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Forum: Offtopic Erfahrung mit Klimaanlagen?


Autor: Markus (Gast)
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Hi,
ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken eine Klimaanlage zu kaufen da ich
es hier in dem Raum bald nichtmehr aushalte. Allerdings weiß ich nicht
welche die richtige ist.

Mein Raum ist ein Dachzimmer mit viel Dachschräge. Ist zwar schon recht
gut gedämmt, trotzdem wird es elend heiß. Der Raum hat ca 40m², etwa
2,10m hoch, aber durch die Dachschräge geht viel Volumen weg.

Hab heute in einem Elektronikmarkt ein Klimagerät mit knapp 1000W für
199€ gesehen. Hat die halbwegs eine Chance den Raum wenigstens um 5°C
kühler zu kriegen oder ist die überfordert? Was gibt es für Kriterien
bei der Auswahl einer Klimaanlage? Was kostet der Betrieb von sowas?
Die Abführung der Warmluft wäre nicht das Problem.

Würde mich freuen wenn mir jemand ein paar Tips für die richtige Wahl
geben könnte.

Autor: Frank (Gast)
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wenn du dir ein Split-Gerät zulegst und es richtig installiert wird
kannst du dir da schon einige kühle Grade erhoffen. Die
Stand-Alone-Boxen taugen meist nicht viel und durch den Schlauch heizt
es ja auch wieder und ausserdem muss da dauernd der Wasserbehälter
geleert werden.

bye

Frank

Autor: Markus (Gast)
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Der Schlauch ist kein Problem. Ich kann problemlos ein Loch in eine Wand
machen und das Gerät direkt davor aufstellen. Von dem Schlauch ist dann
nix im Raum. Und wenn ich täglich 1-2x Wasser leeren muß kann ich damit
auch leben wenn's hilft und mich trotzdem nicht arm macht

Autor: Anfaenger (Gast)
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Schau auf die Energieeffizientsklasse.

Wenn das Gerät Klasse A oder B ist, dann kauf ruhig so eine Kiste und
halte den Schlauch so kurz wie möglich.

Ein elektronisches Thermostat und ein programmierbarer Timer sind auch
nicht verkehrt.

Schau auch unbedingt auf die Kälteleistung in Watt. Die zählt. Wenn das
Gerät 1000 Watt Anschlußleistung hat und eine Kälteleistung von 1500
Watt, dann Finger weg. Das Ding heizt.

Wenn so ein Gerät 850 Watt Anschlussleistung hat und 1400 - 1500 Watt
Kälteleistung, dann ist das schon was Besseres bis Gutes.

Ausserdem solltest Du auf die Lautstärke achten. Ich habe bei einem
Baumarkt hier um die Ecke ein Gerät der Klasse B gesehen, mit 1345 Watt
Kälteleistung und 800 Watt Anschlussleistung, aber einer Lautstärke auf
der höchsten Lüfterstufe, das Du meinst, Du stehst in einem
Serverraum.

So, mehr fällt mir nicht ein.

Vielleicht das noch: Gute Geräte haben eine Pumpe für das Kondenswasser
abzupumpen. Da kannst Du dann neben den Schlauch für die Warmluft noch
einen Schlauch für das Kondenswasser legen.

Hoffe es hilft.

Anfaenger

Autor: Thomas S. (Gast)
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Ich denke ein Gerät eines renomierten Herstellers (Mitsubishi, Samsung,
LG, Airwell etc) wird dir mehr Freude bereiten. Der Service klappt und
für die Dinger wirds auch in 2 Jahren noch Ersatzteile bzw. Dinge wie
Filter usw. geben, was bei den Baumarktteilen eher schwierig sein wird.
(Es hat nach wie vor keiner was zu verschenken in Deutschland und schon
gar nicht ein Baumarkt :o)
Einfache Geräte haben bis zum doppelten Stromverbauch als die besseren,
das sind ca. 300 oder 600 kWh pro Jahr.
Bei 40 m^2 dürfte die Gegend von 2-3 kW Kühlleistung erforderlich sein,
damit das ganze auch Sinn macht. Beim Energieverbrauch kommt es einfach
drauf an, wieviele Stunden das Gerät läuft. Ich hatte auch mal ein Büro
unterm Dach, da wäre das schon ca. 3 Monate angebracht gewesen.


Thomas

Autor: Kritiker (Gast)
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Warum nicht einfach in ein bewohnbares Haus umziehen?

Das ist im Endeffekt deutlich günstiger ...

Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
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Ich hatte bis vor kurzem ein uraltes (>10a) kleines Klimagerät mit
theoretisch ca 950W Kälteleistung und trotzdem 31° hier im Zimmer. Das
war mehr ein verbesserter Ventilator.
Jetzt habe ich ein neueres Gerät mit 3,5kW (laut Bedienungsanleitung),
Timer, Temperatureinstellung... Das Ding schafft es ohne Probleme den
Raum (auch unterm Dach, mit PC drin) auf 23-24° zu halten. Kostenpunkt:
400€ bei Mediamarkt.
Diese Geräte kühlen die Luft übrigens nicht nur, sondern entfeuchten
sie auch. Dadurch wird das Klima deutlich angenehmer.

Ich würde dir ein Gerät mit so 2,5-3kW Kälteleistung empfehlen. Aber
achte natürlich auf die Stromaufnahme. Die sollte bei maximal 1kW
liegen. Schau mal ins Branchenbuch ob es bei dir in der Umgebung
spezielle Fachläden für Klimatechnik gibt. Möglicherweise sind die ein
bischen teurer als Baumarkt, aber dafür können die dich richtig beraten
und haben mit Sicherheit qualitativ hochwertigere Geräte.

mfg
 Michi

Autor: Markus (Gast)
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Ich muß mal schauen ob die 950W Kühlleistung oder elektrische Leistung
waren. Hab ich nicht drauf geachtet.

Ausschlaggebendes Argument dürfte jedoch die langfristige Verfügbarkeit
von Verbrauchsmaterialien wie Filter sein.

Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
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Theoretisch sollte es keine Verbrauchsmaterialien geben, außer irgendwas
geht kaputt. Diese Filter kann man normalerweise einfach reinigen und
wieder einsetzen.

Mein Vater ein ein Gerät von DeLongi, das inzwischen auch min 10 Jahre
alt ist. Es hat 2,6kW und arbeitet durch verdampfen von Wasser in der
heißen Abluft. Dadurch ist der Abluftstrom deutlich schwächer. Einziger
Wartungsaufwand ist das Nachfüllen des Wassertanks und am Ende der
Saison eine Entkalkungsaktion. Ansonsten haben wir für das Gerät nie
etwas gebraucht.

Wie gesagt, such mal nach einem Fachgeschäft. Die können dir da
verlässliche Auskünfte geben

mfg
 Michi

Autor: Markus (Gast)
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Hab mich heute mal ein wenig umgeschaut. Kann es sein das ein mobiles
Klimagerät eine elektrische Leistung von 800W und eine Kühlleistung von
2800W hat? Oder ist das Augenwischerei?
Jedenfalls kommt mal kalte Luft raus, davon konnte ich mich überzeugen

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,
ich habe zwar selber keins aber die Stand alone teile also ohne 2. Teil
bringen wenig da sie nur die Luftfeutigkeit Hochjubbel. Also mit
steigender zeit lebst du dann in einen Urwald.
Die Anschaffung eines Klimagerätes würde ich mir dennoch überlegen weil
die Hitzeperiode in Deutschland in der Regel net so langegehen. Ich
würde sagen das des Gerät vieleicht 30 Tage in Betrieb ist. Wäre da
nicht ein Lüfterchen besser?
MFG
Peter

Autor: Markus (Gast)
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Das sind 30 Tage in denen vernünftiges Arbeiten fast unmöglich wird. Und
da das mein Büro ist und ich die meiste Arbeit dort machen muß hab ich
die Anschaffungs- und Betriebskosten wohl rechnt schnell wieder drin.
In den letzten Tagen war nämlich an Arbeit kaum zu denken was
gleichbedeutend mit Umsatzausfall ist

Autor: Sascha (Gast)
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Hier gibts 'nen gutes Forum zu dem Thema:
http://www.treffpunkt-kaelte.de

Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
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@Peter:
sorry, aber das stimmt nicht. Ein normales "Standalone"-Klimagerät
wie auch die Splitgeräte (ein Teil draußen, einer drinnen) trocknet die
Luft. Das Kondensat wird in einem Tank gesammelt und der muss dann halt
hin und wieder mal geleert werden.
Das ergibt sich übrigens schon aus dem Funktionsprinzip der Geräte: am
"Kältetauscher" (oder wie das aus immer heißt) wird Luft abgekühlt.
Da kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann als warme, kondensiert der
Überschuss aus und tropft am Kühler runter.

Autor: Meckerbock (Gast)
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Michael bringts auf den Punkt. Wollte auch gerade loslegen bei so viel
Scheinwissen a'la

> Diese Geräte kühlen die Luft übrigens nicht nur, sondern entfeuchten
> sie auch.

oder

> bringen wenig da sie nur die Luftfeutigkeit Hochjubbel

Autor: Thomas (Gast)
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Ich bin doch mal gespannt, ob einer erklären kann, wie ein Gerät mit n
kW elektrischer Anschlussleistung m kW Kälteleistung mit m>n haben
kann... Energieerhaltung rockt?!

Autor: Dominik Friedrichs (Gast)
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Hab mir auch vor einigen Tagen eine Anlage zugelegt, bin zwar recht
zufrieden, muss aber sagen das ich mehr erwartet habe. Hab mir mal die
Arbeit gemacht und das Volumen meines Zimmers exakt berechnet per PC
(alles centimetergenau ausgemessen und 3D Modell erstellt), habe sogar
den Fensterausschnitt und natürlich die Dachschräge mit einbezogen und
der PC kam am Ende erstaunlicherweise auf 26.998 Kubikmeter :-) Meine
Anlage hat 1830W (Holiday Young von Carrier, einfaches Modell mit
Thermostat, habs dafür neu für 150 Euro bekommen) bzw. nach der neuen
Norm oder Berechnungsmethode wasweißich 1300 Watt hab ich irgendwo
gelesen. Netzleistung 750W.

Hier ein paar wichtige Dinge die man wissen sollte vor dem Kauf:

Der Raum wird nur kühl sein solange die Anlage an ist! Nichts da,
einschalten, wenns Kühl ist ausmachen und das bleibt dann schon so ein
paar Stunden (zugegeben so hatte ich gedacht ;-) Die Wände im Haus
strahlen unheimlich viel Wärme ab, bei mir sind sie gerade 28.7°C warm,
während die Luft per Klima auf 27 gehalten wird (etwa meine
"Schwitzgrenze"). Wenn ich die Anlage ausmach ist das Zimmer in 20
Minuten wieder auf 29°C.
Daher: gut überlegen, es stundenlang kühl haben kostet wirklich Geld.
Habe daher ein Energiemessgerät in die Leitung gehängt, und bis jetzt
13kWh verbraucht, knapp 2 Euro.
Pro Tag kostet mich das im Moment ca. 20-50 Cent, wenn das Teil von 15
(da komm ich heim) bis 21 Uhr läuft. Ist immernoch billiger als ein
Langnese Eis, was man ja aber auch nicht jeden Tag isst...
Hängt aber auch stark von der Aussentemperatur ab, bei 34 Grad draußen
lief sie gestern ununterbrochen.
Abwärme von Verbrauchern hab ich in meinem Zimmer 250W. Der PC macht
davon 150 aus (trotz 400W-nochwas Netzteil :-), daher kommt der
vormittags in Standby und die Rolladen runter, das hält ne Menge Hitze
draußen.

Gruß
Dominik

Autor: Martin (Gast)
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Das Volumen ist egal, entscheidend ist der k-Wert der Außenwand.
Aber selbst bei einem schlechten k-Wert müßte die Zimmertemperatur
deutlich unter 27 °C liegen, wenn die Kühlleistung wirklich stimmen
würde. Ich habe so das Gefühl, dass man von den Herstellern bezüglich
der Daten verarscht wird.

Autor: Jan M. (mueschel)
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@Thomas: Gar kein Problem das:
Aus einer Pumpe kommt ja auch Wasser, wenn man den Strom anschließt
;-)

Eine Klimaanlage arbeitet als Wärmepumpe: Wärmeenergie wird aus einem
Reservoir (dem Raum) entnommen, der kühlt dabei ab, und an ein anderes
Reservoir abgegeben (außen). Wenn die Anlage nun in einer Stunde 2000
Wh  von innen nach außen pumpt und die Pumpe dabei 1000 Wh aufnimmt...
Die Verwirrung kommt daher, dass beides eine Energie ist: Eine
Wasserpumpe hat eine elektrische Leistung von 50 Watt und eine
Förderleistung von 200 Liter/h. Da stört das keinen. Bei der
Klimaanlage heißt es nun: elektrische Leistung 50 Watt, Förderleistung
(hier: Kühlleistung) 200 Watt.

Die elektrische Leistung wird nicht zum Kühlen verwendet (das geht
gar nicht), sondern nur, um Wärme zu pumpen.

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