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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Step-Up auf 48V für Phantomspeisung


Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Liebe Auskenner,

Ich suche gerade nach einer einfachen Bastellösung, um aus einer 
12V-Batteriespannung eine 48V-Phantomspeisung für ein 
Kondensatormikrofon zu generieren. Der Ausgangsstrom liegt immer unter 
10 mA.

Gefunden habe ich bisher gängige Step-Up-Wandler wie MC34063 oder 
LT1615, aber die liefern nur so um die 40V (ok, damit laufen viele 
Mikrofone auch, aber das, das ich im Auge habe nicht bzw. ich will es 
nicht außerhalb der Spezifikation betreiben).

Gibt es andere verfügbare (Segor, Reichelt) intetrierte Step-Up-Wandler, 
die höher wandeln / Sollte respektive könnte ich die Beschaltung etwas 
variieren um die Teile evtl. bis auf 48V zu bekommen? Ich möchte das 
nicht diskret aufbauen, weil ich Respekt vor den auftretenden Spannungen 
habe und auch keinen "Störsender" für das Mikro bauen will.. :-)

Und noch eine zweite Frage (bin eher digitallastig, analog nicht so gut 
beschlagen) - Zur Glättung der Ausgangsspannung ist in einem Datenblatt 
ein LC-Glied angegeben - ich dachte immer, RC wäre richtig(er?) Oder 
gleich noch ein bischen höher wandeln und einen passenden Linearregler 
einsetzen?

Autor: mandrake (Gast)
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Würde zwei DC-DC-Wandler 12V auf 24V nehmen und die Ausgänge in Reihe 
schalten. Da intern (normalerweise) galvanisch getrennt wird sollte das 
problemlos gehen. Dann hast du deine 48V. Die Wandler sollten ein halbes 
Watt können, das sollte genügen.
Vielleicht parallel zum Ausgang noch ein Siebelko um evtl. HF 
rauszufiltern.

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Das wäre recht einfach - welche Wandler hattest Du konkret im Sinn?

Autor: Martin Kohler (mkohler)
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Ausgang sieben ist gut, aber ein ElKo nimmt keine HF raus. Da muss wenn 
schon ein keramischer Kondensator rein. So ca. 100nF dürften geeignet 
sein.
Da die Belastung gering ist, wird ein zusätzlicher Elko zum Stützen der 
Speisung nicht nötig sein.

Der Unterschied zwischen LC und RC-Filter ist der, dass das LC Filter 
theoretisch "schärfer" abschneidet. Allerdings kannst du da auch mehr 
Probleme mit Resonanzen bekommen.

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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hmm.. ich glaube, ich werde es doch mal diskret probieren wie hier 
gezeigt

http://www.sprut.de/electronic/switch/schalt.html#pumpe

(unter Ladungspumpe/Kaskade) - ist ja recht überschaubar ;-)

Autor: Jörg B. (manos)
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Der LM 2577 T-ADJ (bei Reichelt) geht wohl bis 60V Output.

Autor: Kai markus Tegtmeier (kmt)
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Maxim hat auch so etwas ähnliches im Angebot:

http://www.maxim-ic.com/cookbook/powersupply/index...

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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So, jetzt hatte ich wieder ein bischen Zeit und hab eine 
"Selbstbastel-Variante" mit einer Spule und einem Taktgenerator (ca. 
133kHz) gebaut. Funktioniert, allerdings "rippelt" dier Ausgangsspannung 
(48V) trotz RC-Tiefpaß noch mit ca. 80 mV und <= 133kHz (siehe Bild, 1 
Teilstrich=20mV).

Jetzt wäre noch interessant, wie ich das "glatter" kriege .. jetzt ein 
LC-Filter  oder einen Linearregler dahinter  oder noch was anderes?

Evtl. ist das auch nicht kritisch, da der Ripple weit oberhalb des 
hörbaren Bereichs liegt?

Autor: Gast (Gast)
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ich würde sowas auch gerne bauen (einfach) - Die Variante oben mit den 
2x DC-DC scheint mir einfacher - aber was für Teile nimmt man da?

Autor: Lupin (Gast)
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carsten da stimmt irgendwas nicht. vielleicht deine induktivität zu 
klein? mit was belastest du das ganze? Ohne viel Belastung kannst du bei 
133 kHz eigentlich auch mit kleinen Ausgangskondensator einen niedrigen 
ripple haben.

Irgendwie ist der trigger bei deinem scope auch nicht richtig 
eingestellt oder?

Einen LC Filter hast du ja sozusagen schon (deine Induktivität), der ist 
vielleicht einfach nicht groß genug dimensioniert.

Autor: Lupin (Gast)
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gast: wenn du einen Mikrocontroller zur verfügung hast (der die PWM 
regelt) ist das eigentlich ganz einfach.

Autor: Konrad Heisig (Gast)
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Ich habe den oben genannten MC34063 schon einmal erfolgreich für eine 
48V Phantomspeisung genutzt, allerdings dazu auch den Trafo selbst 
gewickelt (ist bei der Größe auch kein Problem). Die Anwendung war 
damals ein Geigenmikrofon mit einem eigenen speziellen Vorverstärker und 
die zur Verfügung stehende Stromquelle waren zwei 9V-Blöcke.
Leider sind mir die Unterlagen dazu abhanden gekommen, aber die 
Schaltung war relativ eng an die Application Note angelehnt und hatte 
samt Trafo auf einer ca 2cm x 2cm großen Platine platz.


Gruß
Konrad Heisig

Autor: Lupin (Gast)
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worauf hast du den trafo denn gewickelt? Wie ist denn die 
ausgangsleistung bei so einen kleinen trafo?

Autor: Konrad Heisig (Gast)
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naja, für den Verstärker hats gereicht und verwendet habe ich so einen 
geschlossener Ferritkern mit Plastikspulenkörper, ähnlich diesem:
http://www.inseto.co.uk/insetoadhesives/adhesives/...

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Hallo Leute, danke schonmal für Euer Interesse und Eure Anteilnahme. Ich 
hab mir die Ideen aus verschiedenen veröffentlichten Schaltungen 
zusammengesucht und werde mal einen Schaltplan zeichnen. Die Drossel hat 
100uH.

Einen extra Trafo wollte ich nicht wickeln, aber die Idee gefällt mir 
:-)

@Konrad - ich hab nicht ganz kapiert, wie Du den MC34063 auf 48V 
Ausgangsspannung bekommen hast? Die Standardbeschaltung sieht ja nur 
eine Spule, keinen Trafo vor, oder hab ich nicht alles gelesen..? Naja 
mal sehen.

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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nebenbei: Ich würde auch die Variante mit DC/DC-Wandlern testen, aber wo 
kriege ich die als Normalverbraucher? hab nichts gefunden außer ein 
abgelaufenes eBay-Angebot..

Autor: alex (Gast)
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Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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danke Alex für den Link - das sind ja stolze Preise für 'nen 
Hobby-Bastler.. :-) Also hier ist jetzt die Schaltung. Den AVR habe ich 
benutzt weil er - wie viele andere Teile - gerade da war.. :-) Er macht 
weiter nichts als den Takt zu erzeugen. Die grau umrandeten Teile dienen 
nur dazu, den Takt zu unterbrechen, wenn die Spannung hoch genug ist.

Ok, ich hätte es auch mit dem o.g. LM 2577 T-ADJ probieren können, aber 
den hatte ich gerade nicht da :-)

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Entwarnung Jungs, ich glaube, mein Steckbrett hat mir einen Streich 
gespielt (schlechte OSZI-Masse oder so). Habe einige Sachen nochmal ein 
bischen geordnet (Anschlußdrähte usw.), wollte danach nochmal das o.g. 
Bild sehen und es war Ruhe - jetzt rippelt nix mehr! (ok der AVR noch 
mit 3mV auf 8MHz, aber das ist schon ok :-)

Autor: Ingo Elsen (ogni42)
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Habe mal einen Step-Up mit dem 2577 T_ADJ auf einem Stück Lochraster 
gemäß Datenblatt berechnet und aufgebaut. Das geht problemlos. Wichtig 
ist nur, auf die richtige Masseführung (steht ebenfalls im Datenblatt) 
zu achten

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