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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Goldcap Supercap Superkondensator Notstromversorgung ??


Autor: Bernhard S. (bernhard)
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Geschätztes Forum,

schon seit Tagen suche ich nach einer Schaltungsvariante,

wie man mit einem Goldcap eine 5V µC-Schaltung (10mA) über mehrere
Minuten betreiben könnte.

Was haltet Ihr von dieser Schaltung?

Der 7805 ist momentan die Schwachstelle, da er einen ziemlich hohen
"Rückwärtsstrom" (Ausgang wird mit 5V gespeist) besitzt.

Leider liefert diese Schaltung nur 4,8V


Natürlich könnte man 2 Goldcaps auch in Reihe an den Eingang des 7805
schalten, aber dann halbiert sich die Kapazität.

Danke

Bernhard

Autor: Läubi (Gast)
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Ich würde den Goldcap nach den regler mit Diode setzen und die Schaltung
mit 3,3V versorgen.

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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>Ich würde den Goldcap nach den regler mit Diode setzen

Welche Vorteile bringt das?

Momentan kann der Goldcap 4,8V....3V für die µC Schaltung zur Verfügung
stellen (ca.3 Minuten)

Würde man mit 3,3 V arbeiten, dann wäre nach einigen Sekunden
die 3V Grenze unterschritten.

Autor: A.K. (Gast)
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Goldcaps können 2,5V oder 5,5V, je nach Typ. Bei dir kriegt er ohne oder
bei nur schwacher Last bis zu knapp 10V. Was ist das für eine Last, der
du das Leben des Goldcaps anvertraust?

Ein Goldcap ist kein Akku. Vorkehrung für separate Schnell- und
Erhaltungladung ist überflüssig. Einmal D||R reicht. Abhängig davon,
wieviel Spitzenstrom der Goldcap kriegt darf, ist D2 u.U. überfüssig.
Die Cs um den 7805 herum habe ich der Einfachheit der Darstellung
halber weggelassen. Den rechten 10µF packst du besser an die Last,
nicht an den Regler.

D3 habe ich mal eingebracht, um zu zeigen, wie du den Spannungsverlust
von D1 wegkriegen kannst, wenn dich der unwahrscheinlicherweise
wirklich stören sollte.












                     __
                    |    |     D1
             o------|7805|----->|----o---o-------o
                    |____|           |   |
                      |              |   |
                      |             .-.  -
                      |             | |  ^ D2
                      |             | |  |
                      V D3          '-'  |
                      -              |   |
                      |              '-o-'
                      |                |
                      |                |+
                      |               ===
                      |               /-\
                      |                |
                      |                |
                     ===              ===
                     GND              GND
(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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Hallo A.K.

Du hast in allen Punkten Recht.

Einfacher ist manchmal doch besser ;)

Hab' mal Deine Argumente zusammengefasst und sogar erreicht, dass der
Goldcap bis auf 5,5V aufgeladen wird.

Somit würde die Notstromversorgung noch einige Zeit länger aufrecht
gehalten werden.

Danke

Bernhard

Autor: A.K. (Gast)
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Die Cs rund um den 7805 gehören trotzdem gegen GND. Siehe Datasheet,
vgl. adjustable.

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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>Die Cs rund um den 7805 gehören trotzdem gegen GND

Nein

Warum nicht?

Weil die Diode D1 einen "Innenwiderstand" hat und somit die
HF-Abblockung der Kondensatoren (Unterdrückung Schwingneigung des 7805)
schwächt.

Genau genommen musste über die Diode D1 sogar noch ein Elko, damit
dieses wichtige Potential nicht "Brummbehaftet" ist

Autor: A.K. (Gast)
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Ich halte mich da ganz einfach ans Datasheet. Es gibt dort regelmässig
Schaltbeispiele, wie man 78xx-Regler regelbar macht, mit Widerstand
gegen Masse. Und da ist der Eingangs-C immer noch gegen GND.

Ausserdem lernt man daraus, dass bei den 78xx (wie auch beim LM317) der
Massestrom ziemlich konstant sein muss, sonst ginge das nicht. Folglich
kannst du den Brumm weitgehend vergessen.

Ganz anders sieht das bei Low-Dropout Regler aus. Die haben meist einen
stark lastabhängigen Massestrom.

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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>Ausserdem lernt man daraus, dass bei den 78xx (wie auch beim LM317)
>der Massestrom ziemlich konstant sein muss, sonst ginge das nicht.
>Folglich kannst du den Brumm weitgehend vergessen.

Habe gerade mal nachgemessen,
der Massestrom ändert sich um 5% bei einer Eingangsspannungsänderung
von 10 auf 20 Volt.

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