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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik VS1003 - blödes Rauschen am Ausgang


Autor: Der Albi (Gast)
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Hallo.
Ich habe mir einen Mp3-Player auf der Basis des VS1003 gebaut. Der geht 
soweit auch ganz gut - wäre nur die eine Sache nicht:
Der Ausgang rauscht wie blöde. Es ist zwar im Normalbetzrieb nicht 
hörbar, jedoch wenn die Musik sehr leise ist oder das Ende des Liedes 
erreicht wurde sehr störend.
AVDD und CVDD liegen gemeinsam an 2.55V. IOVDD wird mit den 3.3V des 
ATega128  versorgt. Die Verorgungsspannungen sind mit jeweils 10µF und 
100nF angeblockt. An RCAP war ein 1µF Tantal dran. Aber den hab ich 
wieder abgemacht und duch andere ersetzt. Nix hat gegen das Rauschen 
geholfen. Auch ein Entfernen des RCAP-Kondensators hat keine 
Verbesserung bzw Verschlechtung zur Folge.
Ich hab langsam keine Idee mehr, woher das Rauschen kommen könnte.
Ich vermute die Tatsache, das AVDD und CVDD zusammen sind ist nicht 
optimal. Ist aber nicht mehr änderbar. Wobei der Rauschanteil, der 
digital klingt nahezu vernachlässigbar ist.
Ich will aber auch nicht glauben, dass das der nornmale DAC-Fehler bzw 
der Kopfhörerverstärker ist, der da so derartig rauscht.
Vielleicht sollte ich mal die Kopfhörer nicht über den GBUF-Pin 
anschließen?

Hat jemand von Euch damit Erfahrung oder kann mir generelle Tips geben?

MFG

Autor: Coil (Gast)
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Ich kann dir den Tip geben dass sowohl mein Ipod als auch mein Ebay 
Billigplayer rauschen.

Autor: Rooney Bob (rooney)
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Ih verwende den gleichen IC und bei mir funktioniert alles tadellos. Bei 
meinem Prototypen mit dem VS1002 hatte ich jedoch das gleiche Problem. 
Wie ich es dann schlussendlich beseitigt habe, kann ich nicht genau 
sagen jedenfalls habe ich folgende Dinge beim Layout eingehalten und 
diese Massnahmen hatten sicher einen sehr großen Einfluss auf die 
Audioqualität:
# Stützkondensatoren (10nF bis 100nF) für jeden Versorgungspin
# Leitungslängen der Stützkondensatoren zu Masse und dem Versorgungspin 
so kurz wie möglich halten um Leitungsimpedanzen zu vermeiden.
# Getrennter Linearregler für AVDD, CVDD und IOVDD. AVDD muss mindestens 
2.6V sein!!!!
# Bei Multilayern solltest du Flächen für AGND, DGND und den einzelnen 
Versorgungsspannungen machen.
# AGND und DGND trennen. Kannst du an einem Punkt mittels eines 0R 
Widerstandes verbinden.
# Ferritinduktivitäten bei sämtlichen Versorgungszweigen. Minimiert 
Störaussendung und Störempfindlichkeit.
# Einen fetten Stützkondensator (100uF) für jede Versorgungsspannung.
# Kein Routen digitaler Signale durch den analogen Pfad.
# Saubere Versorgungsspannung. Verwende Linearregler mit geringem 
Rauschen und geringen Toleranzen. Ferrit am Eingang und Ausgang des 
Reglers.
# Leitungsbreiten so groß wie möglich machen.
# Schirmung der Audioausgangssignale vom IC bis zum Klinkenstecker 
mittels analoger Masse schirmen (hab ich nicht gemacht, aber wäre auch 
ein Vorschlag).


Wenn du noch Tipps brauchst, dann meld dich einfach.


http://www.poms-engineering.at/images/projects_mp3...

Autor: Der Albi (Gast)
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Also die Versorgungsspannungen kann ich nicht mehr ändern. generell 
lässt sich am Layout nix mehr ändern - das Teil ist ja quasi fertig. Was 
noch machbar ist: Ich kann noch nach belieben Kondensatoren irgendwo 
anbringen. Wobei ich generell erigentlich nur wenig platz habe. Die 
2.65V für CVDD und AVDD erzeuge ich über eine Diode, über die ich von 
den 3.3V ~0.6V abfallen lasse. Die Massen kann ich auch nicht mehr 
trennen - ist alles eine Fläche. Wobei auch im DS steht "connect AGND 
and DGND as close together as possible" (oder so) - Nach einem 
Massebrummen hört sich das eh nicht an. Wenn ich mein Amperremeter auf 
die Massefläche (wahllos) halte fließen max 3µA über das Messgerät - 
also eigentlich so minimal, dass es als OK durchgehen sollte.

Für Feritkerne hab ich nur beschränkt platz. Wie groß müssen denn die 
Spulen sein? (wndng). Bisher nützen die Blockkondensatoren nicht viel. 
Die Unterdrücken lediglich den digitalen Rauschanteil - und auch dass 
nicht wirklich gut.
Gibts noch andere Möglichkeiten die man ausprobieren könne, die nicht 
das Layout andern?

MFG

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Löte mal ein Widerstand von NF-Ausgang gegen Masse, Wert so zwischen 50 
und 300 Ohm (experimentieren!).

Autor: Der Albi (Gast)
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Netten Support haben die da :)

Albrecht Gündel wrote:

>But I have an strong noise on my phones. Normally it issnt hearable but when the 
SCI_VOL-Register is near 150 (nearly silence) the background noise becomes louder 
than the music itselfs.
>
Hi,

The signal path is 16 bits and the DAC is 18 bits. There is -6dB and
-12dB attenuation in hardware, but the rest must be done to the signal
by software. When volume register is 150 = -75dB, there is -63dB digital
attenuation required (75-12=63), leaving only about 5.5 active bits to
the 16-bit data.

The chip is not designed for that large dynamic range.

>I reduced the noise by connecting the LineIn-Input to the virtual GroundBuffer of 
the Phones (additional to the normal connections that were shown in the 
Datasheet). Are there still any other known sources for the noise that is still 
there?
>
Well, I didn't know about this one even!:-)

If you are not using the line input or mic input, write 0xc01e to
SCI_WRAMADDR, then 0 to SCI_WRAM. This clears the MODU_DIV register and
disables the AD converter. (Due to a firmware bug the ADC is not off by
default like it should.) This should also save a couple milliamperes on
AVDD.

If you do not need such a large dynamic range, attenuate the signal only
after VS1003 has generated it with a smaller attenuation.

If you need a large dynamic range, one solution is an external volume
control chip.

>Kind Regards from Germany.
>Albrecht Gündel.
>
-Pasi Ojala
VLSI Solution Oy


Aber so richtig zufrieden bin ich da immernoch nicht.
was soll der R bringen?

MFG

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Tiefpaß

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Oder kommt der VS1003 ohne Kondensatoren aus? Wenn ja, kannste den R 
natürlich tonnen.

Autor: Der Albi (Gast)
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Jep. Der hat ne virtuelle Masse. (bei 1.2V)

Autor: Der Albi (Gast)
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Da mich das ganze hier nervt und ich keine digitalen Störngen mehr im 
Ausgang hören kann ist das Restrauschen wahrscheinlich duch den 
Kopfhörerverstärker und den DAC.

Ich brauche daher einen Widerstand, den ich Digital ein und ausschalten 
kann.
Meine Idee: Einen Modfet nehmen und duch einen Spannungsteiler die 
Gatspannung so einstellen, dass das Signal auf 1/4 geschwächt wird. -> 
1/4 des Rauschens.
eine Seite des Spannungsteilers verbinde ich mit einem Pin des AVRs -> 
also wahlweise auf + oder -. Damit erreiche ich, das wahlweise die 
Gatsannung anliegt oder auch eine volle "+" oder "-" Spannung. Bisher 
bekomm ich aber nur geknackse duch den Mosfett durch. :(

Hat jmd ne Idee?

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Hallo VS1003-Fans,

hat jemand von Euch Audio-Aufnahmen mit dem Teil gemacht? Ich hatte 
vorher einen VS1002, da ging es ganz gut (ADPCM, keine hohe Qualität 
aber verständlich). Man kann die Qualität abschätzen, wenn man das Audio 
Feedback anhört, das der Chip auf den Ausgängen generiert. Das geht auch 
beim VS1003, aber seltsamerweise nur mit bestimmten Clock-Einstellungen 
(bei Clock Multiplikator 2x) Wenn man schneller taktet, kommt so eine 
Art zerhackter Mickymouse-Sound als Feedback - seltsam - sollte doch für 
das Audio Feedback egal sein, wie schnell der Chip läuft?

Hat jemand von Euch diesen Effekt beobachtet? Naja ich werde auch mal 
den (wirklich guten) Support befragen.

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