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Forum: Platinen Padgröße bei 0.15mm Leiterbahn


Autor: Uwe (Gast)
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Hallo,

wie groß muss man mind. die Padgröße wählen bei 0.15mm (6mil) breiten 
leiterbahnen?

Uwe

Autor: Severino R. (severino)
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Die Padgrösse hängt primär nicht von der Leiterbahn ab, sondern vom 
Anschlussdraht, der in das Pad gehört, bzw. auf das Pad bei SMD.

Das Loch muss einen genügenden Durchmesser haben, damit der Draht 
hineinpasst, und das Pad selber muss eine Mindestgrösse haben, z.B. 1,8 
mal Lochdurchmesser.

Severino

Autor: Uwe (Gast)
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oh sorry hab mich verschrieben - ich meinte natürlich nicht Pad sondern 
Via Drill Durchmesser.

Autor: Dieter Werner (Gast)
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Nimm den kleinsten Durchmesser den der LP-Hersteller deiner Wahl ohne 
Aufpreis anbietet.
Das könnte 0,5 oder 0,6mm sein, hängt auch mit der Platinendicke 
zusammen.

Autor: Uwe (Gast)
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aber wie groß muss er mind. sein bei 0.15mm (unabhängig vom hersteller). 
Muss außerdem auch kleiner gehen als 0.5mm, wenn ich mir andere Layouts 
anschaue.

Autor: Dietmar E (Gast)
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> unabhängig vom hersteller

Das ist aber nun  mal abhängig vom Hersteller. Wenn Du mit Eagle 
zeichnest, dann bieten viel Platinenhersteller dafür Design-Rules 
(DRC-Datei) zum Download an, daraus geht alles notwerndig hervor und 
Eagle überwacht Deine Platine: kleinster Bohrdurchmesser des 
Herstellers, minimales Restpad, minimale Leiterbahnbreite und Abstände 
usw.

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Es muss natürlich mindestens so groß sein wie das kleinste Loch, dass 
der Hersteller noch fertigen kann. Andus gibt z.B. minimal 200µm an.

Autor: Uwe (Gast)
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ich meinte eher deshalb unabhängig vom Hersteller, weil ich ja z.B. 
0.50mm breite Leiterbahnen verlegen kann und dann wahrscheinlich aber 
ein 0.6mm Drill nicht mehr ausreichend ist?

Diesen Zusammenhang interessiert mich - nicht was der Hersteller machen 
kann.

Uwe

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Wenn du ein 0,6er Via auf eine 0,5er bahn setzt, steht es seitlich über. 
Wenn dafür genug Platz ist, kannst du das Via so groß machen wie du 
willst, meinetwegen auch 2mm! Oder worauf willst du nun wirklich hinaus?

Autor: Uwe (Gast)
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das via muss ja einen größeren Drillsize haben als die Leiterbahn selbst 
- dieser zusammenhang interessiert mich... welche Drillsize verwendet 
man bei 0.5mm breiter Leiterbahn (also die minimal mögliche und 
sinnvolle Drillsize).

Uwe

Autor: Dietmar E (Gast)
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> via muss ja einen größeren Drillsize haben als die Leiterbahn selbst

Ein Via muss nicht grösser als die Kupferbahn sein: Man kann ein Via 
auch mitten in eine Kupferfläche setzen - das Via ist dann viel kleiner 
als die umgebende Kupfertfläche.

Wie gross ein Via und der umgebende Kupferring (und Leiterbahnen im 
allgemeinen) MINDESTENS sein muss, ergibt sich nur daraus, was der 
Hersteller fertigen kann und welcher Strombelastbarkeit notwendig ist. 
Der Rest ist Deiner künstlerischen Ader überlassen: 0.5 mm oder 0.7 mm 
oder was weiss ich.

Autor: Uwe (Gast)
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ok, das wollt ich wissen... weil eagle in seinen grundeinstellungen im 
design check immer meckert, wenn das Via drillsize etc. zu klein gewählt 
wird gegenüber der Leiterbahnbreite.

d.h. leiterbahnbreite und via-größe sind voneinander nicht abhängig, 
sondern nur vom hersteller

Autor: Dietmar E (Gast)
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> weil eagle in seinen grundeinstellungen im design check immer meckert, wenn das 
Via drillsize etc. zu klein gewählt wird gegenüber der Leiterbahnbreite

Es meckert nicht, weil die Vias zu klein sind "in Relation zur 
Leiterbahnbreite", sondern weil sie zu klein sind, Punkt. Wie klein sie 
sein dürfen, wird in den Design-Rules eingetragen, und was man dort 
einträgt, sind die Fähigkeiten des Herstellers (z.B. dessen kleinster 
Bohrer, dessen minimales Restpad, dessen minimaler Leiterbahnabstand 
usw). Was bei Eagle vom Start an drin steht, ist weitgehend 
uninteressant. Du MUSST irgendwann eintragen, was DEIN ausgewählter 
Platinen-Hersteller kann. Dazu bieten wie erwähnt viele Hersteller 
Eagle-Design-Rules zum Download an, die Du dann im Design Rules Dialog 
laden kannst. Mit den Design-Rules von beispielsweise PCBPool kannst Du 
dann viel kleinere Vias einsetzen, als mit den Design-Rules von Olimex, 
um mal zwei Hersteller zu nennen. Wenn Du mit "groben" Design-Rules (wie 
die von Olimex) arbeitest, dann findest Du am Ende mehr Hersteller, die 
Deine Platine fertigen können.

Autor: Uwe (Gast)
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aber es gibt auch keinerlei nachteile technischer Art, wenn die vias 
sehr klein (wie das denn der Hersteller so kann) gewählt werden? 
Bezüglich größere Verzerrungen oder Phasenverschiebungen etc.?

Uwe

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Uwe (Gast)

>aber es gibt auch keinerlei nachteile technischer Art, wenn die vias
>sehr klein (wie das denn der Hersteller so kann) gewählt werden?
>Bezüglich größere Verzerrungen oder Phasenverschiebungen etc.?

Da mach dir mal keine Sorgen solange du nicht mit 1 GHz++ arbeitest.

MFG
Falk

Autor: Dietmar E (Gast)
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> aber es gibt auch keinerlei nachteile technischer Art, wenn die vias
sehr klein

Wie schon erwähnt sinkt mit der Grösse der Vias die Strombelastbarkeit. 
Bei Datenleitungen ist das kein Thema.

Autor: Andreas (Gast)
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gibt es dazu auch eine art tabelle, in der man die strombelastbarkeit in 
abhängigkeit von der via-size bei fr4-material sehen kann?

Andreas

Autor: STS (Gast)
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Der kleinste Bohrdurchmesser ist abhängig von der Leiterplattenart 
(Feinleiter, Mirkofeinstleiter, Feinstleiter, UTM usw.) Nicht alle 
Hersteller können beliebig klein bohren. Allgemeiner Standard ist ein 
Via-Bohrdurchmesser von 0,6 mm

Abhängig vom Loch ergibt sich die min. Restringgröße.

Durchmesser (Via) >= Durchmesser Bohrung +0,4 mm
Durchmesser (Pin) >= Durchmesser Bohrung +0,6 mm

Autor: hoschi (Gast)
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Hallo,

hier noch mal ein paar Infos, bezogen auf die Enddicke eines PCB:

- Kleinster Bohrdurchmesser eines Vias 1/10 der PCBdicke
  (Bsp. Enddicke 1mm -> Viadurchmesser 100µm)
- Restring sollte mind. Bohrdurchmesser + 300µm umlaufend sein

Das sind so die groben Anhaltpunkte.

Weitere Infos:
- je kleiner / feiner eine Struktur wird desto teurer
- Bohrdurchmesser in der Produktion beim PCB-Hersteller ist ca.
  Via-Bohrdurchmesser + 100µm
- Viadurchmesser ist der vom Hersteller garaniterte Enddurchmesser eines
  fertig Produzierten VIAs (daher muss der Leiterplattenhersteller 
größer
  bohren bei der Herstellung

Kleine Anmerkung: Je Größer die Dimensionen sind, desto einfacher kann 
man die PCB bei unterschiedlichen Herstellern fertigen lassen.
Besser: Immer VORHER beim Hersteller FRAGEN, den man für seine 
Leiterplatten ins Auge gefasst hat, was er kann oder nicht und wie teuer 
es wird :-)

@UWE: Mit Andus immer vorher alles klären. Am besten auch den 
Layerstack. Dann hast du alles für ein gutes Design zusammen. Die geben 
dir auch die ganzen Dimensionen an, was die wirklich können

Gruß

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ hoschi (Gast)

>- Kleinster Bohrdurchmesser eines Vias 1/10 der PCBdicke
>  (Bsp. Enddicke 1mm -> Viadurchmesser 100µm)

100µm sind aber schon sauteure Microvias, die per Laser "gebohrt" 
werden. Die meisten Hersteller haben 300µm minimalen Bohrdurchmesser für 
normale Vias. Und auch das is schon verdammt klein.

MFG
Falk

Autor: hoschi (Gast)
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Hallo,

das ist richtig mit dem Geld je kleiner desto teurer!
Ist immer so :-)

Kleine Info noch für dich: Ich habe schon 100µm Bohrungen bekommen sie 
NICHT Lasergebohrt waren!

Aber wie ich schon geschrieben, je größer desto einfacher ist die 
Produktion bei einem PCB Lieferanten! :-)

Gruß

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