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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Gueltige MAC-Addressen fuer Eigenbauwebprojekte


Autor: Gerhard (Gast)
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Fuer den Eigenbau von Internetanschlussfaehigen Webprojekten braucht man 
frueher spaeter eine gueltige MAC-Addresse. Aus Kostengruenden kommt ein 
kommerzieller Block von neuen MAC-Addressen natuerlich nicht in Frage 
bei Hobbyprojekten. Auf der IEEE website da werden Apothekerpreise 
genannt. Es ist mir aber sonst kein Weg bekannt neue Addressen zum 
Amateurtarif zu erstehen.

Nun stellt sich die Frage woher nehmen und nicht stehlen? :)

Wie denkt Ihr ueber den Gedanken existierende MAC-Addressen aus alten PC 
ISA/PCI NIC-Karten oder alten PCs wiederzuverwenden? Solange man das das 
nicht kommerziell betreibt, muesste eigentlich nichts dagegen 
einzuwenden sein - oder doch? Vielleicht sollte man in diesm Fall alte 
NIC Karten als wertvolle Resource in der Bastelkiste belassen. Wenn man 
Glueck hat, steht die MAC-Addresse sogar auf einem Schild auf der 
Platine.

Was mich aber etwas stoert ist, dass die erste Haelfte der MAC-Addresse 
dem Hersteller der Karte zugewiesen ist.

Es wuerde mich sehr interessieren wie Ihr zu diesem Thema steht.
Gruss,
Gerhard


Autor: Florian (Gast)
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Es gibt für Wireless-Karten sogar ein Tool, das eine gültige MAC-Adresse 
zufällig auswählt. Ich meine, dass das mac_changer heißt. Für den 
privaten Bedarf ist es doch eigentlich egal, welche Adresse Du 
verwendest, solange die sich in Deinem Netz nicht überschneiden. Nach 
dem ersten Switch ist die Adresse so oder so nicht mehr wirklich 
vorhanden.

Autor: Schlumpf (Gast)
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Solange du dich in "deinem" lokalen Netzwerk aufhältst, ist es kein 
Problem, eine MAC-Adresse zu "erfinden".

Dass allerdings hinter dem ersten Switch die MAC nicht mehr vorhanden 
ist, ist nicht ganz richtig. Der Switch arbeitet auf MAC-Basis. Das 
heisst, er "kennt" die MAC-Adressen aller an ihm angeschlossenen Geräte 
und verteilt so entsprechend die Frames.
Daher musst du sicherstellen, dass innerhalb eines Netzes, das über 
Switches  verbunden ist, keine MAC doppelt vorkommt.
Erst, wenn Netzwerke über beispielsweise einen Router getrennt sind, 
spielt die MAC keine Rolle mehr, da dann die Zuordung über z.B. TCP/IP 
Adressen aufgelöst wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Switch_%28Computertechnik%29


Autor: crazy horse (Gast)
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richtig, aber was spricht dagegen, wirklich eine MAC einer alten 
Netzwerkkarte zu benutzen? Die liegen doch überall rum (10BaseT, 
10Base2).

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Nix ;)
Und naja 550$ für 4096 MAC Addressen ist nun auch nicht sooo teuer ;)
Das sind gerade mal 14cent/MAC
(Vieleicht sollte man mal einen Block kaufen und dann Stückweise an 
andere verkloppen)

Autor: ??? (Gast)
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00-80-41   (hex)    VEB KOMBINAT ROBOTRON
008041     (base 16)    VEB KOMBINAT ROBOTRON
        GRUNAER STRABE 2, DRESDEN 8010
        GDR EAST GERMANY
        GERMANY

Die gibts nicht mehr als Hardwarehersteller und den Namen will auch 
Keiner mehr haben...

Autor: Jupp M. (juppp)
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Ich hab einfach die MAC meiner Netzwerkkarte im Rechner genommen und um 
eins erhöht. Ist doch kein Problem und da es eh nicht in Hardware 
geossen wird, ist das zur Not auch schnell geändert. Ist jedenfalls 
schneller als ne alte Karte in den Rechner zu bauen und die MAC 
auszulesen.

Autor: Jupp M. (juppp)
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Muß natürlich dazu sagen, dass die Hardware meine vier Wände niemals 
verlassen wird.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> (Vieleicht sollte man mal einen Block kaufen und dann Stückweise an
> andere verkloppen)

OUIs dürfen nicht weiterverkauft werden. Ob das auch für die IABs gilt, 
steht nicht in den FAQ.

Was hier noch gar nicht angesprochen wurde, ist, daß es noch sogenannte 
"locally administrated addresses" gibt. Die haben keine Hersteller-ID 
und sind genau für den Fall gedacht, daß du die MAC-Adressen in deinem 
LAN selbst verwalten willst. Dazu muß man nur das bit 1 des ersten 
MAC-Bytes setzen. Siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/MAC_address

Autor: geebee711 (Gast)
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ich würde folgendes vorschlagen: 00-DE-AD-BE-EF-00 :-D Totes Rindfleisch 
:-D

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Dann doch eher: DE-AD-BE-EF-CA-CE oder so. Dann ist es nämlich "locally 
administrated". Auch nett, aber nicht "locally administrated": 
1D-EA-DB-AD-D0-0D.

Noch was zu folgendem Satz:

> Dazu muß man nur das bit 1 des ersten MAC-Bytes setzen.

Falls sich jemand darüber wundert, daß es bei Wikipedida im Schaubild 
das Bit 7 ist: Es ist das siebte übertragene Bit, aber in der 
MAC-Adresse ist es das Bit mit der Wertigkeit 2 hoch 1.

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Maxim hat ICs mit MAC-Adressen im Angebot:

http://www.maxim-ic.com/quick_view2.cfm/qv_pk/3748

Autor: Gerhard (Gast)
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Danke fuer Eure nutzvollen Hinweise. Zumindestens fuer interne 
Eigenbauprojekte sollte also die Erstellung einer MAC Addresse kein 
Problem darstellen. Fuer eventualle Internetexperimente nehme ich halt 
dann einfach die MAC einer alten NIC-Platine. Das Datenblatt des MAX3487 
habe ich mir angesehen und stellt zumindestens eine Teilloesung dar.

Gruss,
Gerhard

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Öhhh, wie kommst du auf MAX3487?
Der Link ist für nen  DS2502-E48. Der Baustein stellt dir ne weltweit 
einmalige MAC-Adresse zur Verfügung, d.h. du könntest dein Projekt auch 
ohne weiteres im Web betreiben.

Autor: Gerhard (Gast)
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Hallo Frank,

danke fuer die Berichtigung!!! Habe mir aber gestern tatsaechlich das 
Datenblatt des DS2502-48 angesehen. Habe aber in der Eile des Schreibens 
den falschen Typ vom Kopf her genannt :(.

Gruss,
Gerhard

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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gg

Vor allem einen, den es gar nicht gibt. ;)

Autor: Stefan May (smay4finger)
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> Fuer eventualle Internetexperimente nehme

Im Internet spielt die MAC-Adresse überhaupt keine Rolle. Du hast den 
Sinn der MAC nicht verstanden. Das sind die Adressen, die im LAN eine 
Rolle spielen. Man beachte das L in LAN, das steht für Lokal.

mfg, Stefan.

Autor: Gerhard (Gast)
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Hallo Stephan,

danke fuer die Klarstellung dass die MAC Addresse nur auf der LAN Ebene 
notwendig ist. Bin eben noch ein Greenhorn auf dem Gebiet. Ich habe 
angenommen dass die MAC auf alle Faelle notwendig ist und man schon von 
vornherein einen Platz dafuer zuweisen sollte.

Aber da ich vorhabe embedded Web Applications zu entwickeln, moechte ich 
mir aber auf alle Faelle die notwendigen Kenntnisse und Grundlagen 
erarbeiten. Das wird natuerlich seine Zeit brauchen. Habe mir ueberigens 
gestern das Buch "Embedded Internet - Lean" von Amazon bestellt. 
Vielleicht ist das eine gute Starthilfe um gezielt zu lernen. Und dann 
ist natuerlich auch das Internet da. Ich fuerchte die RFCs sind 
warscheinlich nur schwer verdaubar.

Gruss,
Gerhard

Autor: Peter (Gast)
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Jupp M wrote:
> Muß natürlich dazu sagen, dass die Hardware meine vier Wände niemals
> verlassen wird.

Bei 281474976710656 möglichen MAC-Adressen musst du dir keine Gedanken 
darüber machen, dass sich mal zwei Gleiche treffen. Eher hast du 100 mal 
hintereinander 6 Richtige im Lotto ;-)

Gerhard wrote:
> Ich fuerchte die RFCs sind warscheinlich nur schwer verdaubar.

Es geht so. Man versteht zwar nicht an einem Tag, wie alles 
funktioniert, aber die RFC's sind die besten Nachschlagewerke.
Dieses Buch "TCP/IP Lean" ist sicher ein guter Einstieg. Ich hab's mir 
vor einiger Zeit mal aus dem Eselnetz gesaugt...

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Na ja, das ist so wohl nicht ganz richtig. Solange ein Gerät im Internet 
nicht eine fest zugewiesene IP hat, ist sehr wohl eine MAC-Adresse 
nötig, um überhaupt mal an eine IP ranzukommen. Und wer hat schon eine 
feste IP.

Wenn du also ein Gerät für das Internet entwickeln willst und du genau 
weißt, dass das keine feste sondern eine dynamische IP bekommen soll 
(z.B. vom Service-Provider für DSL oder dergleichen), brauchst du eine 
MAC.
Wie sonst soll ein DHCP-Server auf eine Anfrage nach einer IP wissen, 
wohin er die Daten schicken soll.

Autor: Peter (Gast)
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> Na ja, das ist so wohl nicht ganz richtig. Solange ein Gerät im Internet
> nicht eine fest zugewiesene IP hat, ist sehr wohl eine MAC-Adresse
> nötig, um überhaupt mal an eine IP ranzukommen.

Also mein 56K Modem hat keine MAC-Adresse und kommt trotzdem ins 
Internet ;-)

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Das hat nichts mit fester/dynamischer IP zu tun. Wenn dein Gerät in 
einem Ethernet werkelt, dann braucht es eine MAC. Die MAC-Adresse ist 
etwas Ethernet-spezifisches.

Autor: hermes (Gast)
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Erstens muss deine MAC nur am Router deines Internetproviders einmalig 
sein und zweitens ist die Chance eine bereits vergebene MAC zu treffen 
so klein wiederum auch nicht - siehe Geburtstagsparadoxon

Autor: Sascha (Gast)
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>Erstens muss deine MAC nur am Router deines Internetproviders einmalig

Aber nur wenn du eine Ethernet-Verbindung zu deinem Provider hast, was 
ich eher nicht glaube...

Die dynamische Internet-IP wird bei xDSL und Wählverbindungen 
normalerweise über das PPP-Protokoll (genauer gesagt IPCP) ausgehandelt.

DHCP kommt da nicht zum Einsatz.

Autor: hermes (Gast)
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Kommt nicht PPOE nur bis zum DSL-Modem oder max. bis zum DSLAM zum 
Einsatz? Danach wird imho erstmal per ATM kommuniziert, bis zum 
ATM-Router.
Insofern dürfte die MAC Adresse bei DSL also überhauptkeine Rolle mehr 
spielen. Immerhin die interne Mac deines DSL-Modems oder Routers sollte 
man aber nicht treffen...

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