Wie kann man Stiftleisten beidseitig löten?

Gast #373315
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Hi,
wie lötet ihr auf eure beidseitig gefertigten Platinen eine
Stiftleiste?
Die hat ja diese Plastikmanschette in der die pins stecken und da ist
es schwer mit dem Lötkolben runter zu kommen, wie macht ihr das?

Hier noch n Ausschnitt aus meinem Layout beigefügt falls ich mich
umständlich ausgedrückt habe :-).

Gruß
Marco
Angehängte Dateien:
Gast #373318
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Ganz normal auf der Bottom-Seite festlöten, dann mit ner Spitzzange den
Kragen abziehen, von oben Löten (aber schnell, damit das Lötzinn auf
der anderen Seite nicht flüssig wird!) und dann den Kragen wieder
draufstecken.
Wenn du dir noch was Gutes tun willst machst du vorher noch die
Lötaugen in der Lib was größer (gilt für fast alle Eagle Footprints).
Gast #373319
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@Marco,
ich würde Dir empfehlen, die Durchkontaktierung etwas neben die
Steckerleiste zu legen, und dort mit einem dünnen Draht bequem
durchzukontaktieren. Die Steckerleiste selbst dann nur von unten löten.
Sieht aus, als ob genug Platz dafür vorhanden ist.

HTH,
KLaus
Gast #373322
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Das ist ja ne coole Lösung gefällt mir sehr gut :-). Die werd ich gleich
mal wenn die Platine fertig ist ausprobieren. Aber reicht der
Querschnitt eines Litzendrahtes denn aus um ein Signal zu
transportieren?

Gruß
Marco
Gast #675557
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Wo bekommt man diese Kontaktnieten? Die üblichen Verdächtigen wie z.B. 
Reichelt haben sowas scheinbar nicht. Und kann man die auch auf 
einseitigen Platinen verwenden um beidseitig zu bestücken? ´

Die Idee mit dem Litzendraht gefällt mir aber auch.
Gast #675561
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Hallo,

Es gibt da übrigens noch einen anderen, schweinischen Trick um 
Stiftleisten beidseitig zu verlöten, wenn keine Durchkontaktierung 
vorhanden ist.

Die Stiftleiste wird dabei falschrum eingesetzt, die Plastikleiste ist 
also erstmal weit über der Platine.
Dann kann man bequem an beiden Seiten der Stifte löten.
Am Ende wird der Plastkstreifen mit einem flachen Schreibendreher
Schritt-für-Schritt heruntergedrückt.
Das geht anfangs recht schwer (aber es geht) und wenn sich das Teil 
erstmal ein kleines Stück bewegt hat dann ziemlich einfach.
Mann muss sich halt schrittweise vom Anfang der Leiste bis zum Ende 
vorarbeiten und bei jedem Durchgang so ca. 1 mm tiefer gehen.

So habe ich das schon zig Male gemacht und es sieht am Ende gut aus.
Wobei ich auch teilweise das Plastik dann einfach ganz weggelassen habe, 
es also nur beim Löten als Führung benutze und dann ganz entferne.

Das klappt allerdings nur bei echten Stiftleisten, nicht bei Wannen.

Gruss
Jochen
Gast #675898
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@Paul
Doch, Reichelt hat die! Such mal nach "Hohlnieten" oder schau unter 
"Lötzubehör"! Conrad hat auch welche. Du brauchst aber auch die Presse 
und das entsprechende Werkzeug. Bei den Preisen lohnt sich das für den 
einfachen Bastler jedoch nicht. Ich weiß es jetzt nicht mehr genau, aber 
Presse + (ein!) Werkzeug kosten schon ca. 250€. Aber vielleicht kann man 
die auch einfach einlöten? Ich weiß leider nicht wie die aussehen bzw. 
wie das genau funktioniert.
Persönliche Seite #675978
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Wenn man die Platinen bei ner Firma herstellt, die auch chemische DuKos 
benutzt, dann braucht man eigentlich nicht mehr durchzukontaktieren in 
diesem Falle.

Die ganzen Tipps oben gelten nur für selber-Ätzer. Ist schon klar, oder?

PS: Das steht hier noch nicht so klartext drin, in diesem Thread. (Oder 
ich habs überlesen ;))
Und Jochen Müller's Tipp wurde hier auch schon genannt.
#676044
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Trick 17

..die Stiftleiste einfach verkehrt herum im die Platine stecken, so das 
das Plastikteil oben ist, dann verlöten und das Plastikteil Richtung 
Lötstellen nach unten schieben.

Wannenstecker lassen sich so auch verlöten, einfach die Srifte etwa zur 
Hälfte nach unten aus der wanne schieben, alle auf gleiche Länge ( 
Abstand zur Wanne) bringen, verlöten und abschliessend die Wanne 
runterschieben.

Einfacher gehts nicht.

Platinenbauer
Gast #677176
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Die DK-Nieten lassen sich ganz einfach mit einem Nagel und einem Hammer 
auf der Durchsteckseite aufweiten. Es geht aber noch viel einfacher mit 
einem Automatik-Körner. Das Ding kostet um die 2 Euro im 
YippiejajayieppieYippiejea und kann per Federmechanismus mit wenig Druck 
die Nieten perfekt umbördeln.
Dann beidseitig festgelötet, fertig ist der Lack.
Bei Stiftleisten ist es in der Regel noch einfacher, wenn man einfach 
ein paar Cent mehr in die teureren investiert. Die haben von Hause aus 
einen dünneren, runden Stift, mit einer Metallischen Verdickung um die 
Kunststoffleiste, die praktisch auf der Oberseite wie ein Lötkolben 
wirkt. Einfach beim löten der Unterseite an der Oberseite kurz mal den 
Lötdraht dranhalten,... Fertig.
Gleiches gilt für die IC-Sockel. Die Präzisionssockel verwenden und auf 
der Oberseite beim löten der Unterseite mal kurz Lötzinn dranhalten.
Die Technik hat außerdem den Vorteil , dass man die Löcher kleiner 
bohren kann, als bei den rechteckigen Stiften, damit die Lötaugen 
kleiner sind und mehr Platz zu durchgeführten Leiterzügen zur Verfügung 
steht.
Gast #677191
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Ich habe eine absolute low-cost-Lösung:

Zuerst die Pinleiste ganz normal von der Unterseite anlöten, dann die 
Plastikmanchette nach oben schieben. Die Oberseite anlöten und dann die 
Manchette wieder nach unten schieben - Feddich!

Gruß
Persönliche Seite #679581
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Marc wrote:
> Ich habe eine absolute low-cost-Lösung:
>
> Zuerst die Pinleiste ganz normal von der Unterseite anlöten, dann die
> Plastikmanchette nach oben schieben. Die Oberseite anlöten und dann die
> Manchette wieder nach unten schieben - Feddich!
>
> Gruß

Sorry, aber LOL! Diese "Wow ich hab die Superduper" - Idee kommt jetzt 
schon mindestens zum fünften mal in diesem Thread.

Und so "trickreich" und "megasuper-WOW" ist sie schließlich auch nicht 
;) ;)

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