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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Automatischer Verstärker


Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Hallo, ich habe ein kleines problem mit der verarbeitung von
schwankenden NF-Signalen mit einem AVR. Ich müßte einen Verstärker
aufbauen, der trotz schwankendem eingang eine gleichbleibendes
Ausgangssignal liefert. Kennt vieleicht einer von Euch so eine
Schaltung ?


Danke !!!

Autor: Unbekannter (Gast)
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Nennt sich AGC = automatic gain control.

Im Prinzip eine Rückkopplung, die entweder die Verstärkung oder das
Eingangssignal beeinflusst.

Je nachdem wieviele Quadranten du brauchst kann man das mit 1 oder 2
Differenzstufen (aka Gilbertzelle) und einem Transistor zum
Strom-Spannungswandeln erledigen. Das Signal muss dann halt wieder auf
single-ended gewandelt werden. Das geht mit einem OP und 2
Widerständen.

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

"vornehme" Version: Digital-Poti an den AVR als Spannungsteiler vor
den AD-Wandler und die AGC per Software machen...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Arno H. (Gast)
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Was ist der Zweck der Verarbeitung?
Wenn nur die Anwesenheit oder Frequenz der NF detektiert werden soll,
reicht ein Begrenzerverstärker aus.
Soll der Inhalt erhalten bleiben, ist eine AGC oder ein Kompressor
erforderlich.
Arno

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Wie könnte so eine AGC-Schaltung aussehen ? Google brachte da keine
ergebnisse, sondern nur Begriff´s erklärungen.

Danke !!

Autor: Arno H. (Gast)
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Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ich habe die Schaltung im Anhang aufgebaut, um den Fernsehton konstant
zu halten, weil mich die Werbung immer "anbrüllte".
Bei Ue 500 mV bis zu Ue 2V bleibt der Pegel am Ausgang konstant
1,7 Volt.

MfG Paul

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Hier ist noch die Board-Datei dazu.

Paul

Autor: Thomas O. (Gast)
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kannste das auch mal exportieren z.B. als PNG, JPEG....

Autor: Paul Baumann (Gast)
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...könnte ich, bloß- wer es nachbauen möchte, wird mit diesen Dateien
besser bedient sein, da er dann die Schaltung gleich in sein Projekt
einbinden kann, was mir einem Bild nicht so gut geht.

MfG Paul

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Wer es nachbauen möchte und kein Eagle besitzt, wird mit dem Bild des
Schaltplans besser bedient sein.


Peter

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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100% FULL ACK :)

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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Es dürfte sich auch bei Google einiges an Schaltplänen
unter dem Stichwort "Kompressor" bzw. "Compressor" oder "Limiter"
finden lassen.

Je nachdem, wie hart dieser Kompressor eingestellt wird,
dürfte sich das ergeben, was Du suchst. ICs von
THAT leisten da gute Dienste und werden auch in vielen
Studiogeräten eingesetzt. Schau mal unter www.thatcorp.com
unter "voltage controlled Amplifiers" von denen oder "Analog Engine

Dynamics Processors" und dort den THAT4301.

Greetz
kmt

Autor: Paul Baumann (Gast)
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So, auf vielfachen Publikumswunsch noch einmal als Bild. :-)

Paul

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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Eagle oder nicht, wer es nachbauen möchte hätte wohl gerne die Werte der
Bauteile. ;-)

Autor: Selma (Gast)
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LOL, ist doch symmetrisch wegen Stereo -> unterer Teil identisch zu
oberem. Richtig, Paul?

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Jörn
Da die Schaltung symmetrisch ist, sind die Bauelemente oben und unten
natürlich gleich. (Kopf kratz?!)

MfG Paul

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

Frage zur Schaltung der Dioden des Gleichrichters:
wenn es ein Verdoppler werden sollte, müßte die Kathode von D2 an die
andere Seite von D1. So, wie gezeichnet, ist mir der Sinn von D2
unklar.

Das Ding muß doch aber merkliche Kompressionseffekte machen
(Zeitkonstante mit 100µ/100k 10ms)?
Wie sieht es mit Verzerrungen aus? Die Geschichte, einen Transistor als
gesteuerten Widerstand zu benutzen, ist zwar alt wie die Welt, jeder
Kassettenrecorder hat so die Aussteuerungsamtomatik gemacht, HiFi war
das aber auch nicht so unbedingt. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Michael
Ja, Du hast Recht; die kathode von D2 muß an die andere Seite von D1.
Ich habe eben noch mal am lebenden Objekt nachgesehen und gemerkt, daß
ich dort damals 2 Dioden diagonal einlöten mußte, weil ich beim Entwurf
den Fehler nicht bemerkt hatte.
Das war mir jetzt eine Lehre: lieber 10 mal gucken, als einmal etwas
Unvollständiges oder gar Falsches zu senden.
Freilich ist das ein altes Schaltungsprinzip, aber deshalb kein
schlechtes. Prinzipbedingt treten dabei Kompressionseffekte auf, nur
sind die für mich nicht so störend bemerkbar. Dank der TL072 rauscht
die Schaltung nur sehr wenig. Die HIFI-Norm werde ich damit wohl nicht
erfüllen, das war aber auch nicht mein Ziel.
Zu Verzerrungen kann ich sagen: Mit Sinusgenerator und Oszillographen
sehe ich im angegebenen Ue-Bereich zwischen 20 Hz und fast 40 Khz keine
Verzerrungen. (Einen Spektrumanalyser habe ich gerade nicht
gefunden :-))

So, gut nun, Gudrun :-)

MfG Paul

Autor: Kai Markus Tegtmeier (Gast)
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Wäre das nicht prinzipiell schon eine Verbesserung, statt des
Bipolaren Transis einen passenden FET zu nehmen und die Schaltung
entsprechend anzupassen?

Greetz
kmt

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

@Paul Baumann:
ist doch völlig ok so, mich interessierte ja nur Deine praktische
Erfahrung damit. Ich hätte mich auch mit der Einschätzung durch Deine
Ohren begnügt, ohne Oszi und Generator. :-)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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@ Selma & Paul
Sorry, habe die Schaltung mit eagle aufgemacht und sehe dort die Werte
leider nicht, wohl aber später im jpg.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Jörn
Die Werte sind nur im jpg-File enthalten.

@Kai-Markus
Inwiefern stellt das eine Verbesserung dar? Außerdem erschwert der
Einsatz eines FET auch die Erzeugung der Regelspannung.
Ich habe hier einen großen Fundus an ausgelöteten Bauelementen, die
ich mal "verbraten" wollte. Kleine FET´s habe ich nicht da und große
rauschen stärker als bipolare Transvestiten, äh Transistoren. :-)

Wenn Du andere, funktionierende Schaltungen ohne schwer zu erhaltende
Spezialschaltkreise da hast, dann immer her damit.

MfG Paul

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Du hast Transvestiten in der Schublage? ;-)

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Hier noch ein paar Bilder vom Corpus Delicti. :-)

@Rahul
Waren Transvestiten nicht eine Sonderbauform von Thyristoren?
Die haben doch eine besondere Zündelektrode und zünden in allen
Quadranten gleich gut. Oder bringe ich da was durcheinander? :-))

MfG Paul

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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http://www.reichelt.de/
NE571 DIL 2,42 Euro
NE572 DIL 2,90 Euro
die sind nicht so schwer beschaffbar. Allerdings scheint sie Philips
nicht mehr herzustellen, Philips-Nachfolger www.nxp.com kennt sie erst
garnicht.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Ebenfalls häufig für Kompander benutzt: CA3080, LM13600/LM13700
"operational transconductance amplifier". Google findet mit den
IC-Bezeichnungen sicher ganze Bauanleitungen

Erste Suchergebnisse:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...

hier steht, die NE570-72 gibts jetzt von www.onsemi.com:
http://www.diystompboxes.com/smfforum/index.php?to...
mit Verweis auf lange Applikationsschriften zu Kompandern:
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AND8159-D.PDF
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AND8160-D.PDF
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AND8227-D.PDF

Autor: Philipp (Gast)
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@Paul und auch die anderen

Kann ich Versuchsweise Pauls Schaltung auch mit einem LM324 und BC547
nachbauen? Würde gerne mal probieren ob es viel bringt, habe aber
leider nur den LM324 als OP hier und auch keinen BC548 (sollte gerade
da ja egal sein, oder?)

Kann man das machen? Mit ein wenig mehr Rauschen könnte ich leben,
möchte nur die generelle Funktion einmal selbst "hören".

Vielen Dank
Gruß Philipp

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ich denke schon, daß das auch mit dem LM324 geht. Der ist aber mit
bipolare Transistoren in der Eingangsstufe ausgerüstet, so daß dessen
Eingangswiderstand geringer ist.

MfG Paul

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Danke für eure Antworten und anregungen. Ich hab mal den Regelverstärker
gebaut, läuft super .


Danke !!!

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Jetzt muß ich dem AVR nur noch beibringen, das er was bei bestimmten
Tönen machen soll. Kann ich dazu einfach den Analogport benutzen ?

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Mr. 400 Volt
Hast Du ihn mit dem TL072 aufgebaut oder den LM324 genommen?

Dein Problem wird wohl darauf hinauslaufen, daß Du einen Frequenzmesser
programmieren mußt, um dann abhängig von der
gemessenen Frequenz irgendeine Aktion auszuführen.

MfG Paul

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Ich hab den TL072 genommen. Mit dem Frequenzmesser hast du leider recht.
Ich Programmiere das ganze ( besser gesagt, ich versuche) mit Bascom.
Mal sehen, ob ich irgendwelche ergebnisse hinbeckomme.......

Autor: Philipp (Gast)
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Also ich habe es mal auf dem Steckbrett nachgebaut. Mit LM324 und BC547.
Allerdings ist zum einen die Verstärkung ziemlich groß (Hab den SAT
Receiver ganz runtergedreht und muss in der Einstellung den Fernseher
fast voll aufdrehen) wenn ich nun die Schaltung dazwischenschalte ist
es extrem laut und ich muss den Fernseher weit runterstellen. Wenn nun
die Werbung kommt, kann ich nicht wirklich festellen, dass diese nicht
mehr lauter ist als vorher. (<- d.h. immernoch lauter als der Film)

Habe mal die Spannung am 100µF Kondensator gemessen, diese liegt normal
so bei 5V und steigt bei der Werbung an (sieht ja eigentlich ganz gut
aus).

Hab ich da was komplett falsch gemacht oder kann der LM324 das
verursachen?

Sorry, ist ja eigentlich ein wenig OT.

Vielen Dank trotzdem
Gruß Philipp

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ich habe die Schaltung in meinen Fernseher zwischen Tondemodulator
und die NF-Vorstufen gesetzt. Um den Demodulator nicht mehr als vorher
zu belasten, habe ich den TL072 verwandt.
Die Lautstärkeregelung per Fernbedienung greift erst hinter dem
Kompressor ein. Dadurch haben dann alle Sendungen, egal von welchem
Sender die gleiche Lautstärke. Das Signal auf dem Scart-Anschluß bleibt
davon unbeeinflußt.

MfG Paul

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

die Diode D2 hast Du richtig angeschlossen? Die Katode muß an die Anode
von D1, im ersten Schaltplan von Paul war das falsch gezeichnet.
Die Spannung am 100µ sollte ohne Signal wohl bei ca. Ub/2 - 2* 0,7V der
Dioden liegen, also bei 12V Ub etwa 4,4V Zum Öffnen des Transitors müßte
sie etwa auf Ub/2 + 0,7V Ube ansteigen, also 6,7V.

Die 0,7V sind bei den kleinen Strömen vermutlich merklich zu hoch von
mir geschätzt.

Die Verstärkung ist rund 20-fach, um am Ausgang also ca. 2V zu
erreichen (Der Regel-Einsatz dürfte irgendwo da liegen), sind am
Eingang also rund 100mV erforderlich. Darüber sollte die Regelung das
Ausgangssignal aber dann auf dieser Größenordnung festhalten.

Wenn Du den Eingang (vom Sat-Receiver) runtergedreht hast, kann es gut
sein, das der Regeleinsatz garnicht erreicht wird, weil das
Eingangssignal zu klein ist.

Gruß aus Berlin
Michael



Gruß aus Berlin
Michael

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