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Forum: FPGA, VHDL & Co. opengraphics.org Freie GPU


Autor: 0undNichtig (Gast)
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Hi, da sich doch einige mit FPGA&Co auskennen wollte ich mal auf 
www.opengraphics.org (The Open Graphics Project - OGP) hinweisen. Der 
Autor ist dabei eine quelloffene Grafikkarte zu konstruieren. Wer das 
notwendige Wissen hat, kann ihm ja vielleicht helfen.

Das ganze ist in soweit ganz interessant, als dass die Karte OpenGL 
komplett unterstützen soll und durch das OpenSource Konzept dann auch 
endlich mal Linux Treiber im Quellcode für 3D Karten vorliegen.

Autor: Daniel M. (usul27)
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Naja, wenn ich mir anschaue, wieviele Transistoren heutige Grafikkarten 
haben (selbst in Low-End-Bereich ist man da mittlerweile bei 50 Mio, 
Top-Grafikkarten bringen es auf 200 Mio), dann ist so ein Eigenbau auf 
Basis eines FPGA eher eine Spielerei.

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Solche Systeme lassen sich aber sehr gut zu Testzwecken implementieren, 
um Prozesse zu überwachen: Wenn man z.B. irgendwelche Reaktionen von 
Machinen, Zustände, Events oder schnelle Datenausgaben beobachten will, 
wird es schwer, das nur über einen COM-Port zu "monitoren" wie es oft 
geschieht. Ich bin daher schon vor Zeiten dazu übergegangen, einige 
Port-Pins von Prizessoren zu missbrauchen, um Oszilloskope oder 
LogicAnalyzer mit Daten zu füttern. Der nächste Schritt war ein PLD, der 
einen VGA-Monitor steuert und in verschiedenen Feldern und Bildbereichen 
mit unterschiedlichen Farben die Fehlerzustände und Daten als 
Balkendiagramme darstellt. So kann man mehrere Zustämde von 
Prozessorenen und Softwaremodulen gleichzeitg im Auge behalten, was mit 
Zahlenkolonnen kaum geht. Interrupts von Prozessoren lassen sich so sehr 
gut beobachten. Mit einem FPGA und einer standardisierten Schnittstelle 
ginge das noch unviverseller.

Autor: Kest (Gast)
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Wie der Zuffal so will, habe ich gerade am We alle Artikel ab 2004 
durchgelesen (also vieles überflogen), weil es mich interessiert hat.

Mein Fazit ist: äh... da kommt nichts vernünftiges raus. Es sind viele 
Softwerker am Start, die denken, dass Opensource das Wahre ist. Als es 
dann darum ging, HDL-Code offen zu legen, will das TechSource (das sind 
die, die eigentliche HardwareEntwicklung machen und die PCI samt 
grundlegender VGA-Funktionalität implementieren wollen) verhindern, weil 
sie ja damit später Geld verdienen wollen, was auch okay ist.

Jede Woche kommt jemand mit neuen Features, die noch mit integriert 
werden solle, es nahm kein Ende. Was nützt es einem, wenn eine 
Software-Render-Engine feritg ist, wenn nicht mal annährend was in HDL 
geschrieben ist?

Mag sein, dass offene Treiber nötig sind. Aber im ernst, wieso soll ich 
1000 $ für die Karte ausgeben (ja, sowiel soll sie erstmal kosten, als 
EntwicklerKit mit PCI und DVI), wenn ich für wenige Dollar irgendeine S3 
oder so kaufen kann, wo Treiber auch offen sind und Hardware nicht?

Die fingen gleich an: "ja, Zielpreis ist 100 $"..."ASIC hier, ASIC da". 
Also ein bisschen "träumen" ist ja erlaubt, aber es war abzusehen, wie 
es endet.

Ich las aber weiter, weil es mich doch interessiert hat, wie es endet 
(es endet noch nicht). Wie ichs verstanden habe, steht "Release" 
unmittelbar bevor (das heißt - 2007).

Am meisten musste ich lachen, als sie von Spartan 3 auf Lattice 
umgestiegen sind, weil preiswerter... Als dann Schematics verabschieden 
werden sollten, switchten sie zurück zu Spartan 3 (4000, glaube ich). 
PCI hat ewig nicht funktioniert (weil sie kein Geld hatten für 
komerzielles), und dann, als dann doch, schreibt der Tim (das ist der 
Chef-Developer bei TechSource), dass er ernsthaft überlegt, neue 
Lizense-Bedingungen zu schreiben, um PCI herauszulösen, um es auf eigene 
Faust zu verkaufen.
Toll! Da hat die Community vieles gemacht und nun das. Jemand war da 
sehr sauer (zu Recht).

OpenHardware mag zwar Zukunft haben, aber im Gegensatz zu Software, kann 
das nicht jeder mal ein bisschen da, bisschen da, machen. Wenn die 
Community wirkliche OpenGraphis Grafikkarte haben will, dann sollten sie 
ins sauere Apfel beißen und Leute beauftragen, die sich damit auskennen 
(ich meine jetzt Schematics, Layout und so weiter...) Klar kostet es 
Haufen Kohle! Dafür bekommen sie das, was sie wollen -- ein Produkt mit 
denen Spezifikationen, die sie haben wollen und mit allen Quell Sourcen 
(inklusive HDL, wenn sie das wollen). So läuft das nun mal.

Nur bei den ersten 5-10 Artikeln habe ich überlegt, ob ich da mitmache. 
3D Graphik habe ich zwar nicht viel gemacht, aber auf der untersten 
Render-Ebene. Danach ist mir die Lust vergangen, weil es doch alles 
planlos war... ich bin halt nicht der Mensch, der 100 Threads lang über 
einen Satz in der Lizenz diskutiert oder über den zukünftigen Namen der 
Grafikkarte.

Tja, das war meine Sicht der Dinge. Ich wünsche denen zwar viel Erfolg 
und mögen sie alle Ziele erreichen, ich bleibe jedoch am besten außen 
vor und betrachte es nur ;-)

Kest



Autor: 0undNichtig (Gast)
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www.freemodelfoundry.com vielleicht kennt die ja jemand noch nicht?
Hatte ich von der Seite: 
http://www.freie-gesellschaft.de/wiki/Freie_Hardware

Autor: Tom (Gast)
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Soweit ich das sehe handelt es sich da aber in der Regel (oder 
ausschliesslich) um Simulationsmodelle die nicht synthetisiert werden 
können.

Autor: 0undNichtig (Gast)
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Das heißt? Man kann sie nicht in einen GAL, CPLD,... schreiben oder 
nciht für Simulationen nutzen?

Autor: T.M. (Gast)
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Bei Simulationsmodellen handelt es sich um reine 
Verhaltensbeschreibungen, die nicht auf HW implementiert werden können. 
Sie verhalten sich in der Simulation wie die reale HW, damit können sie 
zur Verifikation von zB DRAM-Controllern dienen. Man schliesst in der 
Testbench das (synthetisierbare) Modell des Controllers an das (nicht 
synthetisierbare) Modell des Speichers an, und kann so die korrekte 
Funktion des Controllers testen.

T.M.

Autor: Tom (Gast)
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Ja genau, man kann aus ihnen keinen Konfigurationsbitstream für CPLDs 
und FPGAs generieren sondern eben nur die Bauelemente in verschiedenen 
Abstraktionsstufen  simulieren.

Ein Beispiel wäre z.B. ein FIFO, da würde das Modell 'nur' dafür sorgen 
das das Datenwort entsprechend viele Takte  später am Ausgang erscheint, 
wie das ganze dann intern realisiert ist ob nun mit Speicherblock und 2 
Zeigern oder über verkettete Register und wie ein Zugriffskonflikt 
intern aufgelöst wird spielt für ein Modell keine Rolle, da 'ist' das 
eben so.

Oft modellieren Modell nur spezielle Aspekte eines komplexen Systems, 
bei Prozessoren z.B. das Busverhalten, ohne das mit den Daten dann 
intern etwas 'berechnet' wird.

Autor: 0undNichtig (Gast)
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Habe ich gerade gelesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Very_High_Speed_Integ...

Oh man, ich glaube nicht, dass ich mich jemals mit sowas beschäftigen 
werde :-()

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