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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verständnissfrage Digitaloszilloskop


Autor: sb (Gast)
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Hallo

Ich überlege mi gerade ein Digitaloszilloskop mit einem Mikrocontroller 
und einem LCD Display zu bauen, bin dabei jedoch auf ein 
Verständnissproblem gestoßen. Und zwar, angenommen, ich könnte das 
Display 50 mal in der sekunde aktualisieren, wie kann ich dann einzelne 
Amplituden darstellen, die eine Frequenz von <50Hz haben? Bei 100Hz 
könnte das Display ja dann nur noch jede zweite Amplitude darstellen 
usw. Ein großteil der Daten ging dann ja verloren. Zudem schreibt das 
Display die Daten ja zeilenweise, ich müsste also immer erst ein gazes 
Bild im Speicher haben, damit ich es anzeigen kann. Ist die Verzögerung 
dann nicht viel zu groß?

Weiß jemand von euch, wie diese Probleme bei echten Digitaloszis gelöst 
weden?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Autor: Frank Gnurapton (pancho)
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Ab ca. 20 Bilder/s wird die Darstellung als flüssig empfunden. Das wird 
also nicht das große Problem sein. Wenn Du Signale mit einer höheren 
Grundfrequenz darstellen willst, kannst Du entweder eine Periode 
rauspicken und diese darstellen oder mehrere Perioden auf einmal 
darstellen, also übereinanderlegen. Dabei wird das Bild dann i.A. etwas 
verrauschter. Hochwertige DSOs machen das auch so. LeCroy blendet Spikes 
sogar sanft ein und aus.

Autor: Falk (Gast)
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Es gibt zwei wesentliche Ansätze.

A) Die Triggerfrequenz ist auch die Darstellungsfrequenz beschränkt, 
d.h. wenn du nur 50 Hz Bildwiederholfrequenz hast, werden auch nur 
maximal 50 Messungen pro Sekunde durchgeführt und dargestellt. Nachen 
die meisten DSOs.

B) Digital Phosphor, digitale Nachbildung des Nachleuchtens von analogen 
Oszis. Brauch jede Menge Rechenpower und ist ohne Spezial-ICs oder 
wenigstens FPGAs nicht machbar.

Ausserdem scheinst du was zu verwechseln. Signalfrequenz mit 
Darstellungsfrequenz. Ich kann einen kurzen Puls von sagen wir 100ns 
problemlos nur 10 mal pro Sekunde darstellen. In diesem Fall arbeitet 
die Datenwerfassung (ADC + Speicherlogik) eben nur 100ns und dreht dann 
99.9999 ms Däumchen.

MfG
Falk


Autor: sb (Gast)
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Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe kann ich mit einem 
durchschnittlichem Digitaloszi nur ein Bruchteil des Datenstroms live 
darstellen. Der Rest geht mir flöten. Das Menschliche Auge könnte ja 
schnellere Frequenzänderungen sowieso nicht erkennen, da es viel zu 
träge ist.

Nochmal vielen Dank für eure Hilfe!

Autor: einer (Gast)
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Du kannst auch nur 10 Bilder/Sek darstellen, jedoch ein Bild 2x
Refreshen, so daß du eine Darstellungsfrequenz von 20 Hz hast.
In der SW solltest du dann einstellbar (für dich) machen, ob du
das gleiche Bild 2x anzeigst, oder ob du das neue, alte, neue, alte 
anzeigst.

Autor: Falk (Gast)
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@ sb

Du hast es erfasst. Deshalb gibt es die (teuren) DSOs, die die vielen 
Millionen von Messungen übereinanderlegen können und durch das 
nachgebildete Nachleuchten statistische Eigenschaften des Signals 
darstellen (z.B. Augendiagramm).

MfG
Falk

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