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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hilfe bei Funkchip Auswahl..


Autor: Andre Bek (anorukke)
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Hi,

ich bin gerade auf der Suche nach einem geeigneten Funkchip für eine
Art  Alarmsystem. Dabei geht es hauptsächlich um eine temporäre stabile
Verbindung, bei der relativ wenig Daten pro Zeit übertragen werden
müssen (vllt. Kennung und ein paar Statusbits).
Es geht um Entfernungen so um die 30-50m, aber möglicherweise (weil
mobil, aber wenn in Betrieb dann stationär) durch Erdreich und dicke
Kellerwände.

Eigentlich bin ich der Meinung, dass das 433mhz-Band das sinvollste
wäre, oder ist es besser in das 866 Band zu wechseln ?

Um Störungen, Interferenzen und Reflexionen umgehen zu können, dachte
ich an ein FrequencyHopping fähigen Chip, aber brauche ich dafür
unbedingt Narrowband (25-50khz spacing), oder ist eine
Widebandverbindung besser? Bei dem Narrow/wideband blick ich auch noh
nicht so ganz durch, gibts da vllt. nen bisschen Literatur bzw.
weblinks zu?

Im Moment habe ich verschiedene Chips von Chipcon (z.b. 1020 oder
1100), von Semtech (xe1205) oder e-vision auf meiner Liste der
möglichen Kandidaten, so richtig entscheiden kann ich mich aber nicht.
hat jemand Erfahrungen mit diesen Dingern?
Leider kommt ein Modul nicht in Frage, aus Kostengründen und weil ich
die volle Kontrolle über den Chip haben möchte.

ich würd mich freuen, wenn mir da jemand helfen könnte :)

Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo,

866MHz eignet sich IMHO besser:
a) weniger voll
b) einzige Einschränkung: man darf nicht ununterbrochen Funken. Aber
das musst Du ja nicht.

Module haben den Vorteil, dass man sie auch als Nicht-Funklizensierter
verwenden darf, mit den Chips selber eine Schaltung aufbauen, da bin
ich nicht sicher, ob man das darf....

Wenn Du Dich doch für Module entcheiden solltest, google mal nach
EasyRadio. Nicht ganz billig, aber sehr gut.

Gruß,
Sebastian

Autor: Andre Bek (anorukke)
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Ich habe so bei dem 866MHz Band so meine Bedenken hinsichtlich der
Reichweite. Schön ist, dass die Antennen nochmal ne Ecke kleiner sind,
aber ich brauche wegen der Dämpfung für die gleiche Reichweite mehr
Ausgangsleistung (25dbm) und das bietet fast kein Chip an :(
(hatte da mal nen javaapplet gefunden :
http://www.circuitdesign.de/products/tech_info/siryo3.asp)

und die Wellenausbreitung ist bei 433Mhz vllt. doch noch etwas
günstiger.

Hat denn schonmal jemand nen FrequencyHopping realisiert?

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Also mit so einem 866MHz-Sender "durch Erdreich und dicke
Kellerwände" zu kommen, könnte schon recht schwierig werden.

Autor: Manni (Gast)
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Die Freiraumdämpfung von 433MHz zu 868Mhz beträgt ca. 2dB. Wie Du auf
25dBm kommst solltest Du mal erklären! Ansonsten darf man in beiden
Bändern gebührenfrei arbeiten wenn die Module zertifiziert sind (sehr
aufwändig und teuer) , bei 433MHz aber nur bis 10dBm und bei 868MHz bis
14dBm (fällt Dir was auf !!!). Bei 433 sollte man bedenken, dass der
Amatuerfunker in Deutschland in diesem Band Primärnutzer ist und bis
100W senden darf. Bei 868Mhz gibt es solche "Störer" nicht aber man
muß einen bestimmten duty Cycle einhalten. Wenn Du allerdings ein
f-hopping machst, ist nach neuester Regulung kein dc einzuhalten, wenn
auch noch ein "listen before transmit" berücksichtigt wird. Ich habe
gute Erfahrungen mit dem CC1100 gemacht, bin aber nach ersten eigenen
Gehversuchen (Reichweite war nicht befriedigend) auf ein das AMB8420
von Amber umgestiegen. Das ist alles drauf inkl. Übertragungssoftware
und ich konnte mich direkt um meine Applikation kümmern. Damit ist auch
f-hopping möglich.

Autor: Andre Bek (anorukke)
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ups, sorry, bin mal wieder mit den 10dbm und 10mW durcheinander
gekommen, 25mW Ausgangsleistung kommt wohl eher hin ;)

siehst du denn überhaupt eine Chance, ohne grossartige Erfahrung mit HF
mit einer Eigenentwicklung (Referenzdesign wird schon übernommen) etwas
aktepatbles hinzubekommen? Denn die grössten Sorgen machen mir Moment
das HF Layout, bzw. die Antennenanspassung, ohne entsprechendes
(teures) Equipment könnte es wohl haarig werden..

Autor: punktrichter (Gast)
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1. 10dBm und 10mW sind identisch.

2. "Die Freiraumdämpfung von 433MHz zu 868Mhz beträgt ca. 2dB"
Das ist eine ebenso seltsame Aussage. 2dB pro Meter? pro 100m? pro
Inch? pro °C? pro Einwohneranzahl?

Autor: Manni (Gast)
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@ punktrichter: Das gilt als Faustformel, i.d.R. passt das. Aber ich
bitte um eine verbesserte Rechnung mit Angabge der Parameter und
Formel. Das erwarte ich nach solch einer Antwort - oder ist das nur
heiße Luft?

@ Andre
Um erlich zu sein nein. Ich habe mich selber schon einmal damit
beschäftigt, bin dann aber alleine schon an der Messtechnik
gescheitert. Darüber hinaus schreckt mich die Zertifizierung ab und die
kann ich nun mal nicht ohne Messtechnik angehen zumal meine Stückzahlen
solche Anschaffungen nicht rechtfertigen. Ich komme gut mit den Modulen
zu Recht und kann mich direkt mit meiner Applikation beschäftigen. Aber
manchmal muß man eine solche Erfahrung machen. Ich habe dazu letztens
auf einem Seminar einen Vortrag von Amber gehört, in dem die
Entwicklungsaufwändungen, -zeiten und -kosten beziffert wurden ohne das
auf das notwendige Messequipment im einzelnen eingegangen wurde. Das
kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Eine Aussage möchte ich
zitieren " Wer entwickelt heute ein Kabel, wenn er es braucht? ".

Autor: punktrichter (Gast)
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Oh Mann Manni,
das kann ja wohl nicht Dein ernst sein.
Laut Deiner Angabe kann man mit jedem Funkmodul, welches eine um 2dB
höhere Sendeleistung als die Empfangsempfindlichkeit des Empfängers ist
unendlich weit senden.
Bei einem Empfänger mit -100dBm Empfindlichkeit benötigt man für eine
unendliche Entfernung einen Sender mit -98dBm. Sichtverbindung
natürlich vorausgesetzt. Du schreibst ja schließlich "heiße" Luft...

Autor: Andre Bek (anorukke)
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bitte nicht streiten;)  ..heisse Luft gibt es draussen zur Zeit mehr als
genug^^

laut dieser Grafik sind es sogar noch etwas mehr (gute 6db)
http://www.circuitdesign.de/products/tech_info/siryo1.asp

zumindest brauche ich im 866 Band schon wesentlich mehr HF-Leistung um
auf die gleichen Reichweiten (insbesondere durch Hindernisse) zu
kommen.
wegen Batteriebetrieb wird das dann schon wieder ein limitierender
Faktor :(

Störend bei 433Mhz ist ja wirklich nur, dass da einafch viel zu viel
los ist. mit welcher Massnahme könnte man dem denn am besten
entgegenwirken? möglichst schmalbandig und FrequencyHopping ? oder
andere Spread Spectrum Verfahren ?

Autor: Manni (Gast)
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@ Punktrichter: Wo schreibbe ich denn, dass man unendlich weit senden
kann? Ich habe auf den Unterschied der Freiramdämpfung zwischen 433 und
868 hingewiesen. Mit Deinen Ansätzen solltest Du Dich bei der DLR oder
der NASA bewerben, die warten noch auf solche Lösungen, die Du aus dem
Handgelenk zauberst.

@ Andre: Die meisten Module geben Dir heute die Möglichkeit einer
F-Änderung durch Registereintragung. In dieser Form kannst Du ein
eigenes hopping aufbauen. Das geht einmal in der Form, dass Du vom
Master her den Befehl gibts, die f zu wechseln oder das Du es
automatisierts, dann ist aber eine Synchronisierung notwendig, da an
sonsten die Timer aus einander laufen. Bei 868 musst Du dann noch das
lbt einführen, das mittels RSSI ausgewertet werden kann. Nimm nicht zu
viele Frequenzen, dann bleibt es übersichtlich. Sollten sich die Module
einmal nicht mehr finden, kannst Du auch einen Organisationskanal
wählen, auf dem sich alle wiederfinden. Ist etwas Aufwand in der
Programmierung aber aber dafür um so sicherer. Die ERfahrung zeigt
weiter, das es auch Sinn Daten 3 bis 4 Mal zu wiederholen, damit steigt
die Übertragungssicherheit deutlich.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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@Manni: Du hast geschrieben, dass in freiem Raum die Dämpfung 2dB
beträgt. Aber ich denke mal, dass die Dämpfung von der Entfernung
abhängt, die durchquert wird.
Du sagst ja auch nicht "Mein Auto fährt 2km, Schnell, oder?".

Richtiger wäre vielleicht "2dB/m".

Ist aber nur eine Vermutung. Habe von funktechnischen Sachen keine
Ahnung ;)

Autor: punktrichter (Gast)
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Ich glaube ich habe die Teil-Lösung, wie Mannis Aussagen zu deuten
sind.
Manni schrieb:
"Die Freiraumdämpfung von 433MHz zu 868Mhz beträgt ca. 2dB"
aber er meinte:
"Der Unterschied der Freiraumdämpfung von 433MHz zu 868Mhz beträgt ca.
2dB"
Aber damit ist nach wie vor unklar, auf welche Strecke er das bezieht.
Weil der Unterschied ist damit auch nicht konstant sondern zwangsläufig
ebenfalls streckenabhängig.

Aber Schwamm drüber. Hauptsache er kann mich weiter frech anmachen,
dieser Lümmel. Nur Punkte kriegt er dafür keine.

Autor: Manni (Gast)
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@ Punktrichter: Ich bin hoch erfreut über die konstruktive Mitarbeit.
Richtig, ich meinte den Unterschied zwischen 433 und 868MHz, dieser
beträgt in der Freiraumdämpfung 2dB berechnet mit der Faustformel: a=
20log ((4*PI*d)/lambda), 20log bezieht sich auf das Vakuum, daher
Faustformel. Aber damit kann man schon einmal den Unterschied erklären.
In der Praxis ziegt sich übrigens, dass kaum ein Unterschied zwischen
433 und 868 bemerkbar ist, bezogen auf die obigen Angaben und
Ausführungen mit FuMos. Im Gegenteil, in gewissen Bereichen hat man das
Gefühl 868 geht besser, aufgrund von Reflexionen.
Aber ich denke, wir sind generellt gerade bei einem interessanten Thema
in diesem Forum, da das Thema Funktechnik immer öfter diskutuiert wird,
die Erfahrungen aber i.d.R. nicht vorhanden sind und die Literatur eher
bescheiden ist und sich auf einige Fachartikel und Vorträge reduziert.

Autor: punktrichter (Gast)
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@Manni
aber man kann die Dämpfung oder den Dämpfungsunterschied nun mal nicht
generell mit 2dB (oder welchem Wert auch immer) angeben, ohne auf
irgendeine Strecke Bezug zu nehmen. So eine Aussage ist damit überhaupt
nichts wert.
Warum ignorierst Du das? In jedem meiner Postings habe ich darauf
hingewiesen und ernte jedesmal Unverständnis. Die Dämpfung bei
Koaxkabeln ist ja auch nicht z.B. 13dB bei 400Mhz, sondern z.B.
13dB/100m bei 400Mhz.
Noch deutlicher kann ich es nicht erklären und werde ansonsten wohl
langsam aufgeben müssen.

Autor: Manni (Gast)
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@ Punktrichter: Ich kann die Formel so umstellen, dass ich die  Dämpfung
als Konstante ausweise und dann mit dem Abstand multipliziere. Insofern
kann ich nun eine Differenz zu beiden Wellenlängen angeben. Um später
auf eine Systemberechnung zu kommen, brauche ich natürlich den Abstand.
Aber hier geht es erst einmal um den Freiraumdämpfungsunterschied
(ideale Bedingungen) zwischen den beiden Wellenlängen - Einverstanden

Autor: punktrichter (Gast)
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Nein, weil auch der Unterschied streckenabhängig ist!
Du musst schon sagen, dass z.B. pro 10m der Unterschied 2dB beträgt.
Bei 100m Entfernung ist damit der Unterschied nicht mehr 2dB sondern
wesentlich größer.
Die Aussage "der Unterschied ist allgemein ca. 2dB" ist daher völlig
unbrauchbar.

Autor: arc (Gast)
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Autor: Manni (Gast)
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@ Punktrichter: Schau Dir die Formel an und interpretiere Sie, Du wirst
die Konstante feststellen, dann schau einmal auf den Link von Circuit
Design und alles ist klar. Eine Änderung von mir, der Unterschied
zwischen den beiden Bändern beträgt als Konstante 6dB, meine 2 dB komme
daher zustande, dass ich auch den Unterschied in der erlaubten
Ausgangleistung innerhalb der Bänder eingerechnet habe, das sind 4dB -
daher meine 2 dB.

Ansonsten lade ich gerne einen der zahlreichen passiven Leser ein, das
kurz zu überprüfen (insbesondere die Studenten die noch in den
Mathe-Vorlesungen stecken) und das eine oder andere zu bestätigen.

Autor: punktrichter (Gast)
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1. Die Seite von circuitdesign ist korrekt, wurde aber nicht von Dir
angegeben. Denn dort wird wunderbar alles in Relation zur Entfernung
gesetzt. Punkt.

2. Die Formel, die Du Deiner Aussage noch hinterhergeschoben hast hat
doch auch eine Längenvariable "d". Dummerweise (ohne zu prüfen, ob
diese Formel geläufig ist) wird von diesem Term der Logarithmus
berechnet. Und damit ist Deine universalkonstante Dämpfung eben
schlichtweg Schwachsinn.
Eine Dämpfung ist nun mal streckenabhängig! Punkt!
Es gibt keinen konstanten Dämpfungsunterschied für eine beliebige
Strecke im Vergleich von 2 Frequenzen. Punkt!

Aber dafür braucht man keine Formel um das zu verstehen.
Ich denke, bereits in meinem ersten Posting habe ich das deutlich
ausgedrückt.

Autor: Manni (Gast)
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Es geht um den Unterschied bei beiden Frequenzen. Stell die Formel um
und löse Sie nach d auf und Du hast die Abhängigkeit. Weiter normierst
Du auf einen Meter und bekommst die Konstante. Wenn Du Dir dann mal die
Mühe machst und setzt verschiedene Entfernungen ein, wirst Du
feststellen, dass sich eine gleichbleibende Differenz über die
Entfernung ergibt, nämlich die 6dB. Weitere Erklärungen erspare ich mir

Autor: punktrichter (Gast)
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Denke noch einmal nach:
Der Dämpfungsunterschied von 433MHz und 868MHz bei Dir im Zimmer, von
einer Ecke in die andere ist 6dB.
Der Dämpfungsunterschied von 433MHz und 868MHz von Dir bis zum Mond ist
dann ebenfalls 6dB.

So ein Schwachsinn!

Aber Hauptsache Du warst auf einem Seminar und hast Dir die Weisheit
tonnenweise zugeführt. Vielleicht gehst Du erstmal auf ein
Physikseminar? Jetzt werde ich ja schon fast ausfällig.
Aber bei soviel Ignoranz und Selbstherrlichkeit fällt mir die Tonwahl
schon verdammt schwer.

Lebe wohl in Deiner Wunderwelt!

Autor: Manni (Gast)
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Ich denke nach und Du solltest a weng lesen und zwar die Details.
Faustformel und ideale Werte. Aber unserer beider Wunderwelten sind
wahrscheinlich zu verschieden. Errare humanum est.

Autor: punktrichter (Gast)
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Deine Bahauptung ist schlichtweg falsch.
Ich kann es nicht ändern. Du kannst es aber zumindest zugeben.
Oder weiter auf mich eindreschen...
"Nix zugebe' mannium est"

Autor: Andre Bek (anorukke)
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...jetzt habt ihr euch ja doch hier in der wolle....:(

aber egal, manni hat recht, "dB" ist weder eine Einheit noch eine
Konstante, sondern immer eine Verhältnisangabe, die nach dieser Formel
(http://www.tapr.org/images/ve3jf.dcc97/img00006.gif)
einen Unterschied von 6.02dB ergibt für den Unterschied zwischen 433MHz
und 866MHz, und völlig unabhängig von der Entfernung ist. (
20*log(866)dB - 20*log(433)dB = 6.02dB )
Die Entfernung ist natürlich auch für eine Dämpfung verantwortlich, nur
eben ist das Verhältniss von 433 zu 866 konstant 6dB.

Autor: Manni (Gast)
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@ Andre: Ich danke Dir für Deine Unterstützung und die Bestätigung
meiner Aussage, auch auf Basis der Formel, die alles erklärt.
Jetzt da wir wieder auf der sachlichen Ebene sind und der Unterschied
beider Frequenzen die 6dB beträgt, in der Praxis ca. 2 dB aufgrund der
um 4 dB höheren erlaubten Ausgangsleistung bei 868Mhz, ergibt sich kaum
ein Unterschied in der Ausbreitung. Da 868 die Aussendungen reguliert,
ist die Übertragungsicherheit höher. Weiterhin gibt es seit diesem Jahr
eine F-Band Erweiterung von 863MHz bis 870MHz, damit liegt ein deutlich
größeres F-band vor als bei 433.
In diesem Band lassen sich nun inteligente Systeme mit f-hopping
aufbauen. Hast Du Dir schon überlegt welchen Weg Du beschreiten
möchtest beim f-hopping?

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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@Manni & Andre: Besten Dank für eure sowohl hilfreichen als auch
lustigen Ausführungen.

Endlich kann ich den Unterschied zwischen Rot und Grün Berechnen!
20*log(750 nm) - 20*log(550 nm) = 2.69 dB.

Kein Wunder das ich da immer die Roten Ampeln übersehe...

Nur bei der Formel
20*log(Apfel) - 20*log(Birne) komm ich nicht weiter

@Manni: Andre hat in seinem Kommentar nicht deine Sichtweise bestätigt,
sondern sich darüber lustig gemacht.
Natürlich ist zw. 433 und 866 ein unterschied von 6dB (entspr. 100%),
schließlich ist 866 doppelt so viel. Wie du daraus aber schließt, das
866MHz Funk bei gleicher Sendeleistung die doppelte Reichweite haben
soll, ist mir schleierhaft.

/Ernst

Autor: Andre Bek (anorukke)
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Wie?? Du verstehst das mit den Birnen und Äpfeln nicht?

du musst Sie auch erst von den Augen nehmen, und dann wirst du einen
Unterschied von 6db messen, wenn du deine kleine Schwester damit
bewirfst...

Autor: Andre Bek (anorukke)
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back on topic:

Es wird wohl ein sehr langsames Freqeuncy Hopping werden, d.h. der
Sender sendet immer einen kompletten Frame, und wechselt dann in einen
anderen Kanal.
Die einzelnen Stationen werden am Amfang synchronisiert und fahren dann
die feste Frequenzabfolge durch, egal ob ein Paket fehlerhaft war oder
gar nix ankam, ausserdem wechselt der "Slave" immer kurz bevor der
"Master" sendet in die neue Frequenz und kann an der Zeit zwischen
Kanalwechsel und empfangenden Paket eine adhoc nachjustierung des
internen Kanalwechseltaktes vornehmen.
da es bei mir nur um Zustände geht (also z.b. alarm - kein alarm)
werden fehlerhaften daten einfach ignoriert, bzw. erlangen erst
bedeutung, wenn es zu viele fehler gibt, oder aber der Funkkontakt
komplett abbricht. dann wird neu gesynched vom master aus...

Autor: Verwirrter Logiker (Gast)
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Manni / Punkterichter: Jetzt habt ihr mich echt verwirrt:

Angenommen ich habe ein Koax-Kabel A mit 15dB/m Dämpfung, und ein
Koax-Kabel B mit der Dämpfung 20dB/m.

Nehme ich von beiden Kabeln ein 1m langes Stück, hat Kabel A eine
Dämpfung von 15dB, während Kabel B eine Dämpfung von 20dB hat.
Nun nehme ich von beiden Kabeln ein 2m langes Stück. Kabel A hat nun
30dB Dämpfung, Kabel B 40dB.

Nun behaupte ich Kabel A sei die 433MHz Funkstrecke und Kabel B die
860MHz Funkstrecke. In der Tat ist nun der Dämpfungsunterschied nicht
konstant, sondern bei den 1m Stücken 5dB, bei den 2m Stücken 10dB. Das
würde bedeuten dass der Dämpfungsunterschied einer 433MHz und einer
860MHz Funkstrecke von der Entfernung abhängt.

Andererseits sieht man in der Graphik von dem Link weiter oben
(circuitdesign...) dass die vertikalen Abstände zwischen den drei
Graphen über die Entfernung recht gleich groß ist, was tatsächlich auf
einen Konstanten Dämpfungsunterschied schließen lässt.

Was ist da los, hinkt mein Kabelvergleich an einer Stelle, oder ist das
Diagramm Schmu ?

So aus dem Bauch heraus würde ich ja auch behaupten dass der
Dämpfungsunterschied mit zunehmender Entfernung zunehmen müsste...

Gruß
Verwirrter Logiker

Autor: Verwirrter Logiker (Gast)
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Und beim nochmaligem Durchlesen des Threads fällt es mit wie Schuppen
von den Augenbrauen:

Die Dämpfung in einem Kabel ist direkt proportional zu dessen Länge
(linear Abhängig), wohingegen die Raumdämpfung in einen Logarithmus
verpackt ist...

Danke, jetzt hab ich's auch kapiert...

Autor: Manni (Gast)
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Dämpfung: So langsam kommt Verständnis in diese Thematik. Manchmal setze
ich beim Schreiben einfach mehr voraus. Nochmal: Der theoretische Wert
der Freiraumdämpfung zwischen 433 und 868MHz beträgt ca. 6dB. Der
Unterschied in der Praxis in bezug auf die regulatorischen Bedingungen
und nur bezogen auf die Ausgangsleistung beträgt 2dB zu gunsten von
433. D.h. also bei 868 habe ich 2dB höhere Dämpfung. Nun sollten aber
für eine Systembetrachtung auch die Rx-Empfindlichkeit, die
Antennenanbindung und die Länge des Antennenkabels und die Antenne
selber mit betrachtet werden. Wenn dann damit die reale Reichweite
berechnet werden soll, dann muß u.a. noch die Antennenhöhe mit
eingerechnet werden. Kommen dann noch Hindernisse hinzu, wird es ganz
schnell sehr kompliziert für eine Berechnung.
Da es bei der Grundformel schon sehr viel Erklärungsbedarf gibt, sollte
für einen Vergleich die o.g. Formel dienen um eine erste Abschätzung
vorzunehmen. Die Praxis zeigt, dass man damit ziemlcih gut liegt.
Ein weiterer wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang, ist der Vergleich
der Empfängerempfindlichkeit, die deutlich größerer Unterschiede von
Modul zu Modul aufweist, als die Sendeleistung.

Formelbetrachtung: Ich kann die o.g. Formel so umstellen, da ich nur
noch die Variable d (Distanz in Metern) habe und dann sieht es wie
folgt aus. a= 20log *(4*PI/lambda) + 20log *d. Wenn mir lambda bekannt
ist, habe ich an dieser Stelle eine Konstante! Diese Konstante bezieht
sich auf eine ganz bestimmte Wellenlänge.

Ein Kabel hat für eine bestimmte Frequenz eine eindeutige Dämpfung. Der
Wert der Dämpfung nimmt mit der Länge zu. Vergleiche ich zwei Kabel,
dann kann ich den Grunddämpfungswert als Vergleich nehmen und weiß so,
das z.B ein RG58 Kabel eine höhere Dämpfung als als ein Aircom Kabel.
Über die Distanz nimmt dieser Wert zu.

An alle Zweifler: Etwas hin und her rechnen und auch mal ein Diagramm
aufzeichnen und nachdenken, dann wird vieles klarer.

Autor: Manni (Gast)
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@ Andre: Achten bei diesem Verfahren auf die Synchronisierung, wenn Du
mehr als zwei Module im Netz hast oder mach das System breitbandiger.
Für den Fall, dass sich keiner mehr findet solltest Du eine Routine
einfügen, das sich alle wieder finden können.
Auf welcher Plattform macht baust Du das System auf? Mein System läuft
auf dem AMB8420 - mit CC1100 und MSP1232 von Amber

Autor: Andre Bek (anorukke)
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Es wird wohl der cc1020 oder semtech xe1205 werden, wahrscheinlich mit
nem kleinen atmel dran (mega48 o.ä.)

über dem Protokoll brüte ich gerade, aber für den angesprochenen Fall
wird es eine Art "timeout" geben, nachdem eine neue Sync. angestossen
wird (vom Master).

Autor: Enttaeuschter (Gast)
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Hallo,

tut mir leid fuer die spaete Antwort. Ich wollte noch was zum 
Evision-Chip sagen.

Achtung: Das ist mein subjektiver Eindruck, meine persoenliche Meinung.
Auf gar keinen Fall sollte das, was ich hier schreibe, als Tatsache 
aufgefasst werden!

Ich habe den EV5041 versucht zu verwenden und hatte damit grosse 
Schwierigkeiten. Ich fand schonmal die Dokumentation sehr schlecht und 
meiner Meinung nach enthielt die viele Fehler, was es mir nicht gerade 
leicht gemacht hat, das Ding zum Laufen gebracht zu haben. Am Ende bin 
ich 300 Meter weit bei 200kbps damit gekommen, aber mit einigen Haken: 
Ab und zu bleibt er bei mir haengen, die RSSI-Werte sind nicht so wie 
erwartet, Phasenmodulation funktioniert auch nicht, nur FSK, und wenn 
die Temperatur zu niedrig ist (also bei ca. 0 Grad Celsius) gibt es 
Schwierigkeiten. Vielleicht kommt das davon, dass dann die Frequenz des 
EV5041-Quarz-Oszillators sich etwas aendert. Soweit ich das kapiert 
habe, kann man mit diesem Chip Automatic Frequency Control beim 
Empfaenger damit aber nicht besonders effektiv oder praktisch gar nicht 
realisieren. Also kann ich den Chip nicht empfehlen. Vielleicht ist der 
EV5042 besser?

Dagegen hatte ich frueher mit Chipcon-Chips keine solchen Probleme.

Gruss

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