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Forum: Platinen Ätzen mit Salzsäure sehr langsam


Autor: Meyer (Gast)
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Hallo,

ich Ätze schon längere Zeit mit Salzsäure und Wasserstoffsuperoxid.

Finde das ganze jetzt auch nicht überragend schnell, dauert ca. 5min.

Das mischungsverhältniss ist ca.10:1 Säure zu Wasserstoffsuperoxid
(habe schon diverse mischungsverhältnisse ausprobiert) Wasser gebe ich
schon garnicht mehr hinzu (dauerte noch länger).

Beim Ätzen stinkt es wie die Pest, aber das wars. Kann es sein das man
auch beim Ätzen mit Salzzäure blubberblasen braucht? Oder kommt es
haargenau auf das Passende Mischungsverhältniss an?

Mfg
Marcel

Autor: Schoaschi (Gast)
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Hi

Ich nehm immer ca 60%Wasser (warm), 30% Salzsäure(33%ige) und 10%
Wasserstoffperoxid. Und ich belüfte das ganze auch..oder wenn nicht
dann schwenke ich die Platine und tauche sie öfters.
Stinken tut das ganze nicht so bei mir... da solltest du dir eh vl
etwas gedanken darüber machen ;-).

Naja und meine Ätzergebnisse sind eigentlich nicht so schlecht...

Ich hab aber auch schon mal davon gehört der hat: 1 Teil Wasser; 1 Teil
Salzsäure; 2 Teile Wasserstoffperoxid genommen und brauchte für ne
Platine ungefähr 20sec. Ob es wahr ist, weis ich nicht, denn ich habs
nicht mit eigenen augen gesehen :-)

Autor: _CH_ (Gast)
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Hallo!
meine Frage ist zwar etwas OT aber weil es grad um's Ätzen geht frag
ich trotzdem. Was hat es für Vorteile wenn man mit Salzsäure und
Wasserstoffperoxid ätzt? Habe schon öfters gehört, dass das besser sein
soll, aber ob das wirklich so ist...?
Ich ätze mit Natriumpersulfat und bin eigentlich ganz zufrieden. Die
Zeiten liegen zwischen 5-15min je nach frische des Ätzbades. Über die
Qualität könnte ich mich auch nicht beschweren.

Wäre schön, wenn jemand nen Satz dazu schreiben könnte :)

Gruß
Christian

Autor: Guido (Gast)
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Klarer Vorteil ist die Minderung der Unterätzung. Bei der
Salzsäuremischung dauert der Ätzvorgang knappe 30 Sekunden und man kann
die Platine entsprechend schnell herausnehmen wenn schlecht belichtet
wurde. Das Ergebnis ist auf jeden Fall immer perfekt aber die Lösung
ist mit VORSICHT zu genießen.

Gruß, Guido

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Hallo
Ich benutze schon immer die Salzsäuremethode nach der uralten
Empfehlung der Kontakt-Chemie zum Positiv-UV-Lack:
200 ml Salzsäure
30 ml Wasserstoffperoxid 30 prozentig
770ml Wasser
das dauert mindestens 5 Minuten
leider hat die Drogerie zugemacht, die konzentriertes
Wasserstoffperoxid verkaufte, ich muß wohl demnächst mit dem
3-prozentigen Gurgelwasser arbeiten.
Ich halte die Methode vor allem für die "umweltfreundlichste", da
außer den unvermeidlichen Kupferionen nur Wasser und Chloridionen ( wie
Kochsalz ) übrigbleiben, wenn man mit der NaOH-Brühe des
Lötlackentwicklers passend neutralisiert, mit derselben Natronlauge
kann man auch mit höherer Konzentration den Lötlack entfernen.
73
Christoph

Autor: Schoaschi (Gast)
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@Christoph: Schau mal in der Apotheke, da gibts vl noch die
konzentrierte Lösung. Oder ansonst in einem Malergeschäft :-)

Autor: Meyer (Gast)
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Werde es morgen nochmal mit euren Mischungsverhältnissen probieren.

Wasserstoffsuperoxid ~30%ig, ist doch richtig oder?

Danke für die Zahlreichen antworten :)

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Ja das war ungefähr 30 % . Die Flasche müsste eigentlich dunkel sein, da
sich H2O2 zu O und H2O zersetzt, ich habe gehört, das wird mit einem
Zusatz von Harnsäure stabilisiert, jedenfalls sollte man die Flasche
nicht zu dicht verschließen, die ist immer etwas ausgebeult.
Mit 3 % iger Lösung müsste ich eben statt 30 ml auf 300 ml gehen und
entsprechend Wasser weglassen.
73
Christoph

Autor: _CH_ (Gast)
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Wenn ich das richtig verstehe gibt es also keinen "wirklichen"
Vorteil, oder? Es ist halt eine andere Methode zu ätzen. Was übrig
bleibt ist auch Sondermüll, sowie bei allen anderen Möglichkeiten halt
auch.

Gruß,
Christian

Autor: Michael S. (micha)
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@ Christoph

Falls du nicht mehr an 30%iges H2O2 herankommst, oder es in der
Apotheke zu teuer ist, geht auch das 16%ige Zeug für Aquarien. Nennt
sich Oxidator und ist in jeder gut sortierten Zoohandlung oder
Baumärkten mit Zoobedarf erhaltlich. Kostet ca 14 Euro/l ist aber
warscheinlich günstiger als die größeren mengen des 3%igen
Gurgelwassers ;-).

Gruß
Micha

Autor: Gunter (Gast)
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Hi,

größter Vorteil von HCl ist für mich, dass ich die
Brühe nicht erwärmen muß.
Und: vor einem guten Jahr habe ich für 6 EUR
1Liter 30% H2O2 in einer Apotheke gekauft.

Gunter

Autor: MNR (Gast)
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Irre ich mich, oder gab es da mal einen Thread, wo verschiedene
Salzsäure- Ätzer von verrottetem Werkzeug in dem Raum, in dem sie den
Stoff aufbewahrt haben, berichteten? Lag glaube ich am H2O2.

Grüße Matthias

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Das H2Os ätzt vor allem die Haut an, das ist nicht gasförmig. Das HCl
Salzsäuregas greift alles Metall an, besonders die verchromten
Badearmaturen.

Autor: Kent (Gast)
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Ohja, Salzsäure nur im freien oder Balkon benutzen! Die Dämpfe sind
super-aggressiv und lassen alles Metall nach einigen Wochen verrosten.

Kann man schön sichtbar machen, wenn man die HCL-Flasche aufmacht und
eine offene Flasche Salmiakgeist (Ammoniaklösung) danebenstellt - die
Salzsäuredämpfe verbinden sich mit dem Ammoniak, und es entsteht weißer
Nebel; so kann man schön sehen wieviel an Chlorwasserstoff da
raussprudelt wenn man nur die Flasche offen stehen hat! (gilt aber nur
für konzentrierte Salzsäure)

H2O2 soll nicht auf die Haut oder Kleidung kommen, weil es weiße Flecke
hinterläßt. Liegt daran, dass es ein starkes Oxidationsmittel ist.
Deswegen sollte konzentriertes H2O2 auch nicht mit brennbaren
Substanzen in Berührung kommen (Aceton, Terpentin usw.), da es sich
entzünden oder explodieren könnte.
Hochkonzentriertes H2O2 haben die Nazis im WW2 in ihre Raketenjäger
gefüllt, die sind regelmäßig in die Luft geflogen. Wenn beim Betanken
nur eine Biene in das Zeug fiel, flog bereits alles in die Luft. Liegt
daran, dass es gerne das überschüssige Sauerstoffatom abgibt, und das
erzeugt eine blitzschnelle Verbrennung (=Explosion).

Kann man also verstehen, dass die das Zeug nicht so leichtfertig
verkaufen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Noch ein Tip:
Die Säure verdünnen indem man die Säure ins Wasser
giest, nicht umgekehrt.
Die Chemiker sagen dazu auch:
"Erst das Wasser, dann die Säure.
 Sonst geschieht das Ungeheure"

Verdünnt man Säuren, so werden die meisten Säuren warm.
Giesst man Wasser in die vorgelegte Säure, so kann es passieren
das einzelne Wassertropfen schlagartig verdampfen, Säuretropfen
mitreißen und die haben nichts besseres zu tun als einem ins
Auge zu fliegen.

H2O2 wurde frueher im Uebrigen zum Blondieren von Haaren
benutzt. Wenn sogar Frisösen damit klar kommen, kanns
nicht so wild sein :-). Wie immer in der Chemie: Alles eine
Frage der Konzentration.

Mein H2O2 ist fest verschlossen und die Flasche mit Alu-Folie
umwickelt. H2O2 ist empfindlich auf UV-Licht und Staub. Dann
zerfaellt es in H2O und Sauerstoff. Daher dunkel und staubgeschuetzt
aufbewahren. Ach ja. Meine Flasche ist in der Zwischenzeit 10 Jahre
alt (Ich ätze nicht viel). Funkt immer noch tadellos.

Autor: ,,,, (Gast)
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Nicht das Unerfahrenen etwas passiert:

http://www.omikron-online.de/cosmoshop/artikelpdf/...

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