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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Weitergehende Informationen zum CCS Ladeverfahren?


Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Hallo,

Ich habe bereits gesucht, aber nichts (passendes) dazu gefunden.

Für meine Akkuladeplatine suche ich einen guten Ladealgorithmus. CCS
soll wohl derzeit das beste sein. Leider gibts dazu kaum weitgehende
Informationen (Patentrecht ?). Was ich herausfinden konnte, ist dass
die Impedanz (Wechselstromwiderstand ?) des Akkus durch pulsierenden
Ladestrom/Ladespannung ermittelt wird.

Nur, wie funktioniert das ganze genau? Wann soll der Ladevorgang
abgebrochen werden? Wenn der Wechselstromwiderstand sich nicht mehr
verändert?

Einige technische Details währen wünschenswert, Danke!

Autor: Egon (Gast)
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> CCS soll wohl derzeit das beste sein.

Sagt wer? Der Anbieter?

> Leider gibts dazu kaum weitgehende
> Informationen (Patentrecht ?).

ROFL. Das ist das dümmste was ich je gehört habe. In einem Patent wird
das patentierte Verfahren veröffentlicht!

CCS sagt einfach, daß ihre Geräte ganz toll sind, die Akkus länger
halten, etc. blabla. Leider gibt es dafür keine Beweise und das
Verfahren rücken sie auch nicht raus, so daß man überhaupt keine
Anhaltspunkte hat ob das was die da machen wissenschaftlich fundiert
ist. Wenn Sie ein Patent hätten, dann wäre das Verfahren im Patent
beschrieben und man könnte es nachlesen.

Das ist das gleiche Geblubber mit dem irgendwelcher nutzloser Krempel
in Fernsehshops verkauft wird. Hauttherapie mit Laserpointer für 200
Euro. Darauf fallen nur alte Omas rein.

Wenn Du Akkus laden willst, dann nimm die Verfahren, die von den
Akkuherstellern empfohlen werden. Normalladung 14h bei 1/10C (die
schonendste Methode) mit Timerabschaltung oder Schnelladung mit
delta-U/delta-T Abschaltung. Panasonic und Sanyo haben Datenblätter zu
ihren Akkus wo alles notwendige drinsteht. Alles andere ist völliger
Humbug.

Aber wenn Du anderer Meinung bist, dieser Herr hier möchte Dir einen
tollen Lack verkaufen:

http://www.altmann.haan.de/tubeolator/default.htm

Einfach auf Opamps und DACs pinseln, und schon hast Du Röhrenklang.
Echt ehrlich! Es gibt zwar keine Beweise, aber es funktioniert, wenn
man nur fest daran glaubt.

Autor: Thomas (Gast)
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Wenn du mich fragst ist das alles Scharlatanerei, schau dir doch nur mal
die billige Webseite an, am besten ist immer noch:
http://www.bticcs.com/arni.htm
lol
Und die Beschreibung:
http://www.bticcs.com/pub/CCSD3.pdf
erinnert mich irgendwie an:
http://www.wasserauto.de/html/daniel_dingel.html
Vor ca. 4 Jahren habe ich zum ersten mal von diesem tollen Verfahren
gehört, bis jetzt hat sich da nichts mehr getan, die Webseite sieht
immer noch genauso aus, es gibt keine Refferenzkunden, es sei denn man
fällt auf sowas rein:
http://www.bticcs.com/army1.htm
und Brangengrößen wie Linear ignorieren dieses Verfahren immer noch.

Fazit:
genau so ne billige Abzocke wie diese Sprittzusätze bei QVC oder wie
diese Werbesender alle heißen...

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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@Egon, danke für deine überaus nette und freundliche Antwort. Hoffe wir
haben bald mehr von dir hier ;)

>>Sagt wer? Der Anbieter?

Ich habe mir vor längerer Zeit einen Artikel aus der Zeitschrift
"Funkschau" aus diesem Forum heruntergeladen, wo es heißt, dass das
Verfahren genau 100%ig abschaltet, aufgrund von Zell-unabhängigen
Kriterien.

Kann ich wissen, dass das alles Quatsch ist? Sieht mir nämlich
eigentlich sehr seriös aus..



>>> Leider gibts dazu kaum weitgehende
> Informationen (Patentrecht ?).

ROFL. Das ist das dümmste was ich je gehört habe. In einem Patent wird
das patentierte Verfahren veröffentlicht!

Quatsch, ich meinte Marken- und Copyrights und nicht Patentrechte. Aber
gut, dass du mich als dumm bezeichnest. Wenn du das sagst, wird das
schon stimmen.



>>CCS sagt einfach,...

Eben nicht nur CCS.. Hier wurde auch sowas in der Richtung erzählt:
http://www.wer-weiss-was.de/theme59/article2521421.html
Weiterhin habe ich gesagt "CCS soll wohl derzeit das beste sein."
Aufgrund der mir vorliegenden Quellen. Ich habe nicht gesagt, dass es
tatsächlich das beste ist.
btw, hätte ich mehr Infos gefunden im Internet, hätte ich mir auch mehr
Kritik zum Thema CCS Ladung aneignen können. Ich habe dieses Thema ja
genau aus diesem Grund eröffnet.



>>Wenn Du Akkus laden willst, dann nimm die Verfahren, die von den
Akkuherstellern empfohlen werden. Normalladung 14h bei 1/10C (die
schonendste Methode) mit Timerabschaltung oder Schnelladung mit
delta-U/delta-T Abschaltung.

Gut.. Der Artikel, den ich hier im Forum heruntergeladen hat, sagt,
dass dU/dT nicht die optimale Abschaltmethode ist, da der Akku immer
etwas überladen wird, was bei NiMH Akkus schädlich sein soll. Weiterhin
habe ich mal hier irgndwo gelesen, dass 1/10C bei 14h total veraltet ist
und überhaupt nicht mehr irgndwelchen technischen Ansprüchen genügen
sollte. Aber wiegesagt, das habe ich nur gehört.



>>Aber wenn Du anderer Meinung bist, dieser Herr hier möchte Dir einen
tollen Lack verkaufen:

Darauf kannst du das nächste mal bitte verzichten.


Na dann hat sich das auch erledigt. Ich werde mal bei Akkuherstellern
vorbeischauen, was dir mir so zu erzählen haben.

Autor: Egon (Gast)
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> Ich habe mir vor längerer Zeit einen Artikel aus der
> Zeitschrift "Funkschau" aus diesem Forum heruntergeladen,
> wo es heißt, dass das Verfahren genau 100%ig abschaltet,
> aufgrund von Zell-unabhängigen Kriterien.

Na und, steht da was konkretes Drin? Oder doch wieder nur Geblubber.

> Kann ich wissen, dass das alles Quatsch ist? Sieht mir
> nämlich eigentlich sehr seriös aus..

Wenn "seriös" für Dich bedeutet "kauf dieses Produkt, es ist ganz
toll, aber wir sagen nicht warum" ...

> Quatsch, ich meinte Marken- und Copyrights und nicht
> Patentrechte.

Das wird ja immer besser. Trotzdem gibt es kein Patent und keine
wissenschaftlich fundierte Erklärung.

Und der blöde Link zu diesem Thread war ja wohl das beste. Auch wieder
nur Geschwafel, Hörensagen ...

> Aber gut, dass du mich als dumm bezeichnest. Wenn du
> das sagst, wird das schon stimmen.

Einsicht ist der schnellste Weg zur Besserung.

> Weiterhin habe ich mal hier irgndwo gelesen, dass
> 1/10C bei 14h total veraltet ist und überhaupt nicht mehr
> irgndwelchen technischen Ansprüchen genügen
> sollte. Aber wiegesagt, das habe ich nur gehört.

ROF-FEL. Was für technische Ansprüche? Gibts noch andere außer daß der
Akku voll wird und lange hält?

Dieses Verfahren wird nicht eingesetzt, weil 1. der Benutzer den
Ladestrom passend zum Akku einstellen muß, 2. der Akku einen
definierten Ladezustand beim Ladestart haben muß (Akku muß vor dem
Laden entladen werden). Die meisten Konsumenten sind mit dieser
Komplexität überfordert. Wenn man alles beachtet ist das trotzdem das
schonendste Verfahren für den Akku.

Aber Du gehörst wohl zu der Sorte die sich "Kalkschutzgeräte" mit nem
NE555 drin für 1000 Euro kauft ...

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Und du gehörst eindeutig zu der Sorte, sich möglichst viele Feinde in
möglichst kurzer Zeit zu machen, oder?

Aber ist jetzt eh egal, da ich jetzt wirklich seriöse Informationen zu
Ladeverfahren habe, und mir von dir und anderen Leuten nicht vom
"Hörensagen" sagen lassen muss, was das beste sei.


Für alle anderen:
http://www.panasonic.com/industrial/battery/oem/im...
http://www.panasonic.com/industrial/battery/oem/im...

Danach werde ich mich dann richten. Trotzdem danke für die (auch wen
etwas un-nette) Aufklärung.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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ja das Bureau für Technik und Informatioun in Graz ... das war soweit
ich weiß die Bedeutung von "BTI". Ich habe den Eindruck, der Chip -
jedenfalls der, den Conrad seit Jahren anbietet, ist ein PIC-Prozessor.

Wenn man die Pins vergleicht, liegen jedenfalls die Anschlüsse für
Betriebsspannungen und Quarz an derselben Stelle.

Autor: xXx (Gast)
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> Ich habe den Eindruck, der Chip - jedenfalls der, den Conrad seit
> Jahren anbietet, ist ein PIC-Prozessor.

das ist aber keine neue erkenntnis...
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-25064....

Autor: Thomas O. (Gast)
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Wollte mal ein Datenblatt eines NiMH-Akkus einfügen, hier stehen einige
Daten der Herstellers zur Ladung drin, allerdings ist es fraglich obs
im Interesse des Herstellers liegt das die Akkus möglichst lange halten
sollen. Anderseits ist Sanyo ein Hersteller der eigentlich nicht masslos
mit seinen Angaben übertreibt und auch einen Mindestwert für die
Kapazität angibt.

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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Hallo Simon,

die CCS Geschicht ist ja schon fast Tod. So schnell wie sie da waren
sind sie auch wieder weg. Das sind einfache PIC´s.
Wie gesagt das Verfahren ist "geheim" und die Chenie können die auch
nicht austricksen. Die Daten die der Chip zur Auswertung sendet haben
ein eigenes Protokoll und der Auswertungschip kostet nochmal 30 EU.
Suche mal nach CCS bti und Lader. Irgendwo bin ich vor einigen Tagen
über einen langen Tread gestoßen.


Laß die Finger davon und besinne Dich auf Konstantstromladung mit
entsprechender Entladung vor dem Laden.
Reflexladung wäre noch zu nennen. Ist aber ehr was für Modellbauer.
Allerdings sind die Reflexlader ICSxxx sehr meklig was die Akkus
angeht.
Für Modellbauakkus o.k. aber mit billigen von Lidl und Co. wird das
nix.

ich nutze selber Conrad Akkumaster C3 und bin sehr zufrieden damit.

So dann

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Hallo,

Danke für die Infos. Nun weiß auch ich, dass CCS schon länger weg vom
Fenster ist ;) Übergebliebenes Halbwissen halt.

@Stephan: Wie ist das mit den Modellbauakkus zu verstehen? Warum soll
Reflexladung nicht bei Lidl-Akkus funktionieren? ;)

Autor: Patrick Dohmen (oldbug) (Moderator) Benutzerseite
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Reflexladung funktioniert wunderprächtig, man sollte halt bei
"billigen" Akkus nicht grad mit dem zehnfachen Nennstrom laden...

Autor: arsch (Gast)
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schönes "Hassforum" hier, lang lebe G.W.Bush !

Autor: CCS_Begeistert (Gast)
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Also CCS ist keinsfalls weg vom Fenster!

Ich wette "S. Küppers" hat keinerlei Vergleichmöglichkeit. Sicherlich 
hat er auch noch nie ein Gerät mit CCS getestet, sondern bezieht seine 
Abneigung gegen das wirklich perfekt funktionierende CCS aus halbwissen 
oder sonstiger Frustration.

Ich habe für mein Elektro-Modellflughobby mittlerweile 4 CCS-Lader in 
Betrieb. 2 davon sind eigenbauten auf Basis des bei Conrad angeboteten 
Evaluation-Boardes und die anderen zwei sind die einzigen kommerziellen 
Ladegeräte, welche es früher einmal von Conrad gab.

ALLE Geräte funktionieren einwandferi. Kein Gerät hat bis heute jemals 
einen Akku gegrillt sondern die Akkus werden IMMER exakt vollgeladen und 
die Elektronik beendet dann dann den Ladevorgang zuverlässig.

Ich habe dazu keine großartigen Graphen und mein Elektronikwissen ist 
auch nicht so ausgeprägt, dass ich alles bis ins letzte Detail erklären 
könnte. Ich habe jedoch die praktische Erfahrung aus mehreren Jahren 
Elektro-Modellflug und sicherlich einigen hundert bis tausend Ladezyklen 
und diese ist, das die CCS-Lader für den Akku das Beste sind, was ich 
jemals verwendet habe! Alle Akkus haben bis heute noch immer die volle 
Kapazität und das trotz erheblichen Entladeströmen.

Wer bei Thema mitreden will, der sollte sich erstmal ein Gerät auf Basis 
es CCS Evaluation-Boardes zusammen löten (ist auch für Laien in kurzer 
Zeit zu schaffen), dieses in der Praxis ausgiebig testen und dann eine 
Wertung dazu abgeben.

Dr. Wispeiner hat an der Universität Graz mit dem CCS-Ladeverfahren ein 
ausgezeichnetes Verfahren entwickelt!!

Autor: gueee (Gast)
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Ich kann mich CCS-Begeistert nur anschließen.

Auch ich habe ein Ladegerät auf basis CCS9620EV3 gebaut und bin mehr als 
zufrieden.

Ich verwende es ebenfalls für den Modellbau und es stellt die 
high-sophisticated-Ladetechnik diverser nahmhafter Hersteller, was 
Zyklenfestigkeit und Schnelladung anbelangt, in den Schatten.

Verwendete Akkutypen: NiCd, NiMH, Pb, Li-Ion, LiPo, LiFePO4

Laut Website von bticcs ist das Verfahren auch weltweit patentrechtlich 
geschützt.

Autor: Christian R. (supachris)
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Ich hab auch vor Jahren so einen CCS-Lader gebaut, funktioniert 
zuverlässig, schnell und offensichtlich akkuschonend, keine Ausfälle 
bisher, auch bei alten Akkus.

Autor: Sven Salbach (Gast)
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bau Dir doch einfach Deinen CCS LAder mit nem mega 8 oder so.
Du lädst einfach den Akku mit Konstantstrom.
Und mißt alle xsec den Innenwiderstand, also kurz belasten und 
gleichzeitig den Spannungsabfall messen.

Wenn Ri nicht kleiner wird als bei der vorherigen messung ist der Akku 
voll.

Zusätzlich kanst Du natürlich noch die Temperatur überwachen falls Ri 
versagt.
z.B

Autor: CCS (Gast)
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das Verfahre hat ein einfaches Problem, jemand wollte damit millionär 
werden, doch durch die große Geheimhaltung, hohen Preis und schlechte 
Vermarktung wurde daraus nichts. Pech gehabt

Autor: CCS (Gast)
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gibts den IC irgendwo anders als bei Conrad?
z.B. in den usa?

Autor: Ralf (Gast)
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Schau doch mal bei www.bticcs.com nach der Telefonnummer. Da kannst Du 
bestellen. Habe mir 2006 den Bausatz mit CCS9505, sowie die Leiterplatte 
und CCS9505 extra bestellt. Ladung geht sehr gut. Vor allem kann ich 
meine Akkus im Fernsteuersender 8 Zellen (Diode in plus-Leitung drin), 
in der Stellung für 9 Zellen laden und wenn der voll ist, wird 
abgeschaltet. Mein anderen Ladegeräte liegen im Keller. Mit 
CCS-Ladergeräten sollte jeder seine eigenen
Erfahrugen machen und nicht auf die Masse ( Industrie ) hören.

Gruß Ralf

Autor: Gast (Gast)
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Hallo, mein Charge Manager 2000 hat vor ewigen Jahren mal nen Akku so 
heiß gebruzzelt, dass der Ladeschacht kaputt gegangen ist. Durch das 
Auslaufen des Akkus und der sich bildende Kristalle geht der seitdem 
ziemlich schwergängig und der obere Anschluss hat sich aus dem Plastik 
herausgeschmolzen... Beim öffnen des Gerätes dann zufällig gesehen dass 
da ein CCS Chip drin ist. Das war zwar ein Einzellfall, aber dass die 
Akkus nach dem Laden so heiß sind dass man sie nicht anfassen kann ist 
bei dem Gerät normal. Kann zwar sein, dass neuere Chips verbessert sind, 
aber man sieht deutlich, dass die Behauptungen (Ladung genau bis 100% 
etc.) definitiv nicht stimmen können. Übrigens hatte ich mal ne Seite 
gefunden wo jemand mit nem Ossi das Ladeverfahren dokumentiert hat. So 
weit ich das noch weiß gibt es einen 60s Zyklus: 58s laden, 1s mit hohem 
Strom entladen, 1s Spannung messen oder so ähnlich.

Autor: Zylinderkopf (Gast)
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Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe das Verfahren vor einigen Jahren in 
meiner Diplomarbeit untersucht und mit gängigen Ladeverfahren 
verglichen. Wohlgemerkt in praktischen Versuchen mit mehreren hundert 
Zyklen mit Li, Blei, Nicd und Nimh.
Ergebnis: Blei und Li mit CCS zu laden macht keinen Sinn, herkömmliche 
Lader waren besser.

Bei Nicd u. vor allem Nimh gab es jedesmal Überladungen, die sich in 
Temperaturerhöhung der Akkus bemerkbar machten. Das Spannungsmaximum 
wurde jedesmal überschritten, d.h. es ist ein ganz normales -dV 
Verfahren. Der Reflexlader 1702 schaltete oft früher ab als der 
CCS-Lader. Sehr entäuschendes Ergebnis, ich wollte eigentlich beweisen, 
dass dieses Verfahren den anderen Verfahren überlegen ist...Tja...

Autor: Michael Waiblinger (wiebel42)
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@Zylinderkopf:
Wäre es evtl. möglich Deine Diplomarbeit, oder Auszüge daraus zu 
veröffentlichen, ich finde das Thema sehr spannend und bin eigentlich 
auch der Meinung das eine Ableitung des Verlaufs des Innenwiderstand 
eines Akkus als Ladeschlussbedingung Sinn macht. Über das CCS Verfahren 
gibt es ja hunderte Papiere die alle aus den selben Textbausteinen 
zusammengebaut sind, sehr Vertrauenserweckend ist das ja nicht gerade, 
aber die Idee kann man ja aufgreifen und mal versuchen was eigenes zu 
entwickeln.
Ich fände es Klasse wenn Du noch etwas mehr ins Detail gehen würdest, da 
man ja an Fakten über das Verfahren leider nicht viel herausfinden kann.

Wenn man an den Algorithmen etwas Feilt liesse sich daraus bestimmt was 
feines basteln, ein Lader der egal was einfach ideal lädt ist schon sehr 
verlockend. -wiebel

Autor: Kirchner (Gast)
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Bitte um nachgewiesene Schaltung für CCS-Akkuladegerat mit Umfang CCS 
9310. Danke.

Autor: Matthias (Gast)
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@  Zylinderkopf

Ohne Deine Aussage zu bewerten, ist es möglich Deine Dipl.-Arbeit 
irgendwie elektronisch zu kriegen. Per Mail oder Du packst es auf nen 
Server zum Download ?!?!?!

Es gibt eine ganze Reihe Leute die das lesen wollen.

Machs doch

Danke
Matthias

Autor: PeterB (Gast)
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Hi,

die Diplomarbeit vom Zylinderkopf würde mich ebenfalls interessieren:

Bis heute habe ich mit meinen beiden CCS-Ladern >100 Ni-Akkuzellen 
jeweils mehrere Dutzend mal geladen. Eine Überladung mit einer 
Temperaturerhöhung über 40°C und -dU habe ich nur ein einziges Mal 
beobachtet - nämlich als der Lader einen Fehler meldete und ich 
feststellte, dass ich eine Zellenzahl von vier anstelle von zwei 
eingestellt hatte.

Nach meinen Beobachtungen neigt das CCS-Ladeverfahren eher dazu, den 
Ladevorgang zu früh zu beenden. Das passiert bei Ladeströmen ab 2...3C/h 
(akkuabhängig) und steigert sich von Ladung zu Ladung. Läd man aber 
wieder mit kleineren Strömen, wird der Akku nach einige Zyklen wieder 
voll aufgeladen. Also eine Art von Gedächtniseffekt des Akkus 
(gewissermaßen seine Abwehrmaßnahme gegen zu hohen Ladestrom ;-)).

Mich würde auch interessieren, ob jemand meine 2A/4A-CCS-Ladeschaltung, 
s.
http://www.peter-boesche.de/ccslad.htm
mit Schaltregler (vielleicht gar für höhere Ströme und/oder Spannungen) 
nachgebaut hat.

PeterB

Autor: Matthias (Gast)
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***
Autor: Zylinderkopf (Gast)
Datum: 04.08.2007 00:30

------------------------------------------------------------------------ 
--------
Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe das Verfahren vor einigen Jahren in
meiner Diplomarbeit untersucht und mit gängigen Ladeverfahren
verglichen. Wohlgemerkt in praktischen Versuchen mit mehreren hundert
Zyklen mit Li, Blei, Nicd und Nimh.
Ergebnis: Blei und Li mit CCS zu laden macht keinen Sinn, herkömmliche
Lader waren besser.
***


@ ZYLINDERKOPF

Hallo, wie schon gesagt (-fragt), kannst du die Arbeit zu Verfügung 
stellen ?

Autor: Matthias (Gast)
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Jo alle,

eins noch für die ewigen Nörgler die immer, leider immer, alles 
besserwissen.

http://www.hmi.de/events/SEI/archiv/2006-03/vortra...

In der Luftfahrt braucht man Systeme die zu 100% funktionieren oder?

Welchen Beweis wollt Ihr Klugscheisser eigentlich noch?
Nur weil Ihr nicht schnallt das manche Sachen geschützt sind,
sind die Systeme eben doch sehr gut.

Autor: Patentamt (Gast)
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Patentrechtlich geschützt bedeutet außerdem auch dass es offengelegt 
werden muss...

Das hier sind alles Patente die ein gewisser Herr Gerhard Wiesspeiner 
aus Gratz hält:

at000000106631e Verfahren und Schaltungsvarianten zum laden von 
Akkumulatoren
au000003349789a process and circuit versions for charging accumulators 
no
au000000630603b process and circuit versions for charging accumulators 
no
ep000000409847b1 Verfahren und Schaltungsvarianten zum laden von 
Akkumulatoren
ep000000409847a1 Verfahren und Schaltungsvarianten zum laden von 
Akkumulatoren
us000005256957a process and circuit versions for charging accumulators 
yes
wo001989008940a1 process and circuit versions for charging accumulators 
yes



Waren auch unheimlich schwer zu finden, man musste den Namen des 
Erfinders herausfinden und in die Suchmaske eingeben. Ziemlich schwer 
sowas. Dafür gibt's hinterher auch die Patentschriften als Volltext...

http://depatisnet.dpma.de/

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Ich grabe diesen Thread nochmal aus. In den Schaltplänen der Application 
Notes (z.B. http://www.bticcs.com/applist/AN801-1.pdf ) findet man 
zumindest ein paar grundlegende Infos, wie das CCS-Verfahren 
funktioniert:

- Es ist keine Stromsenke (oder irgendeine andere Schaltung), mit der 
der Akku nennenswert belastet werden kann vorhanden. Das Verfahren ist 
somit keine "Abwandlung" des Reflex-Verfahrens.

- Der Kondensator (10µF) von Basis nach Emitter des 
pnp-Leistungstransistors begrenzt, zusammen mit dem Basis-Widerstand 
(820 Ohm) die mögliche Schaltgeschwindigkeit des Transistors. 
Irgendwelche Impedanzmessungen per HF sind damit auch nicht möglich.

-Die Schaltgeschwindigkeit wird durch folgenden Schaltungsteil noch 
weiter verlangsamt:
Der Leistungstransistor wird über IC4.B angesteuert. Genauer gesagt 
erfolgt die Steuerung über den +In dieses Komparators (der -In liegt auf 
festem Potenzial).
Der +In Eingang hängt aber an C10 (10µF Elko), welcher nur über R1 und 
R7 (je 220kOhm) umgeladen werden kann. Damit wird die mögliche 
Schaltgeschwindigkeit sehr gering.

- Man soll diese Schaltung an einem Trafo mit Brückengleichrichter, aber 
ohne Siebelko betreiben. Anscheinend wird diese pulsierende Spannung für 
die Ladeimpulse verwendet.

Meine Interpretation der ganzen Schaltung:
Die Ladung erfolgt ja (durch die ungesiebte Spannung) mit 
100Hz-Impulsen.
Am Anfang jedes "Buckels" (wie nennt man einen Sinus sonst, nachdem er 
durch den Gleichrichter gewandert ist) ist der Leistungstransistor 
aufgesteuert. Damit fließt Ladestrom. So lange, bis die Spannung an +In 
von IC4.B die Spannung am -In überschreitet. Das passiert, wenn über 
Shunt R8 ca. 0,38V abfallen (die Shunt-Spannung wird über R1 an den +In 
geleitet). Dadurch wird der Komparator-Ausgang high und der Ladestrom 
abgeschaltet.
Damit wäre das eine einfache gepulste Ladung (100Hz-Impulse) mit 
Strombegrenzung.

Wenn der Chip meint, dass der Akku jetzt voll ist, wird T2 abgeschaltet.
Damit wird über den Komparator IC4.B auch der Leistungstransistor 
abgeschaltet.
Wie aber die beworbene "Messung der Akku-Impedanz" ohne Hochfrequenz und 
ohne Ballast-Schaltung(um den Akku zu belasten) erfolgen soll, ist mir 
ein Rätsel.

Ich habe aber mit CCS noch keine Erfahrungen gemacht und will mit meiner 
Beschreibung hier auch nicht sagen, das Verfahren wäre nur Mist.
Aber eine ganze Menge "Geheimnisse" und Spekulationen kann man durch 
Lesen des Schaltplans schon aufdecken.
Anhand der Schaltung würde ich aber sagen, dass das CCS-Verfahren jetzt 
auch nichts so weltbewegendes ist.

Autor: Matthias (Gast)
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Mmm, hört sich zumindest spannend an.
Was das "Geheimniss" ist, das weis wohl keiner
so recht. Es gibt ja auch grundsätzlich nicht
"ein" Verfahren.

Klar, die Pulse kommen aus dem Trafo und die Abschaltung,
ja, die ist nicht bekannt.

Das ist wird das Geheimniss des Prof. W. bleiben.

Ladeverfahren und Abschaltung sind aber, so meine ich,
zwei grundsätzlich verschiedene Dinge die immer (fast)
in einen Topf geworfen werden. So z.B. Reflexen. Wer
den "NASA"-Test gelesen hat, erkennt das die Unterschiede
innerhalb der verglichenen "Ladeverfahren" marginal sind.
Damit ergaben sich praktisch keine Unterschiede im Ladezustand,
auch wenn das immer so dargestellt wird. Ob ICS damals "nur"
besser war (Lebensdauer)weil die dU2/dt abgeschaltet haben
und darauf getimed C/10 folgen liessen - die Frage kommt gar nicht auf.

Lange Rede kurzer Sinn, CCS lädt mit Pulsen (ohne "neg" - Kurzschl.)
und schaltet nicht bei dU2/dt "ab", allerdings auch nicht
zwingend bei -dU. Offenbar ist wohl weniger die Ladeart als
vielmehr die Abschaltung das bestimmende Element für ein langes
Akkuleben. Impulsladen, wozu auch CCS passt, sorgt z.B. beim
Laden von Bleizellen für bessere Plattenoberflächen. Das könnten
aber dann auch Nadelimpulse sein oder eben "Relexe" (neg spielt
dabei keine Rolle).

Ob die Schaltung keine Antworten aus dem Akku-System erhält?
Kennst du VCX (oder so)? Das war auch so ein "hörendes" System.
Allerdings sind die nicht mehr (wer was weis soll's bitte sagen).

Wenn jemand einen Kontakt zu diesem hier herstellen kann, möglicher-
weise weis er mehr als wir (BRUNO: 
http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?postid=476131).

Autor: Heiner (Gast)
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Hallo miteinander,

ich hab auch die application notes studiert und mir ist einigermaßen 
klar wie die Schaltung funtioniert und welche Informationen der PIC im 
besten Fall auswerten kann.
Am Shunt R8 fallen durchschnittlich die 0,38V Referenzspannung ab, die 
auch am Pin 6- von IC4B liegen. T1 macht vereinfacht gesagt eine 
Pulsweitenmodulation, die dafür sorgt, daß durchschnittlich der 
gewünschte Strom fließt, allerdings mit 100% Ripple bei 100 Hz und dank 
R3 und C9 weitgehend ohne höhere harmonische. Die Schaltung um IC2A und 
B mißt die Batteriespannung, möglicherweise sowohl Durchschnittspannung 
mit Ladestrom, die 100 Hz Ripplespannung sowie die Leerlaufspannung, 
wenn das Laden unterbrochen wird.
Damit kann man auf dem Akku-Ersatzschaltbild (in der Beschreibung des 
Ladeverfahrens, Seite3), aus der 100 Hz Impedanz Rvi allein bestimmen 
(sofern C * Rii >> 1/100Hz), und aus der Gleichstromimpedanz auch Rii + 
Rvi . Die Differenz ist Rii. Ich schätze, daß der PIC den Verlauf von 
Rii beobachtet, und abschaltet, wenn der sich nicht mehr stark ändert.

Besonders genial sieht das alles für mich nicht aus, mich stören an der 
Schaltung die vielen RCs mit Elkos, die hohen Verluste am 
Leistungsdarlington wegen der Verlangsamung durch R3 * C9 und daß sie 
die Netzfrequenz benötigt, also mit schwerem Trafo anstatt 
Schaltnetzteil.

Im Prinzip könnte man auch Buck-Converter mit galvanisch getrennten 
Übertragern an der gleichgerichteten (ungeglätteten) Netzspannung laufen 
lassen, um eine Stromquelle mit ähnlichen Eigenschaften zu 
implementieren.

Ich hätte überhaupt keine Lust drauf, mir das "Wunderladeverfahren" 
eingegossen im PIC ohne ausführliche Dokumentation zu kaufen und dann in 
so eine mittelmäßiges Referenzdesign reinzupacken. Wenn das patentiert 
ist und noch zusätzlich so eine Geheimniskrämerei veranstaltet wird, 
macht das auf mich keinen besonders seriösen Eindruck.

Übrigens laden ja die meisten kompakten Ladegerät mit gepulstem Strom 
und messen die Akkuspannung mit einem Mikrocontroller. Die Hardware für 
CCS wäre also schon vorhanden, nur vermarkten dürfte man es nicht...

Beste Grüße

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