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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RFID für Modellautos im Selbstbau?


Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Hallo zusammen,

ich möchte mich in nächster Zeit einmal etwas eingehender mit RFID 
befassen. Konkret geht es darum, für unseren RC-Car-Club (Offroad-Wagen 
1:6 - 1:8) eine einfache Messanlage zu bauen. Ich weiss, dass das nicht 
wirklich ein Wochenendprojekt sein wird, allerdings eilt es auch nicht. 
Aber mich würde interessieren, ob es denn hier Leute gibt, die sowas 
schonmal gebaut haben.

Ein paar Randbedingungen:
Wenn es irgendwie geht, würde ich gerne fertige Transponder kaufen. Aus 
dem Grunde sollten die natürlich nicht zu teuer sein. gefunden hätte ich 
da vor Allem passive Lösungen, z.B. von TI. Aber ich bin mir nicht 
sicher, ob man es damit hinkriegen kann, da sich im ungünstigsten Fall 
bis zu (geschätzt) vier Fahrzeuge im Messbereich befinden können. 
Folglich sollte also Anti-Collision drin sein. Alternativ wären auch 
Transponder möglich, die sich über die Empfängerbatterie speisen lassen. 
Sie sollten dann aber natürlich möglichst wenig Strom verbrauchen.
Die Anforderungen an die Genauigkeit sind nicht besonders hoch, 1/10s 
sollte bereits reichen. Es geht mehr darum, zu sehen, wer zuerst kam. 
Die Antenne kann ich durchaus so platzieren, dass die 
Durchfahrgeschwindigkeit relativ tief ist. Ich würd mal sagen, wenn das 
Ding bei einer Geschwindigkeit von 3m/s (ca. 11km/h) noch zuverlässig 
funktioniert, ist das ausreichend.
Ich bin durchaus offen für Alternativen, allerdings fallen optische 
Lösungen aus (Verschmutzung, ist halt offroad).
Die Streckenbreite dürfte so bei 2m liegen, jedenfalls nicht viel mehr. 
Die Entfernung zwischen Antenne und Transponder wird bei max. 30cm 
liegen.

Also dann, hier die Frage: Wo gibt es entsprechende Literatur, bzw. 
Projekte, an denen ich mich orientieren kann? Es muss keine fertige 
Lösung sein, sollte aber ohne riesigen Aufwand realisierbar sein.

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für alle konstruktiven Vorschläge.

Grüsse,
Philipp

Autor: mbuchman (Gast)
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Hallo!

Ich arbeite an der "quelle" für das, was du suchst. Genauergesagt bei 
NXP im RFID test bereich. Ich hab zwar keine Ahnung, wie einfach oder 
aufwendig das ganze zu realisieren ist, aber falls du faür so eine art 
reader brauchst wirds teuer.
die tags (also in deinem fall der transponder) mit denen wir arbeiten 
funktionieren natürlich ohne externe Stromversorgung - d.h. deine 
Empfängerbatterie wird nicht belastet.
Aber wie gesagt - ich hab keine Ahnung wie billig und einfach das ganze 
im selbstbau zu realisieren sein wird.
Vlt. wäre es besser auf eine extrem gerichtete antenne und einem, im 
fahrzeug befindlichen rf chip umzusteigen.

Autor: Michael (Gast)
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Hallo!
So etwas wird doch bei Marathon etc benutzt.
Schau Dir mal folgenden Link an (Beispielhaft):
http://www.athlettimereg.de/

Gruss,
Micha

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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@mbuchman:

Ich habe mich bei NXP mal umgesehen, aber leider nix gefunden, was 
gerade so passen könnte... Hast du da mal einen entsprechenden Link?
Auf aktive Transponder möchte ich nach Möglichkeit verzichten, da die ja 
meistens etwas komplexer aufgebaut sind und dadurch wohl eher 
fehleranfällig sind (Vibrationen).

@Michael:

Ah, das sieht doch schonmal gut aus. Nicht dass ich sowas kaufen möchte 
(Kostet ja gut und gerne 5000€), aber immerhin wäre damit bewiesen, dass 
es durchaus mit passiven Transpondern funktioniert :)

Autor: zonendoedel (Gast)
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Moin moin,

sobald Du Antikollision brauchst wirds bei RFID schneckenlahm.
Die Sportler benutzen ein anderes System. Infos dazu findet man u.a. in 
Wikipedia.
Einen preisgünstigen Reader gibts von TI: S6350. Kostet bei Spoerle etwa 
100 Eumels.
Da würd ich eher versuchen mit einem Laser einen Barcode abzutasten...

Und wech...

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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zonendoedel wrote:
> Moin moin,
>
> sobald Du Antikollision brauchst wirds bei RFID schneckenlahm.

Hm, was heisst "wenn du Antikollision brauchst"? Von TI scheint's gar 
keine 13.56MHz-Tags ohne selbige zu geben. Wird es erst langsam, wenn 
wirklich mal eine Kollision auftreten könnte, oder in jedem Fall, wenn 
solche Tags verwendet werden?

> Die Sportler benutzen ein anderes System. Infos dazu findet man u.a. in
> Wikipedia.

Hm, hast du einen Link? Oder wonach soll ich suchen?

> Einen preisgünstigen Reader gibts von TI: S6350. Kostet bei Spoerle etwa
> 100 Eumels.

Also ich finde den für 166€. Allerdings wäre der Preis nicht mal so 
schlecht. Jedoch wird er von TI als "Not recommended for new designs" 
gelistet und hat eine Ausgangsleistung von gerademal 120mW. Wie weit 
kommt man damit? Bei den neueren Reader-ICs von TI steht max. 200mW, ist 
ja auch nicht wirklich viel. Was das aber nun für die Reichweite heisst?

> Da würd ich eher versuchen mit einem Laser einen Barcode abzutasten...
>
> Und wech...

Ob das bei Verschmutzung wohl noch funktioniert? ;)

Autor: zonendoedel (Gast)
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Moin moin,

Bei HF-Tags nach ISO18693 oder so... muss dann "Antikollidiert" werden, 
wenn bei 2 Tags im Feld das letzte Nibble der Tag-ID gleich ist.
Das ganze gilt rekursiv dann für die höherwertigen Nibble natürlich 
auch.
Wenn man die Tags passend aussuchen kann fällt das natürlich weg.

Hm, den Link für die Sportvariante hab ich nich mehr im Kopf,
war aber bei Wikipedia bei RFID irgendwo mit verlinkt.
Suchen darfst selber ;-)
Das sportive System ist meines Wissens nicht für OEMs frei verfügbar.

Der TI-Reader könnte inzwischen teurer geworden sein. Vom S6350-Reader 
scheint es ein Nachfolgemodell zu geben. Hat eine -20 hinter der 
TI-Teilenummer.

Bei den neuen RFID-ICs von Texas Instruments gibts im Moment afaik noch 
nicht mal Samples. Und die Verarbeitung ist auch nichts für den 
Küchentisch.

Der S6350 macht gemessen ca. 180 mW am Ausgang. Das ergibt bei einer ca. 
A4-grossen Antenne so für ca. 25 cm Reichweite für die grossen Tags.

Das Problem das bleibt ist, das der Reader für das Lesen der Tag-IDs mit 
einem Kommando getriggert werden muß (Tag-Inventory). Und das braucht 
bei einem Tag im Feld so ca. 300 ms bis der Reader die Tag-ID 
herausrückt.
Wie man sieht... nix für fixe Sachen.

Und wech...

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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in den letzten beiden "Funkamateur" Zeitschriften war eine Abhandlung 
dazu drin. Vielleicht hilft das weiter.

Gruß

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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@zonendoedel:

Du meinst wohl den Wikipedia-Artikel 
http://de.wikipedia.org/wiki/ChampionChip bzw. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibchip oder?
"Das sportive System ist meines Wissens nicht für OEMs frei verfügbar." 
Den Satz verstehe ich net ganz. Ist es nun frei oder nicht? Auf die 
Schnelle habe ich jedenfalls keine näheren Angaben dazu gefunden...

Den von dir angesprochenen Reader (Mit -20) kann ich bei TI und Spoerle 
gar nicht finden, wo ist der denn zu Hause?

Die neuen RFID-Chips von TI (Falls du die gleichen meinst wie ich, die 
hier: http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/trf7960.html), dann 
scheint's die durchaus als Samples zu geben. Jedenfalls hab' ich mir mal 
von beiden fünf Stück besorgt, inkl. einigen passenden Tags. Was mir da 
aber am Meisten Sorgen bereitet, ist die relativ kleine 
Ausgangsleistung. Wäre es irgendwie möglich, da einen Treiber 
nachzuschalten? Könnte dann allerdings vielleicht rechtlich etwas 
bedenklich werden. Werde mich dazu auch mal etwas erkundigen.
Die 25cm würden ja reichen, allerdings ist meine Antenne dann halt 
wesentlich grösser. Zwar weniger breit als ein A4-Blatt, dafür viel 
länger.

Wenn das Ding aber wirklich 300ms pro Tag braucht, dann ist das wohl 
eher nix. Aber einen Versuch wär's wert, denke ich mal.

@Stephan:

Danke für den Hinweis, hab' dir diesbezüglich mal eine PN geschrieben.

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