mit dem Ohmschen Gesetz?

Ich hab beispielsweise einen Strom mit 5 Volt und 1,56 Ampere (kann das 
sein bei einem Standard-Netzteil das 9 Volt gibt und oben steht es würde 
540mA liefern?) nach dem besagten Standardnetzteil und einem 
Spannungswandler 7805.

Nun will ich ein LED betreiben. Das muss mit 20mA getrieben werden 
(oder?)

Wie rechne ich jetzt aus wie hoch der Widerstand sein muss?
Schalte ich den Widerstand dann zwischen VCC und dem Pluspol des LED's 
und das Minus des LEDs auf GND (die abgeflachte Seite ist "-" oder?)

Mit U = R x I komm' ich nicht ganz weiter..
Sind das jeweils die SI Einheiten oder? Ohm, Volt und Ampère.


Ich will nämlich ein Power-LED einbauen das einfach nur leuchten soll 
wenn Saft da ist.

Niki

PS: Ich komm mit der Stromstärkenmessung und meinem Multimeter auch 
nicht zammen. Da gibts 2 Eingänge, da weiss ich nie was ich nehmen soll, 
wie soll ich wissen ob der Strom >200mA fused ist?
Ich habs einfach in den 2. gesteckt (20A max...UNFUSED MAX 15sec 
Rufzeichen)...auf einmal riechts verbrannt und der Spannungswandler 
kocht. Saugt der beim Messen so viel Strom?Auf welche Skala müsste ich 
da einstellen (2m, 20m, 200m, 20) und in welchen Eingang das Kabel 
(20Mmax oder mA)?

Autor: Jürgen Lang (Gast)
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Hallo!

Du scheinst ja wirklich noch ganz am Anfang zu stehen.
Wenn Du ein Amperemeßgerät direkt an das Netzteil hängst, d. h. ohne 
Verbraucher dazwischen, dann ist das wie ein Kurzschluß; Du mißt also 
den Kurzschlußstrom=maximaler Strom, den das Netzteil abgeben kann (aber 
niemals abgeben sollte, wenn es nicht ausdrücklich draufsteht, deshalb 
auch der Rauch!). Der Strom, den es ständig abgeben kann ist meist um 
ein Vielfaches geringer. Der Spannungsregler 7805 hat aber eine interne 
Stromberenzung und eine Übertemperaturabschaltung, die ihn fast 
unverwüstlich macht, wenn er auch etwas heiß wird.
Für das Ohmsche Gesetz ist es wichtig, daß Du Strom und Spannung unter 
den gleichen Bedingungen mißt, d. h. die Schaltung nicht veränderst. 
Genau das tust Du nämlich, wenn Du erst die Spannung und dann den Strom 
mißt, der aus dem Netzteil kommt. Also: Widerstand ans Netzgerät hängen, 
Spannung am Widerstand messen, Stromkreis auftrennen und an den beiden 
aufgetrennten Punkten den Strom messen. Die beiden gemessenen Werte und 
der Widerstandswert (gemessen in Volt, Ohm und Ampere) müßten sich dann 
nach dem Gesetz des Herrn Ohm verhalten. Merke: Ein Strom FLIESST, eine 
Spannung LIEGT AN!
Der Wert des Vorwiderstandes berechnet sich wie folgt: Die Spannung am 
Widerstand geteilt durch den gewünschten Strom. Die Spannung ist die 
Spannung, die das Netzteil abgibt minus der Spannung an der Leuchtdiode 
(bei normalem Betrieb ca. 2 V, die roten etwas weniger, die grünen etwas 
mehr) und der Strom sollte zwischen 10 und 20 mA liegen (=0,01 bis 0,02 
A). Üblich bei 5 V sind 180 bis 270 Ohm, bei 9 V 470 Ohm und bei 12 V 
560 Ohm, je nach gewünschter Helligkeit.
Das Meßgerät: Der Eingang 20 A ist nur für den selbigen Meßbereich. Für 
alle anderen Meßbereiche mußt Du den mA nehmen. Wenn Du Dir nicht sicher 
bis, wie groß der Strom wird, immer vom großen zum kleinen Meßbereich 
vortasten. Und: Fused heißt abgesichert.
Alle anderen Fragen: JA!

Viel Spaß noch!

Jürgen Lang

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Hi,

Danke ofür die Antwort!

Ich hab' nach einem Widerstand zwischen 180 und 270 gesucht aber keinen 
zu Hause gefunden. Dann hab' ich zuerst einen 130 und 160 Ohm parallel 
geschaltet und das LED hat (hell) geleuchtet.
Dann hab ich 3 1 kOhm's parallel geschaltet, das LED hat noch immer 
geleuchtet und schliesslich bei EINEM 1 kOhm auch noch.
Was ist daran dann falsch? Es scheint immer zu gehen, Hauptsache ein 
Widerstand ist davor. Ohne jeglichen Widerstand bleibt das LED dunkel.
Heisst das das ich dann mehr Strom verbrauche oder hat das irgendeinen 
Nachteil wenn ich einen 1 kOhm nehme (davon hätt ich grad a paar zu 
Hause).

Niki

Autor: rene (Gast)
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Hallo Niki

Eine standart LED leutet schon bei 2 mA, deshalb leuchtet deine LED auch 
schon bei einem 1 kOhm. Also wenn Du einmal angenommen 20 mA durch die 
LED fließen lassen willst (standart Strom ) und Du hast ein 5 Volt 
Netzteil, dann nimmst Du einen 150 Ohm Widestand. Liefert Dir dein 
Netzteil 9 Volt, dann nimmst Du einen 350 Ohm Widerstand. Ich weiß daß 
es keinen 350 Ohm Widerstand gibt, nimm einfach den nächst höheren. Die 
Berechnung für den LED Vorwiderstand ist ganz einfach.
(Netzteilspannung - 2 V für die LED) geteilt durch 200 mA also 0,02. 
Schon hast Du es, jetzt kannst Du für jede Spannung Dir den 
Vorwiderstand ausrechnen. Wo Du den Widerstand hinpackst, vor oder nach 
der Diode, ist egal. Die Diode hat ein längeres Beinchen, das muß an den 
Pluspol, es die Anode. Ach ja, wenn Du Widerstände parallel schaltest 
nimmt Ihr Widerstanb ab. Wenn Du 1kOhm und 1kOhm in Reihe schaltest dann 
hast du 2 kOhm wohingegen Du bei Parallelschaltung der beiden 500 Ohm 
erhälst. Schaltest Du Widertände in Reihe addieren sie die 
Widerstandswerte, schaltest Du Widerstände parallel so addieren sich die 
Leitwerte. Der Leitwert ist der Kehrwert des Widerstandes. Also 1/1000 + 
1/1000 und das Ergebnis noch einmal 1/ dann kommst Du auf 500 Ohm. 
3*1000 Ohm parallel ergibt 333 Ohm.

Ciao René

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Hallo & HIIIIIIIELFE!

Danke, ja, ich habs eh schon mit dem 1kOhm probiert..es ist auch 
gegangen..jedoch ist kurz danach etwas schreckliches passiert:

DER AVR IST KAPUTT!!!

Ich glaub zwar nicht dasses daran liegt aber bevor ich das LED mit dem 
Widerstand eingelötet hab ist er noch gegangen.

So, jetzt hab ich nocheinmal alles probiert und bin zu noch einem 
erschreckenden Ergebnis gekommen.

Also ich hab alles durchgemessen: Der GCC und der GND Pin des 
Controllers gibt mir ziemlich konstant und genau 5 Volt, alle anderen 
Pins haben KEINEN Kurzschluss.
Wenn ich den AVR Programmieren will findet er den Prozessor nicht 
an..also irgendwas stimmt nicht.


Jetzt hab ich das Oszilloskop an XTAL1 angeschlossen und die Bezugsmasse 
an den GND Pin. Und was ist? "No active signal was found: Please check 
connections".
Ist jetzt vielleicht der Quarz tot? Power hab ich sicher.

Also kann da sicher nichts kaputt werden, nur weil ich den 1kOhm 
Widerstand ausprobiert hab?

Niki

Autor: rene (Gast)
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Hallo Niki

Dein Port kann glaube ich 20 mA liefern, wenn du vor die BAsisi einen 
1kOhm Widerstand geschaltet hast, dann fließen max 5 mA, ein für den 
Prozessor lächerlicher Strom. Das funktioniert, ich steuere selber 
Transisitoren mit dem AVR an. Du mußt irgendeinen anderen Fehler gemacht 
haben. Aber ich weiß, AVR sterben gerne , habe auch schon drei Leichen.

Ciao René

Autor: rene (Gast)
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Hallo Niki

Was machst Du eigentlich genau? Der AVR soll ein Relais ansteuern und 
was ist mit der LED ? Soll die vom Relais geschaltet werden, oder soll 
die LED auch noch vom AVR Port gespeist werden?

Ciao René

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Hallo!

Nein, es ist ganz anders! Ich "bastle" gerade an 2 verschiedenen 
Schaltungen.
1.) Eine kleine Schaltung mit der ich meinen Server über Handy 
einschalten kann. Darauf gibt es die besagten 2 Gatter (XOR und 
AND/NAND), wobei die Eingänge vom Power-LED des PC's kommen (damit nicht 
der PC wieder ausgeht falls er an ist und das Handy läutet) und vom 
Handy (da gibts einen Pin der auf High geht sobald jemand anruft.
So, jetzt liefert mir mein Gatter genau 27mA mit 5 Volt WENN das Telefon 
läutet und der PC aus ist. Jetzt soll sich der PC also einschalten. Bei 
allen anderen Fällen soll sich nichts tun.
So, um jetzt das Relais anzusteuern muss ich den Strom verstärken..ich 
hab mein Glück mit einem monostabilen NE555 probiert, doch 2 mal 
erfolglos, ich habs nur geschafft einen astabilen aufzubauen.
Also will ich das mit einem Transistor machen. In diese Schaltung gehört 
der Tranistor der das Relais steuert das wiederum den PC einschalten 
soll (ich glaub der Impuls kann ca 1 Sec. lang sein also kein Problem 
obwohl es mit Timer eleganter wäre). Das Relais wird parallel zum 
normalen Einschalter gesteckt so dass ich den PC jetzt normal aus und 
Einschalten kann und über Handy einschalten kann.

2.) Genau das Gegenteil. Eine Schaltung mit der ich alles mögliche in 
meinem Zimmer steuern will. Und das entweder per Internet/WAP oder mit 
dem IR Empfänger über LIRC (den ich übrigens auch selbst gebaut hab).
Die Kommunikation läuft natürlich seriell.
Um das Licht in meinem Zimmer aus und Einschalten zu können werde ich 
einen Optokoppler und einen TRIAC verwenden (ich hab gestern eine Frage 
dazu gestellt).
Um Motoren anzusteuern die beispielsweise die Heizung regeln werde ich 
den Treiberbaustein ULN2803 verwenden bei dem ich allerdings nicht weiss 
wie man ihn verwendet/anschliesst, das werde ich in nächster Zukunft 
fragen ;). Ich hab zumindest schon mal 3 davon zu Hause.
Und was hat das LED damit zu tun?
Ganz einfach! Der Strom Stecker auf dem AVR Board hat irgendeinen 
Wackelkontakt (frag mich nicht wieso), deshalb hätte ich gerne ein 
Power-LED das ich ZWISCHEN VCC und GND schalte um zu sehen ob Saft 
drinnen ist (an den AVR hab ich eh schon erfolgreich eins 
angeschlossen).
Also das LED wird zwischen VCC und GND montiert. Ich hab es schon halb 
eingelötet, nur noch nicht mit VCC verbunden, falls was passieren 
sollte. Kann ich das jetzt beruhight machen?

Aja, ich HOFFE der AVR ist nicht kaputt...hab nicht so viel Geld, 
andererseits...den Quarzoszillator müsste ich auslöten und neu einlöten.
Wie kann der bitte kaputt werden? Wie soll ich den noch testen? Wie 
gesagt, mit dem Oszilloskop findet er kein Signal :´-(

Mfg,

Niki

Autor: Thomas (Gast)
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Hallo,

der AVR kann pro Pin 20 mA gegen Masse schalten selbst liefert ein Port 
aber nur 3 mA. Ein Pin des ULN2803 liefert dagegen schon 500 mA. Damit 
kann man die meisten Transistoren treiben evtl. ein Wiederstand zw. Pin 
und Basis o. Gate.

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Aso ist das. D.h. belegen tu ich ihn beispielsweise so?

Pin 9 (GND) auf GND
Pin 10 (Common Free Wheeling Diodes) auf VCC
Pin 1 (IN1) an einen I/O Pin des AT90S2333 (z.b. PB1)
Pin 18 (OUT1) an den Pluspol eines Relais. Den Minuspol des Relais auf 
GND und Diode parallel zum Relais einbaun.

Stimmt das dann?

Niki

Autor: nobody (Gast)
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ich glaub eher das da einer nen scherz macht!

Autor: Joerg (Gast)
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Hi Niki,

ich finde die Idee, was Du da bastelst ganz interessant. Darüber habe 
ich auch schon mal nachgedacht. Ich wollte per SMS einen Rechner steuern 
bzw. der Rechner sollte dann entsprechend der SMS etwas steuern.

Kannst Du mir mal die Schaltung zukommen lassen?

Mfg Joerg

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