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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Eigenbau-Netzteil funktioniert nicht


Autor: Christian A. (christian_axtmann)
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Hallo,

ich hab mir ne dreifach-Schrittmotor-Endstufe gebaut, die insgesamt 9A
zieht (3A pro Motor). Dazu hab ich mir ein Netzteil aus nem
Ringkerntrafo, nem 25A-Gleichrichter und ner Glättung von 2x 25000µF
gebaut. Für die Logik ist auch noch ein 7805 auf der Platine.

Wenn ich die Endstufe aber jetzt mit dem selbstgebauten Netzteil
versorge, surrt mein Testmotor ziemlich laut (Ich teste zur Zeit mit
nur einem von drei Motoren). Wenn ich aber anstelle des Netzteils mein
Labor-Netzteil nehme, ist er ruhig.

Auf der Primärseite am Trafo ist ein Entstörfilter angebracht, bringt
aber auch nix. Rumspielereien haben gezeigt, dass bei Belastung die
Spannung zu schwanken anfängt, weitere Kondensatoren zwischen Vcc und
Gnd ham nix gebracht.

Hier mal noch der Schaltplan ab dem Gleichrichter:

                                    +----------------o +12V
                                    |    __
                                    |   |    |
 +-+-o----+----+--------------------+---|7805|--+----o +5V
 A A      |+   |+                   |   |____|  |
-+ |     ===  === 2x 25000µF       ---    |    ---
-(-+     /-\  /-\                  ---    |    ---
 A A      |    |              100nF |     |100nF|
 +-+-o----+----+--------------------+-----+-----+----o Gnd


Irgendwelche Ideen, wie man das wegbekommen könnte? Ich sitz hier
gerade wie der Ochs vorm Berg...

Gruß
   Christian

Autor: Fasti (Gast)
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Hi!

Mach mal ein paar genauere Angaben zum Ringkerntrafo, könnte er
unterdimensioniert sein?

mfg

Fasti

Autor: The Daz (Gast)
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Klingt so als haettest du nen Kurzen. Check mal den 7805 und
Gleichrichter.

Autor: ??? (Gast)
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offenbar sind die 12V mit 9A belastet für die Motoren. Die 5V sind nur
für die Elektronik.
Die Glättungswirkung der Elkos wird durch einen (auch Kleinen)
Widerstand in der + Leitung zwischen beiden Elkos sicher noch zu
verbessern. Da könnte auch eine große Drossel rein. aber bei 9A ist
eine Glättung nichtmehr so einfach.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm

Autor: Christian A. (christian_axtmann)
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Hallo,

danke erstmal für die schnelle Hilfe.

Zum Trafo: Es ist ein 200VA-Halogen-Ringkerntrafo, der auf der
Sekundärseite max. 16,7A bei 12V rausgibt. Also nicht
unterdimensioniert. (Bei www.Pollin.de gekauft)

Ein Kurzschluss kann eigentlich auch nicht sein, denn die Elektronik
funktioniert ja auch mit dem selbstgebauten Netzteil. Und Als ich mein
Labornetzteil hingehangen habe hab ich einfach den Gleichrichter
weggemacht und dort dann das Labor-Netzteil hingemacht, also die
selbstgemachte Elektronik auch verwendet.

Ja, die 12V mit 9A sind für die Motoren.

Gruß
    Christian

Autor: Johannes Raschke (Gast)
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Vielleicht probierst Du mal eine kleine Induktivität in Serie (z.B. aus
PC-Netzteil ausschlachten). Du solltest ausserdem beachten, dass die
Leerlaufspannung Deiner Schaltung deutlich höher ist als 12V. Es dürfen
also keine empfindlichen Bauelemente außer den Motoren auf der 12V -
Seite sein...


Johannes

Autor: Unbekannter (Gast)
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Evtl. ist der Halogentrafo einfach nicht geeignet, da er nicht für
kapazitive Belastung ausgelegt ist, sondern nur für ohmsche Belastung.

Anstatt noch mehr Elkos reinzuhängen, würde ich es erstmal mit weniger
Elkos versuchen. 2 * 25.000 uF sind eine ganze Menge. Das wird dem
Halogentrafo bestimmt nicht schmecken.

Nimm erst mal einen 25.000 uF und vielleicht auch mal nur 10.000 uF und
schaue ob dann bei der Belastung mit einem Motor das Teil auch noch
summt.

Aber am besten wäre es, wenn Du mit einem Oszi einfach messen würdest,
was da los ist...

Autor: Profi (Gast)
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Bei 50mF dürfte die 12V nur wenig Brumm enthalten.
Der Wert könnte wirklich etwas kleiner gewählt werden (hoher
Einschaltstromstoß (inrush current)). Evtl. NTC in Reihe mit der
Primärwicklung.

Ich vermute was anderes: GND-Probleme.
Digital-Gnd und Power-Gnd unbedingt trennen, den Spannungsregler am
besten ganz nah an die Elektronik.
Sonst hebt ein Spannungsabfall die 5V an.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Kann es sein, daß eine Diode in der Grätzbrücke den Einschaltstromstoß
durch die Kondensatoren nicht überlebt hat? (Nur so ein Gedanke)

MfG Paul

Autor: Christian A. (christian_axtmann)
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Hallo,

also ich kann mir nicht vorstellen, dass der Gleichrichter kaputt sein
soll. Immerhin ist der auf 25A ausgelegt und auf nen Kühlkörper
geschraubt.

Ich hab jetzt folgende Schaltung aus dem Elektronik-Kompendium
aufgebaut und sie funktioniert. Das Brummen ist weg.

                        2N3055
  o------+---------+------   ------+---------o +12V
         |         |      \ ^      |
         |        .-.     ---     .-.
         |        | |      |      | |
         |      1k| |      |      | |5,6k
         | +      '-'      |      '-'
        ###        |       |       |
        ---        +-------+-------+
 25000µF |                 | +
         |                ###
         |                ---
         |                 |
         |                 |
  o------+-----------------+-----------------o Gnd

Gruß und Danke nochmal an alle

    Christian

Autor: jornbyte (Gast)
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So viel Mist auf einem Haufen. 25000µF ist nicht dein ernst, oder doch?
Über den Motortreiber und der Ansteuerung haste auch nichts gesagt. Im
allgemeinen ist das ein Schrottaufbau. Der Müllkübel wird sich freuen
...

Autor: wirehead (Gast)
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bestimmt gleichrichter falsch angeschlossen, hört sich für mich danach
an. Auserdem gehört spanungsversorgung für die logik und für die
motoren getrennt. 12V erscheinen mir auch etwas wenig für schritmotoren
aber das ist anwendungsspezifich.

Autor: Christian A. (christian_axtmann)
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Also der Gleichrichter ist definitiv nicht falsch angeschlossen, was
mein Oszi beweißt. Was die Spannungsversorgung angeht, glaub ich auch,
dass ich die 5V-Schiene getrennt mache. Dann ist die Logik vor
Beeinflussung von den Motoren sicher. Die 12V sind für die Motoren OK,
ich benutze ja, wie oben gesagt das Paar L297/L298. Da kann ich
Spannungen bis 36V reinlassen, am IC stell ich nur den Phasenstrom ein,
der Rest macht dann die Elektronik.

@ jornbyte: Was bitte ist an 25000µF so schlimm? Ich muss immerhin für
10A puffern. Und wie würdest du das ganze Aufbauen??

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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...ich glaube, die faustregel war: 1uF pro mA Laststrom =10000uF, also
weniger als die hälfte. ob das jetzt ernsthaft zu deinem problem
gehört, weiß ich nicht. wollts halt mal loswerden.
aber das mit dem einschaltstrom kann schon sein....

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