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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik eigener BatteryPack 7.2V / Ladeproblem?


Autor: markus (Gast)
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Hallo Leute,
ich habe mir eine kleine Schaltung mit 6 in Serie verbauten Ansmann
AA-Akkus 2600mAh mit jeweils einzelnen Akkuhalterungen zusammengebaut.
(7.2V / 2600mAh).
Dies ist in einem Gehäuse versteckt und sollte mit einem Schnelllader
wieder aufgeladen werden. Aber damit hab ich Probleme, denn der ersten
Versuch ist mit dem Ladegerät (ebenfalls Ansmann ACS110) gleich schief
gegangen. Zwei Zellen sind kaputt gegangen :-(.

Ich denk es wird wohl daran gelegen sein daß ich nicht darauf geachtet
habe Zellen mit gleichen Ladezustand einzusetzen -- und die bereits
vollen Zellen den Überladetot starben.

Ich weiss schon, daß ich einen Standard Racing-Pack mit 7.2V hätte
nehmen können; war aber wegen bestimmten Platzvorgaben nicht möglich.

Hat jemand noch ein paar Ideen was man hier beachten muss -

gruss markus

Autor: Johannes Raschke (Gast)
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Solche Packs mit einem Schnellader zu laden ist immer ein Wagnis, da
keine delta-U Erkennung mehr möglich ist. Kapazität und Ladezustand der
Einzelzellen wird immer etwas auseinanderliegen.
Wenn eine langsame Ladung mit C/10 unmöglich ist, würde ich das Pack
vor dem Laden ganz entladen, dann bis auf ca. 80% der kapazität
schnelladen und den Rest mit deutlich verringertem Strom nachliefern,
um die Akkus, die eher voll sind, etwas zu schonen.
Vor der ersten Ladung ist natürlich auf jeden Fall eine einzelne Ladung
oder Entladung der Akkus angesagt...

Übrigens habe ich festgestellt, dass die Üblichen Akkuhalterungen einen
beträchtlichen Innenwiderstand aufweisen. Für Hochstromanwendungen nicht
zu gebrauchen.

Gruß

Johannes

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Lieber Horst-Otto, warum sollen Akku-Packs ein Problem sein?
Man nehme: Qualitäts-Akkus, lade sie das erste Mal erst, wenn das Pack
bereits fertig zusammengestellt ist und lasse diese Zellen dann auch
dauerhaft in diesem Verbund. Wenn dann irgendwann eine Zelle stirbt,
ist das ganze Pack dann meist schon so alt, dass dann sowieso ein
komplett neuer Akkusatz fällig ist. So habe ich das bei den Akkus für
meine Handfunkgeräte ebenfalls gemacht, die Akkus sind bereits seit
mehr als 3 Jahren in Betrieb. Zellen sind hier Golden Peak
NiMH-Industriezellen 1100mAh. Und zum guten Schluss, lieber Horst-Otto,
eine etwas gewähltere Ausdrucksweise stände auch dir gut zu Gesicht.
Fäkalasudrücke sind nicht so angenehm und verbreiten unangenehme
Gerüche.

Im übrigen stimme ich mit Johannes überein, die üblichen Batteriehalter
sind für Hochstromanwendungen ungeeignet.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Rahul (Gast)
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>Man nehme: Qualitäts-Akkus
Ansmann sind doch Qualitäts-Akkus, oder?

>die üblichen Batteriehalter sind für Hochstromanwendungen ungeeignet.
Das sagen sogar die Tresenkräfte beim lokalen Conrad.
Die Erfahrung durfte ich aber auch schon machen (ist schon etwas länger
her).
Der Tod der Zellen ist definitiv auf den unterschiedlichen Ladezustand
zurückzuführen.
... und wieder was gelernt ...

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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> Ansmann sind doch Qualitäts-Akkus, oder?
Du, das weiss ich nicht. Hat Ansmann überhaupt eine eigene
Akkufertigung oder ist das nur zugekaufte OEM-Ware?

Nur - wirklich richtig schlechte Akkus sind mir nur einmal
untergekommen, die lagen diversen DECT-Telefonen dabei und waren nach
wenigen Wochen hinüber. Das war Chinesenmüll der Marke BYD.
Panasonic-Zellen hielten im selben Gerät dann mehrere Jahre durch.

> Das sagen sogar die Tresenkräfte beim lokalen Conrad.
Gut zu erfahren, dass dort mittlerweile lernfähige Androiden eingesetzt
werden. ;-)

> Der Tod der Zellen ist definitiv auf den unterschiedlichen
Ladezustand zurückzuführen.
Das sehe ich mal als gesicherte Erkenntnis an.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: markus (Gast)
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hallo -- danke erst mal für die Antworten.

@Horst-Otto :
die Batterien sind gerade nicht einfach herausnehmbar, zwar auf
Batterieklippsen in einem kleinen Gehäuse untergebracht und fest
verschlossen.

So wie einige hier schon erwähnt haben -- man lernt halt immer wieder
dazu... :-))

Werde halt nochmals nach 'vorkonfektionierte Akkupacks' Ausschau
halten, vielleicht passt doch noch ein Pack hinein -- da hab ich kein
Problem diese schnell zu laden.
Bei eigenen Packs muss ich wie Johannes es beschrieben hat schwer
aufpassen -- danke für deine Info.


Aber eine Frage habe ich noch mit den Aussagen 'Hochstromanwendungen'
und 'hoher Innenwiderstand' -- wahrscheinlich meinst du den
Übergangswiderstand Batterie<-->Halter, oder? Welchen Wert hast du da
ermittelt und von welchen Strömen redest du? Mehrere Ampere ?

gruss markus

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Meine Erfahrung mit normalen Batteriehaltern ist die,
das ab ca. 2-3 Ampere die Teile heiss werden.
Grund: Die Kontaktfeder für den Minuspol und die teilweise schlechte
Kontaktgabe dieser Teile. Etwas besser sind die Teile, die statt einer
Spiralfeder eine breite Blechfeder haben, aber ab 4-5 Ampere ist auch
da Schluß. Alles darüber verlangt Lötverbindungen.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Uwe (Gast)
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Hi!
Einen Hinweis hätte ich noch. Nicht alle Akkus sind schnellladefähig,
nichtmal die wo es auch draufsteht. Du hast bestimmt NMH's?
(AA/2600 mAh) Die haben einen recht hohen Innenwiderstand(Wärme). C/4
ist das Maximum was ich bei meinen schaffe ohne das das Ladegerät
ständig abschaltet. Beim enladen ist es das selbe->Müll.

Viel Erfolg, Uwe

Autor: rayelec (Gast)
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@uwe:
Da bin ich einverstanden. Alle die Noname-Zellen mit abenteuerlich
hohen Kapazitätsangaben sind Müll oder halten zumindest die
angeschriebenen Kapazitäten niemals ein!! Auch hier gilt, you get what
you pay for!! Deshalb nur Markenzellen wie Panasonic oder Sanyo kaufen
(auch GP rechne ich da nicht dazu). Die haben auch realistische
Kapazitätsangaben!

Ebenfalls allen viel Erfolg!

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Alle die Noname-Zellen mit abenteuerlich hohen Kapazitätsangaben
> sind Müll oder halten zumindest die angeschriebenen Kapazitäten
> niemals ein!!

Oft ist der aufgedruckte Wert auch gar keine Kapazität, sondern eine
Typenbezeichnung, die halt "zufällig" ein Zahlenwert ist, der ein
Stück höher liegt als die Kapazität.

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