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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik (I2C) EEPROM im eingelötetem Zustand beschreiben


Autor: Peter Maier (Gast)
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Hallo,

habe wohl gerade einen Volltreffer gelandet... (ich Trottel)
Habe einen EEPROM Spreicher per I2C an einen ATMega angeschlossen. Aus
dem Speicher wollte ich dann später Daten auslesen um sie während der
Laufzeit zur Verfügung zu haben. Die Lese- und Schreibroutine klappt
auch soweit, bis auf dass im EEPROM momentan keine "realen" Daten
drin sind ;=)
Da das EEPROM größer ist als der Seicher des uC, frage ich mich, wie
ich jetzt das EEPROM mit den richtigen Daten füllen kann...
Meine Ideen:
1) Programm schreiben das von der seriellen Schnittstelle Daten
entgegennimmt und diese dann Byte für Byte ins EEPROM schreibt.
Anschließend das Programm löschen und das richtige aufspielen. Da ich
da keine Ahnung habe wie ich die Daten seriell übertragen soll (kann ja
in Hyperterminal auf der PC Seite schlecht eine Quelldatei angeben),
stehe ich vor einem Problem.
2) Programm schreiben das nur I2C Routinen und eine Start-/Endadresse
enthält, den Rest des uC Speichers mit einem Teil meiner Daten
vollpacken und das Programm das EEPROM von der Start- bis zur
Endadresse beschreiben lassen. Anschließend neues Programm mit anderen
Start-/Endadressen und Daten erstellen (bzw. bestehendes anpassen) usw.
Am Ende dann wieder das richtige aufspielen.

Damit mir sowas nicht wieder passiert: wie macht ihr das, bzw. wie
läuft es besser/richtig? Gibt es eine Möglichekit per PC auf ein
eingelötetes (I2C-)EEPROM zuzugreifen?

Schönes Wochenende,

Peter

Autor: Michael (Gast)
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Einen DIL-Sockel verwenden und nicht mit Harz vergießen :-)

Dein Punkt 1) ist doch in Ordnung. Schreibroutinen brauchst Du sowieso,
und Byte für Byte von UDR zu schreiben, sollte doch kein Problem sein:
bei Adresse 0 starten, am Ende einfach ausschalten.

Autor: Peter Maier (Gast)
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Hi,

bin eigentlich sehr froh, dass ich kein DIL verwendet habe und fast
ausschließlich SMD (SO, TQFP, 0603 Rs und Cs...) eingesetzt habe.
Lieber etwas länger beim Löten brauchen als ständig zu bohren.
Was die Kommunikation per UART angeht: "menschlich" lesbare Zeichen
klappen ohne Probleme (z.B. Debugmeldungen), nur wie sieht es mit
"Sonderzeichen/Steuerzeichen" aus? Würde ja am liebsten einem
Programm auf der PC Seite eine Datei vorwerfen, die der PC dann mit X
Baud an den uC überträgt. Wenn es so etwas gibt, sind meine Probleme
gelöst. Denn wie du schon sagtest: das passende uC Programm ist simpel:
Byte entgegennehmen, ins I2C EEPROm schreiben, (Adress-)Zähler erhöhen
und wieder ein Byte entgegennehmen... Könnte höchstens ein paar
Geschwindigkeitsprobleme bekommen wenn der serielle Datenempfang
schneller ist als das eingesetzte I2C EEPROM.

Peter

Autor: Kai Riek (kairiek)
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Du kannst ja dein RS232->I2C Programm so schreiben, dass du Daten
blockweise (EEPROM Page-Write Modus!) vom PC an den µC sendest. Wenn
ein Block im EEPROM ist, Bestätigung an den PC. Dann nächsten Block
übertragen.

Zum Thema Hyperterminal: Denk mal darüber nach, evtl. ein anderes zu
verwenden... ;-)

MFG

Kai

Autor: crazy horse (Gast)
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bei Binärübertragung gibt es immer wieder mal Probleme, hauptsächlich
auf PC-Seite. Was nicht heisst, dass es nicht geht! Kommt aber auch
aufs Terminalprogramm an.
An deiner Stelle würde ich mir auf MC-Seite ein kleines Programm
schreiben, welches Hex-Dateien dekodiert. Eine Hex-Datei ist reiner
Ascii-Code, nebenbei Adressinformationen und Checksummen.
Start der Übertragung mit einer Escape-Sequenz (oder auch per Hardware
über einen freien Pin, bei Reset schaut der MC an diesem Pin, ob eine
Datenübertragung stattfinden soll).
Ein ganz anderer Ansatz: wenn du den MC im Reset hälst, kannst du den
EEPROM auch über einen externen I2C-Prommer beschreiben.

Autor: Kai Riek (kairiek)
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Nachtrag zum Terminal.

Gerade wieder entdeckt:
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-8-155472.html

Autor: Peter Maier (Gast)
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Hallo,

das geht ja verdammt schnell hier. Danke für eure Hilfe, komme ja kaum
nach.

@Kai:
Ja, das geht sicher (wenn du das sagst). Mal sehen ob ich damit auch
klar komme. Habe das bis jetzt immer nur Byteweise gemacht.
Was gibt es denn für empfehlenswerte kostenlose (oder günstige)
Alternativen?

@crazy horse:
Wenn Binärübertragung geht, bin ich glücklich.Wer kann das, bzw. gibt
es da Anleitungen/Dokumentation? Kann ja in jedem Fall noch irgendwie
eine Kontrolle einfügen (mit Parity Bits komme ich wohl noch klar,
Hashfunktionen sind mir dann zu hoch, außer ich schreibe und lese aus
und mache das am PC).
Wenn ich alle Bytes umwandele, habe ich ja gleich die doppelte
Datenmenge, wobei mein Codevorrat allerdings kleiner wird (nur noch
0...9, A...F).
Einen I2C Programmer habe ich (noch) nicht. Scheint aber doch eine
sinnvolle Anschaffung zu sein. Kommt auf die "To-Do-Liste".

Danke bis hierhin schon mal, hat mir echt geholfen. Kann dann am
Wochenende probieren den Bock wieder zu beheben.

Peter

Autor: Peter Maier (Gast)
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@Kai:

DANKE!
Damit sollten alle meine Probleme gelöst sein. Warum findet Google so
was tolles nicht (grml). Dort bekomme ich fast nur Kommerzsoftware.
Egal, danke.

Schönes Wochenende,

Peter

Autor: crazy horse (Gast)
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http://www.lancos.com/prog.html
der funktioniert, bei mir zumindest :-)
doppelte Datenmenge bei Hex-Datei: das ist doch kein Problem, der
begrenzende Faktor wird sowieso die EEPROM-Schreibzeit bleiben, auch
bei page-write.
Und um sich handshake zu ersparen: einfach baudrate entsprechend
niedrig wählen.
Bsp: 8byte page-write, 10ms Schreibzeit, also sollte ein Byte nicht
schneller als alle 1,25ms reintröpfeln, mit 4800 Baud bist du auf der
sicheren Seite (rund 2ms/byte).
Bei Hex-Übertragung kannst du locker auf 9600 gehen, ohne irgendwelche
Timing-Probleme zu bekommen.

Autor: Marko (Gast)
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Ich versehe gar nicht wo das Problem ist ...

man nehme ein Progrämmchen im µC, das bei bestimmter Zeichenfolge
von UART z.B. AT&EE in einen "Dauer lese - verschiebe - Modus"
wechselt,
die danach eingehenden Daten ins EEPROM schreibt und nach
Endphrase z.B. EXIT&EE wieder in den Normalmodus der
µC-Tätigkeit wechselt.

Dann baut man in VB n kleines Progrämmchen mit nem Eingabefenster
und nem Submit-Button, das dann bei Betätigung die Daten

AT&EE xxxxx Nutzdaten Eingabefenster EXIT&EE über COM 1/2/3/4
verschickt und fertig ist die Laube.

Autor: Marko (Gast)
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Ist sowieso sinnvoll so ne Routine einzuplanen, fals man
im Nachhinein den EEPROM-Inhalt ändern muss.
In System ist doch die Beste Methode, oder?

Autor: Kai Riek (kairiek)
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@Marco: Da hast du meiner Meinung nach recht.

@Peter: Ich weiß zwar nicht, ob sich deine EEPROM Daten auch mal ändern
können, aber wenn du neue Daten von extern aufspielen willst ist der
Tipp von Marko (EEPROM Modus + passendes VB Programm) nur
empfehlenswert.

MFG

Kai

Autor: Peter Maier (Gast)
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Hallo,

mittlerweile bin ich dank eurer Tipps weiter. Habe ein extra Programm
für den uC geschrieben, das die Daten von COM1 des PC entgegennimmt und
im EEPROM ablegt.

@Marko:
das Problem liegt darin, dass ich im Programmieren in C, Visual Basic
o.ä. am PC eine "Niete" bin ;=) Ok, Grunderfahrungen sind da, aber
auf die serielle Schnittstelle zuzugreifen: keine Ahnung wie das unter
XP geht. Außerdem bräuchte ich dann noch einen VB Compiler (einen
älteren C Compiler hätte ich noch hier). Deshalb wollte ich ein
fertiges Programm verwenden. Aber, evtl. schreibe ich da wirklich was
eigenens. Geht das denn unter XP auch so einfach (direkt auf die
Hardware/COM-Port zuzugreifen) wie unter DOS? Kommt auch auf die TO-DO
Liste, denn für die Zukunft schient das echt die eleganteste und
universellste Lösung zu sein.

@Kai:
In der Testphase schon, anschließend nicht mehr. Es sei denn, ich
funktioniere das ganze noch mal um.

Gruß,

Peter

Autor: Roland Praml (pram)
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Es gibt in Dos die (einfache) Möglichkeit direkt eine Datei nach Com1 zu
kopieren:

mode com1;9600,n,8,1,p
copy /b eeprom.hex com1

Du musst glaub ich beim Beschalten der seriellen auf der PC Seite den
DTR und CTS-Pin beschalten. Evtl einfach auf GND, dann hast du hast
keine Flusssteuerung.

Andere Möglichkeit wäre noch die Implementierung eines der X/Y/Z-Modem
Protokolle.

Gruß
Roland

Autor: Marko (Gast)
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Ich hab noch ne alte VB6-Version hier ... auf XP und 2K-System
ist echt keine große Sache, nur so ne windige DLL hab ich
nachinstallieren müssen, dann ging der Umgang mit
LPT und COM wie geschmiert.

Autor: Kai Riek (kairiek)
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Also ich arbeite mit Visual Studio 2005 (C++ und C#) und da kann ich
eine "Serial Port" Komponente in mein Programm einfügen. Diese
repräsentiert dann die serielle Schnittstelle mit der man dann
beliebige Daten übertragen kann.

MFG

Kai

Autor: Marko (Gast)
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ist bei VB das Selbe,
Oberfläche anlegen, MSCom Icon plazieren, Eigenschaften
einstellen und schon kanns losgehen ...
einfach die zu sendenden Daten ins Objekt schieben

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