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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Was brauch ich für einen Transistor?


Autor: Thomas (Gast)
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Hallo,

mein Problem ist ganz einfach: Sobald elektrotechnisch mal alles klappt
ist die Programmierung kein Problem mehr, da kenn ich mich aus. Bis
jetzt war das recht einfach weil ich nur Teile hatte die mit TTL-Pegel
gearbeitet haben.

Nun möchte ich:


AVR Pin ---(PWM)--- Transistor --- Lüfter

Der Lüfter arbeitet normal mit einer Spannung von 12V und zieht ca.
250mA - bei 12V, ändert sich das bei weniger Spannung?

Nun frag ich mich was ich für einen Transistor brauche. Wenn ich bei
Reichelt oder so schaue springen mir nur Abkürzungen ins Auge. Ich weiß
nur ich brauche einen bipolaren Transisor :)

Hab mal was gerechnet, aber weiß net ob das stimmt und was mit zu tun
hat:

Vorwiderstand an der Basis: R = U/I = 5V / 1mA = 5kOhm (eventuell zu
viel?)
Dann ergiebt sich für B des Transistors: B = 250mA / 1mA = 250

Wikipedia meint das wär dann ein Kleinleistungstransisor. Nur wie komm
ich mit solchen Daten an den Typ?

Gruß

Autor: Klaus (Gast)
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Du musst in einem Katalog nachsehen, wo die Daten verschiedenen
Transistoren in Tabellenform gelistet sind.
Z.B. im Conrad-Katalog, oder bei RS-Components oder Digi-Key,
oder..oder.

So grob dürfte ein 2N1711 hinkommen, bei deinen Daten.
Das ist ein "npn" Typ.
Das "pnp" wäre ein 2N2904A.

Der Basiswiderstand sollte etwas kleiner sein, mehr Strom.
Sagen wir mal 2k2 oder 1 kOhm ; das kann jeder 5V-uP am Ausgang locker
ansteuern.

Sehr gute Transitoren gibt's von ZETEX.

Autor: Thomas (Gast)
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Versuch mal BC338, der kann bis 800mA  und ich glaub 30V Sperren.
Üblicherweise steuert man den über einen Spannungsteiler an, mit 2K und
2K (hält nicht sooo genau) geht es bestimmt.
Den Transistor mit Emitter an Masse, am Kollektor den Lüfter gegen 12V.
Basis über Spgsteiler steuern vom Prozessor.

Gruß
Thomas

Autor: A.K. (Gast)
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Kann mir mal jemand einen Tip geben, weshalb man so häufig bei einem
Schalttransistor am Ausgang eines µC einen Spannungteiler für die Basis
des Transistors sieht?

Ich kann's ja noch leidlich verstehen, wenn die Alternative heisst: 5V
oder offen. Aber der µC zieht bei 0 auf GND, wozu also der Widerstand
zwischen Basis und GND?

Autor: Marko B. (Gast)
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A.K.: würde mich auch mal interessieren, die sog. "digitalen
Transistoren" sind ja auch so verschaltet:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/DTC114EET1-D.PDF

Ich tippe mal darauf, daß der Transistor schneller wieder abgeschaltet
wird, wenn an der Basis eine kleinere Spannung anliegt. Außerdem ist
der Basis-Emitter Widerstand ja im abgeschalteten Zustand mit dem
Basistransistor parallelgeschaltet, hilft hier also auch wieder, den
Transistor schneller abzuschalten.

Autor: Heinz Schenk (Gast)
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Ich denke mal das dient dem Ausräumen der Basis - Emitter-Diode.

Falls das Bauteil mal tristate angesteuert wird, und statt nach GND
durchzusteuern auf hochohmig geschaltet wird, isser trotzdem schnell
ausgeschaltet.



..bin mal auf andere Meinungen gespannt.


ts

Autor: TravelRec. (Gast)
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Da ein Transistor schon bei 0,6V anfängt zu leiten, würde er das
PWM-Verhältnis quasi aufweiten, wenn man die Basis nicht durch den
Basis-Emitter-Widerstand künstlich belasten würde. Außerdem umgeht man
so den linearen Bereich des Transistors und vermindert somit die
Verlustleistung - eben durch das schnelle Abschalten.

Autor: A.K. (Gast)
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Wenn man den Transistor isoliert betrachtet, kann das durchaus Sinn
ergeben. Jedenfalls bei höheren Spannungen oder besonderen
Anforderungen an den CE-Reststrom. Logisch dass OnSemi den draufmacht,
kostet die eh kaum was. Aber in den hier üblichen Anwendungen für
Relais, LEDs oder Propeller ist der BE-Widerstand überflüssig.

Autor: A.K. (Gast)
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@TravelRec:

Wenn der µC-Ausgang auf 0 ist, räumt schon der ganz normale
Serienwiderstand die Basis aus, der Parallelwiderstand hilft da
lediglich mit. Wenn deine PWM also nicht mindestens mit Mittelwelle
sendet, dürfte der zusätzliche Widerstand kaum was ausmachen.

Und die 0,6V sind m.E. egal, weil der Ausgang des Controllers sehr viel
schneller ist als der Transistor, so dass der zeitliche Unterschied
zwischen 0,6V und 2,5V vernachlässigbar wird.

Autor: Philipp Karbach (Gast)
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warum nimmst du nicht einen kleinen FET? den kannst du bei nem AVR auch
direkt an den PWM portpin schließen ohne dass was kaputt geht. buz11
ist immer gut für sowas. vorwiderstand ca. 100Ohm und dann 4k7 zwischen
gate und source. drain an den lüfter- und plus eben außen dran :).

Autor: A.K. (Gast)
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BUZ11 als "kleiner FET" Suess.

Kannst du machen. Aber beklag dich nicht, wenn jeder Schaltvorgang vom
FET kräftige Transienten auf VCC bzw. GND auslöst.

Autor: Philipp Karbach (Gast)
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upps ich meinte auch buz78 ;)

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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BC547C und 4k7 in die Basis-Leitung.
Vergiß den Basis-Emitter-Widerstand.
Der uC schaltet so knackig high und low, daß der Transistor schon
folgt.

Autor: A.K. (Gast)
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BC547 für 250mA???? Besser BC338 oder BC635, die leben dabei länger. Und
zur Dimensionierung vom Basiswiderstand gibt's hier einen gleichnamigen
Artikel, die 4K7 jedenfalls sind arg hoch gegriffen.

Autor: Daniel M. (usul27)
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Wenn man einen "C" Typ nimmt, sollten die 4k7 schon reichen, um 250mA
zu schalten. Aber ein 547 ist für 250mA sicher nicht richtig, der ist
bis 100mA spezifiziert.

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