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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Erklärung zu einem NE555


Autor: Michael (Gast)
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Hi

Kann mir bitte jemand erklären wie ein NE555 genau funktioniert, so dass 
es ein laie kapiert? Habe nämlich ein Lüftersteuerung mit dem NE555 
gebaut und würde diese nun gerne Freunden erklären. Ich dank euch schon 
einmal im voraus.

MfG Michael

Autor: Carsten Sprung (Gast)
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Versuchs mal hiermit.


http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0206115.htm

Gruss Carsten

Autor: Michael (Gast)
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Danke,
nun hab ich trotzdem ein problem, jetzt kapier ich zwar wie der NE555 
funktioniert, aber was der in der Lüftersteuerung zu suchen hat, da hab 
ich keine Ahnung. Kann mir bitte einer erklären wie die Lüftersteuerung 
funktioniert.

MfG Michael

Autor: Meinrad Götz (Gast)
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Hallo Michael,

das mit dem 555 ist ein kleiner Trick um den Leistungs FET ansteuern zu 
können. Würdest du das Potentiometer mit dem die Drehzahl eingestellt 
wird an die 12 V anschließen, so würden sich am Lüfter auch dann keine 
12 V einstellen, wenn der Schleifer des Poti voll auf 12V stehen würde. 
Um einen n-Kanal FET leitend zu bekommen, benötigt er am Gate eine 
positivere Spannung als am Source (so um die 5 ... 10 V bei einem Wald 
Wiesen FET). Am Source hängt aber dein Lüfter (was völlig o.k. ist.). 
Nehmen wir einmal an, dein FET ist voll leitend, dann liegen am Lüfter 
und somit am Source Anschluß 12 V. Damit das aber tatsächlich 
funktioniert, braucht man am Gate mindesten 5 V mehr an Spannung also so 
um die 17 bis 20 V). Genau diese höhere Spannung wird nun mit deinem 555 
erzeugt. Der 555 arbeitet als Astabiler Mulivibrator und erzeugt damit 
ein Rechtecksignal. Dieses Rechtecksignal wird mit der 
Spannungsverdopplerschaltung bestehend aus D1, D2, C2 und C3 
gleichgerichtet und verdoppelt, dass sich an C4 so um die 20 V 
einstellen (ideal nach Lehrbuch 24 V). Somit kann man dem Gate des FETs 
eine Spannung zwischen 0 und ca. 20 V zuführen, wodurch der Lüfter 
letztendlich mit einer Spannung zwischen 0 und 12 V versorgt wird.
Wenn man also dem FET die volle Gatespannung mit 20 V anbietet, wird er 
voll leitend, der Lüfter mit 12 V versorgt werden und mit max. Drehzahl 
arbeiten. In diesem Fall ist die Verlustleistung im FET übrigens am 
kleinsten. In allen anderen Fällen wird Energie im FET verbraten und der 
Lüfter läuft langsamer.

Übrigens, dass der Lüfter im Sourcekreis und nicht im Drainkreis liegt 
ist völlig richtig, denn dann arbeitet der FET als Drainschaltung (auch 
Spannungsfolger genannt, die Sapnnung am Source folgt der Spannung am 
Gate), wodurch die Drehzahl einfacher einstellbar ist, als wenn der FET 
in Sourceschaltung arbeitet. Dort würde sich über einen kleinen 
Einstellbereich des Poti die Drehtzahl von null auf 100 % einstellen 
lassen, was etwas an Fingespritzengefühl verlangen würde und noch einige 
weitere Nachteile mit sich bringen würde (Temperaturabhängigkeit der 
GS-Spannung usw.)

Gruß

Meinrad

Autor: Meinrad Götz (Gast)
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Muss noch was nachlegen,

habe oben ein Tipfehler. Die verdoppelte Spannung steht natürlich nicht 
an C4 sondern an C3 also am Potentiometer P1.

Autor: Michael (Gast)
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Ich dank dir Meinrad, du hast mir weiter geholfen. Ich wusste zwar das 
ich mit dem Ding meinen Lüftersteuern kann, auch wie man des baut, aber 
wie des funltioniert wusste ich net. Du hast mir sehr geholfen.

MfG Michael

Autor: anfänger (Gast)
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hi leutz!

kleine frage, die mich grad beim platinenlayout-entwurf aufhält:

ich hab mit nem ne555 einen "astable dutycicle 50%" nach dem
ne555-calculator von www.schematica.com aufgebaut. pin 4(reset-pin)
kommt bei mir an einen avr statt direkt an vcc. wenn pin4 nun auf gnd
liegt(µC-pin = 0), welchen zustand hat dann der output des ne555
(pin3)?

Autor: Florian Pfanner (Gast)
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@anfänger:

Der Reset-Eingang wirkt direkt auf das FF. Wenn du den Reset auf low
legst, so wird das FF gelöscht und der Ausgang ist auch low.

Gruß, Florian

Autor: anfänger (Gast)
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ok, danke! aber was heißt "FF"?

Autor: Florian Scharf (Gast)
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