Gitarrenverstärker + Effektgerät

Gast #407825
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Ich habe das Teil von http://elm-chan.org/works/vp/report.html
nachgebaut und möchte es nun für meine e-Gitarre erweitern.
Da ich als arme Studentin auch noch keinen richtigen Verstärker habe
(ich übe noch mit Kopfhörer) möchte ich den gleich mitbauen.
Ich darf zum zusammenbauen und messen die Ausrüstung eines
Elektronikinstitutes nutzen.
Ich habe aber noch einige Fragen:
Wie greift man das Signal der Gittarre am besten ab?
Mein Modell hat einen Kopfhöreranschluss und eine 6,25mm Klinkenbuchse.
Ich weis allerdings nicht, welche amplitude das Ausgangssignal dort
hat.
Mit welchem OPV soll ich das signal abtasten? Gibt es spezielle Modelle
für Audio oder sind diese nicht notwendig / überteuert?
Mit welchem DAC kann das Signal wieder ausgegeben werden?
Welche Endstufe soll ich verwenden? Erstmal möchte ich nur kleinere
Passivboxen anschließen bis ich meine Musik auf die Menschheit
loslassen kann.
Lohnen sich Röhren?
Danke für alle Antworten!!
Gast #407828
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Selber Bauen ist lustiger.
Und als Studentin hat man ja Zeit...
Der Verstärkerteil ist mir auch nicht so wichtig, aber ein Effektgerät
würde ich mir schon gerne bauen und dazu das Teil von der Seite so
erweitern, das man es in der Praxis einsetzen kann.
Ich habe aus versehen OPV geschrieben, habe aber ADC gemeint.
Admin Persönliche Seite #407830
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Was für eine Gitarre ist das? E-Gitarre oder Akustik mit Piezo?
Kopfhörerausgang klingt eher nach letzterem, da solltest du also
praktisch jeden Verstärker mit Line-Eingang verwenden können.

Bei E-Gitarren verwendet man um das Signal auf Line-Level zu kriegen
i.d.R. einen einfachen, möglichst hochohmigen Verstärker mit einem
Verstärkungsfaktor von ca. 10. Schaltpläne dürften sich genug finden
lassen ("guitar preamp" usw.).

NEC5532 hab ich in solchen Schaltungen auch schon gesehen, ich denke
aber dass so ziemlich jeder aktuelle OP-Amp dieser Klasse brauchbar
ist.
Gast #407833
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Das Teil sieht echt gut aus.
ARM programmierumgebung habe ich auch zur Verfügung.
Ich hätte noch ein paar Fragen:
Woher bekommt man den TLV320AIC23B? Verschickt TI Samples an
Studenten?
Wie mache ich eine Stromversorgung um Masseschleifen zu vermeiden?
Wie kriegt man möglichst günstig RAM (1-4MByte?) an einen AT91SAM7? Das
Teil hat ja leider keinen SDRAM Controller.
Admin Persönliche Seite #407834
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Ja, den TLV bekommst du auch als Sample.

Die Stromversorgung ist kein großes Problem, wenn du nicht vorhast ein
eigenes Board zu designen. Das im Artikel erwähnte Board finde ich
ideal für den Zweck, fertige Boards mit vergleichbarem Prozessor und
Codec gibt es leider nicht.

Eine Alternative wäre ein LPC2148, der hat AD- und DA-Wandler eingebaut
- aber die sind nicht für Audio gedacht und du darfst dementsprechend
keine Hifi-Qualität erwarten. Zum Basteln und Lernen reicht's aber
allemal.

Für größere Mengen RAM sind weder der SAM7 noch der LPC2148 geeignet.
Da sollte man schon einen mit richtigem Speicherinterface nehmen.
Gast #407835
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Board würde ich mir schon selbst machen.
Zu etwas mus eine Vorlesung über Hardwaredesign ja gut sein.
Dort wurde das mit der Stromversorgung aber nicht erklärt.
Wie verhindere ich Brummschleifen die ja im Audiobereich ziemlich oft
vorkommen?
Da ich das gerät ja auch wirklich einsetzen will, nehme ich besser
einen richtigen Codec.
Den RAM brauche ich nur um einige Sekunden Musik zwischenzuspeichern.
Muss also nicht unbedingt schnell sein.
Admin Persönliche Seite #407836
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Hast du ERFAHRUNG beim Entwurf von Platinen? Theoriewissen alleine ist
nur die halbe Miete. Zum Anfangen ist ein Board dieser Größenordnung
keine gute Idee, bei den Taktraten die da herrschen wird es EMV-mäßig
schon ziemlich ungemütlich, das merkst du schon wenn du nur den Codec
auf ein fertiges Board baust. Und wenn du dann 100 Euro für die Platine
ausgegeben hast und feststellst dass sie nicht funktioniert ist das auch
nicht schön.

Die ARM-Controller sind nicht besonders schnell was manuellen IO
betrifft, deine RAM-Zugriffe werden einiges an Rechenzeit schlucken und
die Programmierung umständlicher machen. Ich würde mich an deiner Stelle
erst mal mit dem internen RAM begnügen. Der reicht bei 32 kHz Abtastrate
immerhin noch für fast 1 Sekunde.
Gast #407837
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Erfahrung habe ich mit AVRs mit max. 18,3Mhz und die haben wunderbar
funktioniert und einen EMV Test überstanden.
Die ARM haben ja auch keinen höheren externen Takt.
Ich möchte schon mit > 12Bit und 44.1 kHz abtasten wen ich schon einen
eher hochwertigen Codec verbaue.
Reicht die ARM Geschwindigkeit nicht aus um diese Daten in einen RAM zu
schieben?
Admin Persönliche Seite #407838
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Wenn das RAM "von Hand" angesprochen werden muss nagt das schon
beträchtlich an der für Effekte zur Verfügung stehenden Rechenleistung.
Wenn du externen RAM brauchst, nimm einen ARM mit Speicherinterface, die
sind nicht viel teurer.

Ein 18 MHz-Quarz macht wenig Probleme, weil da ein Sinus rauskommt.
Wenn man den rechteckförmigen 12 MHz-Takt für den DAC quer über die
Platine leitet wird das schon weniger schön. Und wenn dazu dann noch
ein paar Dutzend Adress- und Datenleitungen mit noch höherem Takt
kommen...
Gast #407839
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Ich kenne die Designregeln.
Quer übers Board kommt nix und der HF und NF Teil wird schön getrennt.
Welche für mich erhältlichen ARM haben ein Speicherinterface?
bei 44,1kHz und 16Bit Abtastung fällt ja nur eine Datenrate von knapp
88 kb/s an oder sogar weniger bei 12Bit. Gibt es keine Seriell
ansteuerbaren RAM die ein At91SAM über eine seiner
Hardwareschnittstellen ansprechen kann (UART missbrauchen? Ein AVR
schafft sicher 460800Baud, ob mehr weis ich nicht.)
SPI wäre auch eine Lösung wen der Codec über I2C angesteuert wird.

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