www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATMEL und LEDs die nicht voll hell sind


Autor: Neuling (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo erstmal.
Ich bin absoluter Anfänger in Elektronik und habe mir ein ATMEL 
Mikrocontroller-Board mit einem der billigen Paralleladapter zum 
programmieren zusammengelötet.
In meinem Fundus waren noch einige Widerstände und alte (Baujahr 19xx 
???) LEDs.
Die Widerstände haben laut meinem Multimeter 1000 Ohm und zu den LEDs 
kann ich nur sagen das sie grün und rechteckig sind.
Sobald ich nun einen PIN des Mikrocontrollers auf Ausgang und High-Pegel 
setze sollten doch die LEDs voll leuchten, oder ?
Meine sind kaum zu erkennen !
Dabei sollten doch die LEDs bei High-Pegel volle Spannung bekommen und 
daher auch voll leuchten ?
Die 1000 Ohm Widerstände habe ich zwischen den Mikrocontroller und die 
LEDs gesetzt, weil ich das so auf einer Webseite gesehen habe.
Warum leuchten meine LEDs nicht voll ?

Autor: Schubi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich denke mal, du betreibst die Schaltung mit 5V.
Da sind 1k Vorwiderstand ganz schön viel.
Alte LEDs brauchen rund 20mA um schön zu leuchten.

Autor: Selma (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
1000 Ohm sind für normale und zu dem grüne LEDs deutlich zu groß.

Grüne LEDs haben eine deutlich höhere Flußspannung als rote LEDs. Ein 
typischer Wert liegt bei ca. 3,6V, im Vergleich dazu haben rote nur 
1,9V. Für den Vorwiderstand bei grünen LEDs ergibt sich somit bei 10mA 
Strom R=(5V-3,6V)/10mA=140 Ohm.

Autor: helferlein (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
R=U/I

Strom durch die LED: 20mA
R*I=U
1KU/I*20mA=U U=20V

erst wenn der Atmege 20V Hihg liefert können die 20mA durch die LED 
fliessen....

Autor: AVRFan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das kannst Du doch leicht klären, indem Du eine Deiner LEDs mit dem 
1000-Ohm-Widerstand in Reihe direkt zwischen Plus und Minus hängst, also 
ganz ohne Beteiligung des µCs.  Leuchtet sie dann immer noch schwach 
[*], liegts nicht am µC.

[*] Was sie tun wird, weil der 1000-Ohm-Vorwiderstand zu "undurchlässig" 
ist.  Du musst einen kleineren Widerstand nehmen. Tipp: Mess mit Deinem 
Multimeter doch mal den LED-Strom.

Autor: Selma (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielleicht noch eine Korrektur: 3,6V waren etwas hoch gegriffen. Diesen 
Wert hatte ich hier aus einem Datenblatt für low-current ultra-bright 
LEDs von Kingbright. Normale Standard-LEDs liegen wohl bei ca. 2,5V.

Für den Vorwiderstand ergibt sich dann 250 Ohm.

Autor: Johannes A. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gerade bei grünen LEDs kenne ich enorme Helligkeitsunterschiede -
und von "normalen" grünen Standard-LEDs Spannungen von ca. 1,8V.

Den Strom kannst Du übrigens auch ganz einfach über die Spannung
über dem 1kOhm-Widerstand bestimmen. 2V über 1kOhm entsprechen da
2mA, und 3V 3mA, was für alte Standard-LEDs, gleich welcher Farbe,
einfach zu wenig ist.

Probier ruhig mal kleinere Widerstände bis hinab zu sagen wir 150
oder gar 100 Ohm. Einem einzelnen AVR-Pin darfst Du schon mal 40mA
zumuten...

Gruß Johannes

Autor: let (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Diffusionsspannung grüner standard-LEDs liegt bei 1,7-1,8V.
Bei einem 1k Widerstand besteht sicher keine Blendgefahr aber könnte es
sein das du das DDRx Register nicht richtig gesetzt hast? Wenn die
entsprechenden Pins als INPUT konfiguriert sind, schaltest du mit dem
PORTx Register nur die internen Pullups ein oder aus. Damit glimmen die
LEDs nur.

 - Michael

Autor: Mitch (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

habe eben dein Posting gesehen.
Nur ganz kurz aber es funktioniert. Bei 5V für den Atmega und die LED 
nimmst du einen Vorwiderstand von 220 Ohm oder 270 Ohm.  Beschaltet wird 
der Ausgang gegen VCC (+5V). Also MCU-Ausgang, dann Widerstand, dann LED 
und dann gegen VCC. So kann der MCU mehr Strom schalten als gegen Masse.

220 Ohm ist typisch für 5 V.
1000 Ohm für 12V.

Probiere es aus, es wird funktionieren

Mitch.

Autor: FBI (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Mitch

"So kann der MCU mehr Strom schalten als gegen Masse."

Das stimmt nur teilweise, es gibt auch AVRs mit symetrischem Output.

CU Frank

Autor: Johannes A. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"So kann der MCU mehr Strom schalten als gegen Masse."

Franks Einschränkung ist noch untertrieben - das stimmt eigentlich 
überhaupt nicht. Die heutezutage nahezu symmetrischem AVR-Outputs (mit 
immer noch erkennbarem leichten Vorteil für den Schalter nach Masse) 
sind vielmehr schon eine Glanzleistung der "Siliziumfresser", denn die 
Halbleiterphysik arbeitet grundsätzlich dagegen.

Wie sehr, lässt sich erahnen, wenn man sich einmal die Outputs der alten 
AT90S AVRs ansieht (auf der atmel-Site "mature products" genannt): Die 
erreichen denselben Spannungsabfall über den High-Schaltern (nach Vcc) 
bereits mit 1/7-1/6 des Stromes für die Low-Schalter (nach Masse).

Gruß Johannes

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.