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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf E-Technik Studium und Praxis?


Autor: Reinhold Rabe (Gast)
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Hi, ich studiere im zweiten Semester E-Technik an der Uni und es ist
soweit ganz okay, aber halt sehr theoretisch, das höchste der Gefühle
ist dass man mal die Feldparameter eines Koaxialkabels berechnet. Nun
war ich vorhin zum Thema Magnetfeld auf Streifzug im Web und bin auf
Vorlesungsvideos von der TU-Clausthal gestoßen und war sehr verwundert,
denn dort gibt es während der Vorlesung sogar Versuche, und die Themen
dort scheinen allgemein recht praxisnah. Und das obwohl es eine TU und
keine FH ist?

Wie ist/war das bei Euch an der Uni? Würde mich nur mal
interessieren...

Autor: Rahul (Gast)
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Ich habe damals u.a. die Uni verlassen, weil es dort (fast) keinen
Praxisbezug gab. Da liefen nur Theoretiker rum. An der Uni geht es um
die Grundlagen; an der TU oder FH geht es darum, die Theorie in die
Praxis umzusetzen.
Im Grundstudium ist die Uni wesentlich theoretischer als die FH. Ich
gehe davon aus, dass es im Hauptstudium (da wo ich nie hinkam) dann
durch die Labore etc. etwas praxisbezogener wird.

Autor: E-Student (Gast)
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Bei uns an der TU hängt es alleine von dir selbst ab, wieviel Praxis du
in deinem Studium haben willst. Vorlesungen und Übungen sind hier
grundsätzlich nur theoretisch. An allen Instututen gibt es aber
Hiwi-Stellen die teilweise sehr praxisbezogene Tätigkeiten beinhalten.
Das Spektrum ist sehr groß und reicht von der Lehre über Simulationen
bis hin zur selbsttätigen(!) Schaltungsentwicklung und Programmierung.
Welchen Job du aber bekommst, hängt davon ab was du kannst. Damit meine
ich nicht die Vordiplomsnoten (die interessieren die Assistenten
meistens weniger), sondern ob du schonmal einen MC programmiert hast,
SMD löten kannst und besonders, ob du schonmal mit einem Layoutprogramm
gearbeitet hast. Man kriegt nur schwer einen Job, wo man Schaltungen
entwerfen, aufbauen oder prüfen darf, wenn man noch nie mit praktischer
Elektronik zu tun hatte.

Jetzt hab ich aber noch ne Frage: An welchen Ende pack ich den nun
diesen komischen heißen Kolben an???? Einmal hab ichs schon falsch
gemacht!!! ;-)

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Viele machen den Fehler im Grundstudium aufzugeben, weil sie keinen
Praxisbezug sehen. Schau dir mal an was bei deiner Uni im Hauptstudium
geboten wird, ich bin sicher da wirst du einige Vorlesungen und
Praktika finden die dich interessieren. Bei uns gibt's zum Beispiel
ein Praktikum Mikrocontroller (Programmierung des ATmega16), ein
HF-Praktikum (Basteln mit Hohlleitern), ein
Multimediakommunikation-Praktikum (Erstellen eines Video-Codecs)...

Autor: Ex-Student (Gast)
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Hallo Reinhold,

habe an der Uni studiert und kann dir sagen, dass sich bei mir nichts
geändert hat.
Im Vordiplom hätte mir die Mathematik mit Ihrer Volumenberechnung von
3D-Raumparaboloiden fast das Genick gebrochen und die Feldtheorie mit
Div, Grad und Rot und den TM- und TE-Moden machte das ganze Studium
auch nicht einfacher.
Und wenn du was gerechnet hast, auch im Hauptstudium, so wusstest du
nicht ob 3F oder 3µF bei nem Kondensator nun groß ist oder nicht, weil
als Ergebnis lediglich immer 3C rauskam. Der Wiederstand war 2/3R und
die Spule hatte L.
Habe es trotzdem ausgehalten und bin froh darüber, nicht zur FH
gewechselt zu sein, was einige Freunde auch taten.
Meine perönliche Erfahrung:
a) im Berufleben (jetzt 6 Jahre dabei) machst du eh was anderes. O.k.,
U=R*I, das habe ich mitgenommen. Du lernst mit theoretischen
Aufgabenstellungen umzugehen. Nicht mehr, nicht weniger.
b) Einstiegsgehaltsverhandlungen und spätere Jobsuche gestalteten sich
mit TU auf dem Papier irgendwie einfacher als FH.

Grüße

Autor: Reinhold Rabe (Gast)
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Hi,
genau das habe ich auch zu bemängeln, wir rechnen zwar fröhlich mit
irgendwelchen Widerständen/Kapazitäten herum, aber uns wurde weder
gezeigt wie die überhaupt aussehen, welche Typen es gibt, noch welche
Größenordnungen überhaupt Standard sind. Stattdessen wird lieber auf
die zweite Nachkommastelle gerundet...
Naja, trotzdem, ich komm bisher ganz gut mit und dann lass ich das halt
über mich ergehen....

Autor: Thomas S. (Gast)
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Der Sinn und Zweck der ganzen Aktion ist einfach:::: DENKEN LERNEN...


Thomas

Autor: FPGAKüchle (Gast)
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Ich hab an ner TU studiert und war anfänglich auch von der puren Theorie
gefrustet. also habe ich mir nach dem grundstudium gezielt die
praktischen Fächer belegt und alles an labor-praktikas mitgenohmen
was ging. Auch wenn es an anderen Lehrstühlen gehalten wurde. Zum
beispiel habe ich DSP's am Akustiklehrstuhl programmiert obwohl ich
als Schwerpunkt Informationstechnik studierte. Ebenso praktische HiWi
Stellen belegt und ein "Bastel-Diplom" (PCB Entwurf,-Aufbau,
FPGA-Entwicklung) an einer FhG geschrieben. Dann sollte man natürlich
einen Lötkolben und Linuxrechner in seiner privaten Studierstube haben.
Rechner baut man selber zusammen Und probiert/arbeitet mit allen
Progrämmchen die der rechner so auf Platte hat. Gerade letzteres
bringt entscheidend voran für die Berufspraxis. Da zeigt Dir keiner wie
man mit WinWord überlebt. Also E-Techniker kann man auch das
Funkamateutzeugnis ablegen und sich einerFunkbude anschliessen. So hat
man einen "Schein" mehr, und bei einen Bierchen in der Hand mit alten
Hasen fachsimpeln ist mindestens 2 semester Studium wert.

Autor: MasterFX (Gast)
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Also ich Studiere jetzt im 6. Semester E-Technik an der FH und bin
eigentlich recht zufrieden. Bei mir war es zwar auch so, dass im
Grundstudium viel Theorie gemacht wurde (Mathe und Felder war das
schlimmste) aber wir hatten von Anfang an begleitende Labore (erst
Gleichstom dann Wechselstrom, später dann noch Labore für Messtechnik
und Bauelemente). Im Hauptstudium gings dann eben mit Laboren für
Informationstechnik weiter. Vorteil finde ich auf jeden Fall, dass man
von Anfang an den entsprechenden Praxisbezug zu dem Thema findet und
nicht ein blind durch die Gegend rechnet, ohne zu wissen wofür das
eigentlich gut sein soll. Viel interessanter wird es doch eigentlich
erst, wenn man Sachen berechnet und später dann auch aufbaut und hin
und wieder mal eine Erleuchtung hat wenn alles so klappt wie man es
berechnet hat.
Ausserdem lernt man gleich den Umgang mit Messgeräten usw. und was
denke ich auch sehr wichtig ist, ist das Schreiben von Berichten die zu
jedem Versuch gemacht werden mussten (nicht selten mehr als 40 Seiten).
Ich höre auch immer wieder das es an der Uni nur Theorie ist, aber ich
denke die bieten da auch irgentwas praktisches an (man muss halt nur
gucken). Ansonsten muss man halt ein wenig Selbststudium betreiben und
zu Hause ein bissl rumbasteln, wenn auch nicht mit so schönen Geräten.

Autor: Rage (Gast)
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Wenn du in etwas ein Spazialist bist, der gefragt ist, ist es egal ob du
ein Studium hast.

Autor: Mario Hagen (Gast)
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Ich studiere im 2. Semester e-technik an der FH (OSNABRUECK) und hab
meine Motivation da weiterzumachen fast vollkommen verloren. Die Zeigen
Seiten des Berufsbildes die die von den ingenören  g die ich in meiner
Ausbildung und den 2 jahren arbeiten danach nicht von meinen Kollegen
udn vorgesetzten kenenngelehrnt habe.

Die Ausarbeitungen zu den Praktika bringen einen nur bei wie man
ausreden schreibt wenn etwas nicht klappt. das ganze schimpft sich dann
fehler betrachtung....Kurzum: Meinem Kunden erklären warum irgendetwas
nicht gehen kann.

Naja, mal guggen ob ich es bis zum hauptstudium aushalte. Zum glück
trift man ja abundzu jemand höheren semesters der dann erzählt das man
sein wissen auch mal anwenden darf...

Autor: Maik (Gast)
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Soso, die gute alte Fh Osna...

Die Praktika nerven wirklich total, ich weiß nicht, ob das an anderen
Fh's viel anders ist, aber ich denke nicht. Das Dumme daran ist halt,
dass es super viel Zeit kostet und man teilweise garnichts lernt...
Im Hauptstudium wirds auch nicht viel besser mit den Praktika, in
machen Semestern gibts für jedes Fach ein Praktikum... Aber irgendwie
ist das ja doch alles schaffbar, solange man nicht noch arbeiten muss
oder gar eine Freundin hat :-)
Aber angeblich braucht man von dem, was man im Studium gelernt hat,
später maximal 5%. Hauptsache, man verliert nicht die Lust am Studium
und hat auch privat mal seinen Spaß!

Maik

6. Semester Fh Osna

Autor: Mario Hagen (djacme)
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hmm verdammt, ich hab eine freundin.. sollte es dadran liegen?
Naja und job. Ich verdiene mein Geld nebenbeid urch alektronik.
reperatur, Mini-kleinserien, Prototypenbau, Layout erstelluung. Wenn
ich  geld bruahc msus ich arbeiten, dann hab ich keine zeit mehr.. das
alte lied

Autor: -daniel- (Gast)
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ich studiere Elektrotechnik auf der TU in Karlsruhe!
ich bin ein absoluter Theoretiker :) naja sagen wir mal so
ohne Theorie keine Praxis
und die Feldtheorie hat mir auch gefallen, jetzt im
Hauptstudium vermisse ich Höhere Mathematik .. und habe
leider keine Zeit mich selber mit math. Problemen zu beschäftigen
insbesondere wegen anderer Hobbies
Ich kann praktisch nichts zu stande bringen, bevor ich es
nicht verstanden habe .. und falls es doch klappt, dann fehlt
die innere Befriedigung, dann ist man quasi nur ein Nachbauer
von was auch immer.

Meine 2 cent

Gruss, Daniel

Autor: Maik (Gast)
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Naja, man studiert ja auch nicht, um ein Bastler zu werden, es geht ja
vielmehr darum, an Problemstellungen systematisch ran zu gehen.
"Basteln" tut schließlich jeder schon während der Ausbildung.
Und irgendwelche Platinen zusammenlöten hilft einem sicher auch nicht
bei den beim E-Technik-Studium durchaus anspruchsvollen Klausuren...

Die meisten Leute, die nebenbei arbeiten, verlängern so ihr Studium um
gut drei Semester, kann ich wirklich nicht verstehen... Vorallem muss
man ja auch mal den Verdienstausfall beachten und mit 11 Semestern
Studienzeit bekommt man sicher auch nicht so einen guten Job wie mit 8
Semestern.

Das mit dem Geld ist ja schon ein Problem als Student. (Vorallem wenn
man kein Bafög bekommt)
Einfache Lösung ist, in den Semesterferien arbeiten und dabei
vielleicht auch soviel arbeiten, wie man es nötig hat. Wenn ich halt so
viel Kohle für Puffbesuche oder ähnliches ausgeben will, dann muss man
eben 8 Wochen statt nur 3 arbeiten.
Nun muss man nur noch ein wenig sparsam sein, z.B. braucht kein Student
ein Auto! Auch eine Dreizimmerwohnung muss es ja nicht sein.

Und schon kommt man sehr gut über die Runden, ohne Bafög zu beziehen
oder auf Kosten der Eltern zu leben. So machen es im Übrigen die
meisten (erfolgreichen) Studis...

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