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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR kaputt? Oszillator kaputt?


Autor: Niki Hammler (Gast)
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Hallo!

Ich bin jetzt echt schon nahe der Verzweiflung.
Ich überlege mir jetzt ernsthaft, ob ich es überhaupt sein lasse.

Ich wüsste überhaupt nicht was ich falsch gemacht haben könnte, es 
scheint als wäre der Oszillator kaputt. Er kann irgendwie auch nicht an 
Hitzetod gestorben sein...jedenfalls auf einmal ist nichts mehr gegangen 
und dann hab ich die IC's aus den Fassungen genommen, geschaut ob 
überall genug Spannung da ist, ob wo ein Kurzschluss ist und 
schliesslich hab ich gesehen, dass der Oszillator kaputt ist.

1.) Das KOMISCHE dran: Ganz am Anfang hab ich ihn mir einmal mit dem 
Oszilloskop angeschaut und der hat eine schön ruhige Linie gemacht (es 
ist schwer zu sagen wie sie ausgeschaut hat, jedenfalls hat sie ein paar 
"Zacken" drin gehabt, es war keine GANZ "runde" Linie wie zB eine 
Sinuslinie).
Jetzt bekomme ich MEISTENS einfach "No active Signal found".
ABER manchmal zeigt er mir dann eine etwas unruhige aber doch schöne 
Sinus Linie an (oder so ne Art Sinus Linie)...und er erzählt mir die 
Spannung würde -2700 Volt betragen.
Ich halt des echt net mehr aus, spinnt des jetzt alles total?

Wie muss also so eine Linie im Oszilloskop ausschaun, wenn der Quarz 
geht?

2.) Kann der AVR beschädigt werden, wenn der Oszillator keine/falsche(?) 
Sachen an XTAL schickt? (so wie es halt da ist)

Weil ein Oszillator kostet 6 Euro und der AT90S2333 fast 10 Euro...ich 
kann mir des einfach nicht leisten. Zusätzlich kommt noch dass ich den 
Quarz neu einlöten müsste da er nicht so schön in einem Sockel steckt 
wie ein IC.

Also ich bin mir jetzt ganz unschlüssig was ich tun soll...hab auch 
schon alles nach einem 4Mhz Quarz abgeklappert.

Muss es unbedingt ein 4poliger (teurer) Quarzoszillator sein?
Gibt es da nix billigeres?

Also falls ich mir Quarz und AVR kaufen muss dann gib ichs auf und so 
einfach will ich keinen Quarz kaufen weil dann ist das Geld weg und 
vielleicht ist der AVR auch schon kaputt?


Kann mir jemand ein Bild/Skizze sonst etwas schicken wie die Kurve eines 
funktionierendes 4Mhz Oszillators aussieht?
Ist die Chance zumindest einigermassen hoch dass der AVR noch geht??

Ich danke für eure Hilfe,

Niki

Autor: Jonas Diemer (Gast)
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Hi!

Ich bin zwar auch erst ein anfänger, aber vielleicht kann ich ein wenig 
helfen:

ein falsches taktsignal kann den avr eigentlich nicht killen, es sei 
denn, die spannung ist zu hoch.

statt eines oszillators kann man auch einen quarz und zwei kondensatoren 
nehmen, so steht's zumindest in den datenblättern. den quarz schließt 
man dann zwischen xtal1 und xtal2 an und die kondensatoren kommen 
jeweils zwischen xtal1 bzw xtal2 und gnd.

sonst machs doch wie ich und probier erstmal mit nem kleineren avr. ich 
hab mir bei reichelt den at90s1200 geholt, kommt glaub ich keine 3 euro. 
der hat zwar keine ad wandler, aber dafür isser halt billig und für die 
ersten schritte reichts allemal.

könnte der fehler nich auch woanders liegen? z.b. am isp? kannst ja mal 
statt kabel leuchtdioden für die verbindung vom isp-stecker zum avr 
nehmen. die müssten dann blinken, wenn was übertragen wird.

hoffe, das hat geholfen.

Autor: lothar (Gast)
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Vorweg erst mal: Immer hübsch langsam. Die meisten Fehler liegen 
zwischen
den Kopfhöhrern. Oder der Brille oder was immer man auf dem Kopf hat.

1.) Ein Quarzoszillator, wie der der im Tutorial beschriebene mit 
Versorgungs-
spannung, ist eigendlich nur mit dem Hammer zu schrotten. Gibt man ihm 
an
die richtigen Pin 5V liefert er ein relativ sauberes Rechtecksignal von 
5V. Er
sollte, alleine betrieben, also ohne CPU, am Ausgang aber mit ca. 10kOhm
abgeschlossen sein. Können auch 1kOhm oder 50 kOhm sein, nur der Aus-
gang sollte nicht in der Luft hängen. Tut er dieses, können 
unrealistische
Spannungswerte z.B. am Scope angezeigt werden. (( Geheimnisse der
Hochfrequenz. ))
Am Scope sollte ein relativ sauberer Rechteck angezeigt werden, wenn die
obere Grenzfrequenz des Scope MINDESTENS 3 mal höher liegt wie die
Messfrequenz. Bei 4MHz müsste das Scope also minimal 10 MHz können.
Ansonsten erscheinen die Signale verschliffen ( verrundet ).
Trotzdem: Wenn die Linie irgendwie Rechteck oder Sinus darstellt 
schwingt
der Oszillator und ist OK. Zeigt sich eine gerade Linie schwingt er 
nicht weil
er keine Spannung hat oder kaputt ist.

2.) Einen derartigen Quarzoszillator kann man hervorragend in eine IC-
Fassung stecken. Macht man sehr gerne in ENTWICKLUNGSBOARDS um
die Schaltungen für unterschiedliche Taktungen entwickeln zu können.

3.) Eine Alternative ist die Benutzung eines herkömmlichen Quarzes und
zweier Kondensatoren. ( Siehe Datenblatt zum 90Sxyzx.) Ein 4MHz Quarz
kostes ca. 50 Cent. Zwei Kondensatoren, 15pF, 68pF zusammen nochmal
soviel. Ein 90S2313 bei richtigem Einkauf 4 Euro.

4.) Dein Problem (Mal gehts, mal nicht) deutet auf unsichere 
Verbindungen
hin. Bei STeckbrettschaltungen ein häufig zu beobachtendes Problem.
Wird eine Platine verwendet, deutet dies auf "kalte Lötstellen" hin. Das
sind Lötstellen die Scheinbar OK aussehen, innen aber keinen sicheren
Kontakt liefern. Neulinge machen oft den Fehler die Lötstelle nicht 
lange
genug mit dem Lötkolben zu heizen. 5 Sekunden sollten es sein. Kurz vor
Ende noch ein klein wenig Lot zugeben. Der Lötpunkt muss danach flach
auslaufen und seidig glänzen. Lötpunkte, die wie Kugeln auf der Platine
hocken, sind immer "kalt". Hier hilft nur nachlöten.

5.) Kaum macht man mal was richtig, klappt's auch schon.
Ich habe schon sehr viele Schaltungen gebaut und war auch oft nahe dran
gewisse Dinge an die Wand zu schmeissen. Dann lasse ich die Klamotten
mal ein, zwei Tage in der Ecke liegen. Danach geht man dann mit ganz
anderen Augen an das Problem den und findet den Fehler meist schnell.

6.)Anfänger machen keine Fehler, sie machen Erfahrungen.

Lothar

Autor: Lanius (Gast)
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Hai,

>ein Oszillator kostet 6 Euro und der AT90S2333 fast 10 Euro...

wo kaufst du denn ein?

z.B.:   http://www.reichelt.de

AT 90S2333 PDIP  AVR 8BIT RISC MCU   4.55
OSZI 8,000000  OSZILLATOR   1.90

bis denn...

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