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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frequenzumrichter


Autor: Gerd (Gast)
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Hallo,

ich hab gerade eine kleine Blockade, vielleicht könnt Ihr mir ja wieder 
auf die Sprünge helfen.
Ich bin bei der Planung eines einfachen Frequenzumrichters. Zuerst 
natürlich nur einphasig zum Test (angesteuert über einen 
Gleichspannungszwischenkreis mit einer H-Brücke) und danach 
dreiphasig(über Gleichspannungszwischenkreis mit doppel H-Brücke). Bei 
der ersteren Version ist mir das soweit auch alles klar. Ich kann den 
Strom beidseitig durch den induktiven Verbraucher fließen lassen und 
schon hab ich meine beiden Drehrichtungen mit der Spannung einmal 
positiv und "scheinbar" negativ.

Wie aber erzeuge ich ein Wechselfeld, das gleichzeitig ja positive und 
negative Spannungen aufweist? Da ich den gesamten Spannungshub des 
Gleichspannungszwischenkreises ausnutzen möchte der Offset schon mal 
aus.


Gruß und Dank
Gerd

Autor: johnny.m (Gast)
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> dreiphasig(über Gleichspannungszwischenkreis mit doppel H-Brücke)
Wieso Doppel-H-Brücke? Du brauchst nur drei Halbbrücken und nicht 
vier...

Ansonsten verstehe ich Deine Frage bzw. Dein Problem nicht ganz. Wenn Du 
eine dreiphasige Last zwischen die Ausgänge der drei Halbbrücken 
schaltest und die Halbbrücken entsprechend ansteuerst, so dass sie drei 
um 120° phasenverschobene Spannungen erzeugen, sollte das eigentlich 
funktionieren. Ich weiß jetzt nicht, was Du da mit einem Offset willst.

Autor: Gerd (Gast)
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>> dreiphasig(über Gleichspannungszwischenkreis mit doppel H-Brücke)
>Wieso Doppel-H-Brücke? Du brauchst nur drei Halbbrücken und nicht
>vier...

genau, drei.

>Ansonsten verstehe ich Deine Frage bzw. Dein Problem nicht ganz. Wenn Du
>eine dreiphasige Last zwischen die Ausgänge der drei Halbbrücken
>schaltest und die Halbbrücken entsprechend ansteuerst, so dass sie drei
>um 120° phasenverschobene Spannungen erzeugen, sollte das eigentlich
>funktionieren. Ich weiß jetzt nicht, was Du da mit einem Offset willst.

um 120° phasenverschobene Spannungen erzeugen ist mir klar, nur wie 
erzeuge ich die negativen Spannungen?




Autor: Rahul, der Trollige (Gast)
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>um 120° phasenverschobene Spannungen erzeugen ist mir klar, nur wie
>erzeuge ich die negativen Spannungen?

Spannungen sind doch immer eine Frage des Bezugspunktes...
Je nachdem, wie weit du die Halbbrücken in eine bestimmte Richtung 
öffnest, hast du in Bezug auf die anderen eine positive oder negative 
Spannung.

Autor: Matthias (Gast)
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Ganz einfach. Der (virtuelle) Sternpunkt deines Verbrauchers hängt auf 
halber  Brückenspannung. Das bedeutet, soll der Spannungswert eines 
Ausganges Null Volt sein, so müssen die Transistoren (high:low-side) mit 
50:50 angesteuert werden(Totzeiten beachten). Somit ensteht dadurch 
halbe Brückenspannung. geht das Tastverhältnis jetzt mehr zum low-side 
(zB 30:70) so entsteht hier automatisch die negative Spannung(gegen 
virtuellen Sternpunkt). Die anderen beiden Brückenteile haben ja den 
"Rest", so das immer gilt: u_a(t)+u_b(t)+u_c(t)=0

Soweit klar??

Autor: Gerd (Gast)
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Ok ein Bsp.
Gleichstromzwischenkreis 300V Dreieck


zu einem bestimmten Punkt habe ich an den Phasen
U: 300V
V:-150V
W:-150V

Mit dem µC aus dem Gleichstromzwischenkreis geschaltet bedeutet es das U 
voll durchgeschaltet ist und V und W bilden die Bezugspunke nach Masse. 
Nur hab ich eine Spannung über den Spulen von 300V und nicht wie 
ursprünglich 450V! Das ist mein Problem.



Autor: Joerg Wolfram (joergwolfram)
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Aus 300V Zwischenkreisspannung bekommst Du natürlich auch nur 300V 
Spannung am Ausgang. Frequenzumrichter mit 1x230V Eingang liefern auch 
nur 3x230V am Ausgang.

Autor: Matthias (Gast)
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Das geht auch nicht.
Wenn du eine Zwischenkreisspannung von 300V hast, dann kannst du als 
Ausgangssignal über einer (der drei) Spulen in Dreieckschaltung nur:

U_stern = 300V / wurzel(2)    = 212Volt
                  ^
               Effektivwert

In Sternschaltung sogar nur 212/wurzel(3) = 123V

Autor: Joerg Wolfram (joergwolfram)
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Das ist zwar rein rechnerisch richtig, bei Motoren wird der Effektivwert 
der Spannung angegeben. Aber das hebt sich durch die Spitzenspannung im 
Zwischenkreis wieder auf (ungefähr).

Autor: Gerd (Gast)
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@Matthias
>Ganz einfach. Der (virtuelle) Sternpunkt deines Verbrauchers hängt auf
>halber  Brückenspannung. Das bedeutet, soll der Spannungswert eines
>Ausganges Null Volt sein, so müssen die Transistoren (high:low-side) mit
>50:50 angesteuert werden(Totzeiten beachten). Somit ensteht dadurch
>halbe Brückenspannung. geht das Tastverhältnis jetzt mehr zum low-side
>(zB 30:70) so entsteht hier automatisch die negative Spannung(gegen
>virtuellen Sternpunkt). Die anderen beiden Brückenteile haben ja den
>"Rest", so das immer gilt: u_a(t)+u_b(t)+u_c(t)=0

>Soweit klar??
Ja, soweit hatte ich mir das ja auch gedacht (siehe Offset),

ABER,
damit hab ich dann leider nur +/-150V also eigentlich maximal nur 225V 
über den Spulen.

Autor: Matthias (Gast)
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Schalte einfach deinen Verbraucher in Dreieck.. Dann hast du wieder die 
Spannung, die du EInspeist...

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