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Forum: Platinen Nochmal: SMD-taugliche Lötstation gesucht


Autor: Markus _neu (markush)
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Hi Leutz,

ich suche für den Hobby-Bereich eine SMD-taugliche Lötstation. Die 
diversen Thread hab ich schon durch. Auf so ein richtiges Ergebnis bin 
ich nicht gekommen.
Ins Auge gefasst hätt ich drei Modelle:

1.) Ersa RDS 80
2.) Ersa Analog 60
3.) Weller WS 51

Ich hab jetzt eine von ELV LS50. Mit der kann ich gut bis 0603 löten. 
Aber bei einem Mega32 wirds schon kritisch mit der 0,8er Spitze. Hab mir 
eine 0,4er Spitze besorgt, das kann man aber vergessen. Da bringt das 
Teil einfach keine Hitze auf die Spitze, vielleicht taugt auch die 
Spitze nix.

Was würdet ihr mir empfehlen? Mir würden halt vor allem 
Praxiserfahrungen interessieren, vor allem für RDS80 in Verbindung SMD 
löten mit einer 0,4er Spitze.

Markus

Autor: Sebastian (Gast)
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Hi,

Das einzig wahre heisst glaub ich SMT60 oder 80 oder 120 ??.
Die bringt power.
Die Ersa Analog 60 hab ich im geschäfft (nie benutzt)
nich mal zum Kabelkonfektionieren- Weller.
binn halt verwöhnt.

zu Not tuts auch n' Feuerzeug "G"

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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Vergiß die ERSA RDS80, die hast Du ja schon als LS50.

Nimm die WS51 oder gleich WS81.

Autor: Markus _neu (markush)
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Bernd Rüter wrote:
> Vergiß die ERSA RDS80, die hast Du ja schon als LS50.
>
> Nimm die WS51 oder gleich WS81.

Hmmm? Meinst du das die wirklich so baugleich sind? Kann ich mir ehrlich 
fast nicht vorstellen, naja - wenn man die beiden Teile so ansieht...

Was hast du für eine? Und wie siehts da mit SMD löten aus, vor allem in 
Verwendung mit 0,4er Spitze.
Schade das man so ein Teil nicht mal testen kann bevor man so viel Geld 
dafür ausgibt.

Markus

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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Also,

ich hatte mir die RDS 80 fürs gelegentliche Löten in meiner 
Entwicklerbude geholt. Die führt die Hitze so träge an die Spitze, daß 
man nur mit Meißeln löten kann.
Dann habe ich mir mal den Weller-Vertriebler geholt. Der hat mir auch 
angeboten, eine WS-81 auszuprobieren....

Ich hab sie dann gekauft und die RDS80 verschenkt. Sollen sich doch 
andere damit ärgern.
Ich habe hier eine "kurze" Spitze (wohl 0,8) und eine längere Spitze im 
Einsatz. Selbst die lange wird mit genügend Hitze versorgt, um damit zu 
arbeiten. Letztens hatte ich jedoch massiv dicke SMD-Spulen auf große 
Flächen zu löten, da ist die kurze Spitze schon besser.
Aber der Lötkolben, das weiche Kabel und die dünnen Spitzen find e ich 
besser als das harte Kabel der RDS80 mit den dicken Spitzen.

Es mag gut angehen, daß die ERSA analog 60 und 80 aus einem anderen Holz 
sind, die RDS80 ist .... Müll.

PS: Ich hätte da noch eine PowerWave-Spitze für ERSA...

Autor: Dirk (Gast)
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Hallo, ich empfehle Dir die WSD81 mit der kannst Du später auch mal PBF 
löten. Die Lötstation ist recht teuer, aber in der Industrie ist Weller 
mehr vertreten als Ersa.

>Aber bei einem Mega32 wirds schon kritisch mit der 0,8er Spitze. Hab mir
>eine 0,4er Spitze besorgt, das kann man aber vergessen. Da bringt das
>Teil einfach keine Hitze auf die Spitze, vielleicht taugt auch die
>Spitze nix.

Dein Problem ist aber nicht die Lötstation, sondern deine Handhabung 
bzw. Löterfahrung, mit deiner Lötstation kann man locker alle Atmel AVR 
(Mega128) einlöten.

http://de.farnell.com/jsp/endecaSearch/partDetail....

Die Lötspitze ist recht einfach zubenutzen und damit lötet man auch 
PQ208 Gehäuse mit 0,5mm Pitchabstand. Der Trick bei der ganzen Sache ist 
Flussmittel zu benutzen und mittels "Streichtechnik" alle Pins zu 
verlöten.
Erst den Mikrocontroller ausrichten und diagonal fixieren eine 
eventuelle Lötbrucke beim fixieren ist jetzt noch egal. Nachdem fixieren 
dosiert man das Flussmittel (z.B. Spritze) in relativ guter Menge über 
die Beinchen des Mikrocontroller. Ich als Rechtshänder würde meinen 
Lötkolben an einer Pinreihe links aussen ansetzen und unter zufuhr von 
Lötzinn alle Pins der Reihe nach rechts hin verlöten. Bei zuviel zufuhr 
von Lötzinn könnten an den letzten beiden Beinchen eine Lötbrücke 
enstehen die man mit etwas Übung mit dem Lötkolben rausfischen kann oder 
mittels Entlötsauglitze entfernen.
Zum Schluss mit Alkohol die Flussmittelrückstände beseitigen.

Ohne Flussmittel würde ich mir auch nicht zutrauen irgendwelche 
Mikrocontrollergehäuse (LQFP176, TQFP144, PQ208) mit der Hand zulöten. 
Zum Teil benutze ich Flussmittel bei Widerständen und Kondensatoren im 
Gehäuse 201 Gehäuse.

Ulrich Radig benutzt die gleiche Technik nur mit Löthonig in seinem 
Video.

Bei der Lötwellentechnik wird die PCB vorher mit einem Fluxer 
(Flussmittelsprüher) besprüht und fährt danach erst durch die Lötwelle.





Autor: Markus _neu (markush)
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Hi Dirk,

die Löttechnik für sowas ist mir bekannt, auch das Video von Ulrich 
Radig kenn ich -> ich nehm seitdem auch Löthonig her :-). Ich sag auch 
nicht das es mit der LS50 nicht geht, ich hab den Mega32 auch ohne eine 
Lötbrücke geschafft. Nur mit so einer 0,8er Spitze triffst du halt 
gleich drei Beinchen von sonem Chip. Mit einer 0,4er wäre das schon 
einfacher - das bilde ich mir zumindest ein.

300€ für eine Lötstation im Hobbybereich sind natürlich schon arg. 
Soviel werd ich mit Sicherheit nicht ausgeben. Ich werd mal schauen ob 
ich was bei der Bucht bekomm, ansonsten werd ich wohl eine Ersa analog 
60 oder 80 kaufen. Von der RDS80 werd ich mal die Finger lassen.

Markus

Autor: Martin Kohler (mkohler)
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Vergiss das Löten der einzelnen PINs bei FinePitch.
Wirklich brauchbar ist nur die von Dirk beschriebene Miniwelle. Da 
brauchst du nur die geeignete Spitze/Miniwelle und du kannst unter 
Zuhilfenahme von genug Flussmittel alles mögliche löten, was die 
Beinchen nach aussen streckt. (PQ und BGA nicht).

Nicht vergessen: den Print nach dem Löten gut reinigen (vom Flussmittel) 
und die Löt/Flussmitteldämpfe nicht einatmen - oder zumindest versuchen, 
dies zu vermeiden.

Autor: Tom (Gast)
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> Ersa
> Die führt die Hitze so träge an die Spitze, daß
> man nur mit Meißeln löten kann.

Wenn man das so hört, dann scheint wirklich was dran zu sein. Die 
Ersa-Teile von vor 10 Jahren waren richtig gut. Wenn die LS50 wirklich 
baugleich ist, dann frage ich mich jetzt, ob der Hersteller der LS50 von 
Ersa kauft oder umgekehrt. Ich befürchte aber fast, dass Ersa die Teile 
nicht selbst baut. Das würde jedenfalls die erheblichen 
Qualitätsunterschiede zu früher erklären.

Autor: Christian_RX7 (Gast)
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Hallo,

ich hab auch die LS50 und löte damit eigentlich alles von 0,5mm 
Pinabstand bis 2,5mm² Kupferdrähte problemlos, das einzige was mich an 
der Station stört ist das kurze, steife Kabel.

Viele Grüße,
Christian

Autor: Dirk (Gast)
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>Nur mit so einer 0,8er Spitze triffst du halt gleich drei Beinchen von
>sonem Chip. Mit einer 0,4er wäre das schon einfacher - das bilde ich mir
>zumindest ein.

Meine Lötspitze nimmt 5-6 Beinchen ein von einem PQ208 Mikro. und 
meinetwegen könnte die Spitze noch dicker sein.

Autor: g0nz00 (Gast)
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Wir haben eine Heißluftlötstation im Laden wenn man sich daran gewöhnt 
hat ist die super für SMD. is auch keine ERSA oder Weller dort beginnt 
sie bei 600EURO
(mein persöhnlicher Traum vom Löten)

Sondern so ein chinamodell von E-Bay (150 €) man hält den µC mit einer 
Pipette fest macht mit einer Spritze lötpaste auf die beinchen pustet 
die 1 sec an und fest isser.


Autor: Dirk (Gast)
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Bei grossen IC's könnte man auch auf eine BGA Reworkstation 
zurückgreifen. In meiner Firma besitzen wir eine mit Prismaausrichtung 
und Kamera, demnächst haben wir auch die Möglichkeit die IC's zu 
röntgen. Leider kostet die BGA Reworkstation schon knapp 30K€.

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