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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Tastenentprellen bei längerer Leitung


Autor: Matthias (Gast)
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Hallo,

ich entprelle meine Taster mit einem parallel dazu liegenden
Kondensator und das funktioniert sehr gut. Wie ist es jedoch, wenn die
Taster an einer ca. 20cm langen Leitung hängen? Sollte man den
Kondensator direkt an den Taster machen oder direkt an den Anschlusspin
des uC's?

Vielen Dank schonmal für die Hilfe.

Matthias

Autor: Hannes Lux (hannes)
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> ich entprelle meine Taster mit einem parallel dazu liegenden
> Kondensator

Ich entprelle meine Taster mit Software, und zwar mit der
Bulletproof-Entprellroutine von Peter Dannegger:

http://www.mikrocontroller.net/articles/Entprellung

> ca. 20cm langen Leitung

Das empfinde ich nicht als "lang", sondern eher als kurz.
Wenn die Leitungen länger werden, dann sollte man den Tasterstrom etwas
erhöhen (externer PullUp statt Interner), damit keine Störsignale
einkoppeln. Ein C ist dabei sicher auch hilfreich, ich würde ihn am
Mikrocontroller platzieren.

...

Autor: TravelRec. (Gast)
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> ich entprelle meine Taster mit einem parallel dazu liegenden
> Kondensator

Die beste Methode, einen versehentlich als toggelnden Ausgang
geschalteten Pin zu grillen. Mach´s per Software, indem Du den Taster
in einem Timerinterrupt zyklisch abfragst - spart Bauelemente und
Haareraufen....

Autor: Winfried (Gast)
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Wenn Kondensator, dann natürlich nahe am Controller. Wenn du den über
eine Leitung weiter entfernt anschließt, fängst du dir genau über diese
Leitung Störsignale ein, die am Controller wirksam werden.

20cm ist allerdings recht kurz und wenig kritisch. Per Software zu
entprellen ist natürlich meist sinnvoller, wie andere schon schrieben.
Aber auch, wenn man mit Software entprellt, kann ein zusätzlicher
Kondensator bei langen Leitungen Sinn machen, um energiereiche Spikes
nicht auf den Portpin zu bekommen. Dann am besten noch mit einem
Serienwiderstand als Tiefpass.

Autor: Sonic (Gast)
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20cm recht kurz und wenig kritisch? Das sind die besten Antennen der
Welt! 3E8 / 20cm = 1.5GHz. Damit liegst du z.B. genau im E+-Netz (Von
PCs ganz zu schweigen)! Alles was länger als 5 cm ist wird kritisch,
Bauteile am Besten SMD und mit EMI-Filtern nach außen dämpfen.

Autor: Hannes Lux (hannes)
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> Alles was länger als 5 cm ist wird kritisch

Das ist vermutlich richtig. Nur merke ich davon in der Praxis nichts,
das wird wohl Peters Entprellroutine alles wegfiltern. ;-)

...

Autor: Sonic (Gast)
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Na klar, haste recht! Dazu sind die Entprellungen/Filter ja da.

Autor: Beeblebrox (Gast)
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Ich glaub ihr schmeisst da ein paar verschiedene Probleme zusammen: Das
entprellen ist notwendig wegen der mechanischen Schaltkontakte, die
nunmal nicht von einer Nanosekunde auf die nächste perfekt schliessen.
Das nächste sind Spannungsspitzen wegen der induktivität langer
Leitungen - da sind 20cm wirklich kein Problem. Zuletzt bleibt die
induktive Einkopplung, die Antenne. Davon merkt man i.d.R. nichts weil
das nur Mikrovolt sind wenn man sich nicht direkt neben dem Sender
befindet.

Autor: Sonic (Gast)
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Was ich meinte sind schnelle Schaltvorgänge seitens des µC. Z.B. eine
4x4-Keypadabfrage mit 20cm Freiluftverdrahtung macht extreme Probleme
(trotz Pullup). Hatte auch ein RAM auf'm Experimentierboard mit ca.
10cm Leitungen stecken, Ergebnis war nur Müll! Was hilft sind
Flachbandleitungen (immer mit Masse dazwischen) und aufgeschobenen
Ferritkernen.

Autor: Winfried (Gast)
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Was kümmern mich denn die Mobilfunknetze bei einer selbst aufgebauten
Schaltung? Ich glaube, von da lauert keine Gefahr in Sachen
Störeinstrahlung.

Autor: Sonic (Gast)
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Genau wegen dieser Gedanken sind hier im Forum sehr viele Beiträge wegen
ungeklärter Phänomene! In meiner Firma sind deshalb Handys verboten. Da
wurden aufwändige Tests gemacht, 2W Digital haut mächtig 'rein!

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