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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bleiakku mit 6V


Autor: thestupid (Gast)
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Hi

ich hab hier nen Bleiakku wo 6V draufsteht. Sind das dann 6 oder 6.9
(autobatterie wird ja auch immer als 12 V Batterie bezeichnet obwohl es
13,8 sind)
Ich hab da was im hinterkopf das das immer vielfache von 2.3 V sind.
Stimmt das?

Ach so
1,3 Ah sollten sich ja mit 300 mA laden lassen oder?

Autor: Stefan (Gast)
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Bei der Zellenspannung musst du unterscheiden, ob du Energie rausholst
(entlädst) oder reinsteckst (lädst). Die 2,3 V pro Zelle sind für den
Ladefall gedacht und knapp unter der Gasungsspannung.

Es gibt verschiedene Ladeverfahren:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Batterieladung

Je nach Verfahren werden unterschiedliche Spannungs-/Stromwerte
eingesetzt (Stichwort: Schnellladung mit hohem Strom)

In der Regel kann man mit einem Ladestrom nach der Faustregel 1/10 von
der Nennkapazitätsangabe nix kaputtmachen, also 130 mA. 300 mA halte
ich für übertrieben.

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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Hallo,

die Akkuspannung ist immer vom Ladezustand abhängig, selbst wenn 12V
daufstehen, müssen noch lange nicht 12V drinn sein, es kann auch mehr
sein.

>1,3 Ah sollten sich ja mit 300 mA laden lassen oder?

ja, das ist ok

Autor: thestupid (Gast)
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Hmm
naechstes Problem. Mein Robo hat 2 Motoren die je ca 120mA max ziehen.

Jetzt hab ich 2 von den 6V Bleiakkus in reihe. WEnn ich den Robo
anwerfe geht er fuer 20sec ab wie eine Rakete, danach macht er
schlapp?
Batterien net genug geladen?
Die eine mess ich auf knapp 6V die andere auf 3,x V.
Kann es sein das bei der mit 3.X V ne Zelle im A ist?

Wenn ich die ans Ladegeraet klemme (6.9V mit 40R Vorwiderstand) ziehen
beide ca 50mA .. sind also net ganz voll aber auch net ganz leer denke
ich.

Autor: Stefan (Gast)
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Du solltest dich unbedingt ausführlicher über Bleiakkus informieren z.B.
bei http://www.heinz-kratz.homepage.t-online.de/accu.htm

Bleiakku ist auch nicht gleich Bleiakku. Es gibt Solarakkus,
Starterakkus, Antriebsakkus und Vliesakkus. Sie sind alle Bleiakkus,
aber sind auf unterschiedliche Stromentnahme ausgelegt. Also Solarakkus
längerfristig z.B. 100 h Entladen und Vliesakkus 3h entladen.
http://www.elweb.info/projekte/dieterwerner/AKKU1A1.pdf

Der 3.x V Akku ist schon in der Tiefentladungszone. Das ist gar nicht
gut für ihn. Du solltest die 6 V Akkus nur bis min. 5.1 V (1.7 V/Zelle)
entladen. Eventuell hast du ein Problem in der Roboter-Schaltung?

Autor: thestupid (Gast)
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Hmm
wuesste nich welches Problem mit der Roboschaltung...
Kann auch einfach sein das der Akku platt ist..
das Ding lag ein Jahr in der Ecke rum...

Autor: Klaus (Gast)
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Blei-Gel Akkus kannste in die Tonne tun, wenn sie mehr als 1 Jahr
unbenutzt / ungeladen in der Ecke lagen.

Nur manchmal lässt sich was retten, wenn man strombegrenzt mit hoher
Spannung rangeht. Die übliche Ladespannung von 13,8 ... 14,2  (bzw. 1/2
bei 6-V-Akku) reicht nicht, daß der Akku überhaupt noch Strom aufnimmt.

Labornetzteil verwenden.
Strom auf 1/10 der Kapazitätsangabe begrenzen, Spannung auf 30 Volt
stellen (!). Gaaanz laaangsam nimmt der Akku evtl. wieder Strom auf ;
die Spannung geht zurück.
Bei > 1 Jahr in der Ecke aber wie gesagt aber nicht allzu gute
Chancen.
"Richtig gut" wird so'n Akku nimmer.

Autor: Thomas Fr (thf)
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>> Hmm
>> wuesste nich welches Problem mit der Roboschaltung...

Vielleicht Tiefentladeschutz falsch ausgelegt?

Autor: thestupid (Gast)
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Der Robo ist frisch gebaut. Da gibts keine Tiefentladeschutz.
Die Batterien hab ich "frisch" drangeklemmt.

@ klaus

30 V für 12 oder für 6 V Akkus?

Ich hab meinen momentan an 6.9 V hängen und er nimmt 30 mA auf obwohl
er laut widerstand ca 150 oder so ziehen sollte.

Autor: Klaus (Gast)
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JA, 150 mA als Strombegrenzung einstellen und Spannung SOWEIT
hochdrehgen, bis die 150 mA auch fliessen !

Natürlich restliche Schaltung abstecken bzw. am Tisch.

So mal die 150 mA ca. 1/2 - 1 Std. "reindrücken".

Manchmal hilft's.

Autor: thestupid (Gast)
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Die 150mA stellen sich bei 11.2 V ein..
ist das gut?

Autor: Stefan (Gast)
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Der 40 Ohm Widerstand beim Laden macht mich stutzig. Spontan würde ich
behaupten, dass du fleissig am Widerstand Wärme produzierst statt den
Akku zu laden.

Hast du kein ordentliches 6V-Bleiakku-Ladegerät (typ. Dimension für
kleines Motorrad oder Mopped) bzw. ein Labornetzteil mit
Strombegrenzung?

Autor: Stefan (Gast)
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Add: Du solltest unbedingt Infos einholen.

Wenn du einen 6V Akku mit zuviel Spannung (Experimente am
Laborgerät...) auflädst, kommst du in die Gasungszone. Du zersetzt die
wässrige Schwefelsäure aus dem Akku und produzierst Knallgas
(Wasserstoff und Sauerstoff). Der Akku kann austrocknen (=> futsch)
oder platzen (=> Säureschweinerei) oder im ungünstigsten Fall reicht
ein Funke zur heftigen Explosion.

Autor: thestupid (Gast)
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leider kein Ladegeraet da.
Das labornetzgeraet hat strombegrenzung, setzt aber dann halt die
spannung dem entsprechend runter :-(

Autor: Stefan (Gast)
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Wenn du mit 150 mA Ladestrom über der Entladespannung von 6V aber unter
der >6,9V Gasungsspannung bist, ist das doch Klasse. Der Akku nimmt den
Strom fleissig auf und wird gefahrlos geladen. Du brauchst nur Geduld
und in ca. 10 h ist der Akku voll.

Blöd wäre es, wenn die Strombegrenzung bei geringeren Spannungen als
der notwendigen Ladespannung (6-6,9 V) anspricht. Dann hast du einen
Kurzschluss im Akku.

Der Brutalo-Tipp ;-) von Klaus ist für den Fall gedacht, wo der Akku so
platt ist, dass er bei 6-6,9 V keinen oder nur sehr wenig Strom suckelt.
Kurzzeitig versucht man mit ordentlich Spannung massig Ladungsträger
reinzuquetschen und hofft, dass dies den Akku wieder belebt.

Autor: thestupid (Gast)
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Hmm
also der Tipp mit den 150 mA und dem strom hoch tats..
der Robo geht hab wie ne Rakete

danke an alle

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Blei-Gel Akkus kannste in die Tonne tun, wenn sie mehr als 1 Jahr
> unbenutzt / ungeladen in der Ecke lagen.

Naja, ich habe hier schon seit 4 Jahren ein Gerät, das nur einmal im
Jahr benötigt wird und mit einem 12-Volt-Blei-Gel-Akku läuft.

Das mit dem Einlagern funktioniert völlig problemlos. Ich mach das
immer so:

  - Nach Gebrauch bis zur minimalen Zellenspannung entladen
    (elektronischer Tiefentladeschutz).

  - Dann gut und kontrolliert aufladen (Labornetzteil).

  - Für ein Jahr einlagern.

  - Vor Wiederbenutzung aufladen, entladen und wieder aufladen.

Autor: thestupid (Gast)
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noch ne Frage..
die 150 mA liessen sich ja nur mit Ueberspannung erreichen.
Wie lange muss ich den Akku denn dranlassen damit er wieder bei 6V
geladen werden kann?

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Du brauchst immer etwas Überspannung.

Autor: thestupid (Gast)
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ich meine wieviel?
11.2 V scheint etwas SEHR viel..

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Schau Dir mal bei www.pollin.de die Artikel mit den Bestellnummern
350 518 und 270 537 an. Schau dabei auch auf die Preise. Und dann
überlege, was zu tun ist.

...

Autor: thestupid (Gast)
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danke fuer den Tip.
Die Batterien sind nur etwas zu gross...
ich denke ich werd mir wieder die kleinen kaufen und einfach lieb zu
denen sein :-)

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

wenn das Labornetzgerät Strombegrenzung hat:
ohne Akku am Netzgerät ca. 0,2V unter der Ladeschlußspannung einstellen
(bei 6V wohl 7,??, je nach Akkutyp nachschauen!!).
Strombegrenzung auf 1/10 der Nennkapazität (bei 3Ah also 300mA).
Wenn das Netzteil rückstromfest ist (nachschauen!!) den Akku direkt
ran. Laden lassen, bis der Strom gegen 0 geht (12-14h theoretisch, wenn
er leer war.
Er ist dann nicht ganz voll, ist auch langsam, aber erstmal sicher.
Wenn das Netzteil nicht rückstromfest ist es keiner weiß, 1A Diode in
die Plusleitung mit Anode am Netzgerät, Spannungsabfall über der Diode
bei Ladestrom messen und die Spannung ohne Akku um knapp diesen Betrag
höher einstellen.

Gruß aus Berlin
Michael

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