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Forum: Offtopic Unterschied: Tx, TxD


Autor: SKeller (Gast)
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Hallo erstmal

bin noch ein totaler Anfänger...

kann mir vllt einer mal erklären, was der genaue Unterschied zwischen
Rx/Tx und RxD/TxD ist?

und außerdem: Was hat es mit dem Tx+/Tx-/Rx+/Rx- auf sich?

thx,
SKeller

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Die erste Frage ist leicht beantwortet:
Das ist dasselbe, nur anders benannt.

Rx bzw. RxD steht für die Empfangsdatenleitung einer seriellen
Schnittstelle, also deren Eingang (R für "receive").

Tx bzw. TxD steht für die Sendedatenleitung, also den Ausgang der
Schnittstellt (T für "transmit"),

Tx+/Tx- bedeutet, daß Tx differentiell auf zwei Adern übertragen wird
(Tx- ist gegenüber Tx+ invertiert).

Autor: Ithamar Garbe (antimon)
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Ob zwischen dem Rx und RxD ein Unterschied besteht kann ich dir leider
nicht sagen, aber ich kann es mir nicht vorstellen... vielleicht ne
andere Bezeichnung.

Beim Rx-/Rx+ dagegen hast du ein Adernpaar für den Empfang, und das
andere (Tx-/Tx+) zum Senden, während bei Rx/Tx die Masse das gemeinsame
Bezugspotenzial bildet - du brauchst also hier nur 3 Adern. Langt für
langsame serielle Verbindungen voll aus.
Bei Netzwerkkabeln beispielsweise gibt es eben 4 Adern (zwei Paare),
die paarweise verdrillt sind, um die Störsicherheit zu verbessern.

Autor: SKeller (Gast)
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cool, danke für die schnellen antworten! ^^

Autor: SKeller (Gast)
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sooorry, noch eine Frage:

kennt ihr, oder gibts es einen "Tx/Rx-Tx+/Tx-/Rx+/Rx-"-Wandler oder
sowas änliches?
Am besten leicht bei Conrad zu bestellen?

thx,
SKeller

Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
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Was hast du vor, normalerweise werden differtielle Übertragungen nur bei
"komplexen" Systemen wie USB verwendet. im Normalfall braucht man da
keine Übertragen (lasse mich aber gerne eines besseren belehren), denn
da ändert sich meist nicht nur die Art der Übertragung (1Drähte-1Draht)
sondern auch das Protokoll, Geschwindigkeit...

Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
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ups sry, etwas unvollständig:
Es ist natürlcih gut möglich, dass man Übertrager braucht, allerdings
kann man wohl kaum für jedes Protokoll, Geschwindigkeit usw. einen
eigenen Übertrager bauen. D.h. du musst ihn ev selber
bauen/programmieren. Für USB gibt es glaub ich so was, das sind Chips,
die seriell (UART)/parallel angesprochen werden und dann das ganze in
USB umsetzen.
Was du brauchst hängt natürlcih von der Anwendung ab.

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Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Naja, es gibt schon Beispiele für eine
asymmetrisch-symmetrisch-Wandlung, die auch praktisch verwendbar sind.
Nämlich RS422, oder, wenn man es als
vierdraht-Punkt-zu-Punkt-Verbindung verwendet, auch RS485.

Früher wurde sowas sogar bei der Datenübertragung zwischen
PC-Controller und Festplatte verwendet, die da zum Einsatz kommenden
differentiellen Bausteine waren AM26LS31/32.

Die lassen sich allesamt ohne weiteres an einer stinknormalen UART
eines µCs betreiben, so daß man relativ lange Kabelstrecken ohne
V24-Pegel betreiben kann. Dafür ist das Zeug schließlich da.

Autor: buz11 (Gast)
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>kennt ihr, oder gibts es einen "Tx/Rx-Tx+/Tx-/Rx+/Rx-"-Wandler oder
>sowas änliches?

RS232 - RS485 - RS232 ...

( MAX485 ? )

Autor: Ithamar Garbe (antimon)
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@Michael: Bist du sicher dass das bei USB der Fall ist?

Soweit ich weiss gibts bei USB ein +5V, ein GND, ein TX und ein RX...?
Also TX und RX gehen auf GND und 5V is die Spannungsversorgung für die
Geräte...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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USB verwendet differentielle Übertragung und nicht getrennte Sende- und
Empfangsleitungen. Bei der differentiellen Übertragung wird, genauso
wie bei RS485 auch, zwischen Senden und Empfangen umgeschaltet.

Die Datenleitungen beim USB werden mit D+ und D- bezeichnet und sind im
USB-Kabel üblicherweise verdrillt.

Autor: SKeller (Gast)
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danke erstmal...

also, was ich vorhatte (ich weiß, is verrückt...):
statt einem RTL8019-Chip halt die Sachen direkt in den AVR rein, so
dass man den ans Netz schließen kann und er dann einen Ping empfangen
kann. Und weil ich halt keine so große Motivierung hab mich jetzt bei
ebay anzumelden und so..., wollt ich mal gucken, ob dass software-mäßig
realisierbar ist.

ist das überhaupt irgendwie möglich? oder befinde ich mich da in einer
andern Welt??? ^^

thx,
SKeller

Autor: Wegstabenverbuchsler (Gast)
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Häää?

Was das technische Fragestellung mit ebay zu tun hat erschliesst sich
mir nicht. Angebote anderer Anbieter kann man bei ebay auch aufrufen,
wenn man keine individuelle Zugangskennung hat. Wolltest du dich
anmelden, um gegebenenfalls eine Ethernet-Netzwerkkarte mit RTL8019
Chip zu ersteigern?

wenn die "Motivierung sich bei ebay anzumelden" schon eine große
Hürde für dich darstellt, dann sind sämtliche aktions-technischen
Herausforderungen welche über "einen Eimer Wasser umwerfen"
hinausgehen wahrscheinlich schon zu groß für dich. Ob sich mit diesem
Engagement deine (hier zur Diskussion gestellten technischen, aber auch
deine sonstigen) Themen irgendwie durch dich selbst lösen lassen wage
ich zu bezweifeln.

Zur Fragestellung:
"halt die Sachen direkt in den AVR rein, so dass man den ans Netz
schließen kann und er dann einen Ping empfangen
kann....... wollt ich mal gucken, ob dass software-mäßig
realisierbar ist."

Ich lese daraus, daß du eine RTL8019 per Software auf einen AVR
nachbilden möchtest. Dein "Netz" müßte ja dann ein (Inhouse)
Ethernet-basierendes Netzwerk sein.

Schau mal auf den Seiten von realtec das Datenblatt mom RTL8019 an:
http://www.realtek.com.tw/downloads/downloads1-3.a...

Es gibt eine recht griffige Betrachtung von Netzwerk-Schnittstellen mit
dem Namen "ISO-7-Ebenen-Modell". Das hilft dir vielleicht etwas zu
verstehen was du da vorhast und was niemals klappen wird.

Vorab:
Wenn 2 Geräte sich miteinander unterhalten wollen, dann müssen sie in
beiden Richtungen miteinander Sprechen können: Gerät_1 SENDET irgendwas
zu Gerät_2, und Gerät_2 SENDET irgendwas zu Gerät_1 zurück.
Die entsprechenden Anschlüsse werden mit RX (R=Receive-Exchange) und TX
(Transmit-Exchange) bezeichnet. Es ist offensichtlich daß das was meim
einen raus geht beim anderen rein muß, also TX_Gerät-1 ->> RX_Gerät-2
und  TX_Gerät-2 ->> RX_Gerät-1

Ebene 1: Physikalische Ebene
Es gibt unterscheidliche technische Möglichkeiten, 2 Komponenten
miteinander sprechen zu lassen: per Lichtwellenleiter, per Funk, per
Kabel über 1 Leitung (Koaxial), per Kabel über 2 Leitungen ("RJ45").
"Über 2 Leitungen" meint hier, daß es getrennte Signalwege für
Gerät_1 -> Gerät_2 und den Rückweg Gerät_2 -> Gerät_1 gibt.

Diese "Physik" der Transportwege ist für die verschiedenen
Schnittstellen (z.B. V24, RS485, Ethernet, etc) bezüglich Signalpegel,
Steckernorm etc. recht unterschiedlich.

Beispiel aus dem reellen Leben (zum Transport von Waren): Transportwege
sind Strasse, Luft, Wasser.




Ebene 2: Bitweise Datenübertragung
Die Verkehrsregeln, welche bestimmen, wie was grundsätzlich übermittelt
werden kann, sind im wesentlichen auf die unterlagerte Physik
abgestimmt. Hier geht es nur um die "nackte" Definition des
"Datenpakete hin-und-her-schubsens".

Beispiel aus dem reellen Leben (zum Transport von Waren):
Verkehrsregeln zum Transport auf Land (Strassenverkehrsordnung), oder
Verkehrsregeln in der Luft.

Alle beteiligten Partner müssen die gleichen Verkehrsregeln kennnen.
Wenn nicht, dann "passen" sie nicht zueinander, wie z.B. Linksverkehr
und Rechtsverkehr von PKW auf den Strassen. Und selbst wenn in einem
afrikanischen Staat alle auch rechts fahren, aber die Ampeln im Dreieck
angeordnet sind, und anstelle rot-grün-gelb die Farben blau-rosa-grün
nehmen, versteht man nicht wann man fahren soll...

So, bis her ist es reines Bit-Geschubse, ohen daß da irgendwelche
"Sinnvollen" Daten von A nach B übertragen werden. All diese Nackten
Basis-Funktionen der ebene 2 nimmt der Realtec-Chip wahr (neben win
paar weiterführenden Aufgaben). Alleine die Implementierung des
Netzwerk-Kommunikations-Protokolles ist so komplex, daß dazu schon ein
eigenständiger Chip (halt der Realtec) benötigt wird.


In "höheren Ebenen" kommt dann noch die Implementation von
"gescheiten" Kommunikationsprotokollen hinzu, wie z.B. ein
PING-Befehl, welcher ja von einem empfangenden System irgendwie
interpretiert werden muß (nämlich ein "ja, mich gibt es, mir gehts
gut" zurück meldet). Diese Protokollstacks müssen natürlich ebenfalls
im AVR implementiert werden und sind nicht im Chip implementiert.

Der Rest wird etwas zu komplex. Besuch ne VHS, und lasse dir alles zum
Thema Netzwerk-Kommunikation erklären.

Autor: Krafti (Gast)
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Hallo SKeller,
hier wurde das UDP-Protokoll direkt im Mikrocontroller umgesetzt:
http://www.cesko.host.sk/IgorPlugUDP/IgorPlug-UDP%...

Die Datenübertragung geht halt genau in die entgegengesetzte Richtung
und ohne Absicherung.

Autor: SKeller (Gast)
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und nochmal danke!

"wenn die "Motivierung sich bei ebay anzumelden" schon eine große
Hürde für dich darstellt, dann sind sämtliche aktions-technischen
Herausforderungen welche über "einen Eimer Wasser umwerfen"
hinausgehen wahrscheinlich schon zu groß für dich."

Naja, ich dachte halt, ich will nicht noch mehr Geld ausgeben(Porto is
ja auch was) und da wäre es vielleicht nicht schlecht sich mal damit
auseinanderzusetzen, wie das überhaupt funktioniert. Muss ja jetzt
nicht unbedingt klappen, aber ich könnte ja was dabei lernen ^^

thx,
SKeller

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