Möglicherweise läßt sich da ja eine aus einer kaputten Tastatur
ausgeschlachtete Elektronik dranhängen - wenn die Aufteilung der Tasten
in Zeilen und Spalten gleich ist.
Ansonsten ist die Funktionsweise einer PC-Tastatur gut doukumentiert,
beispielsweise sogar in einer (alten) App.Note von Zilog.
Zum Selberbasteln eignet sich eher ein 40poliger Mikrocontroller. (z.B.
90S8515) Der Rest bleibt dann halt unbelegt. Eine alte 4 MHz Ausführung
sollte übrigens vollkommen reichen.
Das Protokoll der AT-Tastatur ist im Netz zu finden. Oder auch
beispielsweise im "Mikrocontroller-Applikations-Kochbuch".
Kurz gesagt, der Mikrocontroller muß (wahlweise) entweder die Zeilen-
oder die Spaltenleitungen nacheinander auf Low-Pegel ziehen, und dabei
prüfen, ob und auf welcher Leitung der Low-Pegel zurückkommt. Soll ein
gleichzeitiger Tastendruck auf mehrere Tasten erkennt werden, könnten
Dioden sinnvoll sein.
Dann müssen die erkannten Tasten gemäß einer im Programm abgelegten
Tabelle in die dazugehörigen Tastatur-Scancodes gewandelt werden.
Hierbei ist zu beachten, daß das Drücken und das Loslassen einer Taste
beides Ereignisse sind, die zur Sendung eines solchen Scancodes an den
PC führen. Welche Scancodes zu welcher Taste gehören, findet man such im
Netz.
Die Übertragung der Daten an den PC erfolgt schließlich seriell über
eine Daten- und eine Taktleitung. Der PC gibt den Takt vor, der
Controller muß die Daten synchron dazu senden (und ggf.
zwischenspeichern). Die Taktfrequenz ist nicht sehr hoch, so daß das mit
einem AVR vom Timing her keine Probleme bereitet. Ein
Keyboard-Controller ist schon mit sehr viel primitiveren Mikros
erfolgreich realisiert worden.
Fans bestimmter Spiele benötigen hin und wieder sogenannte
Taststur-Emulatoren, die machen im Prinzip nichts anderes als eine
PC-Tastatur nachbilden. Ein solches Projekt könnte Anregungen liefern.