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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DDS-IC für Funktionsgenerator


Autor: Ste (Gast)
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Hallo!

Ich plane ein neues Projekt, wie der Titel schon verrät möchte ich mir 
ein Funktionsgenerator bauen. Ein zentrales Problem stellt dabei der 
eigentliche Funktionsgenerator-Chip dar. Ich habe zwar einige spannende 
gefunden (z.B. von Analog Devices) jedoch erfüllt keiner meine Wünsche:
- Bis ca. 30 MHz ein brauchbares Sinussignal
- Sinus
- Sägezahn / Dreieck (wäre schön, geht aber auch ohne)
- Rechteck (kann notfalls auch mit Schmitttrigger aus Sinussignal 
gewonnen werden)
Wie erwähnt gibt es einige interessante bei Analog Devices, doch die 
können "nur" bis 25Mhz, alle die schneller sind haben nur Sinusausgang, 
oder habe ich da was übersehen?

Dabei soll unbedingt ein DDS-Chip zum Einsatz kommen, wo man also 
(parallel oder seriell) Signalform und Frequenz senden kann und der das 
dann auch macht.

Danke für jegliche Bauteiltipps

Autor: rayelec (Christoph) (Gast)
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Ich sage es ungern, aber ausser AD wird's wohl niemanden geben, der 
sowas macht! :-(

Autor: Hendi (dg3hda) (Gast)
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Hi, Falls du den schmerzhaften aber u.U. lohnenden Weg der 
Fouriersynthese gehst (mehrere Oszillatoren zum gezielten 
Oberwellen-hinzufügen), sag mir wie es läuft, bittebitte !

Grüße,

Hendrik.

Autor: Ste (Gast)
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@ rayelec: Wäre echt schade, ich hoffe aber trotzdem noch auf 
Geheimtipps
@ Hendi: Ich glaube, dass man nach diesem Rezept mit "Hausmitteln" nicht 
zum gewünschten Erfolg kommt.

Autor: Marco S. (masterof)
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Und wenn man mehre DDS nimmt und die ausgänge auf einenm 
Adierer-Verstärker gibt?

Würde das reichen?

Ich habe noch eine Frage gibt es ein DDS wo bis zu 100MHz als Sinus 
erzeugen kann?

Gruß Marco

Autor: Ste (Gast)
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Ja, das ginge evtl schon, aber mehrere ICs ist dann eine Kostenfrage, 
für eine einigermassen brauchbare Dreiecksfunktion braucht man schon 
einige, und zwar auch solche die bis weit über 25 Mhz können, dann wirds 
eben teuer...
Es gibt schon sehr schnelle, bis 1 Ghz.

Autor: noch ein Lehrer ;-) (Gast)
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bin schon müde, deshalb ein off-topic (sorry dafür):

"..gibt es ein DDS wo bis zu 100MHz als Sinus erzeugen kann..."

Mir fiel hier wieder auf, daß viele Leute das Wort "wo" benutzen, wenn 
(entsprechend meiner Deutschkenntnisse) eigentlich "welcher"/"welches" 
gefordert ist.

Ist das ein (spezieller) Dialekt ?

/ Olaf

P.S.: Ja die Frage ist ernst gemeint :-)

Autor: Ste (Gast)
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Ich tippe mal, dass das aus dem Schweizerdeutschen stammt, da sagt man 
das so bzw. kann man das so sagen.
Für alle zum Schweizerdeutsch lernen: "...gits en DDS wo bis 100 MHz 
Sinus erzüüge chan..."

Autor: BoB (Gast)
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ja, also ich denk schon oder?

also auf der AD Seite gehn die bis 1GHz System Clock. Im datenblatt 
steht irgendwas von 400MHz sine output.

http://www.analog.com/en/subCat/0,2879,770%255F843...

Langt des?

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Wie wäre es denn mit dem AD9959? Damit sollte sich doch ein sauberer 
30MHz Sinus erzeugen lassen. Bei 40MHz hast du zwar noch einen Anteil, 
der aber liegt bei -70dB und das müßte sich problemlos mit einem 
passiven Filter noch weiter dämpfen lassen.

Autor: snowman (Gast)
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korrekt, das ist in der CH so... in D aber nicht ;) obwohl ich das z.t. 
bei Deutschen auch schon gehört habe. anyway, bei Analog Devices sehe 
ich aber einige DDS bausteine, welche einen grundtakt von 400MHz haben 
und bezahlbar sind. mit diesen liessen sich ein guter sinus mit 25MHz 
erzeugen...

DDS-bausteine:
http://www.analog.com/en/subCat/0,2879,770%255F843...

berechnungstool:
http://designtools.analog.com/dtDDSWeb/dtDDSMain.aspx

...nur mit filter-konstruktionen und ausgangs-endstufe kenne ich mich 
nicht auaus, wenn du aber was hast, könntest du es hier 
veröffentlichen?!

Autor: Ste (Gast)
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Ja, leider möchte ich aber auch Dreieck/Sägezahn und Rechteck...

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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@Ste:
DDS gibt prinzipbedingt nur Sinus aus. Mit einem Tiefpass und 
nachgeschaltetem Komparator läßt sich daraus noch ein Rechteck machen, 
mehr nicht, jedenfalls nicht im oberen Frequenzbereich. Wozu braucht man 
eigentlich einen Sägezahn mit 10 MHz oder mehr ?

Jörg

Autor: Ste (Gast)
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Vom prinzip her kann man ja ein fast beliebiges Signal ausgeben, nicht 
nur Sinus, man könnte zum Beispiel auch eine zweite LUT einbauen für 
Sägezahn... Aber eben, gibt es halt anscheinend einfach nicht.
Dringend benötigen tue ich das nicht, aber man könnte schon interessante 
Dinge damit tun, zum Beispiel Transistoren testen (Sägezahn an Basis) 
und so Effekte zeigen/finden die bei wenigen Herz nicht auftauchen. Aber 
da es das nicht gibt habe ich mich auch damit abgefunden. Ich habe mich 
jetzt mal auf die konzentriert: AD5930 bzw. AD5932. Gefallen mir beide 
recht gut. Habe zwar noch nicht genau den Unterschied ausmachen können, 
habe mich aber auch noch nicht ans Studium der Datenblätter gemacht.
Jetzt frage ich mich nur noch ob vielleicht jemand die 
Eagle-Bauteillibraries für einen der beiden oder sogar für beide hat. 
Ich bin zu faul um die selber zu machen, also wenn sie jemand grad hat 
--> her damit :) Sonst muss ichs halt doch selber machen :(

Autor: Uwe Bonnes (Gast)
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Bevor Du fragst und auf eine Antwort wartest, hast Du viell schneller 
Deine eigene Bibliothek gemacht...

Autor: Uwe Bonnes (Gast)
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Wenn Du was lernen willst, nehmen einen Xilinx XC3S und einen schnellen 
DAC.

Dann schreibst Du einen NCO in HDL, programmierts den Spartan und hast 
schon einen Saegezahngenerator. Wenn Du das oberste Bit als Vorzeichen 
interpretierst, hast Du einen Dreieckgenerator. Fuer das Rechtecksignal 
wertest Du nur das oberste Bit aus, Und mit einer Sinustabelle gibt es 
den Sinusgenerator. Der Spartan kann soetwa wahrscheinlich mit gut 150 
bis 200 MHz, nur ein schneller DAC duerfte etwas kosten. Uebrigens gibts 
die HDL fuer einen Sinusgenerator schon in den Xilinx IP Bibliotheken. 
Die IP fuer den Sinusgenerator ist kostenlos.

Autor: Ste (Gast)
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Wenn die Bibliothek gerade jemand gehabt hätte... Ich hab eben noch nie 
eine eigene Bibliothek gemacht. Gut, aber dann werde ich das mal machen, 
wird schon hin hauen, nur bin ich jeweils zu faul um so Sachen 
anzusehen...

Das mit dem Xilinx klingt eigentlich wirklich spannend, doch es 
übersteigt meine finanziellen Möglichkeiten doch um einiges. Und als 
Projekt fürs nächste halbe Jahr wars auch nicht geplant, deshalb werde 
ich doch die einfachere Methode wählen...

Trotzdem Danke
Gruss

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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Da in diesem Punkt anscheinend einige Unkenntnis im Umlauf ist noch mal 
ganz langsam zum mitlesen:
Eine DDS kann bei vollem Frequenzbereich prinzipbedingt keine andere 
Signalform als einen reinen Sinus ausgeben. Eine Rechteckspannung kann 
man optional mit einem nachgeschalteten Komparator/Schmitt-Trigger 
erzeugen.
Natürlich kann man andere Signalformen in die LUT laden, aber das 
funktioniert nur, wenn die Taktfrequenz sehr groß gegenüber der 
erzeugten Frequenz ist. In diesem Fall kann man aber die wesentlichen 
Vorteile einer DDS, vor allem den größten Teil des verfügbaren 
Frequenzbereiches, nicht mehr nutzen. Würde man die LUT mit höherer 
Frequenz auslesen, käme es zu mehr oder weniger massiven 
Aliasing-Effekten. Nur bei sehr niedrigen Ausgabefrequenzen können die 
Aliasing-Effekte vernachlässigt werden und brauchbare Signale erzeugt 
werden.

Jörg

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