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Forum: Offtopic *** Mitmachen: Petition WEEE/ElektroG ***

Autor: Florian (Gast)
Datum: 27.11.2006 11:30

Ich bitte die pentrante Betreffzeile zu entschuldigen, aber ich denke,
die Petition
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_...
ist für zahlreiche Nutzer hier im Forum interessant, denn es geht darum,
die Gebühren marktgerecht (vor allem für Kleinunternehmer) zu gestalten.
Also bitte fleißig mitzeichnen und die Werbetrommel rühren.
Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
Datum: 27.11.2006 11:41

Danke für den Hinweis. Die Petition ist gut formuliert. Ich habe gerade
teilgenommen. Es geht schnell und unkompliziert. Ich finde, fast jeder
hier sollte mitmachen, weil fast jeder jetzt oder in Zukunft betroffen
sein könnte. Es ist ein Versuch.
Autor: Henrik J. (henrikj)
Datum: 27.11.2006 11:47

Dabei! Gute Idee!
Autor: Unbekannter (Gast)
Datum: 27.11.2006 12:15

Die Petition ist beschissen geschrieben, sie könnte auch von einem
Grundschüler stammen. Das Problem der hohen Fixkosten für die
Registrierung wird nur in einem, kurzen Satz angeschnitten. Der Rest ist
einfach nur geblubber auf Bildzeitungsniveau.
Autor: (geloescht) (Gast)
Datum: 27.11.2006 12:19

(Dieser Beitrag wurde geloescht)
Autor: Jörg S. (Gast)
Datum: 27.11.2006 12:38

Ich find es OK :)
Autor: Ingo (Gast)
Datum: 27.11.2006 12:49

Die Formulierung ist schon in Ordnung! Gut, dass das mal jemand anstößt.
Autor: André K. (andre-)
Datum: 27.11.2006 12:51

Ab welcher Anzahl von Unterstuetzern schaut sich sowas eigentlich jemand
ernsthaft an? Hat da jemand Erfahrung/Richtwerte?



Beste Gruesse
Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite
Datum: 27.11.2006 14:59

Autor: Jens (Gast)
Datum: 27.11.2006 15:04

Schade nur, dass es "dort oben" niemanden wirklich interessieren wird.
Autor: Owz (Gast)
Datum: 27.11.2006 15:19

Hallo!

Hab zwar keine Erfahrungen mit Petitionen, hab aber grad mal n bisschen
Zahlen verglichen:

Demnach gingen in 2005 22.144 Petitionen beim Ausschuss ein.
Davon wurden 232 Petitionen im Ausschuss behandelt.

Viele Petitionen haben unter 200 Mitzeichner, einige aber bis zu 2000.

Also ich denke dass ab 200 es Realistisch ist, und ab 2000 sehr
wahrscheinnlich, dass die Petition behandelt wird. Allerdings ist
nigends wo beschrieben nach welchen Kriterien die Petitionen ausgewählt
werden.

mfg Owz
Autor: D. W. (dave) Benutzerseite
Datum: 27.11.2006 17:53

Ist die Petition in der d.s.e. bekannt?

Ich hab gleich mal mein X druntergesetzt.

Also 10.000 haben wir doch gleich :)
Autor: Florian (Gast)
Datum: 27.11.2006 19:52

Ist dort seit ca. einer 3/4 Stunde bekannt. Guter Tip. Ich denke auch,
daß man da bei richtiger "Generalmobilmachung" zahlreiche Mitzeichner
findet. Ob man die Traumquote von
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_...
übertrifft, welche ja schon mehrfach bei der Stimmenanzahl die
Schallmauer des technisch machbaren beim Online Dienst durchschlagen
hat, übertrifft, bezweifel ich dann aber doch ;-)
Finde es ja etwas schade, daß die Diskussion in das doch weniger
frequentierte Forum hier verschoben wurde (auch wenn es thematisch
richtig ist).
Natürlich sind die Aussichten auf einen "Volksentscheid" immer dürftig.
Aber wer's nicht probiert, hat schon verloren.
Hilfreich ist sicherlich auch eine angeregte Diskussion im Forum des
Bundestag bei der Petition. Diese Beiträge dort gehen mit in den
Ausschuß. Dort kann auch jeder seinen Verbesserungsvorschläge
hinsichtlich des Umfangs, Themas und Wortlautes anbringen, denn immerhin
ist der Umfang für die eigentliche Petition stark beschränkt, um von
Anfang an ausführlich zu werden.
Autor: Aufreger deluxe (Gast)
Datum: 27.11.2006 19:54

Was natürlich klasse wäre, wenn man die Startseite dieses Forums mal für
kurze  Zeit umbauen könnte, so dass da irgendein direkter Bezug zu
dieser Petition hergestellt wird. Was meint ihr bzw. der Moderator dazu?
Autor: Aufreger deluxe (Gast)
Datum: 27.11.2006 19:55

Also natürlich nicht nur die Erwähnung, sondern halt noch
eindringlicher.
Autor: Petitions-Befürworter (Gast)
Datum: 27.11.2006 21:19

zum aktuellen Zeitpunkt sind 146 Einträge zur Petition vorhanden.

Weiter so !!!!
Autor: olf (Gast)
Datum: 27.11.2006 22:33

jetzt ist es mindestens einer mehr ;)
Autor: Gast (Gast)
Datum: 28.11.2006 07:16

Hier die Diskussion in den Newsgroups:
http://groups.google.de/group/de.sci.electronics/b...
Autor: KKW-Fan (Gast)
Datum: 28.11.2006 16:57

Die Petition ist jetzt sogar Thema bei heise.de
http://www.heise.de/newsticker/meldung/81686
Autor: Ithamar Garbe (Gast)
Datum: 28.11.2006 17:09

Mal ne ganz dumme Frage - warum hat diese Seite das Design der
Bundestagsseite, ist aber über eine (mir seltsam vorkommende) UK-Domain
erreichbar?

Irgendwie leuchten bei mir so Phishing-Warnlampen auf... oder hat jemand
für mich eine schlüssige Erklärung??
Autor: Christoph Budelmann (christophbudelmann)
Datum: 28.11.2006 17:14

Autor: Florian (Gast)
Datum: 28.11.2006 17:34

Oder auch hier:
http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/... (besser,
weil die Domain glaubwürdig ist)
Autor: Basti (Gast)
Datum: 29.11.2006 00:27

mein Kaiser Wilhelm ist drunter ;)
Autor: Stephan (Gast)
Datum: 29.11.2006 11:51

Immerhin scheint sich etwas zu tun für die Kleinunternehmer. Die
Gebühren wurden etwas reduziert; eine Kleinstmengenregelung scheint nun
auch dabei zu sein:

http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application...

Bitte um Kommentare von etwas bewanderteren Kollegen!
Autor: Eckard (Gast)
Datum: 29.11.2006 12:59

- Die Gebühren werden um ca. 2% gesenkt, dafür aber anscheinend
anschließend um die MwSt. erhöht.

- Von den Kosten einer ausfallsicheren Entsorgungsrücklage wird man
befreit, wenn in einer Liste aufgeführte Schrottmengen unterschritten
werden.

- Von allen Registrierungskosten kann man in Abhängigkeit von der
Bewertung folgender vier Kriterien befreit werden: "Menge der in Verkehr
gebrachten Geräte", "wirtschaftlicher Wert der Registrierung für das
Unternehmen", "voraussichtliche Entsorgungskosten" und
"abfallwirtschaftliche Relevanz".

- Zur (un)möglichen Teilnahme von Kleinunternehmern an der
Müllcontainer-Lotterie gibt es nach wie vor keine Angaben.

Nichts ist von Natur aus schlecht. Aber schlimmer geht immer ...

Nice week,
Eckard
Autor: Florian (Gast)
Datum: 02.12.2006 10:00

Der Entwurf "Erste Verordnung zur Änderung der Kostenverordnung zum
Elektro- und Elektronikgerätegesetz" des Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit bedeutet faktisch eine
Gebührenerhöhung für Kleinunternehmer um bis zu 15 %.
Der Entwurf sieht zwar eigentlich eine (größtenteils minimale)
Kostensenkung für Verwaltungsgebühren vor, führt aber gleichzeitig die
Beaufschlagung der Gebühren mit der Mehrwertsteuer ein. Auch dies ist
ein erneuter schwerer Schlag vor allem gegen Kleinunternehmen, die für
sich das Recht in Anspruch nehmen, für den Staat die Umsatzsteuer
(Mehrwertsteuer) nicht zu vereinnahmen. Diese Unternehmen können auch
keinen Vorsteuerabzug geltend machen und bleiben somit auf der
berechneten Mehrwertsteuer der ElektroG Gebühren regelrecht sitzen. Die
sowieso schon bevorzugten größeren Unternehmer, können die Steuer als
Vorsteuer geltend machen und verrechnen, bekommen auf diesem Weg also
weitere Vorteile gegenüber Kleinunternehmern eingeräumt.
Exemplarisch senkt sich zwar die Gebühr für die unumgängliche
Stammregistrierung von € 155,- auf 150,-, doch durch die zusätzliche
Mehrwertsteuer, welche ab 2007 19 % beträgt, erhöht sich die Gebühr
praktisch auf € 178,50. Ähnlich verhält es sich mit fast allen weiteren
Gebühren, welche teilweise sogar mehrmals fällig werden, wenn der
Unternehmer neue Geräte auf den Markt bringen will oder er seine
Umsatzprognosen korrigieren muss. Einzig die Gebühren für die
insolvenzsicheren Garantien werden etwas gesenkt: statt € 455,- muss der
Kleinunternehmer nur noch € 428,40 aufbringen – läppische 6 % Ersparnis.
Die Umsetzung der EU Richtlinie in nationales Recht ist somit noch immer
weit davon entfernt, den fairen Wettbewerb auch von Kleinunternehmen
nicht zu behindern. Es bleibt die Hoffnung, das ein ähnliches System mit
stückzahlbezogenen Gebühren (oder nach Gewicht) der tatsächlich in
Verkehr gebrachten Geräte, wie es in anderen Ländern (z. B. Schweiz und
Österreich) etabliert ist, eingeführt wird.

Quellen: http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/35437.php
Autor: Michael (Gast)
Datum: 02.12.2006 10:04

Nur Hobby-Krauter schreiben Rechnungen ohne Mehrwertsteuer.
Für alle anderen lohnt sich das doch.
Insofern ist die Regelung top. Der Krauter-Markt wird dadurch
ausgedünnt.

Allgemein nennt sich so etwas Marktbereinigung. Nur Schmutz
verschwindet!
Autor: Thomas Kaiser (thkais)
Datum: 02.12.2006 10:17

@Michael: Du bist arrogant. Offensichtlich wurde Dir viel Geld in die
Wiege gelegt. Nicht jeder Unternehmensgründer bekommt von Papi das Geld,
um etwas auf die Beine zu stellen. Wie soll denn eine Ein-Mann Firma
heutzutage überhaupt auf einen grünen Zweig kommen? Vor 20 Jahren ging
das noch, heute wird man mit CE, ElektroG und sonstigen Richtlinien
zugepflastert. Ganz zu schweigen von den Banken, die heutzutage
keinerlei Risiko mehr eingehen - auch gute Ideen gehen dadurch verloren.
Man sollte den "Krauter"-Markt nicht unterschätzen, denn
Nischen-Produkte werden nicht von den großen Konzernen bedient, dies
würde eine Ausdünnung der Produktvielfalt bedeuten und irgendwann führt
dies zu Monopolen. Und dann hat der Kunde nichts mehr zu lachen.
Autor: Ron (Gast)
Datum: 02.12.2006 10:38

@Michael: Schwachfug
Es ist eine rein marktwirtschaftliche Entscheidung. Habe ich viele
Endkunden und wenig Investition, dann lohnt sich das nämlich gar nicht,
die MwSt. zu kassieren und für den Staat Geld einzutreiben. Dann kann
man nämlich seinen Kunden einen um 19% niedrigeren Stundenlohn etc.
anbieten.
Anders sieht es aus, wenn man primär mit Geschäftskunden
zusammenarbeitet.
Autor: Kai (Gast)
Datum: 02.12.2006 10:59

genau so sieht es aus, Ron! Wenn ich nochmal neu anfangen könnte, würde
ich IMMER ohne MWST arbeiten wollen.
Was ich an Geld in Form von MWST an den Staat abdrücke, ist (zumindest
für meine Verhältnisse) beachtlich. Und der Kunde denkt, ich verdiene
mir Millionen damit. Umso mehr man Gewinn macht, um so schlimmer ist es.
Denn nicht immer - wie zb bei mir -  ist am Monatsende das Geld auch
wirklich für das Finanzamt da.

Aber keine Angst, Blaubär hat nur einen neuen Namen und will als Michael
ein wenig provozieren *g
Autor: Kunz von Kaufungen (Gast)
Datum: 02.12.2006 11:03

> Der Krauter-Markt wird dadurch ausgedünnt.

Soetwas hat den Geruch von 'Staatmonopolistischen Kapitalismus'.

Mit einer Erneuerung der Marktwirtschaft(Leben und leben lassen) hat das
nichts zu tun.
Autor: Mitleser (Gast)
Datum: 02.12.2006 17:27

>Nur Hobby-Krauter schreiben Rechnungen ohne Mehrwertsteuer.
>Für alle anderen lohnt sich das doch.
>Insofern ist die Regelung top. Der Krauter-Markt wird dadurch
>ausgedünnt.

>Allgemein nennt sich so etwas Marktbereinigung. Nur Schmutz
>verschwindet!

An solchen dummkopfigen Meinungen lässt sich ablesen wie notwendig es
ist das ElektroG auf erträgliche Maße zurückzustutzen.

Für welche Lobbygruppe bist du tätig? Von wem wirst du bezahlt für deine
arroganten Äußerungen?
Autor: Eckard (Gast)
Datum: 02.12.2006 18:04

> Autor: Kunz von Kaufungen (Gast)
> Datum: 02.12.2006 11:03
>
> Mit einer Erneuerung der Marktwirtschaft(Leben und leben lassen) hat das
> nichts zu tun.

Es dürfte eher damit zu tun haben, daß den politischen "Wohltätern" mit
sinkender Arbeitslosigkeit die Kunden ausgehen. Aber mit solchen
Gesetzen schafft man schnell Nachschub ...

Nice weekend,
Eckard
Autor: Ralf (Gast)
Datum: 04.12.2006 00:47

Im Petitionstext steht:
> Bei der Elektro Recycling Austria GmbH (ERA) belaufen sich die Kosten
> für Elektrokleingeräte auf lediglich EUR 0,075 pro Kilogramm
> Gerätegewicht.
Ich denke, das ist ein Schnäppchen. Die Frage ist: Sind die
tatsächlichen Entsorgungskosten nicht höher? Wenn nicht, müßte man als
Kleinunternehmer mal in Österreich fragen, ob man sich nicht dort
anschließen kann. Wenn wir einen europaweiten Warenfluß haben, haben wir
auch einen europäischen Müllmarkt. Gehen wir doch zur Konkurenz. Dabei
würden dann nationale Interessen (das sind wohl die, der Großkonzerne)
mit den Interessen von Brüssel (dem freien Markt) kollidieren. Aber wir
hätten einen Verbündeten.

Beste Grüße
Ralf

ps. Für den Fall, dass das nicht funktioniert, habe ich schon mal die
Petition unterschrieben.
Autor: yalu (Gast)
Datum: 05.12.2006 23:29

Heute Abend sind die 2000 voll geworden!

Freunde der Elektronik, tragt euch in die Petitionsliste ein, auf dass
bald die 10000 geknackt werden!!!

Immerhin versickern nicht alle Petitionen im Petitionsausschuss. So
wurde z.B. ein Antrag auf Verkleinerung der Personalausweise mit
läppischen 141 Stimmen ans Innenministerium zur Erwägung überwiesen.
Kann natürlich passieren, dass er dort versickert, aber immerhin ...
Autor: Kunz von Kaufungen (Gast)
Datum: 06.12.2006 09:27

Wichtig ist auch, daß alle mit ihrem akademischen Grad unterzeichnen.

Die Parteien sind richtig Geil auf Wähler der technischen Intelligenz.
Autor: Holger (Gast)
Datum: 11.12.2006 21:52

Gut so. Bin dabei.
Autor: Florian (Gast)
Datum: 14.12.2006 11:19

Und noch was, wo man mitmachen kann/sollte:

"KMU Panels: Projekt für mehr Unternehmensnähe. Befragung zur geplanten
Änderung der WEEE Richtlinie

Um Unternehmen verstärkt am Gesetzgebungsprozess der EU teilnehmen zu
lassen, hat die Kommission eine Umfragenreihe gestartet, um
herauszufinden welche Meinungen zu neuen Gesetzesentwürfen herrschen.

Die EU-Kommission möchte für mehr Transparenz und Unternehmenssnähe
sorgen. Deshalb hat sie eine Umfragenreihe ins Leben gerufen, in der
Unternehmen nach ihrer Meinung zu aktuellen Schwierigkeiten im
EU-Binnenmarkt und geplanten Gesetzesentwürfen befragt werden. Mit den
daraus gewonnen Ergebnissen will man stärker auf die Bedürfnisse von
Unternehmen eingehen und Stolpersteine im Binnenmarkt aus dem Weg
räumen.

Die aktuelle Umfrage befasst sich mit dem Umgang mit Elektro- und
Elektronik-Altgeräten auf EU-Ebene:"

http://www.transbau.com/cgi/bin?_SID=33bd907a9ddd6...

Hier kann man ein Word-Doc (grausig, wer macht nur so was...) ausfüllen,
muß es allerdings per Fax/Brief einschicken. Aber wie schon bei der
Petition: je mehr mitmachen, desto besser.
Autor: Florian (Gast)
Datum: 02.01.2007 08:41

Schieb

Noch mal zur Erinnerung!

Nur noch wenige Tage für die Online-Mitzeichnung.

Bitte gleich noch mitmachen
Autor: Kreuzer Sebastian (Gast)
Datum: 02.01.2007 12:20

Bin dabei!
Autor: murphyBL (Gast)
Datum: 07.01.2007 19:04

Und auch mein Autogramm ist dabei, aktuell immerhin schon rund 4570.
Autor: Stefan Helmert (Gast)
Datum: 07.01.2007 20:51

Hallo,

ich habe auch unterzeichnet. Was ich aber komisch finde ist, dass die
Unternehmen für die Entsorgung bezahlen müssen. Die
Entsorgungsunternehmen sollen doch froh sein wenn die den Müll verwerten
können und mit den wertvollen Rohstoffen, die sie dann verkaufen,
verdienen sie doch genug Geld. Würde man die Entsorger nicht beauftragen
Geräte zu recyclen, sondern den Schrott einfach aufheben, so würden die
Rohstoffe langsam knapp werden und da so das Angebot sinkt, würden für
Kupfer, Kunststoffe... die Preise steigen. Irgendwann wäre Recycling
wirtschaftlicher als Erz abbauen oder Erdöl aus der Erde zu holen, die
Folge wäre man würde sogar noch Geld für den kaputten Fernseher bekommen
oder für den halb zerfallen PKW. So müsste es gar kein ElektroG geben!
Außerdem finde ich es blöd, dass alles was noch zu 98% gut ist gleich
weggeschmissen und eingstampft wird. Das macht doch mehr
Umweltverschmutzung (Energieverbrauch) als es gleich wieder zu nehmen.
Wenn in Fernsehern, Monitoren... gleiche Audioverstärker, Videotextteile
oder Netzteile drin wären (Steckfassung), so könnte man die einfach
rausnehmen und für einen neuen wiederverwenden. Es wird vielzuviel
umsonst weggeschmissen. Die Zeit wo es noch die
Elektro-Schrott-Mülltonnen gab war doch ganz nett. Da konnte man noch
richtig gutes Zeug rausholen, so z.B. ein antikes Radio und die teuren
HV-Elkos aus den Schaltnetzteilen. Seit einigen Jahren habe ich keine
Batterie oder Akku mehr gekauft, weil in den grünen
Batterierecyclingkisten im Supermarkt immer noch recht gute Akkus drin
liegen. Bei Akkupacks ist meist nur eine Zelle hin. Manchmal ist es nur
ein Zellschluss, den man wegpushen kann, oder der der harmlose
Memoryeffekt.
Autor: yalu (Gast)
Datum: 08.01.2007 12:01

Der Endspurt für die Petition läuft: Heute kann noch gezeichnet werden!

Die 5000 Stimmen kriegen wir noch voll. Ich könnte mir vorstellen, dass
bei der Bearbeitung der Petition vom Ausschuss die Anträge je nach
Stimmenzahl in unterschiedliche Prioritätsklassen eingeteilt werden. Die
Klassengrenzen sind typischerweise "runde" Zahlen. Also wären 5000 auf
jeden Fall ein anzustrebendes Ziel.

Hier ist noch einmal der Link für die Zeichnung:

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_...

Bitte nicht durch die seltsame Domain-Adresse verwirren lassen. Die
Nordiren erfassen die Stimmen im Auftrag der Bundesregierung.
Autor: Meckerzicke (Gast)
Datum: 09.01.2007 14:26

Petition ist geschlossen. 5000er Marke nur knapp verfehlt
Autor: Dirk (Gast)
Datum: 26.03.2007 21:07

Wie geht das jetzt weiter, hatt jemand eine Ahnung?
Autor: Knut (Gast)
Datum: 26.03.2007 21:21

Jetzt werden ein paar Jahre vergehen und irgendwann wird entschieden,
dass es in dieser Angelegenheit keine weitere Anhörung gibt.
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 26.03.2007 21:28

Tja, Trittin als Altkommunist wußte eben noch, wie man Selbstständigkeit
effektiv verhindert und auch gebildete Menschen in abhängige
Beschäftigung zwingt.

Und für die, die lieber weiter schmollen, gibt's demnächst das
"bedingungslose Grundeinkommen" ...

Nice week,
Zardoz
Autor: Mitleser (Gast)
Datum: 26.03.2007 22:15

>Tja, Trittin als Altkommunist wußte eben noch, wie man Selbstständigkeit
>effektiv verhindert und auch gebildete Menschen in abhängige
>Beschäftigung zwingt.

was für ein Dünnpfiff ist denn das? Das Ding haben sich die Großen in
der Branche unter den Nagel gerissen um die Kleinen auszubooten, damit
hat Trittin rein gar nix am Hut, aber schön mal wieder einen
stumpfsinnigen Beitrag verfasst zu haben nicht wahr?


>Und für die, die lieber weiter schmollen, gibt's demnächst das
>"bedingungslose Grundeinkommen" ...

Was hat das Thema mit dem ElektroG zu tun? Nix!

Die Idee des Grundeinkommens ist jedenfalls besser als Leute mit Hartz-4
zu gängeln, aber wenn man von nichts ne Ahnung hat schreibt man halt
gerne mal unter dem Namen "Zardoz" Stuss!
Autor: Zardoz (Gast)
Datum: 27.03.2007 02:43

> Das Ding haben sich die Großen in der Branche unter den Nagel gerissen
> um die Kleinen auszubooten, damit hat Trittin rein gar nix am Hut

Dann war er also als verantwortlicher Umweltminister nur unfähig, es zu
verhindern? Auch nicht wirklich besser.

> Die Idee des Grundeinkommens ist jedenfalls besser als Leute mit Hartz-4
> zu gängeln

Und schon sind die Betroffenen ruhig gestellt - Zweck erfüllt.

Nice week,
Zardoz
Autor: Papillion (Gast)
Datum: 27.03.2007 10:31

Zardoz hat schon das Richtige geschrieben, eben nur im falschen Thread.
Autor: Mitleser (Gast)
Datum: 27.03.2007 19:02

>Zardoz hat schon das Richtige geschrieben, eben nur im falschen Thread.

Eben nicht, er hat nur einen Reflex bedient, den Reflex "ich hau gerne
auf Trittin herum", sonst hätte er sich sachlich zu dem Thema geäußert
und nicht den Begriff "Altkommunist" verwendet. Mit dem gleichen Recht
könnte man eine Menge alter gestandener CDU-Politiker unter dem Begriff
"Altnazi" subsummieren, aber was soll das? Oder man könnte der Union
vorwerfen, sie habe SED'ler in ihre Reihen aufgenommen, Aber auch das
führt nicht weiter, hier werden nur alte Schlachten geschlagen und
Klischees bedient.

Im übrigen, auch Merkel war mal Umweltministerin und kennt also dieses
Amt. Noch dazu hätte sie in ihrer Stellung die Möglichkeit SOFORT eine
Initiative gegen das ElektroG anzustrengen. Und, macht sie das?
Pustekuchen! Ihr sind sie "kleinen Krauter" (soll jetzt nicht
beleidigend seine) genauso egal wie dem Rest der Verantwortlichen,
wahrscheinlich kennt sie die Problematik der Kleinbetriebe nicht mal und
hat auch keine Lust sich damit zu beschäftigen. Auch Gabriel könnte was
unternehmen, ein "Grüner" ist er auch nicht. Und, tut er was in dieser
Hinsicht? Nein! Gabriel ist jetzt mit CO2 voll ausgelastet, das Thema
ElektroG ist "durch" und "gelöst", jedenfalls für die gesamte politische
Führungselite.

Aber toll, dass Zardoz mal wieder die alten Spontis diffarmiert hat, das
bringt uns bestimmt weiter, toll! (Abspann von Frontal 21 vorstell)
Autor: crazy horse (Gast)
Datum: 28.03.2007 01:02

kann ich dir nur zustimmen.
Ansonsten bin ich der Meinung, dass Petitionen jedweder Art, egal mit
wievielen Unterschriften und wogegen sie sich auch wendet, keinerlei
Sinn hat. Die landen alle mit kühnem Schwung im Papierkorb. Ihro Gnaden,
die Herren und Damen Politiker, wissen sowieso besser, was gut fürs Volk
ist (auch wenn sie keinerlei Ahnung haben). Kennt irgendjemand
irgendwas, was irgendmal irgendeinen Erfolg hatte?
Desillusioniert.
Autor: bastian (Gast)
Datum: 21.05.2007 20:26

Hallo,

hat man von dieser Front eigentlich nochmal was gehört? Oder verläuft
das alles gerade im Sande. Die Kritiker des Systems sind ja auch immer
leiser geworden...

Sebastian
Autor: Krautkopf (Gast)
Datum: 27.05.2007 18:01

Wie schon mal irgendwo gesagt "Wahlen ändern nichts, sonst würden sie
verboten" !
Krauti
Autor: Ron (Gast)
Datum: 13.08.2007 18:01

RoHS- und WEEE-Richtlinien sollen weniger bürokratisch und effektiver
werden.

Betroffene Firmen können die EU hierbei mit ihrem Feedback unterstützen.

mehr:
http://www.elektor.de/elektronik-news/rohs--und-we...
Autor: Florian (Gast)
Datum: 30.04.2008 15:30
Dateianhang: petition.zip (340,7 KB, 39 Downloads)

Nach "nur" 16 Monaten nun das Ergebnis: "Der Dt. Bundestag hat [...]
beschlossen, das Petitionsverfahren abzuschließen".

Anbei die wesentlichen Seiten der Begründung.

Bleiben für mich nur die Fragen offen, warum gegen das Verfahren, wenn
es denn so einfach und günstig ist, so oft verstoßen wird (s. ebay
etc.); was mit der Finanzierung der Abholverpflichtungen ist; usw.
Autor: und nun (Gast)
Datum: 30.04.2008 17:06

Es wäre interessant, wie weit Dichtung und Wahrheit auseinanderliegen -
wer hat in letzter Zeit wieviel bezahlt bei der Beantragung - und ist
auf Antrag hin ermäßigt worden - wer hat Erfahrungswerte?
Autor: Chris (Gast)
Datum: 01.05.2008 11:46

Der kleine Härtefallantrag stellt wohl nicht so das Problem dar. Aber
was bringt das schon den armen Schlucker, der bisher 10kg E-Schrott
produziert und 2 Container gewonnen hat ?

Da liegt doch immer noch das größere Problem, wenngleich die Grundkosten
für die Bürokratie viel zu hoch sind.

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