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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVRISP defekt


Autor: Roland M. (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe heute auf einer selbstangefertigten Platine mit einem 
Oszilloskop zwischen Versorgungsspannung (5V) und Masse gemessen, 
während das AVRISP mkii über die Programmierschnittstelle angesteckt 
war. Gleichzeit war der PC über eine USB-Schnittstelle mit der Platine 
verbunden. Während des Messens ploppte eine Warnmeldung auf (den genauen 
Wortlaut weiß ich nicht mehr, aber sinngemäß lautetete sie, dass über 
den USB-Port zu viel Strom gezogen wird). Ich beendete sofort die 
Messung.
Danach war es nicht mehr möglich, den µController zu programmieren. Die 
Fehlermeldung im AVR-Studio ist immer, dass keine Versorgungsspannung 
auf der     Platine anliegt, was definitiv nicht stimmt. Der Vcc-Pin des 
Steckers hat seine 5V, die Schaltung auf der Platine wurde ja auch nicht 
verändert.
Außerdem leuchtet die Status-LED des AVRISP nach dem Anschließen an den 
PC nicht mehr.
Ich habe jetzt die Befürchtung, dass das Programmiergerät zerschossen 
worden ist.
Meine Frage jetzt: kann das so schnell passieren? Die einzige Erklärung 
die ich für den zu großen Strom, der ja anscheinend geflossen ist, habe, 
ist, dass das Oszilloskop einen Kurzschluss verursacht hat. Müsste die 
Eingangsimpedanz des Oszis aber nicht groß genug sein, um so etwas zu 
verhindern?
Bin ziemlich ratlos.

Grüße

Roland

Autor: Berny (Gast)
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Hallo

Ggf. ist der Kurzschluss über die Erdung 230V Scope <-> USB entstanden. 
Beide Geräte sind ggf. mit Ihrem Massepotential auf Erdung 230V gelegt. 
So entstehen Brummschleifen etc..

Gruß Berny

Autor: Gunther Woll (Gast)
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Yo, so was ähnliches ist mir auch schon passiert. Seit dem ist sowohl 
mein Netzteil als auch mein Oszi nicht mehr geerdet (ja ich weiß: auf 
ihn mit Gebrüll - aber ich messe sowieso nur Pegel zwischen 1,8 und 12 
Volt).

Martin G.

Autor: Roland M. (Gast)
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Ok, danke für die Antworten. Dann muss ich wohl in den sauren Apfel 
beissen und ein neues Programmiergerät ordern...
Wobei ich nicht weiß, wie ich das Problem in Zukunft umgeh. Es liegt 
meiner Meinung nach nicht an der Erdung der Geräte, da das Gleiche auch 
passiert, wenn ich mit einem batteriebetriebenem Spannungsmessgerät 
messe.
Werde vielleicht mal den über USB angeschlossenen Laptop vom Netz 
nehmen. Dann kann ich eventuelle Brummschleifen ja komplett 
ausschließen.

Autor: Mike (Gast)
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Hä, was für Brummschleife ?

Erklärt mal bitte etwas genauer was diesen Effekt verursacht und welche 
Gerätekonstellation vorlag.

Bei mir wird alles geerdet, was könnte in eurem Fall passieren ?

lg

Autor: Roland M. (Gast)
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Ich bin auch noch nicht dahintergekommen, was jetzt genau für den 
überhöhten Strom verantwortlich ist.
Nochmal die Geräteanordnung zusammengefasst: Platine, deren 
Spannungsversorgung über USB von einem Laptop (über Netzteil am Netz) 
kommt. Auf der gleichen Platine ist eine Programmierschnittstelle. An 
diese ist ein AVRISP angeschlossen, das auch wiederum mit dem gleichen 
Laptop verbunden ist.
Wenn ich jetzt zwischen VCC (5V) und Masse der Platine mit einem 
Oszilloskop (am gleichen Versorgungsnetz) messe, fließt laut Warnhinweis 
des Laptops ein überhöhter Strom, der mein Programmiergerät zerstört 
hat. Ich kann diesen Effekt aber auch mit einem batteriebetriebenen 
Multimeter feststellen.

Autor: Katzebuckel (Gast)
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Ich hatte mal folgende Konstellation.

1) AVR-Board, eigenes Steckernetzteil +5V
2) Weiteres Board, Versorgung über Schaltnetzteil +12V
3) Computer

Alle Massen waren miteinander verbunden. Hab dann auf das AVR-Board ein 
USB-Seriell-Umsetzer (FT232) gesteckt. Das Ding hat kurz funktioniert, 
dann war der Windows-Sound für abgemeldetes Gerät hörbar, dann klappte 
halt nichts mehr. Ich guckte fragend, als plötzlich über dem USB-Modul 
eine kleine Rauchwolke aufstieg. Also da kam es voll auch zu recht 
großen Ausgleichsströmen.

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