Datum: 21.02.2006 20:18
Hallo, habe probleme mit der Tonertransfermethode nach http://thomaspfeifer.net/platinen_aetzen.htm Platine schaut aus wie auf dem Foto, auf der einen hälfte perfekt, aus der anderen haben die bahnen risse. Woran kann das liegen??? Ich bügel nach etlichen versuchen jetzt schon auf max. stufe und lasse die platine auch gut abkühlen bevor ich sie vorsichtig abspüle. Gibt es noch irgendwelche besonderen tipps beim bügeln???
Datum: 21.02.2006 20:23
Versuch mal die Platine vorher mit Stahlwolle oder ähnlichem aufzurauhen. So hält der Toner besser. Lass mich raten: ATmega8, MAX232...
Datum: 21.02.2006 20:26
ja richtig :-) aufgerut is sie mit schleifpapier aber nur in einer richtung, soll ich sie in alle richtungen anrauen??? Fettfrei und mit Reinigungsbenzin gereinigt ist sie
Datum: 21.02.2006 21:22
Sieht auf dem Bild aber ziemlich rauh aus. Hatte auch mal mit feinem Schleifpapier herum probiert. Das Ergebnis war im direkten Vergleich zu einer glatten Platine eher schlechter.
Datum: 21.02.2006 21:32
ja, war sehr fein und jezt hab ichs mit ner feinen stahlbürste aufgeraut und schau mal was geht
Datum: 21.02.2006 21:57
Hi! Sag mal ist da unten bei mega und bei dem spi eeprom evtl nen kurzschluss ? Da bei dem x ... Bye, Simon
Datum: 21.02.2006 21:58
evtl war die temperatur zu niedrig beim auflaminieren ;)
Datum: 21.02.2006 22:13
ne des mit dem x is ok das hat der nette autorouter hingezaubert XD Musste schnell gehen dnoraml mach ichs von hand. Ergebniss is wieder schlecht temperatur is auf max eingestellt ich werds morgen mal länger versuchen und dann ne neue platine kaufen T_T
Datum: 22.02.2006 16:38
bin wohl zu blöd -.- Hat einer ne idee wie ich es hinkrigen könnte oder was ich mit der platine noch machen kann?? ich fahr heut zu 99% eh noch zum C also ne neue platine kauf ich bestimmt
Datum: 22.02.2006 16:43
Probiere mal die Folienmethode -> www.comwebnet.de
Datum: 22.02.2006 23:02
Ich bin seit kurzem auch ein wenig am experimertieren. Zuerst habe ich Papier aus diversen Zeitschriften verwandt, mit denen ich aber nicht die besten Ergebnisse erziehlt habe. Zum Schluss bin ich beim Auktionskatalog von Crott und Muser gelandet ;-) . Dieser hat ein sehr glattes unbeschichetes Papier. Hier mal meibe Arbeitsweise: - Drucken mit viel Toner - Papier zurecht schneiden und um die Platinenkante falzen - Eine zweite Platine auflegen - mit einem Tuch abdecken - Auf Stufe "Leinen" (die höchste) etwa zwei Minuten bügen. Sich hierbei mit ein paar Kilo auf das Bügeleisen stützen - Bügeleisen wegnehmen und direkt ein paar Gewichte (Bücher, Hantel, ...) auflegen, da sich die meisten Papiersorten schon beim abkühlen wellen - einige Minuten auskühlen lassen - Bücher kurz wegnehmen und das Papier auf der Leiterplatte ein wenig mit einem "Blumenbesprüher" befeuchten und dann die Abdeckplatine und die Gewichte wieder drauf packen - dies einige Zeit durchziehen lassen - das Papier "verklebt jetzt die Platinen - die Platinen in warmes Wasser legen und abwarten. Nach einiger Zeit fallen die Platinen auseinander und die letzen Papierreste lassen sich durch leichtes Reiben von der Leiterplatte entfernen. Die feinsten Leiterbahnen sind bei mir momentan 0,2 mm und es sind keinerlei Fehlstellen erkennbar. Bei Intresse kann ich (sobald fertig) Bilder schicken.
Datum: 22.02.2006 23:07
Nachtrag: Vorbehandlung der Platinen bei mir: kurz mit ATA abscheuern, heiß abspülen und abtrocknen. Danach mit einem Platinen-Schleifschwamm (Feines Schleimittel in Kautschukträgermasse) leicht aufgerauht.
Datum: 23.02.2006 16:36
so werd ichs mal versuchen dake vorerst bericht kommt in ner halben stunde denk ich :-)
Datum: 23.02.2006 17:00
Hier im wiki gibts auch eine Anleitung: http://www.mikrocontroller.net/articles/Platinenhe... könnt ja dort auch eure erfahrungen einbringen.
Datum: 23.02.2006 17:03
Hat schon jemand "teflon Backpapier" versucht?
Datum: 23.02.2006 17:21
An Backpapier hatte ich auch schon gedacht. Allerdings kann das böse ins Auge gehen, da dies beschichtet ist und zu mindest auf meinem steht das es maximal 220° verträgt. Sicherlich ist da auch noch ein paar Grad Reserve, doch weiss ich nicht wie heiß es in der Fixireinheit des Druckers zu geht. Zum ätzen werde ich erst morgen kommen. Werd bei Erfolg mal ein Foto schicken. Der Druck sah zu mindest auch unter dem Mikroskop bislang sehr gut aus.
Datum: 23.02.2006 17:25
ich meine kein normales backpapier sondern wiederverwendbare. Die ist aus teflonfolie. s.h.: http://www.a-vierling.de/europartkatalog/dokumente...
Datum: 23.02.2006 17:32
könnte funktionieren... gibts die auch irgendwo im geschäft zu kaufen??? Keine Platine is grad beim abkühlen
Datum: 23.02.2006 17:59
Keine Platine is grad beim abkühlen ich meine "Meine Platine is grad beim abkühlen" würde nix aber deutlich besser als die letzten male... ich versuchs mal mit noch länger bügeln. Müssen die leiterbahnen nach dem bügeln deutlich durchs papier schimmern??? bei mir sieht man sie nur schlecht
Datum: 23.02.2006 18:15
was sagt das reichelt papier dazu wenn ich es direkt bügel??? wieso immer n leinentuch oder sowas dazwischen???
Datum: 23.02.2006 18:15
Bei mir schimmerten sie gar nicht durch. Am wichtigsten ist, dass Du ein glattes Papier verwendest. Auf meinem waren nach dem Ablösen im Wasser nahezu keine Tonerreste mehr zurückgeblieben.
Datum: 23.02.2006 18:21
ich nehm das altbekannte reichelt papier da das angeblich gut geeignet ist und ich es in massen zur verfügung hab. ich weich sie jetzt mal ne halbe stunde in spülmittelwasser ein. Kann das mit dem direkt bügeln funktionieren/besser funktionieren???
Datum: 23.02.2006 18:51
wieder nix ich brauch irgend nen tipp wie ich das hinkrig denn ich denke nach dem vielen abschleifen is die kupferschicht nimma all zu dick. Also ich verwende nen Kyocera F-800T laserdrucker mit original toner, is der toner vlt. schlecht??? Hab nur mal gehört das der laserjet III Original Toner nicht geeignet ist
Datum: 23.02.2006 19:37
Direkt bügeln geht auch, kann auch sein das der Toner mißt ist, allerdings kann ich zum Toner nichts sagen. Versuche es mit 2 min langsam mit Druck zu Bügeln.
Datum: 23.02.2006 19:51
genau so hab ich gebügelt ich probiers morgen mal direkt geht vlt. besser
Datum: 24.02.2006 21:24
So, meine Platine ist fertig. Im großen und ganze bin ich sehr zu Frieden mit dem Ergebniss. Die Leiterbahnen sind am Rand nur minimal vom Ätzen angegriffen. Mit einer vernünftigen Ätzanlage dürfte dies wohl noch besser werden. Die einzige wirkliche Unschönheit ist, dass in großen Pads anscheinend die Abdeckung nicht komplett dicht hielt und die Oberfläche ein wenig angegriffen wurde. Technisch ist dies aber kein Problem. Beim anhängenden Bild sind die dünnen Leiterbahnen 0,2 und die dicken 0,3 mm stark. Noch ein paar Worte zum Material: Drucker: HP laserjet 1200 mit original Toner; Ausdruck mit maximalem Tonerauftrag. Ätzen mit EisenIIIChlorid
Datum: 24.02.2006 21:28
hm hat einer ne ahnung wie ich beim F-800T von kyocera den tonerauftrag einstelln kann??? Im drucker gibt es ein rad womit man die helligket einstelen kann aber da tut sich zwischen min und max gar nix
Datum: 24.02.2006 21:58
@ludiwg: spar dir teures papier zu kaufen nehm einfach eine seite mit schwarz/weiß bedrucktem focus/spiegel etc. und druck da das layout drauf die "risse" kommen daher, dass der Toner nicht vollständig übergegangen ist. ich leg immer ein (fasernfreies) tuch über das papier und fahr dann langsam mit dem bügeleisen jedes stück gezieht an. die platine leg ich danach zum abkühlen in den kühlschrank. das papier nicht einfach abziehen, sondern ich legs immer in ne spüli-wasser mischung und lass das papier vom wasser aufweichen, dann löst es sich schon fast von selbst und man verhindert, dass das papier toner mitreist und somit hässliche risse sich bilden mfg stefan
Datum: 24.02.2006 22:15
wozu immer n tuch drüber??? ich machs auch mit tuch aber wozu???
Datum: 24.02.2006 22:26
Das ist hauptsächlich dafür da den Druck des Bügeleisens ein wenig zu verteilen (wofür ich die zweite Platine nehme). Wenn Du sonst mit der Kante des Bügeleisens über die Leiterbahnen streichst und dabei das Bügeleisen leicht verkantest, passiert es recht leicht, dass der Toner platt gedrückt wird - was bei geringen Leiterbahnabständen zu Kurzschlüssen führen kann. Hast Du es evtl. schon mal mit dem einbrennen versucht, wie es auf der Seite beschrieben wird zu dem du den Link gepostet hast?
Datum: 24.02.2006 22:35
das einbrennen ist ja nach dem abwaschen oder wann soll ich das machen??? könnte funktionieren denk ich wenn du mir sagen könntest wann danke schonmal
Datum: 24.02.2006 22:45
Sorry, hast recht. Einbrennen kommt ja erst nachdem das Papier weg ist. Bei Dir ist ja das Problem, das der Toner nich auf der Platine halten / sich übertragen lassen will. Ich vermute, das Dein Problem ist, das sich das Papier wellt (entweder beim abkühlen oder sobal es feucht wird. kann es leider nich ausprobieren, da ich keinen Reichelt Katalog habe). Bei mir war es bei allen Papiersorten der Fall. Und speziell wenn man einzelne Leiterbahnen auf weiter Flur alleine liegen hat hat es mir diese in den ersten Versuchen immmer weg gerissen. Dadurch bin ich auf die Idee mit den zwei Leiterplatten und nahezu konstanten Anpressdruck gekommen, wodurch das Papier halt keine Möglichkeit hat sich zu verziehen.
Datum: 24.02.2006 22:49
ja, leicht wellt es sich beim abkühlen aber luat meiner sicht is das ned tragisch weil es is nur seh wenig aber gut ich werde morgen das mal alles probieren und dann deutlich schlauer sein und auch berichten
Datum: 02.03.2006 00:12
Hallo , nach 8 Fehlgeschlagenen Versuchen hab ich jetzt meine erste Platine mit Tonertransfer geschafft :) Bei mir war das Hauptproblem zuwenig Druck und/oder zuwenig Temp. Ich habe Muddis Bügeleisen jetzt auf Stufe "Alles Was Geht" und drücke das es bedenklich knackt. Und ich habe es noch nicht geschafft den Toner plattzudrücken. Wichtig ist auch das du mit dem Druck jede Stelle der Platine erreichst ggf. das Bügeleisen immer wieder neu ansetzten.
Datum: 05.03.2006 21:13
also ich bügle garnicht so heiß und nur mit leichtem druck :) komisch. mein papier ist auch reichelt. allerdings werfe ich die platine schon im heißen zustand direkt ins wasser, irgendwie klappt dann bei mir das ablösen fehlerfrei und kein toner bleibt auf dem papier. was mich sehr wundert und ich nicht machen würd eist das "abschleifen" der platine. bist du sicher das da kein furchen und unebenheiten enstehen? Ich nehme immer nur eine poliblock ganz am anfang, und wenn ein bügelvorgang nicht funktioniert reinige ich nur noch mit Aceton, ganz ohne mechanischen Abrieb.
Datum: 05.03.2006 21:15
achja, ganz wichtig ist aus allen richtungen ständig wechselnd zu bügeln, damit alles gleichmäßig warm wird, also immerwieder drehen und die position des bügeleisens verändern. auch habe ich gemerkt, das mein eisen (evtl. ja auch nur meins) nicht 100% gerade ist, d.h. die spitze steht leicht hoch, wenn mans auf dne tishc stellt. deshalb den druck auch mal von vorne nach hinten ändern, sodass alle teile der sohle zum aufliegen kommen.
Datum: 11.03.2006 17:16
So jetzt hab ich jede stelle gezielt und mit SEHR viel druck abgebügelt und noch sofort im heißen zustand ins kalte spülmittlewasser geworfen. Und siehe da: Nach vorsichtigem ablösen: Nichts verlaufen, auch nichts abgegangen!!!! einfach PERFEKT!!! Danke an alle die hier mitgeholfen haben!!!!!
Datum: 11.03.2006 21:05
Schaut schon halbwegs brauchbar aus, Ich hätt da alerdings noch grosse Kupferflächen verteilt, sonst ist dein Natriumpersulfat nach drei Platinen schon alle. Die restlichen Papierfasern kann man unter Wasser mit dem Daumen wegrubbeln, hält der Toner normalerweise problemlos aus. (Könnt ja mal jemand ausrechnen, ob Toner oder Ätzmittel billiger ist) /Ernst
Datum: 11.03.2006 21:09
lol^^ ich hatte als ich den ausdruck erstellt habe nocht nicht gewusst wie ich Masseflächen aus quadraten erstelle. Die schwarzen hielten so gut wie gar nicht, werde ich aber in zukunft einplanen. Die papierfasern wegzurubbeln trau ich mich ned weils so schön geweorden is die ätzt eh weg
Datum: 11.03.2006 21:46
Bei deinem Layout mag es das noch wegätzen, aber spätestens bei TQFP hab ich die erfahrung gemacht, dass verbindungen zwischen den beinchen stehen bleiben, wenn da das papier nicht 100% weg ist. aber schön das es bei dir jetzt auch klappt.
Datum: 11.03.2006 22:04
übrigens hat das einbrennen bei mir nur beweirkt das sich das kupfer an einer seite leicht abgelöst hat und das sich die platine leicht gekrümmt hat. für meine zwecke egal aber ich denke für SMD währe die platine jetzt hin.
Datum: 11.03.2006 23:32
Apropos Tonertransfer: Ich hab hier noch ne Packung "TEC200" Transferfolien (Chemitec GmbH) für sowas. (anno 1988, 10stück DinA4 für 22 DM) In der Anleitung die dabei war wurde vorgeschlagen, die Platine auf eine Herdplatte zu legen, Kupfer nach oben, Folie drüber, und dann mit einer Gummiwalze plattdrücken. Fürs Bügeleisen schlagen die 140° vor, "Baumwolle/Leinen" Einstellung. Und ein Hinweis auf ein Spezielles, in der Entwicklung befindliches Transfergerät mit beheizbaren Walzen (=> Laminiergerät) fehlt auch nicht... Vielleicht scanne ich diese "Anwendungstechnischen Informationen" zum "neuen und schnellen Weg zu gedruckten Schaltungen" mal ein, damit ihr auch was von habt ;) /Ernst
Datum: 11.03.2006 23:33
Vielleicht scanne ich diese "Anwendungstechnischen Informationen" zum "neuen und schnellen Weg zu gedruckten Schaltungen" mal ein, damit ihr auch was von habt ;) Das wollte ich grade vorschlagen!!! Mach bitte!!!
Datum: 18.03.2006 12:43
schon mal jemand glasfaserverstärkte Teflonfolie getestet? sowas z.B. http://cgi1.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&... gibt es zuhauf in verschiedenen Dicken und Größen. Und Preisen.
Datum: 19.03.2006 10:23
@ profi Das ist das gleiche wie wiederverwendbares backpapier. s.h oben. keine ahnung was billiger ist.
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