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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Tractometer


Autor: Michael (Gast)
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Hallo leute.

Bin jetzt völlig neu hier auf der seite und auch völlig neu im Bereich 
uC und habe also keine ahnung von nix ;)

nun habe ich mir schonmal aus interesse einen ATmega16 und dazu passend 
eine AVR USB Entwicklungsplatine geholt (sollte bald kommen).

nun meine Frage/Idee:

Ich möchte ein Tractometer bauen, mit dem ich verschiedene daten vom 
Tractor erfassen kann. u.A. möchte ich erfassen:

 -den Dieselverbrauch [Über 2 durchflussmesser (diesel in - diesel 
out=verbrauch) gesamt und auftragsverbrauch]
 -die arbeitszeit/Fahrtzeit
 -die Drehzahl (was sich bei dieselmotoren aufwändiger gestaltet)
 -status des hubwerks (Oben/Unten)
 -Zylindertemp des heißesten Zylinders (der heißeste von 4 zylindern 
wird im display angezeigt)
 -Das alles über eine folientastatur steuerbarmit einer taste pro 
funktion und reset der einzelnen funktionen
 -Über Farbdisplay ablesbar (z.b. 6600 display)
 -DCF-Uhr

falls ich jetzt nix mehr vergessen habe währen das eigentlich alle dinge 
die ich bräuchte... und das alles an so einen kleinen uC (geht das alles 
überhaupt?).

könnt ihr mir helfen bei der Realisierung dieses Projektes?

danke schonmal im vorraus

Michael


PS: erwähnte ich schon da ich keine ahnung habe? ;)

Autor: Obelix (Gast)
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Ja geht!

Allerdings wirds schwer für dich, wenn du keine Ahnung hast. Beschäftige 
dich doch ersteinmal mit den Tutorials.

Autor: Michael Hakenkötter (m0ddmylife)
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ok, werde ich tun.

axo, dies is mein Username;)


was ich noch vergas, ist ein Hektarzähler!

Du sagst, mit den Tut's, aber wie fange ich erstmal an? muss man wie in 
HTML einen Header gestalten, oder einfach losschreiben? muss man wie in 
Delphi Variablen vergeben? (hatte delphi 1 jahr lang in der schule, is 
aber nix hängen geblieben)

Autor: Power (Gast)
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Beschäftige dich erst mal mit den Grundlagen von C (falls du WINAVR 
benutzen willst), dann die Einzelnen Funktionen wie Timer, Interrupts 
usw., wie gesagt: das Tutorial ist da prima!
Dann, wenns Programmieren klappt, die einzelnen Komponenten vornehmen, 
Tastatur, Durchflussmesser auswerten usw.
Zuerst mal alles auf dem Notizblock entwerfen und dann die Hardware 
auswählen. Die Struktur (auch auf dem Papier) des Programmes festlegen, 
dann kann die Programmiererei losgehen.

Als Bedienteil kann ich dir das programmierbare Touchscreen-Display von 
Reichelt empfehlen, ist zwar nicht ganz billig, nimmt aber jede Menge 
Arbeit ab und sieht auch noch gut aus.

Autor: Michael Hakenkötter (m0ddmylife)
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Also zum Programmieren habe ich mit dieses Studio4 runtergeladen.

wieviel  I/O ports hat denn nun der ATmega16? (wurde ich noch nicht ganz 
schlau draus)

Mit dem Bedienteil... hmm, bissle arg teuer O_o

ich dachte eher an soeine sagen wir mal Handytastatur, die dann in einem 
Abnehmbaren Fernbedienung is mit Spiralkabel verbunden oder wie in dem 
Bild son teil

Autor: Power (Gast)
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Der Mega16 hat 32 I/Os. Abzüglich der Spezialfunktionen die du nutzen 
willst (RS232, TWI, PWM ...). Wie gesagt, das muss VOR dem Programmieren 
festgelegt werden.

Das Bedienteil oben sieht aber auch nicht ganz billig aus, vor allem mit 
dem Grafikdisplay. Jenes wird auch recht aufwändig zum Programmieren. 
Diese Aufgabe ist beim Reichelt-Touchscreen im Display programmiert und 
kostet den µC keine Rechenleistung (außer der Schnittstelle).

Autor: Roland Praml (pram)
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Hi Michael,

dies ist sicher alles möglich, für jemanden der Ahnung hat sicher auch 
kein Problem. Zeitlicher Rahmen würde ich sagen: mehrere Wochen

> PS: erwähnte ich schon da ich keine ahnung habe? ;)

Du kannst es allerdings nicht! Selbst wenn du das Tutorial durchgemacht 
hast, wirst du lediglich ein paar LED's blinken lassen können oder ein 
LCD ansteuern können. Das Know How kommt erst wenn du einige (einfache) 
Projekte hinter dir hast.

Fang erst mal klein an, und bau dir z.B. eine LED-Uhr aus:
1 x Meg16
1 x 32 KHz Quarz
1 x 4 MHz Resonator
4 x LED 7 Segement
4 x ULN2004
Sowie das übliche Zeugs, eine Hand voll Abblockkondensatoren, 7805, 
Vorwiderstände.
Die Led's schließt du an die 28 Pins, Der Quarz an Tosc1/2, dann würd 
ich noch Rxd und Txd frei lassen. Hier kannst ja est mal 2 Taster oder 
einen Max232 anschließen

Das Ganze wird dich wohl um die 20 Euro kosten und du wirst vermutlich 
viel dabei lernen. Wenn du die Uhr gebaut hast, dann darfst zum Thema 
Tractometer weitere Fragen stellen.

Gruß
Roland

Autor: Michael Hakenkötter (m0ddmylife)
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ähm, man stellte mir heute die frage, ob die 7Segment-Anzeigen mit 
Gemeinsamer Anode oder Kathode sein solln...???

Autor: Roland Praml (pram)
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Die Frage ist jetzt nicht dein Ernst? Schau dir mal das Datenblatt vom 
ULN an, da springt einem ja sowas sofort ins Auge! (zumindest wenn die 
Grundlagen der Elektrotechnik bekannt sind)

Falls das aber schon ein Problem für dich ist, dann wird weder die 
LED-Uhr (oder ein anderes relativ einfaches Einstiegsprojekt) noch dein 
Tractometer was.

Vielleicht solltest doch noch "weiter vorne" anfangen, z.B. mit so einem 
Kosmos Experimentierkasten oder so was ähnlichen.
Ich mein, es ist schon wirklich kein Anfängerprojekt dein Traktometer, 
und wenn dir dann Transitorschaltungen, Spannungsregler, 
Spannungsteiler, Vorwiderstände ... noch kein Begriff sind, dann wird 
das einfach nix.

Gruß
Roland


Autor: Gast (Gast)
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ich hab mal ne frage dazu:

wo habt ihr eigentlich diese ganzen sachen gelernt. (Ok vermutlich im 
Studium) aber gibt es auch  leute die es geschaft haben sich alles von 0 
bis 100 alles selbst beizubringen?

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Gast wrote:
> ich hab mal ne frage dazu:
>
> wo habt ihr eigentlich diese ganzen sachen gelernt. (Ok vermutlich im
> Studium) aber gibt es auch  leute die es geschaft haben sich alles von 0
> bis 100 alles selbst beizubringen?

Das ist ein langer, mühevoller Weg. Neben etwas Theorie gehört da auch 
eine ganze Menge Erfahrung dazu. Wichtig ist dabei aber, dass man einen 
Schritt nach dem anderen tut und sich nicht zuviel auf einmal vornimmt.

...

Autor: Power (Gast)
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Allgemeines Interesse an Elektronik, 3 1/2 jahre Lehre, 4 Jahre 
(Elektro-) Technikum  und 20 Jahre Berufserfahrung (auch ständiges 
Lernen). So war's bei mir jedenfalls.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Ich bin praktisch damit aufgewachsen. Mein Vater hat sowas schon 
gemacht, und da läßt es sich nicht vermeiden, im Laufe der Jahre einiges 
aufzuschnappen. Dann kam das Technische Gymnasium und das Studium.

Autor: PeterL (Gast)
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ist halt leider nicht wie Radfahren,
eher wie das Erlernen von 3 Fremdsprachen, wenn man Teilabschnitte 
kapiert hat, machts aber richtig Spass.

Autor: Oliver (Gast)
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> -die Drehzahl (was sich bei dieselmotoren aufwändiger gestaltet)

Na, zum Glück ist wenigstens die Messung der Zylindertemperatur für dich 
kein Problem.

Was bisher keiner gesagt hat, unterschätze die Elektrik und Mechanik bei 
solch einem Projekt nicht. Lauffähige Software auf dem Labortisch ist 
das eine, ein feldgeeignetes, wasserdichtes, störungssicheres, mit 
überspannungs- und kurzschlußsicheren Eingängen versehenes Gerät etwas 
ganz anderes. Und da wird es, wie du beim o.a. Touchpanel schon 
ansatzweise gemerkt hast, gerade bei Hobbybastler-Einzelstücken richtig 
teuer.

Oliver

Autor: Erics (Gast)
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Also ich würd bei nem Traktor auf jedem Fall vom Farbdisplay und Touch 
Panel abstand nehmen. Erstens haste meistens Sonne und da ist nen 
monochrom Display viel besser abzulesen als irgend nen 
Farbschnickschnack. Und auserdem haste immer staub und dreck auf nem 
Tracktor. Und wenn dann noch leute ständig mit dreckigen fingern auf so 
nem Ding rumfingern haste auch nix gewonnen. Aber wie meine Vorredner 
schon sagen. Erstmal ganz klein Anfangen. Tutorial durcharbeiten und 
dann nach und nach lernen und erweitern. Bei VW werden die Autos ja auch 
ncht vom Praktikanten entworfen ;-) ansonsten würd das ja jeder selber 
bauens wenns so einfach wär.

Autor: Michael Hakenkötter (m0ddmylife)
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Roland Praml wrote:
> Die Frage ist jetzt nicht dein Ernst? Schau dir mal das Datenblatt vom
> ULN an, da springt einem ja sowas sofort ins Auge! (zumindest wenn die
> Grundlagen der Elektrotechnik bekannt sind)
>
> Falls das aber schon ein Problem für dich ist, dann wird weder die
> LED-Uhr (oder ein anderes relativ einfaches Einstiegsprojekt) noch dein
> Tractometer was.
>
> Vielleicht solltest doch noch "weiter vorne" anfangen, z.B. mit so einem
> Kosmos Experimentierkasten oder so was ähnlichen.
> Ich mein, es ist schon wirklich kein Anfängerprojekt dein Traktometer,
> und wenn dir dann Transitorschaltungen, Spannungsregler,
> Spannungsteiler, Vorwiderstände ... noch kein Begriff sind, dann wird
> das einfach nix.
>
> Gruß
> Roland


gut, da hast du recht, aber ich bin elektriker, der bis jetzt nur 
Gebäudeinstallationen gemacht hat.. also von chips und uln's kein plan 
hat...
wenn ich mal rate: gemeinsame anode?? liege ich warscheinlich falsch, 
weil ich das datenblatt

http://www.ortodoxism.ro/datasheets2/f/0c6x6a46ig4...

falsch gedrutet habe

Autor: Roland Praml (pram)
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> gut, da hast du recht, aber ich bin elektriker, der bis jetzt nur
> Gebäudeinstallationen gemacht hat.. also von chips und uln's kein plan
> hat...

OK, dann ist zumindest schon mal etwas Grundwissen da, wobei Elektrik != 
Elektronik. Letzteres ist deutlich komplizierter.

eventuell kann ich dir noch das http://www.elektronik-kompendium.de/ als 
Einstieg empfehlen.

> wenn ich mal rate: gemeinsame anode?? liege ich warscheinlich falsch,
> weil ich das datenblatt
>
> http://www.ortodoxism.ro/datasheets2/f/0c6x6a46ig4...
>
> falsch gedrutet habe
nein, soweit richtig, da der ULN gegen GND schaltet müssen alle LED's an 
+ hängen (mit Vorwiderstand versteht sich)
Der ULN ist praktisch sowas wie ein "Relais", da der Controller nicht so 
viel Strom für die einzelnen LED's liefern kann.

Gruß
Roland

Autor: Michael Hakenkötter (m0ddmylife)
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> nein, soweit richtig, da der ULN gegen GND schaltet müssen alle LED's an
> + hängen (mit Vorwiderstand versteht sich)
> Der ULN ist praktisch sowas wie ein "Relais", da der Controller nicht so
> viel Strom für die einzelnen LED's liefern kann.
>
> Gruß
> Roland

Geil, ich habe was richtig ;)

soo, mein ATmega16 is eingetroffen, sowie das Olimex AVR-P40-USB 
Entwicklungsboard.

warscheinlich brauche ich noch ein ISP-Kabel, oder? kann ich mir das 
selber basteln?

Autor: Roland Praml (pram)
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ISP-Adapter kann man einfach selber bauen, die LPT-Version braucht nur 
ein paar Widerstände glaub ich. steht normal im Tut.
Allerdings läufst du bei den LOW-Cost Versionen Gefahr, dass sie
a) nicht gescheit funktionieren (z.B. mit USB-Seriell-Wandler)
b) du dir den Com oder LPT-Port abschießt, falls du mal Mist in der 
Schaltung baust. Deshalb hab ich mir einen AVR910 Programmer gebaut, da 
klappts auch mit USB2Seriell Wandler.
Allerdings werd ich mir demnächst mal einen Adapter zulegen, mit dem man 
vernünftig debuggen kann. (Avr Dragon oder so was in der Richtung)


Gruß
Roland

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