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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Leuchtstoffröhre dimmen


Autor: Randy N. (huskynet)
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Hallo,

ich hab nun schon hunderte Seiten durchsucht, und auch einiges zum 
Dimmen von Leuchtstoffröhren gefunden, aber überall steht was anderes, 
bzw. weiß ich am Ende trotzdem nicht, was ich denn nun brauche.
Also ich habe Leuchtstoffröhren mit elektronischem Vorschaltgerät (im 
Gehäuse) an meiner Decke. Diese sind jetzt über einen Schalter direkt 
ans 230V Netz angeschlossen. Ich möchte mir nun einen Dimmer selbst 
bauen, der vor dem Vorschaltgerät dimmt. Ist das möglich, bzw. welche 
Art der Dimmung brauche ich da? PhasenABschnittdimmung?

Autor: *.* (Gast)
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Geht nur wenn das Vorschaltgerät dimmbar ist.

Autor: Der Hubert (Gast)
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Macht das Sinn ??

Bei einer Unterschreitung reisst doch der "Strahl" ab ....

Autor: Willi (Gast)
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"Ich möchte mir nun einen Dimmer selbst
bauen, der vor dem Vorschaltgerät dimmt."

Nein, das geht so nicht! Das EVG benötigt am Eingang eine konstante 
Spannungsquelle um korrekt arbeiten zu können. Wenn Du da einen Dimmer 
vorschaltetst, wird das EVG nicht funktionieren.

Du brauchst EVGs mit Dimm-Funktionalität. Die haben dann einen 
Steuereingang, an dem z.B. ein Poti angeschlossen werden kann.

Autor: Fritz123 (Gast)
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Falls Du einen Dimmer für Leuchststoffröhren selst bauen willst solltest 
Du folgendes beachten:

1. Schalte beide Heizfäden an einen getrennten 6V Kleintrafo und heize 
die Leuststoffröhren immer.
2. Setzt eine Spannung hoch und verwende ca 10 kHz. z.B. Mit 
Ferritkern-trafo, Gegentacktschaltung.
3. Verwende möglichst dicke (alte) Leuststoffröhren. Es gehen aber auch 
dünne, nur die sind etwas schlechter dimmbar.
4. Klebe einen ca 5mm Steifen Alufolie entlang der Rückseite der Röhre.

Oder kaufe bei Osram einem Leuchstoffröhren-Dimmer.
(ist billiger alber ohne Lerneffekt)

Gruß
Fritz

Autor: Randy N. (huskynet)
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Hm das Problem ist nur, dass sich die Leuchtstoffröhren bereits an 
meiner Decke befinden, angeschlossen sind, jedoch nur 2 Adern zu meinem 
Schaltschrank führen. Also selbst wenn ich da ein dimmbares 
Vorschaltgerät einbaue oder selbst baue, kann ich keine 
Helligkeitsbefehle übermitteln (und anfangen diese hochfrequent über die 
zwei Adern zusätzlich zu übertragen will ich nicht erst). Ob ich die 
Leuchtstoffröhre direkt an das Kabel (etwa 15m) anschließen, und dann 
Starter und dimmbares Vorschaltgerät in meinem Schaltschrank platzieren 
kann?

Autor: Randy N. (huskynet)
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Hm mir fällt grad auf, dass ich doch ein konventionelles Vorschaltgerät 
habe. Zumindest gibt es einen Starter. Damit ist es aber trotzdem nicht 
möglich, oder?

Autor: Fritz123 (Gast)
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Zuerst die Leuchstofflampe zünden und dann auf schwächer stellen, geht 
vielleicht noch in einem gewisssen, eingeschränkten Bereich.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Fritz123 wrote:
> Falls Du einen Dimmer für Leuchststoffröhren selst bauen willst solltest
> Du folgendes beachten:
>
> 1. Schalte beide Heizfäden an einen getrennten 6V Kleintrafo und heize
> die Leuststoffröhren immer.

Das dumme ist nur: Leuchtstoffröhren haben keinen Heizfaden...


@ Randy N.
Wie andere schon schrieben: Dimmen ist möglich, aber es ist ein relativ 
hoher Aufwand. Die einfachste (und vermutliche günstige, und definitiv 
die beste) Lösung: Besorg dir ein dimmbares EVG, alles andere was man 
selber zusammenbaut wird vermutlich nicht zuverlässig funktionieren und 
nicht zulässig sein, aufgrund der erzeugten Störungen.

Autor: Willi (Gast)
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"Das dumme ist nur: Leuchtstoffröhren haben keinen Heizfaden..."
sagt wer?

Heizwendel, Heizfaden, Heizvorrichtung, ... wie auch immer, klassische 
Leuchtstoffröhren haben schon so etwas!

man Elektronenröhre

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Willi wrote:
> "Das dumme ist nur: Leuchtstoffröhren haben keinen Heizfaden..."
> sagt wer?

Jeder der es richtig weiß (z.B. Wikipedia) ! Die Dinger heißen 
Leuchtstofflampe (auf englisch HCFL: Hot cathode fluorescent tube). Eine 
Leuchtstoffröhre dagegen heißt auf englisch CCFL: cold cathode 
fluorescent tube und hat nur einen einzigen Anschluss pro Seite !

Autor: nobody (Gast)
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Leuchtstoffröhren dimmen


P -- Dimmer -- Drossel -- einer der Pole der Leuchtstoffröhre eine Seite 
-+
|
N---------------------- einer der Pole der Leuchtstoffröhre andere Seite 
-+

Dafür gibt es drei Verfahren:
Übergezogener Drahtnetzschlauch: Dann kann jeder Dimmer für induktive 
Lasten ohne zusätzliche Kunstschaltungen verwendet werden.
HF-Vorschaltgerät: Wenn man die Leuchtstoffröhre statt mit Netzfrequenz 
mit einem 10kHz-Rechtecksignal betreibt, lassen sie sich über das 
Tastverhältnis dimmen.
Permanente Heizung: Wenn man die Leuchtstoffröhre nicht nur zum Starten, 
sondern permanent auf beiden Glühwendeln mit je ca. 6,3V (am sichersten 
aus zwei getrennten Heiztafos) heizt, läßt sie sich mit einem 
herkömmlichen Dimmer für induktive Lasten dimmen. Man kann zur Schonung 
der Heizwendeln mit zunehmender Lichtleistung die Heizspannung 
zurücknehmen.
Es gab auch schon einige Bauanleitungen in Elektor dafür:
Titel Heft Seite
Leuchtstoffröhren-Dimmer mit SL440 6/82 32
Kuenstlicher Tag (autom. Dimmer f. Leuchtstoffröhren) 7/86 62
Leuchtstoffroehren-Dimmer 7/92 25

Autor: nobody (Gast)
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Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Benedikt K. wrote:
> Willi wrote:
>> "Das dumme ist nur: Leuchtstoffröhren haben keinen Heizfaden..."
>> sagt wer?
>
> Jeder der es richtig weiß (z.B. Wikipedia) ! Die Dinger heißen
> Leuchtstofflampe (auf englisch HCFL: Hot cathode fluorescent tube). Eine
> Leuchtstoffröhre dagegen heißt auf englisch CCFL: cold cathode
> fluorescent tube und hat nur einen einzigen Anschluss pro Seite !
Und wer sagt Dir, dass Wikipedia das richtig weiß? Wikipedia ist zwar 
ein schönes Nachschlagwerk, aber es gibt keine Gewähr, dass die Artikel 
auch auf fundiertem Wissen beruhen. Immerhin kann jeder da drin 
rumschreiben...

Eine Unterscheidung zwischen "Lampe" (Oberbegriff für Leuchtmittel aller 
Art) und "Röhre" (Begriff für die Bauform) ist in diesem Zusammenhang 
völliger Unsinn. Jede Leuchtstofflampe i.e.S. (egal ob CCFL oder HCFL) 
hat einen mehr oder weniger röhrenförmigen Glaskörper. Der Begriff 
"Leuchtstoffröhre" wird im Volksmund aber meist nur für die "geraden" 
Bauformen verwendet.

<Haarspalt>
...Technisch gesehen sind beide Begriffe nicht das Gelbe vom Ei. 
"Niederdruck-Quecksilberdampf-Entladungslampe mit 
Leuchtstoff-beschichtetem Glaskolben" wäre besser. Aber beim Begriff 
"Leuchtstofflampe" weiß eigentlich jeder sofort, was gemeint ist...
</Haarspalt>

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Johannes M. wrote:

> Und wer sagt Dir, dass Wikipedia das richtig weiß? Wikipedia ist zwar
> ein schönes Nachschlagwerk, aber es gibt keine Gewähr, dass die Artikel
> auch auf fundiertem Wissen beruhen. Immerhin kann jeder da drin
> rumschreiben...
>

Ich habe mal in einigen Fachbüchern* nachgesehen: Dort ist immer nur von 
Leuchtstofflampen die Rede, der Begriff Leuchtstoffröhre taucht nirgends 
auf, allerdings werden auch nur die beheizten Röhren beschrieben. 
Leuchtstroffröhre ist eher umgangssprachlich und demnach genauso falsch 
wie der Begriff Neonröhre für die üblichen Leuchtstofflampen.
Eine mögliche Erklärung (für die ich momentan allerdings auf die 
schnelle keinen Beleg gefunden habe): Alles was ein Draht drin hat, der 
glühen kann, heißt Lampe, der Rest Röhre.
Ich gebe dir auch Recht: Im Deutschen ist die Unterscheidung miserabel, 
im englischen viel besser, denn dort gibt es die normalen 
Leuchtstofflampen auch als Heizwendellose Ausführung, also als CCFL mit 
einem Anschluss pro Ende.
Auf jedenfall heißen die Leuchtmittel um die es hier geht korrekt 
Leuchtstofflampen und nicht anderst !

*) u.a. in Philips Lehrbriefe Band 1, 8. Auflage

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Benedikt K. wrote:
> Leuchtstroffröhre ist eher umgangssprachlich und demnach genauso falsch
> wie der Begriff Neonröhre für die üblichen Leuchtstofflampen.
Nein. "Leuchtstofflampe" ist ein Begriff, der zumindest eindeutig auf 
die spezielle Eigenschaft der Lampe verweist (nämlich auf den mit 
Leuchtstoff beschichteten Kolben) und deshalb nicht in dem Sinne falsch, 
sondern nur etwas ungenau ist, wohingegen "Neonröhre" ein völlig anderes 
Funktionsprinzip beschreibt und deshalb tatsächlich falsch ist.

Und wie schon gesagt: "Lampe" ist ein Oberbegriff, der im Prinzip für 
fast alle Leuchtmittel verwendet wird, unabhängig von ihrem 
Funktionsprinzip. Und die sogenannten "Kaltstartlampen" werden genauso 
als "Lampe" bezeichnet wie die Leuchtmittel mit Heizwendeln.

Autor: *.* (Gast)
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> Alles was ein Draht drin hat, der
> glühen kann, heißt Lampe, der Rest Röhre.

Aber denk doch mal an die Elektronenröhre ;)

Autor: Randy N. (huskynet)
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Vielen Dank erstmal für die superschnellen Antworten :)

Ok also es ist eine Leuchtstofflampe mit (bis jetzt) konventionellem 
Vorschaltgerät :)

Ich werde somit in den nächsten Tagen mal versuchen, so ein dimmbares 
elektronisches Vorschaltgerät aufzumalen. Würde das aber erstmal gehen, 
dass zwischen der Leuchtstofflampe und der Steuerelektronik 15m Kabel 
liegen, und reichen in dem Kabel 2 Adern aus?

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Randy N. wrote:
> Würde das aber erstmal gehen,
> dass zwischen der Leuchtstofflampe und der Steuerelektronik 15m Kabel
> liegen, und reichen in dem Kabel 2 Adern aus?
Auf keinen Fall! EVG und Lampe müssen möglichst nah beieinander liegen. 
Du baust sonst einen schönen Sender und wirst auch noch einige andere 
Probleme bekommen.

Autor: Kille H. (kille)
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Zu deinem Problem gibt es auch fertige lösungen!

Eine glaube ich tschechische Firma stellt EVG´s her, die über einen 
gewöhnlichen phasenanschnittsdimmer gedimmt werden können. Hab mal von 
denen auf ner messe nen stand besucht, war interesannt. Google mal 
danach.

Eine bezugsquelle kann ich dir leider nicht nennen!

Zur kabellänge kann ich auch nur sagen, wenn du länger wirst als 
getestet ist halt die ganze EMV fürn arsch! Außerdem hatte ich schon das 
problem, das das leuchtmittel nicht immer zündet!

Ach ja, was mit auch noch gerade eingefallen ist: Du kannst auch ein 
mikroschalter einbauen und das ganze per zugseil dimmen, schau mal auf:
www.benwirth.de
Für ihn hab ich solche lampen gebaut (z.B.: TX12)

Autor: Randy N. (huskynet)
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> Auf keinen Fall! EVG und Lampe müssen möglichst nah beieinander liegen.
> Du baust sonst einen schönen Sender und wirst auch noch einige andere
> Probleme bekommen.

Ok :) habs befürchtet...

> Eine glaube ich tschechische Firma stellt EVG´s her, die über einen
> gewöhnlichen phasenanschnittsdimmer gedimmt werden können.

Hm klingt interessant, wobei ich eigentlich des Lerneffekts halber 
lieber eine Eigenbaulösung hätte. Ich guck mir das Ding mal an, aber 
ansonsten versuch ich selber mal was aufzumalen.

Da ich heute noch bei Reichelt bestellen  will, und ich bis dahin 
garantiert nicht alle benötigten Bauteile dafür zusammen habe ;), bleibe 
ich vorerst bei normalen Relais, und rüste die Dimmfunktionalität in den 
nächsten Wochen nach.

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