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Forum: Platinen Ätzversuch gescheitert


Autor: Daniel H. (Gast)
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Guten Tag,

ich habe mich ans eigene Ätzen versucht. Ich habe mir das dann wohl doch 
ein wenig zu einfach vorgestellt, denn mein Ergebnis ist nicht zu 
gebrauchen. Kurz was ich gemacht habe: Zum ätzen verwende ich Eisen III 
Chlorid und als Entwickler NaOH von Conrad. Die Platine ist eine 
Epoxydplatine von Bungard. Da ich kein großes Budget habe, hielt ich 
mich an dieses Tutorial http://bwir.de/aufbaumethoden/platinenaetzen. 
Zum Belichten habe ich drei Energiesparlampen 11W verwendet. Die 
Belichtungszeit beträgt ca. 7min und zum Ätzen habe ich der Platine 
35min Zeit gegeben, da die Lösung Zimmertemperatur hatte. Ich hoffe 
jemand kann auf dem Bild etwas erkennen oder einen generellen Fehler in 
meiner Vorgehensweise aufdecken. Vermutlich bin ich nicht der einzige, 
der mit solchen Threads nervt, aber ich will das ganze Zeug nicht 
einfach in die Ecke werfen und aufhören :)
Vielen Dank.

Autor: jemand (Gast)
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Der Photolack ist nicht auf den Leiterbahnen stehngeblieben sondern auf 
den wegzuätzenden Flächen, wenn ich das richtig sehe.
Dies lässt auf wesentlich zu kurze Belichtungszeit schliessen. Ich würde 
mal ca. 30 min probieren.
Oder noch besser: Eine Belichtungsreihe machen.

Wie lange war die Platine eigentlich im Entwickler?

Autor: Chris S. (-fx-)
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Auch wenn ich es nicht probiert habe halte ich Energiesparlampen nicht 
für sonderlich gut geeignet. Würde sagen, versuche mal, deutlich länger 
zu belichten ... man darf auch bei anschließenden Abspülen des 
belichteten Fotolacks forsichtig mechnaisch nachhelfen  (ich reibe unter 
laufendem Wasser einfach mit dem Finger drüber)

Nicht verzweifeln und einfach mal eine Testreihe mit 10 15 20 25 und 30 
Minuten machen, in dem Bereich, wo das beste Ergebnis erziehlt wird, das 
Optimum nach dem Verfahren weiter eingrenzen. Wenn´s bis 30 Minuten 
immer noch nicht funktioniert hat würde ich darüber nachdenken, mir 
einen Gesichtsbräuner zu besorgen ... (eigentlich schon früher)

Autor: ecslowhand (Gast)
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Der Fotolack ist nicht komplett entfernt !!!
Entweder viel länger belichten oder aber mit dem Entwickeln stimmt etwas 
nicht.

Nicht direkt die Flinte ins Korn werfen, mit einpaar gesammelten 
Erfahrungswerten wird`s schon gehen !

Autor: Daniel H. (Gast)
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Vielen Dank für die Antworten.
Ich werde eine Testreihe machen und dann eventuell das 
Belichtungsverfahren ändern. Die Platine hatte ich im Entwickler, bis 
sich nicht mehr viel getan hat, etwa eine Minute.

Autor: déjà vu (Gast)
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wie man die belichtungsreihe korrekt durchfuehrt steht hier:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.6

wenn man sich daran haelt, wirds reproduzierbar.

Autor: Geniesser (Gast)
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@Daniel H

wie schon festgestellt wurde, deine Belichtungszeit ist viel zu kurz 
(bzw. das Licht dieser Lampen reicht kaum zur Belichtung aus). Mit 
Energiesparlampen belichten zu beginnen ist auch reichlich Fehler 
trächtig. Hole dir für den Anfang einen dieser billigen Baustrahler aus 
dem Baumarkt. Die haben meist 250 Watt oder sogar 500 Watt und kosten 
mit etwas Glück nur 5 Euro. Mit dem grellen Licht dieser Lampen lässt es 
sich problemlos belichten (etwas Abstand halten wegen der Hitze). Später 
dann kannst du auf einen umgebauten Scanner mit UV-Röhren umsteigen.

Nur Mut!

Autor: 1. Rahul nach Moiré (Gast)
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Tip: Belichten mit 50W Halogenlampe dauert etwa 60 Minuten. Beim 
Baustrahler aufpassen, denn die Dinger werden verdammt heiß => großer 
Abstand wählen.

Optimum ist ein Gesichtbräuner, den es mit etwas Glück bei ihbeij für 
wenige Euros gibt.

Mit verzüglicher Hochachtung
1. Rahul nach Moiré

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> zum Ätzen habe ich der Platine
> 35min Zeit gegeben, da die Lösung Zimmertemperatur hatte

Die Eisen-3-Pampe etwas erwärmen ist auch hilfreich.
So wie dein Bild aussieht, hat die Ätzlösung das Kupfer
schon angegriffen, nur viel zu wenig. Das sind die hellroten,
matten Stellen.

Da die Platine, so wies aussieht, sowieso vermurkst ist,
kannst du ja mal versuchen das Zeugs nochmal ins Fe-III-Cl
zu schmeissen, aber diesmal etwas erwärmen! Wenn du dann
noch die Platine in der Lösung bewegst, sollten sich schon
irgendwann (nach max. ~30 Min) die ersten Löcher im Kupfer
auftun und das Basismaterial zum Vorschein kommen.

Autor: Nullpainter (Gast)
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Das Vorgehen ist mehrteiling. Zuerst sollte der Photolack so belichtet 
werden, dass die Strukturen nach dem Entwickeln klar da sind. Eine 
Belichtungsreihe ist vernuenftig. Mit einem Karton Abdecken und 
belichten sodass es Zonen mit kurzer und immer langerer Belichtungszeit 
gibt. Die Energiesparlampesn taugen nichts. Der UV Anteil ist 
wesentlich. Schon mit einer 90W Osram Floraset Pflanzenbeleuchtungs 
Lampe ging's eine halbe Stunde.

Autor: Jim (Gast)
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Kauf einen Gesichtsbräuner! Ich habe aber auch schon gute Ergebnisse aus 
Energiesparlampen rausgeholt. Die kälteren sin da besser als die 
warmweißen. Dauer ist ca. 30 min! Aber mach eine Belichtungsreihe.

Sorg für besten Kontrast der Vorlage! Nur dann wird lediglich der zu 
ätzende Bereich belichtet und nicht die Bahn.

Miss das NaOH genau ab! Schon geringe Abweichungen der Konzentration 
ruinieren das entwickelte Bild! Bereits hier müssen die Bahnen total 
scharf sein. Wenn nicht brauchst Du das gar nicht zu ätzen.

Nimm höhere Konzentrationen an FeCl3! Kannste auch etwas warm machen, 
sollte aber auch kalt gehen. Beweg die Platine ein Bisschen in der 
Schale. Aber schau unbedingt nach der nötigen Konzentration und halte 
diese ein!

Wer aufgibt wird es nirgendwo zu etwas bringen ;-)

Autor: Peter S. (Gast)
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nur 1 minute im entwicklerbad kommt mir etwas kurz vor. hängt aber auch 
von der konzentration ab. man sieht aber deutlich, dass der fotolack 
nich ganz weg ist. deswegen umbedingt länger entwickeln.

Autor: Jim (Gast)
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Laber nich! Das kann durchaus kürzer sein. Das Wichtigste ist aber e die 
Konzentration des Entwicklers.

Autor: Visitor (Gast)
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@Jim,

Bei Bungard-Material ist die Entwicklerkonzentration nicht sehr 
kritisch. Ein Teelöffel (ja, wird nicht mehr für Lebensmittel verwendet) 
NaOH auf ca. 100ml Wasser mit Babyflasche (ja, wird auch nicht mehr für 
den ursprünglichen Zweck benutzt)abgemessen ergibt nach 1min klare 
Strukturen bis 0,1mm. Eine Analysenwaage ist demnach nicht notwendig.

Autor: Jim (Gast)
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Bei Bungard mag das eher stimmen als bei Proma aber ich habe lange Zeit 
genau dadurch Probleme gehabt. Erst seitdem die Konzentration stimmt 
funktioniert es reproduzierbar.

Autor: Thomas (Gast)
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Meiner Ansicht zu wenig belichtet und viel zu kurz entwickelt. Selbst 
nach dem Ätzen ist ja jetzt noch der Rote-Schmodder zu sehen.
Also länger entwickeln; wenn gescheit belichtet wurde, dann kannst Du 
beim entwickeln nicht viel falsch machen (sofern die Dosierung nicht so 
stark ist, dass sie gleich alles wegspühlt ;-) )!

Autor: dernixwois (Gast)
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Also ich hab das mal mit ganz normalen Röhren mit 8W gemacht 4 Stück!

Belichtungszeit betrug ca. 10 Minuten. Allerdings gingen die ziemlich 
bald Kaputt, bin dann per zufall auf den Thread mit den UV-Belichtern 
gestossen und hab mir einen solchen gebaut aus einem alten Scanner und 
funzt wunderbar. Andere schwören auf den altbekannten Gesichtsbräuner, 
hab den aber nie ausbrobiert.

Auf jedenfall ist die Belichtungszeit zu kurz! Den Entwickler dezent 
etwas stärker anmachen.

Autor: Daniel H. (Gast)
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Ich hab mir nun ein 500W Baustrahler gekauft. Beim Entwickler war ein 
Dosierlöffel für 1L dabei, ich denke da kann man nich viel falsch 
machen. Leider muss ich erst wieder Platinen kaufen, bis ich es mit dem 
neuen Strahler testen kann. Aber vielen Dank für die ganzen Tipps! :)

Autor: Peter S. (stachow)
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ist es eigendlich eine sinfolle alternative, anstatt eines tauchbads die 
platiene mit der ätzlösung anzusprühen. es wäre schon sparsamer.

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