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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATmega161 defekt nach Einbau in Zielplatine


Autor: Frank Diegmüller (Gast)
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1. Über PonyProg habe ich einen ATMEL mega 161 beschrieben mit einem
PRG,
welches nachweislich funktioniert (LEDs blinken und Text auf LCD).
Aber
leider zeigte sich keine Reaktion auf dieser Zielplatine, d.h. LEDs aus
und
keine Anzeige am Display. Diese Zielplatine ist noch nie auf Funktion
überprüft
worden. Es handelt sich hierbei um den ersten Test.
Wenn ich nun diesen Controller in das STK500-Board stecke, läßt es sich
nicht
mehr programmieren (über ISP, wie ich es schon oft gemacht habe).
Die Frage ist, ob man durch eine fehlerhafte Platine einen Controller
zertstören kann oder ob man durch die PonyProg Programmierung
irgendetwas verändert (fueses,...), daß danach keine Programmierung
mit dem STK500 mehr möglich ist?

2. Ich nehme einen neuen mega161, programmiere ihn mit dem STK500 mit
meinem
Testprogramm (LEDs + LCD) und alles funktioniert einwandfrei am STK500.
Alles
Bestens. Nun nehme ich diesen Controller aus dem STK500 und setze ihn
in meine Zielplatine ein. Nichts geht. LEDs aus und LCD zeigt nichts
an.
Auslesen über PonyProg funktioniert dort aber !!! Naja, Messungen
zeigen,
daß der externe Quarz schwingt (Spannung aber ca. 6 Volt). Die
Messungungen sehen soweit ganz gut aus. Weiter: mega161 raus aus
meiner
zielplatine und wieder zurück ins STK500, womit ich ihn ja vorhin
programmiert
habe. und siehe da: Er geht nicht mehr !! Keine Reaktion, das Programm
ist ja noch im Flash. Nun kann ich auch diesen zweiten Controller nicht
mehr
Programmieren. ERASE funktioniert auch nicht. READ geht aber !
Was kann meine Zielplatine mit dem µC angestellt haben, daß der vorher
funktionstüchtige
Controller nun nicht mehr funktioniert.

Bin ziemlich ratlos. Kann mir hier einer / eine helfen ?

vielen dank
weitere Details kann ich gerne bereitstellen.

danke

frank

Autor: Rahul (Gast)
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hast du die Zielplatine überprüft (richtige Spannungen an den richtigen
Pins keine Ausgänge auf Ausgänge geschaltet)?
Das STK500 unterstützt auch das HV-programming.... einfach den
Controller damit testen; wenn das nicht geht hast du einen kleinen in
Epoxidharz geogssenen Haufen Sand vor dir...

Autor: johnny.m (Gast)
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Wenn der Quarz mit 6V schwingt, dann ist da was mit der
Spannungsversorgung nicht in Ordnung! Das messbare Oszillator-Signal
liegt meist deutlich unter VCC! Bei 6 V ist davon auszugehen, dass der
uC abgeraucht ist...

Autor: thkais (Gast)
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Schaltplan?

Autor: Frank Diegmüller (Gast)
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Hallo,

1. Spannungsversorgung:
mit Labornetzteil exakt 5V mit Strombegrenzung auf ca. 200 mA. Habe ich
kontrolliert an den Controllerpins.
Pin 40 = +5V und Pin20 = Masse. Sieht alles sehr ordentlich aus.


2. Quarz:
Externes Quarz. Schwingt mit 3,68MHz. Nur die Spannung (Spitze-Spitze)
liegt bei knapp über 6V !!
Zumindest war der Controller vor Einstecken auf meine Zielplatine noch
in Ordnung, d.h. im STK500 war alles iO.

3. Schaltplan:
Habe ich beigefügt. Ich habe auch nichts weiter an die Platine
angeklemmt (keine LEDs und kein LCD). Das Scope zeigt mir auch nichts
auf den Datenleitungen des LCD. Auch den den LED Ausgängen zeigt das
Scope mir nichts. Halt: das einzige ist natürlich der RESET-Taster, den
ich angeklemmt habe.

4. @Rahul:
Keine Ausgänge als Ausgänge geschaltet: Ich habe an Port B (B0 bis B2)
drei LEDs dran und dort auch die Direction auf OUTPUT eingestellt. Wie
gesagt, das Programm funktioniert am STK500 einwandfrei.

Ich müßte mal komplett die 40 Pins des µC durchpiepsen. Das wäre mein
nächster Schritt. Vielleicht sollte ich mir auch erstmal ein paar
billige DIL40 µC kaufen, damit es nicht immer gleich so teuer wird...

danke
FRANK

Autor: Christian (Gast)
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Ich habe gerade ähnliche Probleme.

Vor 2 Tagen funktionierte die Platine noch wunderbar, und plötzlich
scheint sie ATmega8 zu zerstören.

Ich habe den µC eingebaut, und mit PonyProg die FuseBits gesetzt
(Externer 12 MHz Quarz) schien gut zu funktionieren. (ISP am
Parallelport) Danach habe ich dann mit AvrDude den Controller
programmiert und eine Fehlermeldung erhalten, dass die Programmierung
beim verifizieren nicht ordentlich war. Tja, und danach ging dann gar
nichts mehr, der Controller wird nicht mehr erkannt.

Leider habe ich kein eigenes HV-Programmiergerät um zu schauen, ob der
Controller mich nur ausgesperrt hat, oder ob er ganz kaputt ist.

Spannungsversorgung habe ich schon geprüft. Sind knappe 5 V an VCC und
AVCC. Masse ist auch da.

Kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, wie man einen AVR himmeln
kann? Kein weiterer Pin hat direkte Verbindung zu Masse oder VCC oder
untereinander. Habe alle Pins (ohne µC) gegeneinander mit dem
Multimeter durchgemessen. (Ohmmessung)

Vielleicht fällt ja jemandem was ein.

Gruß
  Christian

Autor: Jörg Bar* (joerg_b)
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@Frank: was mir so auffält:

- keine abblock Kondensatoren
- sehr merkwürdige Beschaltung für die LEDs (ist es wirklich
beabsichtigt, daß die Transistoren immer durchschalten und die LEDs
die Spannung liefern?

Ein Labornetzteil mag ja schön und gut sein ... hast du die
Ausgangsspannung mal nachgemessen und evtl. mal per Oscar angeschaut?

Ich tippe mal darauf, daß deine Versorgung schlecht gefiltert und evt.
zu hoch ist/war und dadurch der 161 gerillt wurde :-/

Gruß Jörg

Autor: 3 Newton (Gast)
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So wie es klingt ist es die Versorgung. Ist die irgendwie mit HF etc.
verunreinigt? Kommt irgendwie (evtl. ist ja ein anderes BT auch kaputt)
Spannung zurück an einen Pin des Controllers wo keine sein soll? Ist die
Vcc der anderen Bauteile aus der gleichen Quelle oder sind hier höhere
Spannungen am Start? Kann es sein dass Du die Sache an einem
Schaltnetzteil betreibst und statische Spannungen rumkriechen?

MfG
3N

Autor: 3 Newton (Gast)
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Ahahaha, da ist ja ein Motor dabei! Kann es sein dass hier was schief
läuft? Sind da die Schutzdioden an den Relais bzw. dem Motor? Kommt da
irgendwas zurück?

3N

Autor: Manuel B. (Gast)
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(entfernt)

Autor: Frank Diegmüller (Gast)
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Gute Morgen,

bei den zwei PRoblemstellungen hier ist mir nicht unbedingt klar,
welche Fragen sich auf meine Probleme beziehen.

1. Beschaltung der LED's
Die Beschaltung der LED's sieht auf den ersten Blick sehr merkwürdig
aus. Ich habe sie aus dem Schaltplan des STK500. Im Fall Ausganspin = 5
Volt sind die LED's natürlich aus. Wenn Ausgangspin auf Masse gezogen
wird, dann sind die LED's an. Transistor: Er dienst dazu, die
Schaltung (hier: VTG an der Basis) auch mit Spannungen ungleich 5 Volt
zu betrieben, die LED's leuchten aber trotzdem immer gleich hell.

2. Externe Beschaltung: Motor
An meine Platine kommt (später) eine Ansteuerung eines Drehstrommotors.
Dieser war zum Zeitpunkt des Testens aber noch nicht dran.

3. Was hat sich inzwischen getan?
Zur Zeit funktioniert alles !!!!
Ich konnte auf meine beiden ATMEL nicht mehr schreibend zugreifen (per
ISP) auch ein ERASE und verify ging nicht mehr. Natürlch dann auch eine
Manipulation der fuse bits des ATMELS ging nicht mehr.
Ich habe dann die ATMELS in das STK500 gesetzt und per
HV.PRogrammierung versucht zu klschen (ERASE). Auch hier hat er (AVR
Studio) mir eine Fehlermeldung ausgegeben. Als nichts mehr ging, habe
ich wieder in den ISP-Modus gewechselt und hier ein ERASE gemacht. Und
siehe da, auf einmal funktionierte es !! Ich konnte den Controller
wieder beschreiben usw. und auch meine Aplikation funktionierte!!
Komisch, ist aber so.
Dann kam der Controller wieder auf meine besagte Platine. Und auch dort
funkionierte auf einmal alles: die LED's, die anheschlossenen Taster,
usw.
Auch konnte ich nun wieder mit PonyProg meinen Controller
programmieren. Alles ging, als wäre nichts gewesen.
Meine Vermutung: In der Anleitung von PonyProg steht, man solle vor dem
PRogrammieren ein ERASE machen; dies hatte ich nicht gemacht. Nun mache
ich es immer und es scheint auch immer zu klappen.


FAZIT: Meine Probleme sind (ersteinmal) behoben.


Vielen Dank.

Autor: Roland Praml (pram)
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Haben sich die Controller genau so verhalten wie bei mir:
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-287894.html

Lesen geht, aber sobald man schreiben will, alles tot?

Gruß
Roland

Autor: Frank Diegmüller (Gast)
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@ Roland:
Nein, nicht ganz. Ich konnte immer den Controller auslesen, auch wenn
ich zuvor versucht habe, zu schreiben.

Nachdem zwei Controller sich nicht mehr beschreiben ließen und ich
einen dritten nicht hatte und nicht auch noch kaputt machen wollte,
habe ich einen anderen Weg gesucht (HV-prg).
Denn: Wenn sich die Controller schön ordentlich auslesen ließen, dann
schienen sie mir auch nicht kaputt zu sein, sondern nur irgendwie
"verstellt".
Konnte dann beide Controller wieder retten. Allerdings sind bei einem
zwei Portpins defekt (ist nicht so schlimm) und einen von beiden hatte
ich mal kurz an 12 Volt anstatt an 5V, wahrscheinlich diesen einen.

Ich benutze die Schaltung von lancos mit einen 74HC244. Die
Kommunikation hat auf Anhieb geklappt (Massen beider Seiten sind
verbunden).

SG FRANK

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