> Was haltet ihr von µClinux + libmikmod? Gbit es einfachere Lösungen
> (embedded libraries)?
Was heißt "einfachere Lösung"? Man braucht nicht gleich ein ganzes
Linux, um ein MOD-File abzuspielen. Da braucht das Linux nachher mehr
Ressourcen als der eigentliche Player. Vom Programmieraufwand her wird's
aber wohl die einfachste Lösung sein.
> Da können schnell beachtliche Datenraten zusammenkommen (das uralte,
> eigentliche .MOD hatte aber nur 4 Kanäle - oder !?
Kommt halt drauf an, was er genau will. MOD-Files haben tatsächlich 4
Kanäle mit jeweils 8 Bit, aber es gibt ja noch jede Menge andere
Formate, bei denen z.B. auch 16 Kanäle mit 16 Bit unterstützt werden.
Auch die gewünschte Qualität ist wichtig. Das Resampling kann sehr
einfach gehalten werden und braucht dann kaum Rechenzeit, oder man kann
es auch sehr aufwendig machen. Das klingt dann besser, aber braucht
schon ziemlich viel Power.
> Das ginge noch problemlos von z.B. SD-Karte)
Sofern genug RAM vorhanden, wird man das MOD-File erstmal ins RAM laden
und die Samples dann von dort abspielen, statt direkt von der SD-Karte.
Wenn µClinux zum Einsatz kommen soll, wird wohl genug RAM da sein.
> Auf diese Kanäle werden dann z.B. Pitch-Bending und weitere im
> .mod-Format spezifizierte Effekte angewandt.
Viel mehr gibt's da eigentlich nicht. Alles läuft irgendwie auf Pitch-
oder Lautstärkeänderung hinaus.
> Angesichts von zig-GB-SD-Karten und MP3-Decoder-ICs würde ich mir nicht
> den Streß antun, soetwas aufzusetzen... aber jeder wie er mag :-)
Es geht wohl eher um den Bastelspaß. Ein MOD-File in MP3 wandeln und
dann abspielen ist ja witzlos.
Es gibt ja auch Leute, die sich ihre eigene CPU aus Logikbausteinen
zusammenbauen. Die ist nacher größer als zwei komplette PCs im Bigtower,
hat mehrere Hundert Euro und unheimlich viel Zeit gekostet und bringt
weniger Rechenleistung als ein Taschenrechner für 5 Euro, aber darum
geht's in dem Fall auch gar nicht. Der Weg ist das Ziel. ;-)