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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Uni oder FH?!?


Autor: -bjoern- (Gast)
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Hallo,
folgende Situation, ich studiere gerade Elektrotechnik an der Uni 
(erstes Semester). Das das ganze eher trockener Stoff ist war mir klar. 
Aber irgendwie habe ich das gefühl gerade eine menge Klausuren versiebt 
zu haben und meine Motivation ist dem entsprechend im Keller. Ich 
überlege gerade stark zum nächsten Semester an die FH zu wechseln. Wer 
hat da erfahrungen? Speziell in wie weit sich der Stoff unterscheidet? 
An der FH wäre das Studienfach ja nicht Elektrotechnik sonder 
Elektrotechnik und Informatik. Ich höre immer wieder das es an der FH 
etwas mehr Praxis gibt in wie weit ist da was dran?
Ein paar Faktoren die in meine Überlegung mit einspielen sind z.B. das 
ich mein Grundpraktikum auch noch nicht gemacht habe und das dann vor 
dem Start an der FH machen könnte. Allerdings bin ich im moment auch 
noch für einen Diplom Studiengang angemeldet die Chance besteht ja, egal 
wohin ich wechseln, nicht mehr da es keine Diplom Studiengänge mehr gibt 
(oder nur noch vereinzelt).

Was würdet ihr machen? Wer hat so einen wechsel schonmal gemacht? Oder 
hat sonstige Ratschläge??

Autor: JonDoe (Gast)
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Das Studium ET läuft bei uns (TU) wie folgt ab: im Grundstudium werden 
erstmal die Leute gesiebt. Nur die Besten haben Supernoten. Der Rest 
geht eher mit schlechten Noten heim. Dafür kann man aber die Prüfung 
nochmal machen und beim 2ten Anlauf weiß man auch was drankommt und kann 
gezielt lernen.

Mein Vordiplom ist auch nicht das Beste, dafür ist am Ende ein 
ordentlicher Diplomschnitt rausgekommen.Im Hauptstudium werden außerdem 
die Prüfungen nicht mehr so schwer wie im Grundstudium. Meine Empfehlung 
daher ist weitermachen, auch wenn es mal nicht besonders rosig aussieht. 
Wechseln kannst Du notfalls immernoch...

Autor: Geldbär (Gast)
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Mach ne Metzger-, Bäcker- oder Kochausbildung. Da hat man echt mehr 
davon! Auf jeden Fall wirst du oft noch den Spruch hören: "Hätt ma was 
gscheits gelernt!"

Autor: rhabarber (Gast)
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Bin gerade im 3./4.. Fazit: Weitermachen. Das erste ist hundeschwer, und 
man wird echt mit schweren aber auch nervigen (Knotenpotentialverfahren 
per Hand ausrechnen...) Aufgaben traktiert. Das Zweite war schon etwas 
leichter, aber immer noch viel zu tun. 3. ging jetzt recht entspannt 
(habe mich aber auch nicht "überarbeitet", zu tun gäbe es nämlich immer, 
aber man kann sich ja nicht totrackern).

Autor: -bjoern- (Gast)
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@JonDoe
Also das gesiebt wird habe ich auch schon gehört muss dazu sagen das ich 
allerdings auch nur nen 3er Abi gehabt habe...

@Geldbär
Naja die Alternativen gefallen mir nicht so wirklich ;-)

Autor: Stephan (Gast)
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Ich habe in Aachen an der RWTH E-Technik Vordiplom gemacht.
Besonders schwer war das nicht. Da mir insbesondere in der Theorie viel 
im Studium fehlte, bin ich dann zu Physik gewechselt.
Laß Dich nicht von diesem "Heraussieben"-Gerede beirren. Bei uns sind 
damals zwar auch viele durchgefallen, aber bei so gut wie allen lag es 
an der Methodik. Die haben alle etwas falsch gemacht. Zuviel Party, 
zuwenig Hausaufgaben, falsch gelernt (z.B. nur nach alten Klausuren, 
also ohne Verständnis). Wenn man dann nicht sehr begabt ist, wird das 
nichts.

Ohne Dir nahetreten zu wollen, bin ich mir sicher, daß Du, wenn Du Deine 
Methodik änderst, mit mindestens einer Zwei durchkommst.
In Aachen ist es in der Physik vor einigen Jahren noch so gewesen, daß 
man dämlich sein mußte, um ohne eine 1 oder 2 im Diplom einen Abschluß 
zu machen.

Autor: rhabarber (Gast)
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@Stephan:

>>Da mir insbesondere in der Theorie viel
>>im Studium fehlte, bin ich dann zu Physik gewechselt.

Sprich, da gabs dir zuwenig Theorie? Dachte die RWTH ist so gut? Oder 
wird die nur "gehyped"?

Autor: Andreas (Gast)
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> Speziell in wie weit sich der Stoff unterscheidet?
> An der FH wäre das Studienfach ja nicht Elektrotechnik sonder
> Elektrotechnik und Informatik.

Namen sind Schall und Rauch. Man kann "Elektro"technik studieren ohne 
nach dem Grundstudium jemals wieder mit Ohm oder Volt in Berührung zu 
kommen. Schau dir doch mal an was im Hauptstudium für Wahlmöglichkeiten 
bestehen, vielleicht steigert das die Motivation wieder.

> Ich höre immer wieder das es an der FH
> etwas mehr Praxis gibt in wie weit ist da was dran?

Darüber kann man sich streiten, Praxis gibt es auch an der Uni (nur 
sieht die anders aus). Was richtig ist, ist dass der Stoff an der FH 
eher anwendungsbezogen ist.

Weshalb ich niemals an eine FH wechseln würde: FH ist wie Schule. Es 
gibt Hausaufgaben, Pflichttermine, usw. An der Uni hat man mehr 
Freiheit, braucht allerdings auch mehr Selbstdisziplin.

Wenn du Elektrotechnik nur studierst hast, weil es sich halt gerade 
ergeben hat, dann bist du tendenziell an der FH beser aufgehoben. Wenn 
du dich zumindest für gewisse Aspekte des Fachgebiets (damit meine ich 
nicht die ETechnik-1-Grundlagenvorlesung o.ä.) richtig begeistern kannst 
und auch "hinter die Kulissen" blicken möchtest, dann ist die Uni eine 
gute Wahl.

> Ein paar Faktoren die in meine Überlegung mit einspielen sind z.B. das
> ich mein Grundpraktikum auch noch nicht gemacht habe und das dann vor
> dem Start an der FH machen könnte.

Das kannst du auch in den Semesterferien machen.

> Was würdet ihr machen?

Dranbleiben.

Autor: Gast (Gast)
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Also ich kann Dir nur empfehlen : durchhalten.

ich habe nach dem Vordiplom von Uni zu FH gewechelt, jetzt könnte ich 
mir in den A*** beissen!!!

FH war recht easy und im nachhinein kann ich nur sagen: meine Grundlagen 
habe ich von der Uni. Viele an der FH (so mein persönlicher Eindruck) 
laufen da mit "gefährlichem" Halbwissen raus. (Das trifft auch auf 
einige Profs zu).

Die Praxis kannst Du Dir doch selbst verschaffen wenn Du Interesse hast!
Ich kann Dir nur die Empfehlung geben - so früh wie möglich 
Denkstrukturen legen und das geht am besten mit Einsatz und Interesse an 
der Uni.

An der FH fahren alle nach der Vorlesung am liebsten nach Hause 
(einschließlich der Profs).

Ich hoffe, dass ich jetzt keine wilde Diskussion auslöse - nur meine 
persönliche Meinung!

Autor: Matthias (Gast)
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.Im Hauptstudium werden außerdem
die Prüfungen nicht mehr so schwer wie im Grundstudium..
    Wenn das deine Meinungs ist, solltest du lieber Jura, BWL oder sowas
    studieren. In höheren Semestern gibt es immer weniger Klausuren, wo 
es
    auf Verständnis ankommt. Es ist nur noch schwachsinnige Lernerei mit
    irgendwelchen Definitionen, Festlegungen, Begriffen.. blabla..

Zuviel Party, zuwenig Hausaufgaben, falsch gelernt (z.B. nur nach alten 
Klausuren, also ohne Verständnis)....
    Ja, diese Methodik kenne ich von vielen Ini-studenten. Ergebnis:
    Studiengangswechsel/Uni/Hochschulwechsel weil der entspr. 
Studiengang "so
    schwer" war... haha...  Kann dir also nur zustimmen: ET ist
    Naturwissenschaft => Verstehen, nicht Lernen!!!!!!

FH ist wie Schule. Es gibt Hausaufgaben, Pflichttermine, usw. An der Uni 
hat man mehr Freiheit, braucht allerdings auch mehr Selbstdisziplin.
    Nicht ganz. Alles was Pflicht ist, sind Praktikas und Klausuren. Es 
ist
    allerdings ratsam hinzugehen, besonders zu Übungen...

...so mein persönlicher Eindruck.. laufen da mit "gefährlichem" 
Halbwissen raus. (Das trifft auch auf einige Profs zu)...
    Eher nicht. Warum gibt es da an (unserer) HS die Bedingung, dass man 
erst
    als Professor arbeiten kann, wenn man MIND. 5Jahre als Dr. in der
    Wirtschaft tätig war.?? An der Uni geht sowas: Abi=>Dipl=>Dr=>Prof.
    ohne je mal praktisch  ein Kabel irgendwo aufgelegt zu haben...

Autor: -bjoern- (Gast)
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Also, ich interessiere mich auf jeden fall für "ETechnik" (dachte ich 
jedenfalls)
Also ich Bastel ca. seit ich 15bin mit AVRs rum und hab auch in der 
Grundschule immer gerne irgendwelche Glühbirnchen verdrahtet ;-)
Aber ich verstehe bei einigen Sachen die wir gerade durchnehmen einfach 
nicht wo ich die jemals anwenden soll.

Ich werde mir denke ich das zweite Semester angucken und wenn das dann 
weiterhin so schlecht läuft mit den Prüfungen schau ich mich nach ner FH 
um...

Aber eine Frage hab ich trotzdem noch wie bereitet ihr euch auf die 
Prüfungen vor??? Speziell Mathe ;-) (die stehe nämlich noch aus)

Autor: Matthias (Gast)
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Dann frage doch einfach mal nach diesen Themen hier, vielleicht kann dir 
hier jemand Aspekte aufzeigen, wo irgendwas gebraucht wird....

Mathe? ganz einfach: SELBST rechnen, rechnen, rechnen...
OHNE taschenrechner, soweit möglich!!!
Bei uns war das im Sem2 so: MAthe2 waren nur Integrale:
klar, Taschenrechner nehmen und Ergebnis abschreiben, aber besser:
Alles mit der Hand rechnen. Grundintegrale lernt man dann schnell..
und die anderen sind nach etwas Routine nur noch Schreiberei...

Autor: Andreas (Gast)
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> Aber ich verstehe bei einigen Sachen die wir gerade durchnehmen einfach
> nicht wo ich die jemals anwenden soll.

Dann benutz mal Google oder frag hier.

> Aber eine Frage hab ich trotzdem noch wie bereitet ihr euch auf die
> Prüfungen vor??? Speziell Mathe ;-) (die stehe nämlich noch aus)

Bei "Rechenprüfungen" (Mathe, Regelungstechnik usw., also die meisten 
Prüfungen im Grundstudium): keine Zeit mit Skript lesen oder lernen 
verschenken, sondern direkt mit Aufgaben (aus Übungen, alten Klausuren, 
Büchern) anfangen und nur bei Bedarf nachlesen/-lernen.

Bei Versteh-/Lernprüfungen: auf dem PC Zusammenfassung des Stoffs 
schreiben, so in der Größenordnung 10-30 Seiten.

Autor: Punktrichter (Gast)
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Was willst Du den später mal machen?

Wenn Du Dich selbständig machen willst, dann FH (weil Du weniger Zeit 
verlierst und früher die fette Kohle scheffeln kannst).
Wenn Du in den öffentlichen Dienst willst, dann bleibt Dir nur die UNI 
(weil Du dort gleich in den höheren Dienst einsteigst und als FHler 
immer im gehobenen Dienst bleibst)
Wenn Du eitel bist und einen Dr. vor Deinem Namen möchtest, dann ist es 
an der Uni auch einfacher.

Autor: Andreas (Gast)
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Danke, damit hätten wir nun auch die realistisch-zynische Sichtweise auf 
das Problem abgehakt.

Autor: Thomas (Gast)
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Servus!

Ich studiere seit 7 Semestern an der Uni und ich habe mir auch gerade am 
Anfang oft überlegt E-Technik wirklich das richtige ist. Eigentlich ging 
das den meisten so. Naja im Grundstudium hies es Augen zu und durch. 
Mathe ist sicherlich schwer, und der Stoff ist Grundlage für vieles im 
weiteren Verlauf des Studiums. Das hängt allerdings auch stark davon ab 
wie du dich später spezialisierst, beispielsweise bei Signalverarbeitung 
kommen im Hauptstudium viele mathemathische Grundlagenvorlesungen hinzu, 
bei Mikroelektronik hält das sich dagegen stark in Grenzen.
Ich würde mal abwarten wie die bisherigen Prüfungen gelaufen sind, wenn 
die alle danebengeganen sind kannst du dir ja immer noch überlegen ob du 
lieber an die Fh wechselst. Eventuell kommst du ja dort besser zurecht, 
da die Schwerpunkte anders gesetzt sind.
Das E-Technik Studium ist sicherlich nicht leicht, egal ob Uni oder Fh.
Wenns mit den Prüfungen geklappt hat würde ich an der Uni weitermachen, 
spätestens im Hauptstudium wirds echt interessant :) Und das 
Grundpraktikum kann man ja auch in den Semesterferien machen...
Zum Thema Prüfungsvorbereitung: Im Allgemeinen reicht es ja alte 
Prüfungen zu rechnen. Und falls du n paar Sachen nich peils würde ich 
einfach mal beim Assistenten vorbeischauen und fragen. Gerade in den 
ersten paar Semestern machen das die Studenten viel zu selten, dabei 
bringt das sehr viel.
Ich würde mir an deiner Stelle auch mal überlegen z.B. nen Sprachkurs zu 
machen. Das ist ne gute Abwechslung und außerdem kriegst du Kontakt zu 
nicht (E)-Technikern, das ist auch mal ganz nett :)

Auf jeden Fall noch viel Erfolg beim Studium!

Autor: fieser Scheitel (Gast)
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>Weshalb ich niemals an eine FH wechseln würde: FH ist wie Schule. Es
>gibt Hausaufgaben, Pflichttermine, usw. An der Uni hat man mehr
>Freiheit, braucht allerdings auch mehr Selbstdisziplin.

Wie ich diese Arrognaz mancher Unileute hasse. Ich kenne keinen 
Studiengang an der benachbarten FH bei dem der Prof mit Übungsaufgaben 
winkt. Dagegen fallen mir auf Anhieb einige Unis ein deren Studenten 
jede Woche in Mathe ein Aufgabenblatt lösen und abgeben müssen.

Wir war das nochmal mit dem Halbwissen?

Autor: Andreas (Gast)
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Nun ja, das ist es was mir die FH-Studenten die ich kenne erzählen. 
Vielleicht lügen sie ja - wer weiß?

Autor: mouz (Gast)
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>Dagegen fallen mir auf Anhieb einige Unis ein deren Studenten
>jede Woche in Mathe ein Aufgabenblatt lösen und abgeben müssen.

Was meiner Meinung nach sehr sinnvoll ist, um kontinuierlich 
dranzubleiben. Weil alles am Ende des Semesters vor der Klausur lernen - 
keine Chance. Wer faul sein will, schafft das so oder so (abschreiben, 
Namen mit draufschreiben)

Autor: fieser Scheitel (Gast)
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@Andreas
Ich denke eher, dass du einfach nur das nachplapperst, was dir an der 
Uni eingetrichtert wird. Ein häufiges Phänomen im Kreise der 
selbsternannten Elite. Mir fallen jedenfalls nur die gelegentlichen 
Testataufgaben ein, aber ich denke nicht, dass du darauf hinaus willst.

@mouz
Das bestreite ich nicht. Ich wollte nur dieses übliche FH = Schule mit 
Geschwaffel von Andreas nicht unkommentiert stehen lassen.

Autor: Andreas (Gast)
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Nun ja, das ist es was mir die FH-Studenten die ich kenne erzählen.
Vielleicht lügen sie ja - wer weiß?

Autor: Elitebär (Gast)
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>Ein häufiges Phänomen im Kreise der selbsternannten Elite.

Ich denke eher, daß du wie so viele andere das "FH ist fast dasselbe, 
wie Uni" nachplappern, um sich aufzuwerten und irgendwie doch aus der 
zweiten Liga rauszukommen.

Dem Frage sei gesagt: Wenn er nicht mal das ertse Semester durchhalten 
kann, hat er in dem Job nichts zu suchen. Dann kommt er später auch ins 
Schleudern. JEtzt, wo er jung ist, muss er das Lernen und sich 
verbessern. Wenn er das Niveau jetzt nicht hinkriegt, kriegt er es nie 
mehr hin. Lernen ist wie Leistungssport.

Die, die das nie gemacht haben, kapieren es verständlicherweise nicht 
und haöten sich selbstredend auch für großartig. Aber wehe, sie sollen 
mal eine etwas kompliziertere Aufgabe fehlerfrei hinkriegen ...

Autor: fieser Scheitel (Gast)
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>Ich denke eher, daß du wie so viele andere das "FH ist fast dasselbe,
>wie Uni" nachplappern, um sich aufzuwerten und irgendwie doch aus der
>zweiten Liga rauszukommen.

Das einzig zweitklassige ist die Polemik in deinem Beitrag. Ich habe an 
keiner Stelle behauptet Uni und FH seien gleichzusetzen. Ich habe mich 
lediglich gegen den Vergleich von FH und Schule gewehrt.

Autor: Tobias (Gast)
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Hallo,

ich habe an einer FH Elektrotechnik studiert und arbeite jetzt an einer 
TU an meiner Promotion. Diese ewigen Vergleiche zwischen UNI und FH 
hinken mittlerweile doch recht beträchtlich, weil man UNI und FH nicht 
vregleichen kann. Die Schwerpunkte sind doch ganz andere. Eine FH bildet 
Ingenieure, die Erkenntnisse unmittelbar in eine Technologie umsetzen. 
Da ist es z.B. in der Regel nicht erforderlich, wie der zweite 
Maxwellsche Satz lautet, sondern entscheidend ist die richtigen 
Bauelemente an der richtigen Stelle einzulöten. (Bitte die Aussagen als 
Metaphern verstehen und nicht wörtlich) Die UNI Ingenieure müssen 
dagegen prinzipielle Dinge erklären. Sie müssen eine Weg finden ein 
bestimmtes Naturereignis zu erklären und Wege aufzeigen wie man dies 
nutzen kann.
Außerdem sollte sich keiner ein Urteil über die andere Studienform 
erlauben, der es nicht selber erlebt hat und meistens sind dann die 
Eindrücke derjenigen die doch beides gemacht haben sehr sehr subjektiv. 
Ein Beispiel, die Informatiker an der TU, an der ich arbeite 
programmieren ihr gesamtes Studium nicht einmal. An der FH bestehen 2/3 
nur aus Programmierung.
Ich will damit sagen, jeder soll sich selber fragen für welchen Zweck 
ich den bestimmten Studiengang studiere.

Gruß Dipl.-Ing.(FH) (Dr. cand.)

Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo

>In Aachen ist es in der Physik vor einigen Jahren noch so gewesen, daß
>man dämlich sein mußte, um ohne eine 1 oder 2 im Diplom einen Abschluß
>zu machen.

Also da muß das Niveau sich mittlererweise massiv gen PISA entwickelt
haben  Oder die Prof geben "Gefälligkeitsnoten".  Nicht nur in Aachen !!


Bzgl der Klausurlerne:

Sicherlich es es trivial zu antworten, man muß den Stoff verstehen - 
analog
Sprüchen wie . Wer arbeiten will findet auch einen Job....


Das Problem gerade an der Uni ist es , daß die Vorlesungen mit den
Klausuren des gleichen Profs relativ wenig miteinander zu tun haben.
Das heißt , ohne Klausurorientierung hat man wenig Chancen gut durchzu
kommen.

Bzgl FH  . wie ein Vorredner es gut formuliert hat , erwarten 99 % der
Betriebe schnelle Lösungen ( warum hat der Praktikant einen solchen 
Zuspruch) billig-willig-problemlösend-weg damit, nächster , bevor er 
frech wird....

das heißt ein Fhler ist ein schnellgelernter Techniker  - und sonst halt 
nix.

( Übrigens kenne ich viele THler die programmieren...)

Was übrigens an einer guten Uni begebracht wird, ist die Fähigkeit trotz
widrigster Umstände etwas durchziehen zu können.

Eine wichtige Grundlage , die via Schnellstudium Klausur-abgehakt-weg 
damit
durchgehechele -um nur ja mit <22,5 j im Aldiregal stehen zu können....
gar nicht mehr vermittelt wird.

Somit verwundert nicht , daß wirkliche Macher von hemdärmig kaschiertem
Unwissenden verdrängt werden...


Also jeder, der heute noch auf ne Uni geht und nicht in der Wissenschaft 
arbeiten will, sollte gleich die Auswanderbroschüren nebenher studieren.




Autor: Piccoz (Gast)
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. hatte vergessen zu erwähnen, daß ich selbst u.a. Maschbau TH 
abgeschlossen
habe

Autor: mr.chip (Gast)
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Bin auch gerade in einer ähnlichen Lage, 1. Semester, irgendwie das 
Gefühl, nix zu können und nicht wirklich Lust zu lernen. Scheint aber 
allgemein so zu laufen, dass die Unis einem am Anfang einfach quälen und 
sieben wollen und es erst später interessant wird

Aber warum tun die das? Es heisst immer, die wollen nur die besten und 
motiviertesten Leute - aber mal ehrlich: Eigentlich kriegen die 
schlussendlich nur Leute, die bereit sind, sich knallhart zu quälen. Ob 
das wirklich die besten Ingenieure sind, oder einfach stupide 
Rechenmaschinen? Kreativität, echtes Interesse, freies 
Sich-mit-der-Materie-befassen, Anwendungsknowhow (Programmieren, 
Bauteile, Vorgehensweisen, ...) bleiben bei der Paukerei komplett auf 
der Strecke.

Autor: nomar (Gast)
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@mr.chip

man kann dir nach dem Abi natürlich auch gleich dein Diplom geben.

Autor: Punktrichter (Gast)
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Das Grundstudium ist sowohl an der Uni wie auch der FH mit GRUNDfächern 
(vor allem Mathe + Physik) gefüllt und nicht mit Elektrotechnik.
Diese Grundfächer haben u.a. auch den Vorteil (ganz abgesehen vom 
tatsächlich vorhandenen praktischen Nutzen), dass das keine 
Auswendiglern-Fächer sind, sondern Verständnisfächer (die natürlich auch 
einen Lernaufwand erfordern). Im Wort Ingenieur steckt nicht umsonst der 
Wortstamm Genius, was ein tieferes Verständnis von Naturwissenschaft 
voraussetzt.
Wer in diesen Grundlagenfächern elementare Schwierigkeiten hat, ist im 
Allgemeinen nicht fähig, ein guter Ingenieur zu werden. Darum trennt 
sich (meistens) nach dem Grundstudium m.E. zu Recht die Spreu vom 
Weizen.

Autor: Betrachter (Gast)
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Was ich nicht verstehe, wie Leute die meinen einen großen Weitblick zu 
haben doch so engstirnig und beschränkt sein können!

Autor: -bjoern- (Gast)
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Also Danke erstmal für alle Beiträge (auch wenn einige ganz offen gesagt 
nicht wirklich hilfreich waren).

Die Diskussion das es an einer FH zugeht wie an der Schule fand ich 
recht interessant. Aber gerade das ist es ja was mich überlegen lässt zu 
wechseln. Meine Selbstdisziplin ist nicht gerade die beste und so würde 
mir ein schulähnlicher Betrieb doch schon helfen.

Außerdem lasse ich mich beim Lernen (der Wille ist da ;-)) viel zu 
leicht ablenken (z.B. will ich nur kurz was ausm Internet suchen und 
lande auf Mikrocontroller.net gg Oder das Steckbrett ruft naja kennt 
ihr sicher alle...)
Und so ne Woche beginnt dann die Panikphase wo ich versuche alles 
nachzuholen das ist natürlich dann so eine Hektik das es 0,nix bringt. 
In der Prüfung genau das selbe nur Stress und Panik...

Autor: Wissender (Gast)
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An der TU München muß man z.b. in Physik und Mathematik regelmäßig 
Hausaufgaben lösen und abgeben, damit man überhaupt zur Prüfung 
zugelassen wird. Das ist wie im Kindergarten!!!!

An der FH gibt es so etwas definitv nicht!

Von daher ist es Dummfug zu behaupten, daß die FH verschult ist.

Autor: Tobias (Gast)
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@Wissender

Das ist totaler Unsinn. AN einer FH müssen genauso Übungengelöst werden 
und abgegeben werden.

Das  FHler schnell gelernte Techniker sind ist auch Unfug. Es gab 
genügend Uni Leute, die es auf der UNI nicht gepackt haben und gesagt 
haben, ich geh mal an die FH und mache fertig und sind dann mit dieser 
Einstellung auf die Schnauze gefallen. Man muß unterscheiden, ob man 
sich mehr mit Theorie oder mehr mit der Praxis beschäftigen will. Es 
gibt ebenfalls genügend UNI Studenten, die mir die abenteurlichsten 
Theorien erklären können, abe dagegen nicht die Geschweifte Klammer auf 
der Tastatur finden, oder beim Lampe anklemmen das Masse- mit dem 
Leitungskabel oder der Erde verwechseln. Also Vorsicht mit solchen 
Aussagen, alle anderen außer UNI ist BLÖD. Das ist Meinungsdenken eines 
5 Jährigen. So ähnliche Diskussionen kann ich nämlich bei meinem 5 
Jährigen Sohn verfolgen, wenn er Freunde zum spielen da hat.

Autor: Mark (Gast)
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@Piccoz:

Wenn dein Beitrag auch nur annährend deine Lernarbeitsweise 
widerspiegelt, dann ist mir klar wieso du es an der HS geschafft hast.

Nur das Lernen was die alten Klausuren vorgeben und bloss nicht am 
Tellerrand schauen, weil du ja was sehen könntest was dich verwirrt!!! 
Oh man


Soviel Unsinn und Unwissenheit in einem Beitrag…… Wahnsinn!!! Und dann 
noch ein Hochschulabschluss……. man man.


@all

PS: Seit Bachelor\Master ist doch diese Diskussion noch unsinniger als 
sie schon vorher war!! Oder?

@Themenstarter

Setzt dich am besten mal in ein paar Vorlesungen in irgendeine FH und 
dann wirst schon sehen ob dir das besser gefällt.

Gruss

Autor: Mahner (Gast)
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>>Wissender
>Das ist totaler Unsinn. AN einer FH müssen genauso Übungengelöst werden
>und abgegeben werden.


Das hatten wir aber auch an der UNI. Mathe und Physik war besonders 
schwer. In Physik mussten richtige Laborheft angelegt werden die auch 
der Forma nach beureteilt wurden! Hatte man dort eine negative 
Beurteilung musste die Aufgabe wiederholt werden! IN Mathe mussten im 
Seminar immer welche nach vor an die Tafel und es voorechnen! Wer es 
nicht konnte, bekam es erklärt und musste in der nächsten Stunde nochmal 
ran. War schon hart! Es erzog einen aber auch dazu, das alles 
vorzubereiten und auch zu kapieren.

Autor: mr.chip (Gast)
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Persönlich habe ich kein Problem damit, Übungen abzugeben. So arbeitet 
man auch dran, und zwar nicht nur bis man keine Lust mehr hat, sondern 
bis man eben eine bestimmte Menge gearbeitet hat - und allenfalls Stoff 
nachgeschlagen, neue Dinge kapiert etc.

Das einzig nervige: Man hat weniger Freiheiten im eigenen Lernstil, 
vorallem kann man (aus zeitlichen Gründen) dann kaum noch mal etwas 
genauer anschauen, das einem besonders interessiert oder das man nicht 
kapiert hat.

Autor: Matthias (Gast)
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@-bjoern-:

DURCHHALTEN !!!

Zugegeben, es gab Mitstudenten an meiner Uni, die haben es auch nach 8 
Semestern Grundstudium nicht kapiert, daß sie niemals ihr Vordiplom 
bestehen werden. Die versuchen es solange, bis sie rausgeschmissen 
werden.
Da sollte man realistisch bleiben, es ist halt ausgesprochen besch.... 
nach dem 6. Semester herausgeprüft zu werden und hat dann nach 3 Jahren 
nix in der Hand (wobei viele FHs einen Großteil der erworbenen Scheine 
anerkennen, die 3 Jahre sind also nicht vollends im Ar..).

Du solltest das ganze also im Auge behalten. Für einen jetzigen Abbruch 
erscheint es mir aber viel zu früh, denn nach dem 1. Semester denkt fast 
jeder daran.

Such Kontakt mit Deinen Mitstudenten, lernt zusammen, macht zusammen 
Pary, sprich mit ihnen über Deine Zweifel.

Abbrechen und zur FH wechseln, würde ich nur, wenn die Noten / nicht 
bestandene Prüfungen dazu raten. Aber Du scheinst anscheinend noch 
nichts in den Sand gesetzt zu haben, also locker bleiben.

Ach so, Dein Abi-Schnitt sagt (leider) gar nichts über den 
Studienverlauf aus. Ich selbst habe das Studium mit einem Abi von 2,0 
nur gerade eben geschafft, mein bester Kumpel hat ein Abi mit 2,4 und 
war Jahrgangsbester... So kann`s gehen im Leben...
Ein anderer Kumpel hat sich seinen ersten Computer mit 20 Jahren gekauft 
und hatte vier Jahre später eigene Patente in der Weiterentwicklung von 
MP3 eingereicht...

Autor: Tulpe (Gast)
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Patente für die Weiterentwicklung von bestehenden Erfindungen reicht 
heute jeder Dödel ein und meint er hätte was. Meist kostet das aber eine 
Menge Geld (ein Weltpaten kosten locker um die 20.000,-) und bringt kaum 
was ein-

Ich entwickle lieber im Auftrag und verkaufe es mehrfach. Da kommt mehr 
Kohle rein. Wenn ich eine beondere Idee habe (ist in jedem Projekt der 
Fall) vereinbare ich lieber einen Bonus. Da sind rasch 10.000 
zusaetzlich drin, ohen Investition oder zusätzliche Arbeit.

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